Mittwoch, 12. April 2017

zwölf vom zwölften april



der vollmond geht gerade über den lägern auf, als ich ins bett gehen will. das gibt mit dem fototelefon zwar kein schönes bild, aber immerhin schon ein foto fürs 12 von 12.


eigentlich startet der tag nämlich mit den plänen für den nächsten tag. in basel, habe ich gestern gesehen, läuft noch "mein leben als zucchini", ein guter grund mit der tochter zum ferienauftakt (sie hatte noch drei tage religionsanlass) für morgen einen kinobesuch zu planen. vorher müssen aber noch ein paar sachen (heute) erledigt werden.


unter anderem haben wir seit neuestem ein palettensofa im garten - ein guter anlass, die angefangene patchworkdecke, die sicher schon länger als zwei jahre herumliegt, fertigzustellen. eine füllung gibt es schon, nur eine rückseite muss noch her!


ein osterpäckchen möchte ich noch auf den weg bringen, aber leider macht der drucker mal wieder nicht, was er soll. oha, neue farbpatronen müssen her, die kommen aber erst nächste woche, also gibt es halt nur schwarzweissdrucke fürs päckchen...


 der bananenkuchen will aus dem ofen. (2 bananen mussten verbraucht werden.)


danach gehts zum "burenaldi", katzenfutternachschub und verschiedenes andere besorgen, beim anblick der vielen samentütchen fällt mir auch wieder ein, dass ich noch basilikumsamen brauche.


 die letzten tomatenpflänzchen werden pikiert, es sind jetzt knapp sechzig pflanzen, wie immer viel zu viele, ich brauche etwa 10 stück, aber mittlerweile haben wir schone einige treue kunden, die sich immer über die pflanzen freuen, die die tochter verkaufen darf (und ich verschenken).


 die anderen einkäufe installiere ich auch gleich mal. mal schauen, wie der neue fliegenvorhang bei den mitbewohnern ankommt. man beachte ausserdem die petunien in den töpfen!


 es geht voran mit der patchworkdecke.


 die frühlingspost ist fertig eingetütet, macht sich aber erst am wochenende auf den weg. briefmarken besorge ich morgen auf dem weg nach basel.


ach, ja, basel. schön war es gestern. ich habe die ausstellung strohgold im museum der kulturen besucht, die mich eher ein wenig ratlos zurückgelassen hat, dazu vielleicht ein andermal mehr. und einige fenster habe ich fotografiert, die ich mir jetzt nochmal anschaue, ob sich da vielleicht eine idee für den mustermittwoch finden lässt. das obere war direkt am museum, einblick mit spiegelung, neu und alt, schatten und licht.


und das grosse oberlicht in der alten markthalle, das mich gleich an ein anderes schönes fenster in einer einkaufspassage in prag erinnert. (oh, da sind gleich mehrere fenster, ich meinte eigentlich das, auf dem tesla steht!)
nun überlege ich, noch ein bisschen am fensterthema zu arbeiten, aber eigentlich bin ich zu müde dafür. gut nacht und schauen sie vielleicht noch bei caro vorbei, die heute wieder alle 12er sammelt.

Montag, 10. April 2017

der garten im april

durch das anhaltend schöne und warme wetter geht im garten gerade alles ganz schnell, und vieles, was sonst nacheinander blüht, blüht nun zusammen.


klammheimlich haben sich die tulpen angeschlichen, und auch dass die kleinen träubelhyazinthen aufgegangen sind habe ich erst bemerkt, als sie schon in voller blüte standen. osterglocken und grosse hyazinthen sind schon verblüht.



die tulpen werden auch immer weniger, wahrscheinlich sollte ich da mal im herbst eine tulpensetzaktion starten.


im schatten blühen noch ein paar primeln und buschwindröschen, aber auch schon das immergrün. (und die wildrose streckt überall ihre triebe aus.)


die felsenbirne, dies sich nicht so recht wohlfühlen will und darum auch nach drei jahren kaum an grösse oder ästen zugelegt hat, blüht wenigstens mal.


