der wochenstart war ein sprung mitten hinein mit einem ganzen filzkurstag - ausgeschrieben war ein kurs zum flechten und filzen und das wurde es dann auch, aber ein bisschen anders als gedacht. eigentlich ist das ein format, das sich an erfahrene filzerinnen wendet - nun hatte ich aber zwei anmeldungen von eher unerfahrenen personen. da es sich zugleich um einen kurs mit vorbesprechung handelt, wusste ich das aber schon und konnte für die beiden kursteilnehmerinnen das programm teilweise anpassen, teilweise jemanden ein ganzes stück an der vorbereitungsaufgabe wachsen lassen.
so entstanden ein restwollefilz als sitzfilz und ein tischset, das später noch einen partner bekommen soll.
abends dann noch theater - aber immerhin mal ein stück, das wir geniessen konnten. gegeben wurde der spieler, nach dostojewski, für uns zuerst ein bisschen unnachvollziehbar auf der probenbühne statt im schönen kurtheatersaal. anschliessend war uns dann die spielortwahl klarer, der kleine, intime raum im vierten geschoss des theatergebäudes liess das nur mit hilfe von requisiten angedeutete ambiente besser zur geltung kommen - und ganz ehrlich war der blick hinüber auf die goldwand und die rebberge an diesem schönen abend genug entschädigung für den weg all die treppen hinauf. und in unmittelbarer nachbarschaft zum kasino, das wir noch nie von innen gesehen haben, hat die thematik halt schon ein bisschen mehr aktualität. was ich trotzdem weiterhin vermissen werde, sind die theaterpausen. schliesslich geht man ja nicht nur wegen der stücke ins theater, oder liege ich da mittlerweile komplett falsch. falls es zu einer neuen spielzeit mit abo kommen wird, werde ich da mal mehr drauf achten.
den dienstag nutzte ich dazu, mich wieder einzusortieren und endlich die erblühten baumpäonien zu bemerken.
so wenig gartenfotografie war nie. so müssen sie mir halt einfach glauben, dass es blüht und grünt in unserem garten und ich in der komplett sonnigen woche immer mal wieder draussen gestaunt habe, was unsere wiese, dank seltensten mähens, an artenvielfalt und dazugehörigem gebrummsel von insekten hervorbringt. und wenn jetzt wieder überall die rasenmäher vor sich hin tuckern, kommen vielleicht noch ein paar hungrigen flügeltiere mehr dazu.
mittwoch hatte ich einen kurzen arbeitsvormittag im kulturzentrum - ich musste noch auf die post und hatte anschliessend über mittag physiotherapie. arbeitsmässig ist es bei mir gerade ruhig, während in anderen bereichen im kulturzentrum einiges vor sich hin eskaliert. es lässt mich nicht völlig kalt, aber ich merke meine involviertheit nur noch an der körperlichen erschöpfung, die mich dann abends sehr früh ins bett zum lesen schickte. war aber auch schön.
gefreut hatte ich mich die ganze woche schon auf den donnerstag, für den vormittag war eine erste einführung und sicherheitsschulung für die aufsichten im museum langmatt angesagt und ich bin ja jetzt teil von diesem schönen ort. wir versammelten uns im neu gebauten pavillion, dann gab es einen rundgang durch die ausstellungsräume und anschliessend noch die bereiche hinter den kulissen, die für die arbeit als museumsaufsicht wichtig sind. ich bin mir garnicht so sicher, dass ich davon im blog schon geschrieben habe. (doch, habe ich, am 15. märz, da habe ich die zusage bekommen) aber ich freue mich so sehr, in diesem haus inmitten des wunderbaren gartens arbeiten zu können.
anschliessend war ich mit einer freundin und der tochter zum mittagessen verabredet, bevor sie eintrafen blieb mir noch ein bisschen zeit, im neuen du zu blättern, das ich gerade im museum hatte mitnehmen dürfen.
