in münchen regnete es, als wir am mittwochmorgen wach wurden - für den kurzen weg zum bahnhof sollte das aber kein all zu grosses problem werden. wir frühstückten in einer bäckerei in der nähe der unterkunft, holten dann unser gepäck und spazierten einzeln zum bahnhof - ich machte noch einen abstecher über den öffentlichen bücherschrank an einer kirche, um meinen endlich ausgelesenen prag-krimi auszusetzen.
am bahnhof kauften wir rasch proviant für die reise und nahmen die reservierten plätze im recht abgeschrabbelten regionalexpress mit ziel prag ein. unsere sitzplätze befanden sich in den zwei wagen der tschechischen staatsbahn, reichlich voll war es auch, aber wir konnten dann doch nebeneinander sitzen.
meine e-sim für europa mit unbegrenzten daten funktionierte weitgehend, der zug hielt ab und zu ausserplanmässig und fuhr bis prag eine knappe halbe stunde an verspätung ein, aber im wesentlichen war die reise ereignislos.
um fünf hatten wir schon unsere wohnung am oberen wenzelsplatz bezogen - wir haben einen balkon! - packten ein paar sachen aus und machten uns gleich zu einem ersten spaziergang in den riegerpark auf. den hatten wir beim letzten aufenthalt in prag entdeckt und hofften auf einen der beiden biergärten im park. im kleineren war die aussichtsterrasse gesperrt, im grösseren gabs eishockey, aber für uns auch ein getränk zum anstossen aufs gute ankommen in prag.
dann hatten wir ein bisschen hunger und wollten gerne wie im letzten jahr in das von der unterkunft empfohlene restaurant einkehren, machten wir auch, nur war da wohl etwas entscheidendes passiert, besitzerwechsel, sparmassnahmen, egal, weder das essen war gut, noch die bedienung besonders freundlich, den rest gab uns konkurrierende musik in gastraum und küche, wir flohen rasch nach beendigung der mahlzeit.
aber weil es noch hell war, holten wir nur rasch jacken aus der wohnung und starteten eine strassenbahnrunde ohne eigentliches ziel. ich wollte ja gerne auf eine der alten tatrabahnen warten, wir nahmen dann aber trotzdem einfach die nächste und liessen uns nach líben treiben und von dort nach kobylisy - hier begannen wir auf den zufall zu verzichten und nahmen gezielt eine tram zurück ins zentrum, über holešovice und die messe.
zu fuss spazierten wir durch die altstadt zurück zum wenzelsplatz.
zuerst einmal stand aber spazierengehen in der stadt an - vinohrady kennen wir noch nicht gut, legten uns eine grobe route zu und starteten erst einmal in richtung jiřiho v podiebrad. der kleine markt, den wir von früheren besuchen kennen, hat sich verändert, neben gemüse und anderen lebensmitteln gibt es jetzt auch stände mit kleidern, büchern und viele essensstände.
auch noch entdeckt: diesen jugendstilgiebel und ein georgisches restaurant, in dem wir schnell plätze fürs abendessen reservierten.
auch zwischen den häusern gibt es viele richtig grüne strassen. unten im bild kirschbäume - das hat sicher auch sehr schön geblüht!
wir folgten der krymska - allerdings dürfte das eher eine ecke für den abend sein, mit kneipen und gaststätten wie dem cafe v lese.
neben der villa groebe gibt es hier eine wunderschöne ausflugsgastronomie, die wir für eine längere pause nutzten, bevor wir nichtsahnend weiter durch den riesigen park schlenderten und dabei auf eine künstliche grotte trafen, in einer grösse, wie man es allenfalls bei grossen schlössern vermuten würde.
rund um die grotte waren die wege auf sehr spezielle weise angelegt - begrenzugen und stufen aus beton, der zu unregelmässigen ästen und stämmen geformt wurde, unserer ansicht nach direkt vor ort, wir entdeckten keine zwei gleichen abschnitte!
ein letzter blick zurück auf villa, altan im weinberg und park, dann verliessen wir das weiträumige gelände in richtung westen.
blick auf vršovice.
wir überquerten die geleise, die auch unseren zug zum hauptbahnhof gebracht hatten direkt über dem tunneleingang und gelangten in den bereich zwischen den stadtteilen nusle und karlov.
hier zerfällt ein traditonelles holzhaus, wie wir es aus den nördlichen teilen des landes kennen - oder vielleicht verfällt es auch nicht, denn immerhin scheint sich jemand um den garten zu kümmern.
unser eigentliches ziel wäre der folimanka-park gewesen, aber mittlerweile waren wir ein bisschen müde und stiegen für den weg hinauf nach karlov in die strassenbahn, die uns dann erst wieder in sichtweite des nationalmuseums frei liess. wir kauften uns italienische panini, die wir an der an der kirche mariae verkündigung essen wollten.
bis dahin hatten wir aber schon wieder einiges zu entdecken, wie diese unterführung unter der stadtautobahn, die das thema queerness und selbstbestimmung in geschlechterfragen thematisiert.
am abend brachte uns die metro zwei stationen zum georgischen lokal, das essen war gut, aber am ambiente liesse sich schon noch was machen, dafür sassen wir dann auch nicht so lange und es blieb noch zeit für einen spaziergang durch den riegerpark, wo wir das taten, was hier viele tun:
den sonnenuntergang hinter dem hradschin bewundern!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
deine kommentare sind hier willkommen - ich freue mich über deine gedanken zu meinen texten und bildern!
folgendes musst du aber wissen:
kommentare und profildaten werden an google übermittelt. es ist ebenfalls möglich, anonym zu kommentieren, hier wird nur deine ip-adresse zu meiner sicherheit gespeichert. zur datenverarbeitung und zu deinen widerrufsmöglichkeiten verweise ich dich auf die datenschutzerklärung (link oben im blog).