ja, karwoche. zwischen grab und osterjubel. buchstäblich. auch wettermässig.
der reihe nach: montag und dienstag waren für mich normale arbeitstage, wie fast immer aufgeteilt zwischen der arbeit fürs kulturzentrum, der werkstatt und verschiedenen haushaltsarbeiten.
nur lief der dienstag schon alles andere als rund: in der werkstatt wurde ein gerüst direkt vor meinem fenster aufgebaut, das bügeleisen musste vor dem nachmittäglichen start in die bügelrunde entkalkt werden, wobei ich vergass, die entkalkungsschale drunterzustellen, und in der garderobe des schwimmbads stellte ich fest, dass ich meinen schwimmanzug zuhause liegen gelassen hatte. dann bekam ich am abend noch die einsatzplanung für meine neue arbeit ab mai und kai machte eine wirklich doofe bemerkung dazu - was die laune auch nicht besser machte.
dafür war dann der mittwoch - trotz fahrt nach deutschland zur beerdigung meine patenonkels - eine runde sache. traurig, aber auch gut, von ihm im kreise der grossen familie und sehr vielen anderen trauergästen abschied nehmen zu können. das wetter zeigte sich auf der hinfahrt von der garstigsten seite mit schneetreiben im schwarzwald und auf der rückfahrt dann zuversichtlich mit sonne am abend. wir assen gemeinsam mit der tochter in der dorfpizzeria.
der donnerstag dann eine art zwischentag: ich versuchte so viel zu erledigen wie möglich - fürs kulturzentrum, für den verein filzszene, im haushalt und dann noch auf einer völlig unnötigen familiären baustelle zusammen mit kai. wobei ich ihn da eigentlich nur mit dasein, zuhören und genauem mitdokumentieren helfen kann. am abend waren wir dann startklar fürs bevorstehende osterwochenende.
und zwar so was von. karfreitag starteten wir um acht schon wieder in richtung alte heimat. wir trafen uns mit freunden in unterweckerstell und wanderten gemeinsam über oberweckerstell zum naturfreundehaus immenreute. mit rucksackvesper und dem ziel, es draussen zu essen. es gibt da eine tradition, die es aufrechtzuerhalten gilt. und während andere wegen des wetters gebangt hatten, hatte ich für einmal einfach keine zeit dazu. und das wetter tat uns den gefallen und wurde viel schöner als angesagt, wir vesperten draussen und nahmen nur den kaffee drinnen und konnten durch den frühlingsgrünen und -bunten wald wieder nach unterweckerstell zurückkehren.
auf dem weg unterhalb des albtraufs hatten wir nicht nur die dichten teppiche aus hohlem lerchensporn und die gelben buschwindröschen bewundert, sondern auch die gerade aus dem boden schauenden blätter einer türkenbundlilie bestimmt - um sie später in der georgskapelle wiederzufinden.
den restlichen abend verbrachten wir bei den freunden - neuigkeiten austauschend und ab und zu über das weltgeschehen seufzend. mit chili sin carne (karfreitag!) und leckerem wein. wir liessen es nicht all zu spät werden.
denn am anderen morgen stand der nächste freundesanlass auf dem programm - ein ganz alter freund von kai und seine frau sind sechzig geworden. und hatten uns eingeladen, mit ihnen zu feiern. an einem ort, an dem ganz viele der anwesenden wesentliche teile ihres jungen erwachsenenlebens zugebracht haben, der zachersmühle bei adelberg. schön wars, in den alten zeiten zu schwelgen und auch ganz viele menschen wiederzusehen, die wir lange nicht gesehen haben. leckeres frühstück gabs auch, so dass wir ganz allmählich den eindruck bekamen, für längere zeit, wenn nicht gleich für immer, satt geworden zu sein.
am nachmittag nahmen wir abschied von den freunden (die auch die freunde vom karfreitag kennen, aber ein bisschen aus den augen verloren haben) und zogen weiter zu meiner mutter. wir lehnten vorerst jede weitere nahrungsaufnahme ab und machten uns anstattdessen ein bisschen nützlich mit einkaufen. später hatten wir sie zum osteressen in eine nahes italienisches lokal eingeladen, wo wir, wie immer sehr zuvorkommend bedient und umsorgt wurden. und, oh wunder, ein bisschen antipasti und fisch zum hauptgericht gingen tatsächlich wieder. und dann war es ja auch schon ostersonntag und damit der 5. april - der wie jeder 5te eines monats einen extra-blogpost bekommt.
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