Dienstag, 30. Dezember 2025

jahresrückblick 2025

tradition seit 2008 hier im blog - also gibt es ihn auch in diesem jahr wieder, den jahresrückblick. zum achtzehnten mal im übrigen bereits. 

traditionell gehe ich dafür nicht nur meine eigenen blogeinträge, sondern auch mein immer noch analog geführtes notizbuch und meinen digitalen kalender durch - ich bin sozusagen auf spurensuche in meinem eigenen leben. nicht alles, was ich erlebt und gefühlt habe, hat spuren hinterlassen, manches bleibt unbeschrieben oder taucht nur verklausuliert im blog auf, im kalender sehe ich unangenehme termine, im notizbuch immer wieder verschobenenes, das wieder und wieder in listen auftaucht. manchmal mag ich in der rückschau dann mehr mit ihnen teilen, manchmal auch nicht. 

und wie immer habe ich parallel die ungefähr 3000 fotos des vergangenen jahres durchgesehen, immer auf der suche nach welchen, die ich noch nicht im blog gezeigt habe, die aber dann doch irgendein gemeinsames thema haben sollen, das am besten auch noch mit dem im jahr vorherrschenden gefühl zu tun haben soll - vielleicht nur für mich, vielleicht aber auch ganz offensichtlich für sie, liebe leserin meines blogs*.  

also starten wir jetzt einfach mal im januar und sehen dann weiter, wo das alles hinführt. 

ich entnehme meinen eigenen einträgen, dass das jahr ziemlich arbeitsreich gestartet hat - der fokus lag auf vereinsdingen, die sich halt ohnehin am jahresanfang ballen, denn das ist die zeit, in der wir nicht nur die generalversammlung planen, sondern uns seit ein paar jahren auch als vorstand zurückziehen, um uns gedanken über die vereinsarbeit ganz allgemein zu machen. perfekte ergänzung waren viel arbeit und kurse in der werkstatt - die arbeit im kulturzentrum, die noch ziemlich neu war, scheint mich wenig beschäftigt zu haben. 

im rückblick denke ich beim februar 2025 immer nur an die eskalation bei der damals gerade drei monate alten und eigentlich noch ziemlich neuen arbeit, die am ende dazu führte, dass nicht ich (wie von mir zunächst beabsichtigt) sondern die kollegin, die schon viele jahre dabei war, gehen musste. dabei war da noch so viel anderes! ich war an der filzbegegnung in roggenburg, die tochter bereitete sich auf ihren aufenthalt in den niederlanden vor, ich trieb ein paar projekte in sachen filzen voran, es gab einen weiteren shirdak-tag und ich legte letzte hand an die vorbereitungen zur gv der filzszene. 
 

nachdem ich in den ersten tagen des märz vor allem abstand vom kulturzentrum gewinnen konnte, einfach weil anderes, wie die gv des vereins und die fahrt mit der tochter zu ihrem segelschiff, wichtiger waren, galt es anschliessend dort den betrieb sicherzustellen. häufig fühlte ich mich irgendwo zwischen schwimmen in jeder hinsicht und feuerwehrübung, aber wahrscheinlich haben mich die wenigen tage, die dann intensiv mit filzen verbracht habe, eher gerettet als belastet. was hat es mit dem foto auf sich? ich musste gerade ein bisschen recherchieren, aus welchem anlass ich an diesem abend im kulturhaus royal war - der antifa-abend taucht sonst nirgends auf und mein dortsein ist nur durch dieses foto dokumentiert.
 

mit dem frühling kamen im april neue perspektiven, gelegenheiten für spaziergänge, ausflüge und auch schon für zeit im garten und ganz am ende des monats lockte die reise nach prag, wo wir sechs schöne, volle tage verbrachten. auch zurück war die freude am bloggen, es gab zumindest wieder regelmässig einen wochenrückblick. 
 
 
die arbeit ging im mai an vielen verschiedenen stellen nicht aus - aber es ging auch voran, vor allem mit der homepage für den verein, aber auch mit dem bewerbungsprozess für eine neue kollegin. dazwischen fand sich sogar noch ein bisschen zeit für vier gemeinsame tage in den bergen mit dem mittleren sohn und dessen freundin, danach arbeitete ich dafür zwei wochen durch. endlich konnte wieder draussen geschwommen werden, ab mitte des monats im öffentlichen freibad, zum monatsende dann auch im eigenen garten. 
 

 im juni endete die lange nasse und kühle phase des wetters und es wurde zuerst sommerlich und dann gleich richtig heiss. ich jonglierte arbeitsmässig weiter zwischen meinen tätigkeiten, aber was das kulturzentrum betraf, war ein ende der unsicherheit in sicht. in der werkstatt lief die produktion bereits bestellter sitzfilze auf hochtouren - und ich schaffte es immer wieder, mir auch schöne inseln einzuplanen. 
 

 der juli war zuerst heiss, nach einer abkühlung blieb es dann lange sehr nass. der garten schenkte uns gurken - die tomaten nahmen das nasse wetter nicht so locker. ich fing an zu geniessen, dass ich im kulturzentrum nicht mehr alleine arbeitete, aber es war dann halt auch gleich sommerpause nachdem die neue kollegin gestartet war. auch in der werkstatt verordnete ich mir eine pause, dafür stand gegen ende des monats ein grober plan für die langen ferien im september/oktober. 
 

