jeweils am fünften jeden monats fragt frau brüllen ins internet hinein "was machst du eigentlich den ganzen tag?", abgekürzt wmdedgt, und sammelt bei sich die antworten. heute bin ich eine von denen, die an diesem tag tagebuchbloggen.
und weil der 5. august kein gewöhnlicher tag für uns ist, haben wir uns heute freigenommen für eine wanderung. und deshalb darf dieser post später im monat dann auch noch zum sonntagsspaziergang von heike wandern, auch wenn wir nicht am sonntag, sondern an einem mittwoch spaziert sind.
wir stehen ein klitzekleines bisschen später auf als sonst, erst so gegen viertel nach sieben. anziehen, rucksäcke fertigpacken und den tomaten wasser geben stehen noch auf dem programm, bevor wir mit den verlos in richtung bahnhof starten.
dort holen wir uns unser frühstück beim café uno - es gibt capuccino und gipfeli, ich habe mich vergriffen und anstatt eines laugengipfels ein schokogipfeli genommen.
8.08 uhr bringt uns ein zug nach zürich, von dort geht es weiter nach zug, mit dem bus zur haltestelle schönegg und von dort mit der standseilbahn auf den zugerberg.
oben angekommen geniessen wir ein bisschen die aussicht auf den zuger see.
auf tausend meter höhe ist ein bisschen frischer als unten, aber gleich geht es zum einzigen grösseren anstieg des tages, da brennt die sonne bereits.
auf der hochwacht gibt es noch mehr aussicht zu geniessen.
unter anderem auf die rigi - da waren wir vor vier wochen.
und auf eine herde kühe.
von nun an geht es vor allem bergab - in sanften kurven durch weiden und feuchtflächen, von denen es hier oben viele gibt. auch hier ist es trocken, aber längst nicht so sehr wie bei uns unten. und wir sehen an vielen stellen schläuche für die bewässerung der weiden.
ab und zu gibt es schöne blumen zu sehen, unter anderem diese silberdistel.
ir passieren verschiedene bauernhöfe, je weiter wir nach unten kommen, desto weniger vieh hat es, dafür dominieren nun die obstbäume mit äpfeln, zwetschgen, reineclauden, kirschen.
die landschaft wird flacher und landwirtschaftlich genutzter - die sonne brennt vom himmel.
wir passieren das dörfchen allenwinden, deutlich schon zur agglomeration von zug gehörend, an einem brunnen kommen wir nicht vorbei, da hatte ich schon mit gerechnet.
aus dem dorf heraus führt uns ein weiterer wanderweg in den wald hinein und auf einem schmalen begsporn entlang, auf dem wir bis zur burgruine wildenstein gelangen. eine grössere pause haben wir aufgeschoben, weil wir auf sitzbänke hofften, am besten im schatten. in der ruine hat es aber nur eine wegen dürre und waldbrandgefahr abgesperrte feuerstelle, aber keine sitzgelegenheiten. wir essen unser vesper auf einer treppe, eher unbequem und beschliessen, weiterzulaufen.
jetzt ist es richtig heiss, selbst im wald, und uns fehlt eine richtige pause, wir schleichen deshalb zuerst den berg hinunter an einen wasserfall.
dann auf der anderen seite wieder hinauf.
eine andere wandererin hat uns auf diese bänkle mit aussicht aufmerksam gemacht, wie schnell wir jetzt dem see näherkommen!
wir verpassen die strassenbrücke übers lorzentobel, weil wir einfach nur noch ankommen wollen und schleppen uns weiter durch den wald, in dessen schatten es nicht wirklich kühl ist und über mehrere sonnige stücke am waldrand bis zum schlaufensteg. kurz vorher gibt es noch eine quelle, endlich können wir unsere wasserflaschen auffüllen.
der sensationelle steg verbindet kurz vor baar - ja was eigentlich? vor allem geht er einfach in schlaufen, teils in wipfelhöhe durch den wald.
endlich sind wir unten. so ganz am ende war das für meine knie nicht die beste idee.
und gleich stehen wir mehr oder weniger im alten industriegebiet von baar, passieren die arbeiterhäuser der spinnerei in der höll und gleich darauf die riesigen spinnereigebäude, so weit sie heute noch stehen, selbst.
dann biegen wir einmal um die ecke und stehen vor der baarer brauerei mit dem erdmannli-signet.
im braui-laden holen wir uns ein getränk (ich panache, kai ein amber, die brauereigaststätte hatte betriebsferien) und nehmen gleich den bus zum bahnhof baar.
dort warten wir ein bisschen auf den zug nach zürich um kurz nach vier. wenn wir nicht noch salz und eine orange gekauft hätten, hätten wir einen früheren bekommen. ausserdem wundern wir uns, dass wir auf der wanderstrecke, die mit 9.5 kilometer angegeben war, fast 14 kilometer gelaufen sind. umwege haben wir bis auf die paar schritte zur burg hinauf keine gemacht. kein wunder sind wir deutlich kaputter als gedacht, auch hatten wir mit ein bisschen weniger hitze gerechnet.
die rückreise verläuft weiterhin reibungslos, um kurz nach fünf sind wir in baden, kai kauft noch schnell kaffee, und dann radeln wir nach hause zurück.
abendessen auswärts fällt aus, wir sind so froh, in unser bädle springen zu können und finden fertige rigatoni al forno im tiefkühler, die wir uns warm machen.
ich telefoniere noch mit einer vereinskollegin, es gibt dinge zu planen und abzusprechen und dann beschliessen wir, dass wir für heute genügend draussen waren und schauen drinnen gemütlich den zweiten teil des fernsehzweiteilers "himmelsleiter".
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