die erste vollständige novemberwoche brachte hier endlich richtig spätherbstliches wetter. sogar ein bisschen buntes laub gibt es inzwischen, es war teilweise nieselig, teilweise neblig, es gab regen und die temperaturen bewegen sich im einstelligen bereich. ja, so muss das im november sein. (oder hätte das vielleicht auch schon im oktober so sein sollen?)
diese woche war ich nicht viel in der werkstatt - eine kleinigkeit habe ich für mich ausprobiert, am freitag konnte ich mich dann noch dazu motivieren, zwei sitzfellchen zu filzen, am dienstag habe ich sechs davon an meinen wolllieferanten abgegeben und brauche noch ein bisschen nachschub für den weihnachtsmarkt.
zum wochenstart gab es auch einen jahreszeitlich passenden termin: ich ging den weihnachtsbaum für unser kulturzentrum aussuchen. der darf jetzt noch ein bisschen auf dem bauernhof stehen bleiben, bis ich ihn am 20. november abholen werde.
später am montag kochte ich aus den knapp zwei litern quittensaft vom sonntag neun gläser quittengelee und aus den resten der ausgekochten quitten machte ich quittenmus für kuchen.
für den mittwoch hatte ich mir schon lange einen termin in die agenda eingetragen - endlich mal zum aarauer rüeblimärt fahren! und weil es überall hiess, man müsse dafür früh dran sein, nahm ich einen zug, der mich um acht uhr in der kantonshauptstadt ankommen liess.
da war es dann schon hell und ich konnte bei noch mässiger besucherauslastung einmal über den gemüsemarkt schlendern und dabei ein paar eindrücke einfangen.
es gibt rüebli. viele rüebli. die verschiedensten sorten zum kaufen.
und ganz viele rüebli als deko.
ok. und auch anderes gemüse.
sogar der müllkübel war dekoriert!
noch mehr rüebli - für unentschlossende schon vorgemischt.
und nochmal als deko.
neben echten rüebli gab es auch welche aus stoff - in denen oben befindet sich lavendel, die kann man sich dann in den schrank hängen.
leuchtende rüebli.
rüeblitorte darf natürlich auch nicht fehlen.
es hat immer noch mehr rüebli.
rüeblisaft gabs auch, wenn man wollte sogar ganz stilecht im ausgehöhlten rüebli. wahlweise mit ingwer.
tja, was soll ich sagen - einigermassen überwältigt brauchte ich nach eineinhalb stunden eine pause. im café hätte es rüeblikuchen gegeben, ich blieb bei kaffee und tee und sass im warmen, bis ich zum rüeblikonzert in der stadtkirche aufbrechen musste. dort gab es musik für alphorntrio und orgel.
anschliessend war es richtig voll auf dem markt.
ich hatte noch ein weiteres ziel - mich lockte die ausstellung im forum schlossplatz. es läuft. vom instandhalten der dinge ist sie überschrieben.
die künstlerischen positionen feiern ausdrücklich das lange durchhalten, das immer wieder tun, das erhalten. auch das durch verändern (die vögel im bild liess die künstlerin aus geerbtem silberbesteck giessen.)
wer räumt am morgen nach der revolution den müll auf? wer sorgt dafür, dass das feuer weiterbrennt, wer staubt das einzigartige individuelle kunstwerk ab? (ich wusste noch nicht, wie gut ich das am anderen tag brauchen konnte, um bestimmte dinge ein wenig gelassener zu sehen.)
im obergeschoss des stadtschlösschen gibt es auch noch sehr schöne sitzungsräume.
nach einem vollen donnerstag mit nachgeholtem halbtag im kulturzentrum und nachmittag im museum wurde es dann sehr schnell wochenende. glücklicherweise gab es noch einen ruhigen freitag.
am samstag waren wir gemeinsam auf dem markt, werkten anschliessend im garten (letzte sommeraccessoires aufräumen, den wein schneiden, wege freimachen und spuren vom unwetter ende august wegkärchern).
was wir auch noch geschafft haben: unsere urlaubsplanung zu ordnen. zuerst buchte ich ein verlängertes wochenende für mich und meine mutter am lago maggiore, dann sortierten wir unsere weiteren urlaubswünsche und reservierten ein weiteres verlängertes wochenende anfang april für eine wiederholung der reise nach genua, eine lange woche im mai für eine reise mit vagem ziel graz und drei wochen im frühen herbst für eine weitere reise in noch unerkundete ecken tschechiens (sehr wahrscheinlich altvatergebirge und ostrava) und kais mundharmonikaworkshop. für die ersten beiden reisewochenenden sind auch schon die unterkünfte fix, der rest braucht noch ein bisschen mehr planerische zuwendung.
die wird aber zumindest nicht an diesem sonntag stattfinden, denn den werde ich nach einem gemütlichen frühstück zuhause im museum verbringen. wenn ich zurückkomme, werden wir vielleicht noch ein schlückchen wochenend-cremant trinken und ganz sicher gut essen, denn kai wird für uns kochen.



















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