 der august startete fulminant und mit einer woche ferien, nicht nur für uns, sondern auch für die tochter, die dazu vom schiff nach hause kam - gemeinsam mit den kindern, meiner mutter und einer trauzeugin nebst familie feierten wir unseren 30sten hochzeitstag. fürs abendessen hatten unsere kinder gekocht! (deutlich mehr als auf dem bild zu sehen!) anschliessend machten wir es uns noch für drei tage in frankreich schön. und dann war ich sozusagen wieder bereit zum arbeiten - wie schon lange nicht mehr sortierte und putzte ich mal die ganze werkstatt... 
 

im september ging tatsächlich erst mal mein fahrrad kaputt - und konnte ganz knapp vor den geplanten langen ferien dann doch noch kostenlos repariert werden. ein vorurlaubsendspurt, der auch noch den besuch in kais büro (zwei jahre verschoben) und an der klimademo in zürich erlaubte, dann ging es mitte des monats los in richtung osten - für drei wochen erkundeten wir das uns bis dahin völlig unbekannte mähren. 


nach unserem aktivurlaub waren wir dann doch erholter als gedacht und nicht einmal die reichlich vorhandene arbeit im kulturzentrum und die nun endlich anlaufenden sitzfellchenkurse konnten uns davon abhalten auch abends öfter unterwegs zu sein - zweimal konzert im royal, zweimal theater, dazu noch besuch aus der alten heimat und in der alten heimat, sowie ein spieleabend machten den oktober zu einem vollen, schönen monat. 

zwischen der rückkehr der tochter von ihrem schiff und dem besuch auf dem ersten weihnachtsmarkt am letzten november- und ersten adventswochenende lag ein langer, voller monat. schön war es, die tochter wieder zuhause zu haben und da sie noch den ganzen monat frei hatte, auch wirklich viel mit ihr zu unternehmen. im spätherbst ist traditionell viel los in der werkstatt - da war ich froh, zumindest anwesenheitsmässig im kulturzentrum ein bisschen reduzieren zu können - auch wenn ein sonntagstermin und neue verwicklungen in personeller hinsicht mir wieder den schlaf zu rauben begannen. (und nein, nicht die personelle situation an sich ist das problem, sondern die art, wie damit umgegangen wird.) auch toll: das hallenbad ist rumdumerneuert und hat wieder offen! 


adventspost und spaghetti-space, zwei konzerte am abend und immer noch mal ein termin in der werkstatt - auch im dezember wurde es nicht wirklich stiller bis zur eigentlichen weihnachtswoche, die wir zwischen zwei fahrten in die alte heimat sehr ruhig und gemächlich mit viel kochen und essen und zusammensitzen verbrachten. aber ist das nicht eigentlich der sinn von weihnachten? nun sind wir wieder zurück und es liegen noch ein paar herrlich freie unverplante tage vor uns am jahresende und ein bisschen drüber hinaus. ideen haben wir, aber auf die eine oder andere werden wir eher verzichten. 
 
und wie war das jahr so insgesamt? was mich am meisten beschäftigt hat, war die arbeit im kulturzentrum - kein wunder, könnte man denken, war ja auch das erste ganze jahr seit langem, in dem ich, wenn auch mit kleinem pensum von 8.4 wochenstunden, abhängig beschäftigt war. ich würde heftig widersprechen: so viel unruhe wie da war, hat das deutlich mehr als 20 % meines lebens beansprucht. dementsprechend war es vor allem kein gutes werkstattjahr, zahlenmässig weiss ich das noch gar nicht so genau, aber für meinen geschmack bin ich viel zu wenig zum filzen gekommen, und wenn, dann häufig für aufträge oder kurse. mein plan, durch regelmässige bezahlte arbeit mehr zeit zum filzen für mich zu finden, anstatt ständig auf die belegung der werkstatt zu schielen, ist also bisher nicht aufgegangen. ich nehme mir vor, dies auch insgesamt mehr zu forcieren und einzufordern. privat hat uns wieder der garten in atem gehalten, er ist auch einfach viel zu gross. schön war es, das abenteuer der tochter mitzuverfolgen, die acht monate auf einem traditionssegler in den niederlanden als maatin unterwegs war. höhepunkte waren für mich vor allem die beiden reisen nach tschechien, nach prag im frühling und durch mähren im herbst - und das nicht nur unterwegs, sondern auch bereits in der vorbereitung. nach wie vor lerne ich mit freude tschechisch - selbstgesteuert, mit duolingo und mit einer halben stunde online-konversation pro woche mit einer tschechin über die app preply (sollten sie darüber nachdenken, dort selbst sprachunterricht zu nehmen, was ich sehr empfehlen kann, kontaktieren sie mich für einen rabatt). also noch mal, wie war jetzt das jahr? ich würde sagen: so lala, es gab gutes, aber auch viel mist - vieles vom letzteren hat nicht den weg in den blog gefunden, aus verschiedenen gründen. also fast wie immer. 

noch ein bisschen blog-statistik: 

- 9 mal habe ich an der von frau brüllen gehosteten blogaktion "wmdedgt" mitgemacht

- 6 mal habe ich es geschafft, 12 bilder für die 12 von 12 auf draussen nur kännchen zu machen

- 71 blogposts habe ich insgesamt geschrieben 

- 178 059 menschen haben mich auf meinem blog besucht (stand 30.12. 10.30 uhr) 

- 98 kommentare wurden hier im blog hinterlassen (über die ich mich immer wieder ganz besonders freue!)

da die statistik eine neue idee ist, gibt es noch keine vergleichszahlen,  von mir aus gesehen war es aber ein besseres blogjahr als die beiden zuvor. vor allem die reise nach mähren und die berichte davon haben mit viele besucher:innen beschert.  

und natürlich ist hier jetzt der platz um mal wieder sie zu rühmen, liebe blog:leserinnen - sie haben mir ein weiteres jahr die treue gehalten, sind immer wieder hier hergekommen, um meine alltagsbeschreibungen zu lesen oder sind vielleicht auch übers jahr neu dazugestossen. herzlichen dank für ihre aufmerksamkeit! und ihre meinung und ermutigungen in den kommentaren! 