gleichzeitig mit den johannisbeeren. durch einen unglücklichen zufall haben wir da weisse träuble bekommen, obwohl wir rote wollten, darum dient der strauch eher als sichtschutz denn als früchtelieferant.


der hopfen wächst - man kann ihm wirklich von tag zu tag zuschauen beim wachsen. sorgen machen mir die himbeeren, die habe ich im herbst wohl ein bisschen zu radikal geschnitten, aber die meisten treiben aus dem boden neu aus. damit werden es wohl eher herbst- als sommerhimbeeren werden...


 im hochbeet haben die puffbohnen und erbsen gut gekeimt, auch radiesli und rüebli sind angegangen, salate habe ich noch ein paar eingesetzt, dazu schnittlauch und noch ein bisschen radiesli nachgesät. aber ehrlich, so ein hochbeet ist eigentlich nicht wirklich gross und viel enger kann ich die pflanzen nicht setzen.


dieses auf den ersten blick eher unspektakuläre bild  bereitet mir grosse freude. anhand der blätter sehe ich nicht nur, dass ich in diesem beet mal wieder den bärlauch bekämpfen sollte, sondern auch, dass sich neben dem waldstorchenschnabel auch eine weitere sorte storchenschnabel angesiedelt hat. und zwischen den blättern der akeleien finden sich auch blätter eines nieswurz, einer wilden form der christrose. vor einigen jahren haben wir versucht, sie hier heimisch zu machen, ich dachte schon, dass sie gänzliche verschwunden wären, aber nun sind sie doch wieder da!


 (fast) zum schluss noch ein blick aus dem garten auf die hochstämme des gegenüberliegenden bauernhofs, die im abendrot beinahe ein bisschen wie mandelbäume aussehen.


und ganz zum schluss: meine osterdeko. hauptsache der hase macht es sich auf der fensterbank gemütlich, damit wäre ich fertig mit dekorieren, oder hat jemand einwände?

Sonntag, 9. April 2017

von holderbank zum schloss wildegg

schon wieder eine wanderung am wochenende - aber wir nutzen das schöne wetter und die tatsache, dass wir (momentan noch) wenige termine am wochenende haben. die idee zur heutigen wanderung setzte sich zusammen aus einer erinnerung der tochter an den steinbruch schümel in holderbank, den wir 2015 im rahmen des tags der artenvielfalt des naturama aargau kennenlernen durften und dem (speziell meinem) wunsch, den garten von schloss wildegg im frühjahr mit all den schönen zwiebelgewächsen zu sehen. und da beides geografisch benachbart liegt, verbanden wir einfach die beiden ziele. wir parkten unser auto nahe dem kreisel mit dem ammoniten in holderbank und machten uns auf den weg in den steinbruch.

 

der steinbruch, in dem bereits seit 1913 kalk und mergel für die zementproduktion abgebaut wurde und der seit 1980 stillgelegt ist, ist heute ein naturschutzgebiet von nationaler bedeutung. auf den besonnten wegen zwischen karger vegetation im steinbruch kamen fast schon feriengefühle auf.


interessanterweise wird es im schümel je grüner, desto weiter man nach oben steigt.


ammoniten sammeln - am besten gleich dutzendweise, das geht in manchen schichten des aargauer jura ganz gut.


viel frisches grün im ehemaligen steinbruch. den weg findet man gut mit diesem pdf.


im oberen drittel verläuft der weg im wald, bald steigt man steil am rand des ehemaligen abbaugebiets auf. hier fanden wir blühende silberblätter.


und viele, sehr viele keimlinge von rotbuchen, bei denen man noch gut sehen konnte, wie die beiden keimblätter in den dreieckigen querschnitt der bucheckern gepasst haben.
weiter an der bergflanke entlang führte uns der weg in richtung schloss wildegg. erst ganz kurz vor dem schloss erreicht der weg die krete und überquert sie, dann steht man einigermassen überraschend direkt vor dem schloss.


naja, so direkt dann auch wieder nicht, das foto ist von der anderen seite aus aufgenommen.


von früheren besuchen auf dem schloss erinnerte sich die tochter gut an die scheune mit verschiedenen angeboten an kinder (und jugendliche). in der sogenannten "kinderstube" steht auch ein billardtisch - eine gute gelegenheit für eine runde billard mit kai.


danach durften wir dann auch in die gärten. die tulpen stehen dort in voller blüte, die obstbäume sind schon verblüht - durch die sonnenexponierte lage der gärten ist dort die vegetation immer einen schritt voraus.


bisher unentdeckte details am brunnen.


und zum abschied vor dem schnellen rückweg nach holderbank eine magnolienblüte.


