Samstag, 3. Dezember 2016

unser gemüse heute

federkohl, nüsslisalat, zuckerhutsalat, rüebli, randen, lauch, hokkaidokürbisse, zwiebel, knoblauch.

Freitag, 2. Dezember 2016

advent

so ganz langsam krabble ich wieder aus dem nach-dorfweihnachts-loch. es ist irgendwie immer nicht so einfach für mich von der relativ angespannten stimmung vor dem adventsmarkt wieder zurückzufinden in den normalen alltag. und da wir den anlass bereits zum dritten mal durchgeführt haben, blieb diesmal auch die grosse euphorie aus, es geschafft und einen gelungenen markt  durchgeführt zu haben. zumal es in diesem jahr einen haufen merkwürdige kritik gab, die nicht viel mit unseren vorbereitungen zu tun hatte. und eigentlich nicht einmal direkt mit dem von uns organisierten anlass.


und es war natürlich auch einiges liegengeblieben, für das ich vor dem markt entweder nicht die zeit oder auch den nerv noch hatte. der montag ging überhaupt noch mit aufräumungsarbeiten vorüber, dann musste die jahresumfrage an die mitglieder der gemüsegenossenschaft verschickt werden, ich wollte endlich das neue kameratelefon ausprobieren, der tochter hatte ich gemeinsames kerzenziehen versprochen, und am mittwoch habe ich auf den letzten drücker den adventskalender fertiggestellt. in diesem jahr wollte ich mal wieder für die ganze familie einen kalender füllen, das heisst, dass jeder fünfmal im advent ein geschenk auspacken darf. (und ich viermal - weil sich wohl die idee des gegenseitigen adventskalenders doch so eingebürgert hat, dass jedes familienmitglied ein geschenk für mich besorgt hat - besorgen wird.) ich hatte mich so darüber gefreut, dass die ganze familie an der dorfweihnacht geholfen, teilweise sogar extra urlaub genommen hat und wir so den ganzen auf- und abbau alleine machen konnten. und der adventskalender ist nun ein kleines dankeschön.


gestern war dann eigentlich der erste tag, an dem alles ganz entspannt lief. war es die entschleunigende tätigkeit des kerzenziehens oder einfach der start in die adventszeit, auf jeden fall war der tag nicht durch eine liste von zu erledigenden sachen geordnet, sondern einfach so mit arbeit angefüllt. zahnreinigung, einkauf, drachenpapier fürs adventsfenster besorgen, mittagessen mit der tochter und den kindern der freundin, ein bisschen die wohnung dekorieren, einen ersten versuch in sachen adventsfenster starten, schwimmen gehen, gingen einfach so hand in hand. beim schwimmen kam ich auf die idee während der 24 anvisierten doppelbahnen die 24 tage bis weihnachten zu überdenken. (es fehlen nur noch ein paar hundert meter auf die hundert kilometer!)


unser terminkalender für die nächsten beiden wochen ist voll, vor allem freue ich mich auf unser adventsfenster und auf (und auch schon über) die adventsmailartaktion. aber auch auf einen abend mit der shibashi-gruppe und einen abend in der stanzerei in baden, den mir meine freundin irene zum geburtstag geschenkt hat. und auf den fünfzigsten geburtstag zu dem wir extra nach stuttgart reisen werden - und dabei auch ein bisschen weihnachtsmarktluft schnuppern. und auf die beiden freien wochenenden, von denen eines morgen beginnt.

und der ganzen entspannung gestern ist es zu verdanken, dass dieser post erst heute erscheint - ein thematisch passendes foto - mit dem neuen fotoapparat mit telefonfunktion gemacht, habe ich ihnen auch noch mitgebracht:


 und wenn sie jetzt das spezielle daran nicht sehen, dann ist das gut so. überhaupt ist es garnicht so einfach, ende november eine fotosafari auf einer sehr vertrauten spazierstrecke zu inszenieren. aber die schnecken der waldspielgruppe baumelten ein bisschen im wind und da hat das fotografiertelefon einfach einen ganzen haufen bilder gemacht und ich musste nachher nur noch das schärfste aussuchen.



Montag, 28. November 2016

dorfweihnacht 2016


kirchenchor und flötenkinder, zauberer und viele altbewährte und neue stände, ein steter besucherstrom und viele gute gespräche haben die dorfweihnacht wieder zu einem gelungenen anlass werden lassen - für alles andere brauchen wir noch ein wenig zeit: zum aufräumen, zum sortieren, zum setzenlassen und vielleicht dann auch zum nachdenken über eine dorfweihnacht 2018.
herzlichen dank auch an dieser stelle noch einmal an alle helfer und sonst in irgendeiner weise beteiligten!