*und haben sie es erraten? für mich haben alle bilder etwas mit energie, kraft, power und so weiter zu tun. was haben sie darin gesehen?  

Sonntag, 28. Dezember 2025

kw 52 - ausgedehnte weihnachtstage


die weihnachtswoche begann für mich auf der autobahn nach norden (genau genommen ist das erste drittel der strecke in die alte heimat auf landstrassen zu absolvieren) und zwar gemeinsam mit kai. all zu früh sind wir auch nicht losgefahren, was uns noch ein bisschen gelegenheit für die allerletzten weihnachtsvorbereitungen gab. 
erste station war ein besuch bei meinem patenonkel - wir wurden mit süssen stückle und kaffee bewirtet und verbrachten eine stunde plaudernd - aber halt leider auch mit ernsten themen. 
dann gings weiter zu meiner mutter, dort dann anstelle von kaffee tee und gutsle probieren. anschliessend gab es wie meist ein paar wenige handgriffe zu erledigen, für die sich in den wochen seit unserem letzten besuch niemand gefunden hat und die auf uns warten konnten. 
gegen abend machten wir uns dann zu fuss auf den weg zu den freunden, die sonst immer silvester mit uns feiern und liessen uns von ihnen aufs laufende bringen - ihre tochter arbeitet zur zeit als paket- und briefzustellerin und hatte viel zu erzählen. 
 
am anderen morgen trafen wir sie noch einmal - mit ihrem vw-bus an der tankstelle, als wir uns gerade auf den weg zu uns nach hause gemacht hatten. mit diversen zwischenstopps für einkäufe und abholung von fleisch- und wurstwaren waren wir am nachmittag irgendwann zuhause, hatten dann nur kurz zeit für kaffee und eine weitere gutsleverkostung, weil kai und ich noch letzte einkäufe erledigen und den käse fürs raclette am heiligen abend abholen mussten. wieder nur ein kurzer zwischenstopp, bevor wir gemeinsam mit der tochter zur weihnachtsfeier in der wg des ältesten sohns aufbrachen - diesmal nur für den apero, wobei wir die tochter dort zum abendessen und zur weiteren abendgestaltung zurückliessen, während wir nach hause zurückfuhren um gemeinsam mit meiner mutter zu abend zu essen. am ende des tages hatte ich das gefühl nichts, aber auch wirklich nichts getan zu haben. 
 
und dann war auch schon heiliger abend - ich buk am vormittag aus den übrig gebliebenen backzutaten einen panettone, und der rest der familie machte sich ans aufbauen und schmücken des weihnachtsbaums.  
wie man sehen kann, eine durchaus ernste angelegenheit, die mit passender kopfbedeckung selbstverständlich besser von der hand geht. 

am ende war der baum geschmückt und illuminiert, sowie die geschenke unter ihm verteilt und wartete auf die ankunft der beiden söhne. 

natürlich gab es nicht gleich raclette, sondern zuerst panettone und gutsle und einen vortrag der falle von robert gernhardt durch kai, aber tatsächlich ist das raclette seit einigen jahren nun schon tradition an heiligabend. 



hier sitzen die geschwister dann schon aufgereiht für die bescherung - die in diesem jahr angenehm wenig opulent ausfiel. es wurde reihum übergeben, ausgepackt, angeschaut, bedankt und gefreut. tollerweise hat kai etwas geschenkt bekommen, was ich schon lange haben möchte - und es ist erst noch selbstgemacht! die kinder verschwanden zu späterer stunde alle noch gemeinsam in den club - wo sie mit freunden weiterfeierten.

den weihnachtstag begannen wir mit einem gemütlichen frühstück - und ich anschliessend mit blaukrautkochen - nicht immer gibt es ihn, aber heute hat er natürlich besonders gut gepasst, der blaukrautengel. anschliessend gab es für mich (und für kai, der zum helfen mitkam) einen kleinen arbeitseinsatz im kulturzentrum, wo für die einzige vermietung über die weihnachtstage tische und ein flügel verschoben werden mussten. wir gingen zu fuss und waren so gleich für den restlichen tag durchgelüftet.

auf der fensterbank habe ich zwischendurch eine entdeckung gemacht: eine unserer kakteen hat tatsächlich zwei winzige blüten bekommen! 
den nachmittag verbrachte ich mit gemächlichem kochen - es gab schweinebraten nach diesem rezept.


der mittlere sohn ass mit uns - anschliessend probierten wir noch ein spielegeschenk aus und schauten einen film an. 
 
auch den zweiten weihnachtstag liessen wir gemütlich beginnen - das wetter war sowieso nicht besonders einladend für unternehmungen, es wurde teilweise nicht einmal richtig hell. kai startete vorbereitungen für eine produktion gefüllter nudeln, dann gingen wir ein bisschen spazieren, dann kam auch schon der älteste zum kaffee und anschliessend wurde der esstisch für die nudelfüllung mit beschlag belegt. auch so kann man einen ganzen tag verbringen. die nudeln waren mit kürbis (eine hälfte) und mit spinat-ricotta-mischung (die andere hälfte) gefüllt und waren sensationell lecker - hier stand die zeitdauer des kochens wie auch schon am ersten weihnachtstag im richtigen verhältnis zum ergebnis. 
nach dem essen hingen wir alle ein bisschen in den seilen, aber zu einem satirischen jahresrückblick hat es dann doch noch gereicht. (empfehlenswert - vor allem die musikeinlagen...) 
 