Samstag, 8. April 2017

frühlingsmailart nummer drei


am samstagmorgen ist das dritte büchlein der frühlingsmailart hier eingetroffen. es kommt von lucia, deren schreibtischwelten ich neu entdecken durfte. heute war hier schon fast ein sommerlicher tag - aber ja, immer wieder kommt ein neuer frühling, das dürfte trotzdem nicht falsch sein.

Freitag, 7. April 2017

unser gemüse heute


jetzt geht es wieder los mit dem wöchentlichen gemüse von biocò. diesmal dabei: ein salat, ein zweiter salat, der irgendwie nach pak choi aussieht, und über den die gemüsevorschau auch nichts genaues zu berichten weiss, rüebli, randen, zwiebeln, kartoffeln, lauch und peterling.
keine grossen herausforderungen also, ausser vielleicht den namen des salats herauszufinden.

Sonntag, 2. April 2017

chriesiweg in gipf-oberfrick

chriesi nennt man im hiesigen dialekt die kirschen. das wussten wir natürlich nach 12 jahren aargau längst. aber dass sich der begriff "kirsche" vom lateinischen cerasum ableitet, weil die römer mit den kirschen aus vorderasien auch den namen dazu mitbrachten, haben wir heute auf dem chriesiwäg in gipf-oberfrick gelernt. und wahrscheinlich hätten wir noch viel mehr lernen können, wenn wir nicht ständig mit dem bewundern - und fotografieren - der in voller blüte stehenden bäume beschäftigt gewesen wären. insofern, seien sie vorgewarnt, es gibt bilder von kirschblüten, viele bilder von kirschblüten und nur ganz wenig anderes in diesem post!


am kirschlehrpfad gibt es vor allem hochstämme, und zwar von verschiedenen sorten, das sieht man auch schon ganz gut an den blüten.


die kirschen spielen auch für die imkerei eine grosse rolle, und umgekehrt natürlich die bienen im kirschanbau. schön, wenn die bienen dann auch noch in solch einem malerischen bienenhaus wohnen.



ich hab sie gewarnt: kirschblüten - diesmal vor blauem himmel. wenn jetzt nur kein frost kommt, dann gibt das wohl reichlich kirschen im sommer! die darf man übrigens auf dem chriesiwäg von speziell gekennzeichneten bäumen auch naschen!


 gell, die sind schön? riechen tun sie übrigens nicht wirklich gut, also verpassen sie da nichts.


viele kirschbäume auf der wiese, dazwischen auch ein apfelbaum, der noch nicht blüht.
irgendwann verliessen wir die hauptroute des chriesiwägs und machten uns auf die suche nach der ruine tierstein. 


zuerst aber entdeckten wir (nach einem steinbruch) ein riesiges osterei im wald. 


 und auch die ruine.


 wären wir von unten gekommen, hätte uns das immergrün den weg gewiesen.*


 im wald blühte auch etwas.


 noch ein paar kirschbäume gefällig?


 oder noch ein paar kleinere blüten an verwilderten kirschbäumen?


*[Kleines Immergrün: Die Pflanze ist in ] Mitteleuropa [...] als Kulturrelikt zu bewerten, das in Süddeutschland seit der Römerzeit in Mitteleuropa auftritt, aber auch auf mittelalterliche Ansiedlungen hindeuten kann.[...] Da die Fernausbreitung fast ausschließlich über den Menschen erfolgt, zeigen Standorte im Wald meist noch heute die Lage ehemaliger Burgen und Siedlungen an. Es gehört damit zu den Stinsenpflanzen bzw. Burggartenflüchtlingen. (Zitiert nach: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleines_Immergr%C3%BCn)