Montag, 3. August 2026

kw 31 - heiss, heiss, heiss

 es ist wieder oder besser immer noch so heiss. ein paar tage lang blieb die temperatur unter der dreissig-grad-marke, aber diese woche wird es schon wieder jeden tag heisser, ausnahme war der samstag, es hatte in der nacht von freitag auf samstag dann doch ein bisschen geregnet und so starteten wir wenigstens ein wenig abgekühlt ins wochenende. 

die hitze und die trockenheit beschäftigt zunehmend auch die medien, da kommt dann auch immer wieder das stichwort klimakrise aufs tapet, aber halt eher so zu erklärung, als könnte man, hätte man nicht schon längst etwas ändern müssen! 

was mich persönlich (neben der politischen dimension, die quasi nicht mehr vorhanden ist) am meisten nervt: jetzt, wo es wirklich schön sein könnte im garten, jetzt wo wir ja auch bewusst im sommer nicht verreisen, sondern das "schöne" wetter hier geniessen, ist es fast völlig unmöglich, über den tag draussen zu sein. die paar stunden am vormittag nutzen wir für dringend notwendige arbeiten, dann sitzen wir drinnen im immer noch recht kühlen haus und am abend warten wir drauf, dass es endlich ein bisschen abkühlt, damit wir wieder raus können. 

mir ist vollkommen klar, dass wir uns mit diesen optionen in einem sehr privilegierten segment bewegen, aber so langsam beginnt mich die hitze zu zermürben.  

so, eigentlich wollte ich ja über die woche schreiben. die war museumsfrei, ich war einfach in dieser woche zu keiner schicht eingeteilt. auch mal gut - ich habe die freie zeit zu einem ausflug nach winterthur genutzt, wo sich die shirdakgruppe des vereins filzszene bei einem mitglied getroffen hat. 


 hier bewegt man sich jetzt ein bisschen weg von den traditionellen mustern und wird graphischer. ich habe im wesentlichen meinen zweiten shirdak-zwilling mit einem rand versehen und noch einmal mein teppich-projekt vorgestellt, das allerdings noch in der entwurfsphase steckt. vielleicht wird das dann das erste, was ich nach ausgedehnter sommerpause im herbst in der werkstatt in angriff nehmen werde. 

zusätzlich habe ich mich recht viel mit der sommerpost beschäftigt, es wird hier sicher auch noch einen post dazu geben, noch eine woche werkeln und dann muss ich meine landkarte des sommers verschicken. da es ausser instagram keine möglichkeit mehr zur vernetzung mit dem projekt gibt und dort ja nicht mehr nach hashtags gesucht werden kann, habe ich bisher eine einzige karte per zufall zu gesicht bekommen, keine werkelei, keine inspirationen ... und leider auch kein bisschen gemeinschaftsgefühl, das auf diese art und weise aufkommt. früher war das anders. ich muss jetzt halt einfach mal lernen, dass es nicht mehr so ist und aufhören zu hoffen, dass es bei einem weitern projekt, bei einer weiteren kostenpflichtigen mitgliedschaft besser oder anders sein wird. vielleicht fühlt es sich ja besser an, wenn hier mal eine karte aus der gruppe den weg in unseren briefkasten gefunden hat. 

die tomaten sind reif! 


 es ist zeit für diese bunten teller - sowohl was die temperaturen, als auch was die ernte von tomaten und basilikum angeht. wie immer, liebevoll angerichtet von kai. 

am freitagabend hatten wir besuch von freunden und sassen nach schwumm im bädle und ausführlichem abendessen noch lange bei endlich angenehmer werdenden temperaturen draussen. 

samstag war hier zwar nationalfeiertag, aber wir fuhren zu den nachbarn auf den markt und zum frühstücken, das lassen wir halt ungern ausfallen. und da wir eh nicht zu den traditionellen erstaugustfeiern gehen, hat das auch ganz gut gepasst so. am nachmittag schauten wir noch kurz auf einen eiskaffee und mitgebrachten kuchen beim mittleren sohn vorbei, endlich mal die neue wohnung anschauen. per zufall kam auch noch die tochter vorbei, die anderen mitbewohnenden kennen wir ja bereits. 

sonntag sind wir zuhause geblieben, wie bei der hitze in letzter zeit oft. dafür bin ich gut bei der postkunst weitergekommen, ich denke, ich werde das am montag abschliessen können.  

viel war diese woche also nicht, eine art durchschnaufe-woche, allerdings mit zwei lektionen tschechisch. so langsam kommt das mit der neuen lehrerin zum laufen, ich bekomme regelmässig hausaufgaben, die ich auch fleissig erledige, und wiederhole viel grammatik, von der ich erschreckend wenig behalten habe. aber egal, sprachenlernen ist einfach fleissarbeit und manches verstehe ich jetzt besser als im ersten durchgang. womit ich immer noch hadere: wie sage ich es meiner lehrerin, dass es mir lieber wäre, wenn sie nur tschechisch mit mir spricht, also auch alles auf tschechisch erklärt, anstatt dass ich immer wieder ins englische wechseln muss? ich könnte es in die bewertung schreiben, aber irgendwie fühlt sich das doof an, richtiger fände ich es, es erst einmal direkt mit ihr anzusprechen. 

  




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