samstag war dann wieder reisetag - diesmal mehr oder weniger direkt in die alte heimat, kleiner umweg über den friedhof - das wetter nach dem durchqueren des schönbuchtunnels schön geworden und lud dazu ein, noch ein bisschen draussen zu sein. nach kaffee besuchten kai und ich die restlichen elternteile an ihrer ruhestätte, später waren wir noch zum abendessen in einem bayerischen lokal. 
 
für den sonntag hatten kai und ich uns bei freunden eingeladen - kai durfte ein gerät zum musikmachen dort abholen und wir verbanden diesen besuch mit einem ausgiebigen frühstück mit viel neuigkeiten- austauschens. um die mittagszeit machten wir uns auf den rückweg in die schweiz, im albvorland schien die sonne und so entschieden wir uns, nicht über die autobahn, sondern mehr oder weniger entlang des nordwestlichen albtraufs nach hause zu fahren. dabei boten sich uns die unterschiedlichsten naturschauspiele. im sonnenschein über diesigen ebenen wirkten berge und stadtsilhouetten wie scherenschnitte. an anderen stellen waren bäume und wälder mit dickem reif bedeckt, der teils in der sonne glitzerte, teils im nebel weitere schichten zulegte. sonne und hochnebel wechselten sich so schnell ab, dass wir mehr als einmal das gefühl hatten aus einem tunnel ins licht zu fahren. nur die burg hohenzollern und den testturm für aufzüge bei rottweil sahen wir nicht. 
nun sind wir wieder zuhause und eine weitere ferienwoche liegt vor uns - voll von unverplanten tagen und noch fast ohne pläne... 
 
mit den weihnachtstagen ist auch die adventspost zu ende gegangen - hier noch einmal ein überblick über alle karten, die bei mir eingetroffen sind.  

mein spezieller adventskalender ging offiziell bis zum 25. dezember - die 26ste karte (die letzte in der zweituntersten reihe) habe ich von einer kollegin geschickt bekommen, die auch bei der adventspost mitgemacht hat. 

und so dürfen die karten jetzt noch ein bisschen bei uns hängen bleiben. alle schönen umschläge oder beigaben habe ich aufbewahrt, mir schwebt eine schachtel zur aufbewahrung vor, da könnte ich schon noch ein paar engelmotive brauchen, um sie zu schmücken. 

Sonntag, 21. Dezember 2025

kw 51 - viel licht

volle woche, ich habe sie vorgewarnt. aber der reihe nach. 

der montag war der ehrenamtlichen vereinsarbeit und dem haushalt gewidmet - der winterbrief für die filzszene wurde über die woche von meinen vorstandskolleginnen korrekturgelesen und ergänzt, und auch die tatsache, dass ich die vorräte durchgesehen und listen erstellt habe mit dingen, die weg müssen, zeigte im lauf der nächsten tage schon erste erfolge. 

welche mühe es uns kostet, den überfluss zu verwalten. eigentlich haben wir fast immer zu viele lebensmittel im haus, es muss sorgfältig geschaut werden, dass diese dann rechtzeitig verbraucht werden, bevor sie ungeniessbar werden. das dürfte vielen so gehen. regelmässig müssen dazu im kulturzentrum abgelaufene lebensmittel aussortiert werden, die aber noch gut sind und die dann teilweise auch bei uns landen. ist das dem aufwand vergleichbar, den man bis vielleicht noch vor 150 jahren in den allermeisten schichten betreiben musste, damit man regelmässig was auf dem teller hatte? und wie lange wird das noch so bleiben? (ich lese gerade ian mcewans neuesten roman, was wir wissen können, den er im 23. jahrhundert spielen lässt, in dem die welt eine so viel ärmere und unsichere geworden ist, als wir sie heute kennen.)

am abend besuchten wir die freundin in ennetbaden zur eröffnung ihres adventsfensters. als ehemalige ennetbadener:innen kannten wir etliche menschen. 

dienstagmorgen machte ich eine arbeit in der werkstatt fertig, kurze pause zuhause mit nudelsuppe und dann musste ich schon wieder los. zuerst hatte ich einen termin in einer buchbinderei, ich will mir mein tschechisch-wörterbuch in einen anständigen umschlag binden lassen. das einzige aktuelle wörterbuch, das ich finden konnte, ist eines von den gelben. gebunden in ein abwaschbares, aussen scharfkantiges plastik fasse ich es am liebsten gar nicht erst an. macht bei einem wörterbuch nicht so viel sinn. und ja, ich nutze natürlich auch online-wörterbücher, aber die informationen in einem analogen wörterbuch sind halt schon noch mal andere. 

den restlichen nachmittag verbrachte ich zum grössten teil im kulturzentrum - meine kollegin und ich waren eingeladen, mit den ukrainischen frauen, die regelmässig zum sprachunterricht dorthin kommen, weihnachten zu feiern. es gab borschtsch, gefüllte teigtaschen und zum dessert einen mohnstrudel. die "schülerinnen", viele davon schon im rentenalter, erzählten auf deutsch von den weihnachtsbräuchen in ihrer heimat. zum abschluss sangen wir deutsche weihnachtslieder und auch ein ukrainisches lied wurde vorgetragen. ein schöner nachmittag, man darf nur nicht zu oft daran denken, was diese frauen hierher geführt hat und was sie dort zurücklassen mussten. beim anschliessenden schwimmen viel nachgedacht.  