Samstag, 26. November 2016

unser gemüse heute (oder viel mehr am freitag)


nüsslisalat (der erste!), zwiebeln, rüebli, ein stück muskatkürbis, 2 stück wirsing oder wirz, ein zuckerhut, 1 sellerie, 2 bodenkohlraben. von den bodenkohlraben hatten wir schon in der vergangenen woche, als zusätzliche lieferung zum rezepte ausprobieren.
bodenkohlrabi ist übrigens die beschönigende umschreibung für steckrübe, und wem bei dem wort steckrübe nicht sofort "hungerwinter" einfällt, darf jetzt mal dort schauen.
meine aufgabe war es mit den extra gelieferten rüben rezepte auszuprobieren und sie so den anderen genossenschaftern schmackhaft zu machen. bisher hatten wir: französischer gemüsetopf mit steckrüben, winterlasagne mit steckrüben (ohne rezept) und momentan schmurgelt hinter mir in der pfanne ein wintercouscous ... mit steckrüben.

Donnerstag, 24. November 2016

in adventsstimmung kommen


keine ahnung woran es liegt, aber ich komme nicht so richtig in adventsstimmung. (weltläufte? wetter? weihnachtsmarkt?) dabei habe ich mir wirklich mühe gegeben. 


 auch wenn ich nicht so recht weiss, wie und wann, ich werde ein adventsfenster gestalten.


 ich habe angefangen guetsle zu backen. (vier sorten!)


die letzten vorbereitungen für den adventsmarkt sind angelaufen. süssigkeiten für die flötenkinder einpacken zum beispiel. (die anderen vorbereitungen sind nicht so fotogen. aber ich weiss jetzt, wo jeder stand steht und wann was wohin geliefert wird, wer wann was machen soll und wann wer welchen auftritt hat. was ich noch nicht weiss: welche feuerwehreinsätze es rund um die dorfweihnacht noch geben wird.


und ich habe es trotz dem allgemeinen fokus auf dem adventsmarkt geschafft, etwas adventskranzartiges zu zaubern. passt sogar zu den geburtstagsblumen, die immer noch blühen! 


Sonntag, 20. November 2016

filzlehrgang modul vier

 
von der fläche zur form - unter dieser überschrift machten heute die beiden frauen aus dem filzlehrgang die ersten experimente mit nahtlosem hohlfilz um schablonen. die oberen zwei dreidimensionalen behälter sind - kaum mehr erkennbar - um eine runde schablone entstanden, die beiden unteren wurden exakt auf die gläser hin berechnet und gefilzt.


für mich herausfordernd ist es, was ich mit viel filzerfahrung für selbstverständlich halte, auf einzelne kleine schritte herunterzubrechen und für erste filzerfahrungen aufzubereiten. um so schöner, wenn die teilnehmerinnen mit ergebnissen nach hause gehen, an denen sie nicht nur freude, sondern auch sehr viel gelernt haben. und dann noch mit dem gefühl, ein schönes wochenende erlebt zu haben!

Freitag, 18. November 2016

unser gemüse heute


zuckerhut (ein grosser, mehr material für experimente mit laubfröschen), chinakohl (bevorzugter salat der frau tochter, gerne mit orangen oder äpfelstückchen und fertigsauce), fenchel, rüebli, randen, pastinaken, sellerie, lauch, schnittsalat, zwiebeln, knoblauch.
gerade denke ich mir, dass das schönes material für ein gemüsemosaik oder -mandala gegeben hätte. aber jetzt habe ich es mit müh und not in unsere beiden kühlschränke versorgt und hole es nicht wieder heraus. es ist so ein richtiger spätherbst-frühwinterkorb... und wenn ich mir die pläne für die nächsten tage anschaue (samstag und sonntag filzlehrgang) dann kann ich mir schon ausmalen, wieviel von dem gemüse auch am montag noch da sein wird: nämlich so ziemlich alles. die wahrscheinlichkeit, dass hier jemand ausser mir mit dem gemüse kocht ist nicht sehr gross und der vegetarier weilt zusätzlich ausser haus.
ja, das ist alles ziemlich mühsam, und ich verstehe alle, die sich aufs jahresende hin abgemeldet haben vom gemüsekorb oder sogar ganz aus der genossenschaft austreten sehr gut. manchmal reicht es halt nicht, dass etwas ja dann doch besser schmeckt als es aussieht. was ich sowieso nicht gerade für das schönste kompliment auf erden halte.

