Donnerstag, 18. Januar 2018

ein nachtrag zum mustermittwoch: sechsecke falten

der mustermittwoch ist für mich immer eine schöne anregung, mich mal mit dingen zu beschäftigen, die ich sonst eher nicht mache. und manchmal auch mit dingen, die ich sonst auch mache. im januar heisst das thema hexagons - oder auch sechsecke. 

etwas geometrisches also, was ich ja ohnehin öfter mache. als allererstes fiel mir natürlich die zirkelmethode ein, um ein sechseck zu konstruieren. andererseits reizte mich aber die flinke methode der frau müllerin, ein hexagon zu falten (und zu schneiden). also habe ich es gestern abend ausprobiert. oder vielmehr ausprobieren wollen. natürlich zuerst den text nicht gelesen und mit quadratischem faltpapier begonnen. das ging dann mal total daneben. denn michaela hat für ihre faltschnitte das format 6cm x 5,5cm benutzt, ein rechteck mit ganz leicht unterschiedlichen seiten also. hätte ich das auch getan, hätte es bei mir auch funktioniert (auch bei 12x11 oder 3,6x3,3 oder bei allen proportionalen verkleinerungen oder vergrösserungen). 
weil ich aber der kinder halber grössere mengen quadratisches faltpapier besitze und zu faul war um davon was abzuschneiden und ausserdem ein - wie man hier in der schweiz sagt - düpflischiesser sein kann, habe ich mich erst mal beschwert. und dann eine andere anleitung gesucht. und im sinne der konstruktiven kritik kommt hier nun mein beitrag zum sechsecke falten:
 

und so gehts: quadrat halbieren. das gefaltete rechteck im 90gradwinkel wieder halbieren. wieder auffalten und beide kurze seiten auf den mittelfalz falten. wieder öffnen. nun eine gefaltete ecke entlang der mittelfalte so hochfalten, dass sie auf die viertellinie zu liegen kommt.


die zweite seite wird auf die entstandene faltkante gefaltet. dann muss man die schneidepunkte markieren. dazu einfach die kürzeste ecke auf beiden seiten anzeichnen (geht auch durch kniffen) und abschneiden. einschneiden und dabei aufpassen, den äusseren rand nicht zu zerschneiden.


gäbe dann das.


beim rechteck funktioniert das genauso. man muss nur darauf achten zuerst sie lange seite zu halbieren. je ungleicher die beiden seiten vom rechteck übrigens sind, desto mehr abfall bekommt man.

und man kann ruhig mutig wegschneiden, das maximale wäre sozusagen der illusionistische würfel.
ein paar schöne hexagons hat es auch noch gegeben, aber bevor ich die ihnen zeige, müssen es noch etwas mehr werden.


mit wolle habe ich heute morgen experimentiert, das ist aber auch noch nicht wirklich fertig! ich komme jetzt hinterher wie die alte fasnacht, aber schneller gings leider nicht!

Kommentare:

  1. Hallo du Düpflischiesser! Sehr schönes Wort und sehr sehr gute Erklärung und Ergänzung zu meiner Pi-mal-Daumen-Anleitung! Ja, so funktioniert es. Das wichtige ist, halt, das die Dreiecke gleich groß sind. Ich werde es in meinem Post ergänzen!
    So soll es sein, dass wir uns gegenseitig besser machen.
    Liebe Grüße und vielen Dank
    Michaela

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  2. Danke dir für diesen Falt-Tipp! Nach Michaelas Anleitung hatte ich es nämlich auch probiert, doch wurden meine eingeschnittenen Muster nicht richtig symmetrisch, was mir gar nicht gefiel.
    Nun werde ich deine Methode auch noch einmal versuchen... besonders der Würfel ist toll!
    Lieben Gruß Ulrike

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  3. Oje, ich und falten..., das ist ohnehin so eine problembehaftete Beziehung ;-) Toll gemacht und erklärt. Lieben Gruß Ghislana

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  4. Ich lach mich kaputt, Düpfliwas? Danke für die Faltanleitung, ich hab mit Geodreick herumgeprumselt. Abendgrüße, Eva

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  5. Deine Faltanleitung werde ich ausprobieren,
    danke fürs Zeigen.
    lieben Gruß
    Margot

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