der mittwoch war mein letzter arbeitstag vor den weihnachtsferien. abgesehen von zwei vermietungen ist das kulturzentrum während der weihnachtstage geschlossen. sonst nur verschönerungstermine, unter anderem bei der coiffeuse, neben dem salon entdeckte ich dieses weihnachtliche schaufenster. 

donnerstagvormittag erledigte ich, was zu erledigen war, in bunter reihung zuerst in der werkstatt, dann zuhause (dort immerhin noch ein paar kokosflocken gebacken), dann nochmal in der werkstatt, bevor ich mich auf den weg nach zürich machte. unterwegs kam die sonne heraus, völlig überraschend nach einigen eher grau-hochnebeligen tagen. also änderte ich meine pläne, die urprünglich kunst gucken und kaffee trinken vorgesehen hatten, in zuerst spazieren gehen und dann kunst gucken. spontan fand ich passende wolle für einen schal, das kunst gucken war dann eher so mittel. 


 das musee visionnaire, das sich der art brut und der kunst von aussenseitern verschrieben hat, zeigt unter dem titel "all in" werke von fünf menschen, deren leben nicht von ihrer kunst zu trennen ist, oder die gleich ihr leben als kunst ausstellen. das plakat oben stammt von emil manser, der lange zeit das stadtbild von luzern geprägt hat. 

hauptbahnhof, davor die haltestelle bahnhofsquai, die bis auf weiteres umgebaut wird und ursache des kompletten chaos auf den tramlinien ist. 

gleich um die ecke vom museum traf ich mich mit kai im zähringer, um dann später zum abendessen ins café des amis weiter zu ziehen. dabei stellten wir fest, dass die grosse fahrplanumstellung, bei der in zürich quasi alle tramlinien andere strecken fahren und/oder anders heissen, für unsere strecke an diesem abend nur gutes getan hat - wir konnten anders als früher direkt vor dem hb in einen bus steigen, der uns direkt ins restaurant brachte und auch wieder zurück. 

moules et frites a la tomate

 freitag war dann noch mal richtig vollgepackt - putzrunde, dann letzte mails von der arbeit abarbeiten, liebe bekannte mit weihnachtswünschen und gutsle versorgen und am nachmittag offene werkstatt mit einem brotkörbchen to be. um halb sieben konnte ich die werkstatt hinter mir zusperren, für ein vorweihnachtliches werkstattwischen hat es nicht mehr gereicht. kai hatte neben home office auch noch termine und trotzdem zuhause rigatoni al forno gemacht - zum gleich essen und ungefähr noch mal so viel auf vorrat für die gefriere. danach war ich eigentlich zu müde um überhaupt noch etwas zu tun, aber wir hatten karten für ein konzert am späteren abend und nach einer stunde liegen gings dann wieder. aber ums sitzen war ich für den restlichen abend trotzdem froh. auch wenn die musik auch zum tanzen eingeladen hätte, mich halt heute nicht.

bei kai gibt es auch ein video - wo man die tanzbarkeit hören kann. 

so sehr wir uns auch mühe gaben, den samstag ruhig angehen zu lassen, also mit einem frühstück im café und immerhin mit fast keinen zusätzlichen besorgungen - die einkaufsrunde war umfangreich, denn die weihnachtswoche steht vor der tür und wir sollten jetzt ohne zu verhungern fast ins nächste jahr kommen, vorausgesetzt wir holen den bestellten käse ab und kaufen noch ein bisschen was frisches ein, wird es sogar ausgesprochen festlich werden. tja und nachmittags war dann das wetter so schön im garten und die grünguttonne so leer, dass kai wieder weiter an den zu gross gewordenen hainbuchen herumsägte und ich das laub von der wiese rechte. das laub landet übrigens nicht in der tonne, sondern auf einem grossen haufen am ende des grundstücks, der spätestens nächsten herbst nicht mehr zu sehen sein wird. 

also, dann halt ein gemütlicher sonntag? in unserer vorstellung schon, aber es musste dann doch noch der winterbrief finalisiert werden, eine hausaufgabe überlegt und an verschiedenen ecken und enden im verein support geleistet werden. immerhin einen nur halb-dienstlichen spaziergang in die werkstatt hat es gereicht, und anschliessend haben wir dann das haus auf den besuch der kommenden tage vorbereitet. morgen geht es erstmal nach deutschland, dienstag zurück und dann ist weihnachten. jaja, erstmal heiligabend - und dann erst weihnachten... 

und was macht die adventspost? 

das sind die karten dieser woche - links oben ein platzhalter-teufelchen zwischen all den engeln, für den 15. wurden wir um geduld gebeten. rechts oben noch mal meine adventspost - mehr dazu im letzten post
 


 und hier die gesamtschau mit allen karten - es werden noch vier dazukommen, unser adventskalender geht bis zum 25. dezember - und den wunderbar blühenden amaryllen. 

es wäre dann wohl auch zeit, ihnen ein fröhliches weihnachtsfest zu wünschen! 


 machen sie es wie der stern - leuchten sie im dunkeln dieser welt, sie kann es brauchen! 