Donnerstag, 17. November 2016

laubfrösche

keine ahnung, ob sie das überhaupt vermisst haben, aber lange, lange gab es keine rezepte hier im blog. das lag zuerst mal dran, dass ich angefangen habe, für die gemüsegenossenschaft eine rezepteseite aufzubauen und meine ganzen ideen dort hin gingen. einfach auf beiden plattformen dasselbe rezept posten ging aber leider nicht, weil dort seriöse mengen- und zeitangaben verlangt werden und keine blöden bemerkungen zum aussehen des essens oder eventuellen pannen beim kochen erwünscht sind. dann kam mir der fotograf abhanden. und wechselte anschliessend auch noch ins vegetarierlager. und meine posts auf der rezepteseite der gemüsegenossenschaft wurden auch weniger (sie, ich schau ja nicht gerade jeden tag auf die leserzahlen, aber wenn man garnicht weiss, ob das überhaupt jemand liest, dann schwindet die motivation schon ein bisschen dahin). aber gestern abend wollte ich es mal wieder wissen. also bewaffnete ich mich mit kamera und waschlumpen und kochte und fotografierte abwechselnd. sollten sich noch reste von hackfleisch an der kamera befinden, weiss man jetzt auch warum. 


laubfrösche sind quasi kohlrouladen aus zuckerhutblättern.
dazu muss man erstmal die blätter vom zuckerhutsalat in kochendes wasser werfen, am besten zuerst den dicken teil und dann langsam nachschieben.
die etwas angematschten blätter füllt man dann elegant mit einer mischung aus hackfleisch, gekochtem reis, ei, senf, tomatenmark, harissa, salz und pfeffer. (ich habe 300 gramm hackfleisch genommen und die anderen komponenten nach gusto dazugemischt, vermutlich kann man das hackfleisch auch weglassen oder durch irgendetwas vegetarierkompatibles ersetzen, das probiere ich dann beim nächsten mal).
die 12 laubfrösche passten gut in unsere grosse auflaufform, dann ein viertel liter fertige tomatensauce dazu (es hätte auch noch sahne dazugehört, aber die kam zu spät hier in der küche an), käsereste darübergerieben und ab in den backofen. bei uns bis zur ankunft der sahne (gemeinsam mit kai), ich denke 30 bis 40 minuten reichen da.
und die erste wirklich sozialverträglich verwendung für zuckerhutsalat ist geglückt!

Dienstag, 15. November 2016

happy birthday ... liebe biocò!


 29 mal gemüse im jahr 2014. *



 39 mal gemüse im jahr 2015. *


und 34 mal gemüse im jahr 2016 (und es gibt noch ein paar lieferungen).  *
und heute wird unsere gemüsegenossenschaft drei jahre alt. momentan befindet sie sich zwar so ein bisschen in der trotzphase, aber das entspricht ja dem alter und sicher wird sie mit den jahren auch ein weniger ausgeglichener. möge sie also noch lange bestehen, unsere biocò!

* wenn irgendjemand von uns die gemüselieferung entgegen genommen hat, wurde sie in der regel auch fotografiert. keine fotos habe ich von den körben, die wir verschenkt haben, es dürften aber nicht allzu viele gewesen sein...

Samstag, 12. November 2016

12 von 12 im november


ein gedeckter frühstückstisch ist ein guter start in den samstag, vor allem, wenn man schon vor dem frühstück gearbeitet hat. am wochenende muss ich den nur ganz selten decken, dafür mache ich unter der woche das frühstück.


der newsletter für die gemüsegenossenschaft ist jedenfalls schon mal zu faden geschlagen und die bilder vom erntedankfest sind gesichtet. danach ist es zeit, sich auf den weg nach zürich zu machen.


unterwegs am hauptbahnhof kaufen wir noch schnell ein bisschen notproviant, bevor wir uns auf den weg ins haus konstruktiv machen. 


die ausstellung von christian herdeg ist zwar eher weniger spannend, gibt aber wenigstens ein paar schöne bilder für den heutigen tag. 


darum bleiben wir auch nicht so lange in unserem lieblingsmuseum, sondern wandern noch ein bisschen durch die grosse stadt. entdecken ein kleines café (café weggen), kaufen den obligatorischen kaffee bei schwarzenbach,


 und sehen im niederdorf noch ein bisschen strassenkunst.


www.bildervitrine.blogspot.com

 dann gehts wieder zurück zum hallenbad city.


nach dem schwimmen haben wir genügend hunger um uns einen marathonteller mit eritreischem essen zu bestellen.

