Donnerstag, 2. April 2026

im märz gelesen

nach zwei monaten in denen ich viel gelesen habe, war der märz ein schlechter lese-monat. ob das daran lag, dass allgemein sehr viel los war? oder daran, dass mich nicht alles, was ich angelesen habe, auch wirklich zu fesseln vermochte? 

was wirklich fesselnd war: 

dan brown, the secret of secrets 

ich mag die thriller von dan brown wirklich - habe aber die meisten davon nicht gelesen, sondern gehört. deshalb waren mir die beiden hauptfiguren, der mystikforscher robert langdon und die wissenschaftlerin katherine solomon, auch schon aus den vorherigen bänden vertraut. der ort der handlung, prag nämlich, hat mich dann bewogen, den schinken aus der bibliothek auszuleihen. das thema - diesmal geht es um das menschliche bewusstsein - ist nicht die hauptsache, aber im vertrauen darauf, dass brown das alles gut recherchiert hat, erfährt man doch das ein oder andere spannende über vorausahnungen oder besser präkognition. für die handlung ist natürlich nur wichtig, dass es einen wettlauf um dieses wissen mit der zeit, und in dem fall mit einer gegnerischen seite gibt, in dem die beiden hauptfiguren einige prüfungen zu bestehen haben. rasant geht es zu, das gehört sich für einen thriller so - ich habe trotzdem ab und zu in den prager stadtplan geschaut, und den park, in dessen untergrund der grossteil der geschichte spielt, mal auf die liste für den nächsten aufenthalt in prag gesetzt. sehr charmant fand ich die lösung, wie zugleich der golem, eine mystische figur aus der prager geschichte, auftreten kann, aber alles trotzdem auf dem boden der tatsachen bleibt. 

eine behauptung ist mir vor allem in erinnerung geblieben: ziemlich am ende des buches geht es darum, wie menschen die allgegenwärtige krisensituation erleben und dass die die wahrnehmung von todesgefahr, auch einer so abstrakten wie der klimakatastrophe, sie zu egoisten mache. dies als logische erklärung, warum uns verzicht so schwer fällt und die meisten menschen für sich herauszuholen versuchen, was noch geht. leider kann ich mich nicht mehr an einen lösungsansatz des problems erinnern, vielleicht gab es auch gar keinen. 

 

 nach dem thriller habe ich ein bisschen hier und ein bisschen da herumgelesen, als angelesene bücher liegen noch auf meinem nachttisch: 

ulli lust, die frau als mensch, am anfang der geschichte

(das ist ein comic und anfangs konnte mich die bildergeschichte auch fesseln, indem sie erklärt, dass die meisten frühen abbilder von menschen frauen darstellen und was empathie für eine grosse rolle in unserer frühgeschichte spielt, auch wenn wir immer nur von jägern und sammlern sprechen. ich bin ungefähr bis zur mitte gekommen, dann hat mich die leselust angesichts immer noch eines beispiels verlassen. ob ich was verpasst habe? - ich glaube, ich werde das eher nicht auslesen) 

anna rosenwasser, herz, feministische strategien und queere hoffnung

(da habe ich nur kurz reingeschaut. ich warte noch auf den moment, dass ich genügend zeit und geduld dafür habe, ich vermute - allerdings ohne rechte basis dafür, dass es eher weniger unterhaltend ist und mir war diesen monat ausschliesslich nach unterhaltung. sorry, bundesbüsi, aber ich mag deinen instaaccount!)  

jane gardam, gute ratschläge

(da bin ich noch dran - und hoffe, ich werde noch herausfinden, ob die briefeschreiberin, die seitenlang an ihre abwesende nachbarin schreibt, die sie eigentlich weder gut kennt, noch mag und die auch keine antwort gibt, verrückt ist oder nicht.  - zu oft unterbrochen, aber ich werde es auslesen!) 

und zwischendurch habe ich dann doch noch etwas ganz gelesen, auf empfehlung der bibliothek: 

therese bichsel, die grossfürstin anna 

erzählt die geschichte der sachsen-coburgischen prinzessin juliane, die mit 13 an den zarenhof verheiratet wurde und so zur grossfürstin anna wurde. zwar wird sie nie zarin, weil es ihr gelingt aus einer katastrophalen ehe mit dem anwärter auf den zarenthron zu fliehen, aber einflussreich bleibt sie auch, als sie sich in bern ansiedelt und dort das wunderschöne gut elfenau gründet. 

spannend, wie vernetzt die fürstenhäuser über europa hinweg im frühen neunzehnten jahrhundert waren und wie bedrängend und auch verändernd die napoleonische bedrohung war - doch trotzdem ging mir das schicksal der juliane-anna irgendwie nicht richtig nah. eher hätte ich gerne noch mehr geschichtlichen hintergrund gehabt. 

 

mehr dann wieder im nächsten monat, denn jetzt frage ich wieder sie - was haben sie gelesen? was hat sie beeindruckt im vergangenen monat? 

 


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