Freitag, 19. Dezember 2025

adventspost 2025 - postkunst in der adventszeit

nach zwei jahren pause in sachen adventspost (2022 hatte ich noch gross getönt, dass ich bei der adventspost eigentlich immer mitmache) hatte ich in diesem jahr wieder grosse lust bei dieser adventskalender-postkunstaktion mitzumachen. 

wie bisher wird die adventspost auch weiterhin von michaela und tabea organisiert, voraussetzung zum mitmachen ist seit ein paar jahren die mitgliedschaft beim post-kunst-werk, das auch noch die frühlings- und sommerpost hostet. 

gut hatte ich mir die teilnahme so fest vorgenommen - denn also anfang oktober das thema bekanntgegeben wurde, zweifelte ich gleich wieder - engel. sind nicht so meines. und ausserdem der kitschfaktor. ganz zu schweigen vom hohen potential an schwurbelmöglichkeiten...

ich überwand aber meine abneigung, las später, dass auch eine der beiden initiatorinnen damit probleme hatte und meldete mich an. beim zoom-meeting war ich dann nicht dabei, ich hatte aber schon mal die gelegenheit und war auch der ansicht, dass es für mich nicht so wichtig ist. instruktionen kann ich lesen und ansonsten auch ganz gut selber denken. 

das mit dem selber denken ging dann aber erst mal in eine sackgasse. 


 weil ich ja gerne auch meine restlichen erfahrungen in die postkunst einbringe und ausdrücklich druck-mix die gesuchte technik war, gingen meine gedanken zunächst in richtung drucken mit textilien. aber, alter verwalter, so eine atc oder spielkarte ist ganz schön winzig! selbst mit recht dünnem garn gehäkelt oder auch gewoben, waren meine engelsflügel deutlich zu grobschlächtig für die paar quadratzentimeter. 


 aber textil ist ja auch eine einfache schnur... als bekennende anhängerin von klee fielen mir auch gleich seine zeichnungen aus einem strich ein, was sich mit schnur gut umsetzen lässt. 


 die positiven engel waren es dann noch nicht ganz... 


 auch weil ich natürlich vergessen hatte, meine engel zu spiegeln - aber das kann man ja auch über eine gelatineplatte macben. 


 das ergebnis gefiel mir schon deutlich besser. die schnur erzeugte auf der gelatineplatte deutliche farbnuancen. vier engel gingen jeweils gleichzeitig auf eine platte, nicht alle ergebnisse waren gleich gut. bis ich am ende herausgefunden hatte, dass ich die schnur, die sich voll farbe gesaugt hatte, auch immer wieder zwischendurch positiv "leerdrucken" musste, hatte ich ungefähr die vierfache anzahl an notwendigen drucken und konnte anschliessend die schönsten aussuchen. 

und ich durfte mir zur idee gratulieren, dass ich die leerdruckenden positivengel gleich auf umschläge gedruckt hatte... allerdings nur auf ganz einfache, weil die gerade zu hand waren. (hat mich zuerst gestört, aber als dann die allermeisten hier ankommenden engel auch nur in ganz stinknormalen kuverts hier ankamen, habe ich meine meinung revidiert.) 

allerdings war das papier auf das ich gedruckt hatte, viel zu dünn. also brauchte es noch viel schnipselarbeit, einiges an abfallkarton und buchbinderleim, bis ich meine karten aus den drei komponenten engel, karton und gedruckter/geschriebener atc-beschriftung zusammengebastelt hatte. 

am ende fand ich die nachtblaue engelschar auch arg düster - also ergänzte ich durch eine weisse beschriftung, was ich mir genau gedacht habe, als ich hier anděl, das tschechische wort für engel in sütterlin hier hinschrieb, weiss ich auch nicht. (im schlimmsten fall: he, schaut her, ich kann nicht nur sütterlin schreiben, sondern weiss auch noch das tschechische wort für engel.) die kombination macht natürlich historisch gar keinen sinn, denn man darf davon ausgehen, dass sütterlin-schrift ausschliesslich für die deutsche sprache verwendet wurde... 

nächster schritt: die atc-kärtchen sollten um himmels willen nicht auch noch in den labbrigen briefumschlägen herumrutschen und es der post schwer machen durch knicken oder ähnliches. also musste ein halter für die kärtchen her. und weil ich gerade so schön am schreiben war, beschrieb ich eine seite mit einem liedtext, einem lied über engel, das ich mag und kopierte das ganze mit meinem tintenstrahldrucker, der mir den gefallen tat, ein ansprechendes ergebnis zu liefern, das überaus handgeschrieben aussieht. noch schnell eine schablone gebastelt, um auch ja an den richtigen stellen schnitte zum einklemmen zu machen... 


 ... und jeder postkünstlerin ein paar persönliche worte hinzugefügt und schon konnte sich das ergebnis auf den weg machen. die umschläge habe ich wohl nicht fotografiert, macht aber auch nichts. 

ja, das waren ganz schön viele schritte und ich habe zumindest zu anfang ein bisschen gestöhnt und nicht geglaubt, dass alles rechtzeitig fertig werden würde. aber da einen verspätete abgabe für mich noch stressiger gewesen wäre, habe ich einfach vorwärts gemacht und meine post war einige tage vor dem 18. , meinem postkunsttag, fertig. 

nur der blogpost ist jetzt einen tag zu spät dran - aber da es ja eh keine möglichkeit mehr gibt, den zu verlinken, ist das auch egal.  

da fällt mir auf, dass ich ja garnicht generell erklärt habe, wie die adventspost funktioniert - vielleicht haben sie es sich aber auch schon selbst gedacht: nach der anmeldung werden gruppen von 24 oder 25 postkünstlerinnen gebildet und jeder ein datum vom 1. bis 24. (in unserer gruppe 25.) zugeordnet, an dem ihre adventspost die anderen in der gruppe erfreuen soll - eine art adventskalender also. 