am nachmittag ging es dann gerade weiter mit den terminen an schönen orten - weil ich am montag wegen filzkurs die schafschur verpasst hatte, fuhren ich mit der tochter zur hagwies und "meinen" zackelschafen um von den frisch geschorenen vliesen welche zum filzen auszusuchen.
und wieder einmal standen wir auch lange in der sonne, schauten den schafen zu und liessen uns von den herausforderungen eines schafzüchterlebens berichten. danke, hans-peter, für deine bereitschaft, mir immer wieder meine neugierigen fragen zu beantworten!
freitag war endlich wieder einmal ein tag ohne "schnelle" fahrt ins kulturzentrum, ich widmete mich vormittags dem haushalt und stellte wochenendtauglichkeit her, erledigte noch hier und da ein bisschen etwas, das lang schon ausgeschriebene metallregal wurde endlich abgeholt und den nachmittag verbrachte ich in der werkstatt, trotz offener türe alleine und zuerst mit einer groben planung der arbeiten für das filzbusiness für die kommenden wochen. und der erkenntnis, dass in den wenigen stunden, die ich zeit fürs filzen finde, kein freiraum für eigenes bleibt. soll mir noch eine kommen von wegen schönem hobby... nachdem ich anschliessend aufgeräumt und geputzt hatte, stellte ich noch schnell einen von mehreren vorfilzen für eine bestellung her, die nächsten beiden zeitslots sind für die vorbereitung für einen basisfilzkurs mit drei teilnehmerinnen reserviert.
ich ging nicht all zu spät nach hause (vor ort war wieder einmal bierabend angesagt, und bevor es so richtig voll wird, gehe ich lieber) und nutzte den frühen abend noch, um unsere tomaten in die grossen töpfe umzusiedeln.
den start ins wochenende feierten kai und ich dann am abend mal richtig: zuerst gabs abendessen in der dorfpizzeria, dann machten wir uns auf den weg in die kleinstadt vor den toren unseres dorfs und besuchten die ausstellung eines ganz besonderen künstlers:
dann gings weiter ins royal, wir machten das verlängerte wohnzimmer unserer kinder für einen abend auch zu unserem.
dass es ein bisschen spät wurde, war nicht so schlimm, wussten wir ja schon, dass der samstag nicht gerade anstrendend werden würde, wir waren zu einem familienfest eingeladen, zu dem wir am samstagvormittag durch den frühlingsstrahlend sonnigen klettgau und hegau fuhren.
gefeiert wurde ein achtzigster geburtstag in der familie mit einem feinen essen an einem ort, an den wir sonst vermutlich nicht gekommen wären, dem mac-museum in singen am hohentwiel, wobei mac für museum for arts and cars steht, durch das es dann nach dem essen auch einen rundgang gab.
spektakulär schon mal das gebäude, das wirklich direkt unter dem hausberg der stadt steht.
in der ausstellung viele autos, alte und mittelalte, und auch ein paar fast neue, davon dann vor allem schnelle. und kunst, einprägsam vor allem die lichtinstallation in einer sich über alle stockwerke ziehenden halle. die besitzerin des museums gehörte auch zur festgesellschaft und kam mit auf den rundgang, die zusätzlich für die führung engagierte person tat mir fast ein bisschen leid, hatte aber auch tatsächlich wenig zu vermitteln. auf dem weg zurück zum restaurant und zum nachmittagskaffee waren wir uns auch mit einem durchaus autoaffineren paar einig, dass man auch mal froh sein muss, wenn man manche sorgen nicht hat. konkret in diesem fall, dass man keinen lamborghini besitzt, dessen getriebe und motor alle zwei jahre komplett ausgebaut und revidiert werden muss.
rückfahrt dann wieder durch die grüne frühlingslandschaft mit dem beschluss, diese am sonntag zum radeln zu nutzen.
für die kommende woche habe ich gleich mal alle weniger angenehmen und wirklich unangenehmen termine in den montag gepackt: routinemässige mammografie, zahnarzttermin und krisensitzung im kulturzentrum, anschliessend kann es nur noch besser werden.
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