was für mich den reiz an dieser aktion ausmacht ist zu sehen, wie andere mit derselben ausgangsbasis zu ganz anderen ergebnissen kommen. festgelegt waren: mixed-media-druck, nachtblau und engel. und tatsächlich sehen die karten, die hier so nach und nach ankommen, ganz unterschiedlich aus. leider gibt es über die jahre immer weniger postkünstlerinnen, die die anderen auch am prozess der entstehung teilhaben lassen. ich habe bisher sehr vereinzelt das eine oder andere making-off gesehen, vor allem auf instagram. da man aber dort keine hashtags mehr abonnieren kann, ist das verfolgen der anderen postkünstlerinnen mittlerweile sehr mühsam. mir fehlt die möglichkeit zur verlinkung auf dem postkunstblog, ich kann  mir aber gut vorstellen, dass sie auch gar nicht mehr genutzt werden würde. 

soweit mein fazit - aber vielleicht bekomme ich ja noch irgendwo zu sehen, wie man einen perfekten putto per milchtütendruck auf eine atc-karte bekommt...  

Sonntag, 14. Dezember 2025

kw 50 - wir nähern uns gefährlich dem jahresende...

 ... um am ende festzustellen, dass da keine klippe und kein graben sind, sondern es im gegenteil mit den mühen der ebene weitergeht, als ob da nichts gewesen wäre. 

trotzdem dachte ich gerade über den jahresrückblick nach. 

die vergangene woche war wohl wenig fotogen - bis auf den zwölften scheine ich keine fotos gemacht zu haben. und ich glaube, es wird eine eher summarische wochenzusammenfassung werden. 

in einigen gesprächen versicherten wir uns gegenseitig, wie wenig adventlich oder vorweihnachtlich uns zumute ist. das wetter ist in bester manier novembrig, mit viel nebel und manchmal ein paar wenigen augenblicken sonne am nachmittag. die weihnachtsdeko steht schon so lange in der gegend herum, dass man sich bereits daran gewöhnt hat. schön war es, am dienstag nach spätem schwimmen an den erleuchteten häusern entlang zu fahren. schnee vermisse ich persönlich jetzt nicht so, der bleibt hier ja sowieso selten lange liegen und verkompliziert nur alles. 

die arbeit im kulturzentrum bestand diese woche aus einem einsatz beim eröffnen des adventsfensters und aus einem arbeitsvormittag, sowie korrekturlesen des neuen programmflyers. angestrebte haltung: nur wundern, mehr nicht. 

in die werkstatt habe ich es diese woche sensationelle vier mal geschafft: einerseits gab es ein weihnachtsgeschenkt zu werkeln, dann kam ein grosselternpaar zu mir und hat finken für die enkelkinder hergestellt und schliesslich blieb ich während der offenen werkstatt so unbehelligt, dass ich nicht nur eine offerte, sondern auch noch einen newsletter fertigmachen konnte. verschicken werde ich ihn erst gegen ende der kommenden woche, ich hoffe, dass er dann mit ein bisschen mehr ruhe gelesen werden wird. 

insgesamt habe ich mich sehr aufs wochenende gefreut. 

das startete mit einer langen besorgungsrunde in deutschland - wir liessen uns allerdings nicht von unserer langen liste davon abhalten, zuerst gemütlich im café zu frühstücken. hier schreiben wir regelmässig unseren plan für die kommende woche und den einkaufszettel fertig. danach waren wir zuerst in der buchhandlung, letzte geschenke besorgen. beim verlassen derselben sahen wir den schreiner auf dem weg zum weihnachtsmarkt und hefteteten uns an seine fersen - ziel war es, einen kleinen beleuchteten herrnhuter stern zu kaufen, während er erst seinen stand öffnete. kai braucht neue kleider, also abstecher in den klamottenladen, dann endlich auf den markt, von dem wir vor allem grosse mengen an kartoffeln und anderen zutaten für ein abendliches kochen im club zum auto schleppten. metzger und supermarkt eher rasch erledigt, dann holten wir noch ein päckchen aus der packstation und suchten einen weihnachtsbaum aus. 

herrnhuter stern - muss noch aufgehangen werden (edit: hängt am sonntagnachmittag)

auf den abend im kulturhaus royal hatte ich mich schon die ganze woche gefreut - allerdings mit ein bisschen respekt. ziel war es, für 14 bis 16 menschen zu kochen, probegekocht hatte ich am donnerstagabend mal zuhause, was ich getan hätte, wenn die vegane geplatzte kohlroulade nicht funktioniert hätte, weiss ich aber auch nicht. zum weisskraut-sojaschnetzel-eintopf gab es smashed potatoes aus dem backofen, was grösste begeisterungsstürme hervorrief. überhaupt bin ich schon lange nicht mehr so für ein essen gelobt worden.  die winzige küche im kulturhaus besteht aus kaum mehr als einem vier-platten-kochherd mit backofen und einer arbeitsplatte, gerüstet und gewaschen wird an der bar, zwischen bar und küche gibt es ein holzpodest, bei jedem gang geht es zuerst eine stufe hoch, dann drei schritte, dann eine stufe runter. drei stunden habe ich insgesamt gebraucht, ich hatte die benötigte zeit richtig eingeschätzt. während des kochens machten drei bands des eher punkigen spektrums soundcheck - laut und schnell, reden war nur in den kurzen pausen möglich, in denen korrekturen am setting vorgenommen wurden. es war mir ein vergnügen, konzentriert und komplett ungestört, aber dennoch unter menschen zu arbeiten. die atmosphäre ist eh immer total wohlwollend, ich mag das so sehr und würde jeden, der über junge menschen verächtlich spricht, gerne dorthin zerren und fragen, ob das nicht so, so viel besser ist als vieles drumherum? was kann falsch daran sein, dass alle so sein dürfen wie sie wollen, so langsam, so schnell, so verpeilt, so skeptisch gegen änderungen, so überperformend, so aktionistisch, so bunt und was weiss ich noch. zum konzert wollte ich dann aber doch nicht bleiben, nach dem kochen noch zwei stunden warten (oder halt dann doch auch mithelfen) war mir zu lang. schade eigentlich. ein bisschen krawall und laute musik von netten menschen hätte mir vielleicht gut getan. 

sonntag war das wetter, wenn überhaupt möglich, noch ein bisschen hässlicher als die woche schon: die wolkenuntergrenze scheint ungefähr auf unserer höhe zu liegen, es ist feucht-kalt, aber im grunde genommen eigentlich mild draussen. trotzdem machten wir uns für einen spaziergang auf, eine bewährte runde, auf der wir uns eh gut auskennen. 


 die sammlung der advents-postkunstkarten erweitert sich von tag zu tag: 


 neu hinzugekommen in dieser woche: 


 montag, dienstag, mittwoch (die karten in der linken reihe) sind ganz grossartig. 

meine karten für den 18. dezember habe ich am samstag eingeworfen, keine ahnung, wie die deutsche post das nun hält, ich denke zwar, dass sie vermutlich viel zu früh dort sein werden, aber was weiss ich schon.  

die kommende woche ist noch einmal prall gefüllt mit terminen und aufgaben - aber richtig viel schönes darunter und ende der woche beginnen meine weihnachtsferien! 

Samstag, 13. Dezember 2025

12 von 12 im dezember 2025

heute heisst es wieder 12 von 12 - was so viel heisst, dass ich (und viele andere) ihren tag in zwölf bildern dokumentieren, frau draussen nur kännchen sammelt seit langem alle diese blogposts und wenn ich fertig bin, werde ich auch meine fotos dort verlinken! 

freitag heisst bei uns halt putztag - hier ein symbolbild aus dem badezimmer mit frischen handtüchern (und ja, ich habe es immer noch nicht verwunden, dass bei einem meiner ersten posts bei 12 von 12 jemand unter einem bild aus der waschküche kommentiert hat, dass das niemand sehen will.) 

immerin gehört zu meinen aufgaben auch die versorgung der pflanzen - draussen und drinnen, hier eine zyklame, die unermüdlich blüht. 

den hab ich ihnen auch noch nicht gezeigt: mein dekokranz aus ausgestanzten papierornamenten. selbstgeklebt, mit der heissklebepistole. inzwischen sind meine finger wieder verheilt. 

die adventspost des tages. maximal lieblos verpackt, nicht mal ein gruss dabei. ich kann es mir halt nicht verkneifen, das auch mal zu schreiben. immerhin ist die karte selbst schön, anders als der druckunfall von gestern. und ja, das ist viel arbeit, wenn man an 25 personen post versenden will, ich weiss das, ich habe das auch gerade gemacht und hatte zwischendurch immer wieder zweifel ob ich das alles schaffe. aber vielen scheint der schnauf unterwegs auszugehen, was ich sehr schade finde. und jajaja, ich könnte mich auch einfach über die karte freuen. 

da freue ich mich halt dann an meiner amaryllis - oder soll ich sagen an unserer? 

nach der hausputzrunde geht es dann noch eine runde an den schreibtisch, die arbeit fürs kulturzentrum ruft und ich sehe auch noch, dass der nächste arbeitstag dann doch mit sitzungen gepflastert sein wird. obwohl ich mich frage, was es zu sitzen gibt, heisst es doch zugleich, man habe noch keine zeit gehabt, sich mit bestimmten fragen auseinander zu setzen. 2026 wird spannend, eigentlich hätte mir auch das durchaus in dieser hinsicht sehr bewegte 2025 gereicht. 

perfekte reste vom abendessen am mittwochabend werden mein zmittag. sogar die salatsauce war schon vorbereitet. danke! 

ausnahmsweise muss ich mal nicht vor der offenen werkstatt noch ins kulturzentrum, dafür bringe ich heute einer freundin ein kleines glas rauchsalz, sie möchte veganenen lachs machen und ich weiss, dass ich dafür letztes jahr ewig nach dieser zutat gesucht habe, von der wir jetzt so viel haben, dass ich gerne etwas abgebe. auf der fahrt in die werkstatt dafür ein schöner blick aufs alte industrieareal und die thermalbadeburg.

das sagt einem auch keiner: handwerk ist nicht immer nur mit den händen schaffen, sondern leider auch ganz oft mit dem kopf und dem bleistift in der hand denken. 

dabei hätte ich mich viel lieber darum gekümmert! 

dann ist auch irgendwann feierabend - aber erst nachdem ich auch noch einen newsletter für die werkstatt vorbereitet habe. 
 

 gleich ist abendessenszeit - kai macht vorher noch experimente mit unserem kartoffelschneider aus tschechien und der friteuse. leider hab ich zu spät fotografiert, gleich am anfang waren die kartoffeln ganz toll spiralig! 

meine dezembertage findet ihr hier:

12 von 12 im dezember 2018
12 von 12 im dezember 2017
12 von 12 im dezember 2016 
12 von 12 im dezember 2014  
12 von 12 im dezember 2008