http://habesha-restaurant.ch/

glockenturm auf dem heimweg in richtung bahnhof. 


 und noch ein paar passanten aus der bahnhofstrasse.


die zwölf bilder waren heute einfach zu sammeln, auf diesem kleinen netten ausflug in die grosse stadt. wer mehr 12er sucht, findet sie bei carola. ich freue mich immer wieder, dabei zu sein und sage gerne auch mal danke für die plattform!

von vorn betrachtet sieht ein...windlicht...meist...anders...als von hinten aus.


deswegen musste ich ihnen die windlichte aus dem kinderkurs  vom mittwoch auch unbedingt von beiden seiten zeigen! die kinder haben sich wieder einmal von ihrer besten seite gezeigt, alle waren superfleissig und haben sehr selbstständig gearbeitet. obendrein haben sie das problem, das durch meine weigerung allen sterne auszuschneiden entstanden ist, geschickt durch teamarbeit und gegenseitige tipps gelöst. so macht das spass! danke euch allen!

Freitag, 11. November 2016

unser gemüse heute


endivien, wirsing, chinakohl, butternutkürbis, lauch, zwiebeln, paprika, spinat. der letztere ist schon gegessen.

Donnerstag, 10. November 2016

stempelabenteuer im advent

warum nicht mal ein abenteuer im advent. immerhin kommen die beiden wörter ja vom selben stamm, dem lateinischen wort advenire her.

was man für das abenteuer braucht? ein bisschen stempelgummi, ein paar linolmesser, papier und farbe. und natürlich den mut, sich bei der adventspost 2016, der mail-art aktion von frau müllerin anzumelden.

http://muellerinart.blogspot.ch/2016/11/advent-mail-art-2016.html

als lohn winkt neben ganz viel post im advent ein in waisenbindung selbst gebundenes adventskalenderbuch, ganz viel spass und viele neue erfahrungen.
wie das geht, können sie bei frau müllerin nachlesen (klick aufs bild!).

ich habe mir schon mal das material bereitgelegt, ein bisschen herumgeschnitzt...



und auch schon mal probegedruckt:


das muster wird es natürlich nicht... ich muss noch ein bisschen ausprobieren, bevor ich mich definitiv für ein muster entscheide!
wenn sie jetzt lust bekommen haben... ich glaube, es hat noch ein paar freie plätze...

edit: die stempel habe ich hier (amazon affiliate link) bestellt - ich bilde mir nämlich ein, dass perfekt quadratische stempelgummis viel einfacher so zu bearbeiten sind, dass die anschlüsse perfekt sind. ich gebe aber zu, dass ich es noch nicht probiert habe. 

Mittwoch, 9. November 2016

farbe und struktur

irgendwie bin ich mit dem berichten zur zeit ziemlich hintendrein. am mittwoch noch über den samstag schreiben scheint mir ja einigermassen in ordnung zu sein, aber heute, angesichts dessen was der newsticker hier gerade so hereinspült, über einen ausflug zu schreiben? ein bisschen absurd, aber ich tu es trotzdem. 
farbe und struktur habe ich den post überschrieben, als ich ihn angedacht hatte, und farbe kann man im november ja immer brauchen und von der farbe ist es ein kleiner schritt zur vielfalt und von da zur toleranz. und für die einzutreten wird wohl immer wichtiger! 
 

in einer färberei wie der von herrn vetsch in pragg-jenaz entstehen viele farben, mir hat es vorderhand der kontrast angetan zwischen dem knalligen gelb und den blauen tonnen im hintergrund. spannend war es zu hören und zu sehen, mit welchen tricks die farbe in die wolle gebracht wird ohne die wolle dabei zu verfilzen oder unnötig zu schädigen.


vor dem färben (oder für wollvliese zum filzen auch danach) wird die wolle in der karderei gekämmt und teilweise zu garnen weiterverarbeitet. auf kleinem raum ist bei der wollspinnerei vetsch da vieles beisammen, was ich schon oft anderswo gesehen hatte. und irgendetwas entdeckt man ja doch immer zum ersten mal oder hat es noch nie so eindrücklich gesehen - bei mir war das am samstag der querleger, der innerhalb der kardmaschine die fasern im prozess um 90 grad dreht und so erst eine gründliche durchmischung herstellt.
das anschliessende mittagessen zusammen mit den filzerinnen der filzszene war schön und lecker obendrein! und dass ich natürlich auch ein bisschen war einkaufen musste, haben sie sich wohl auch schon gedacht.

Sonntag, 6. November 2016

filzkurs mit viel (zu wenig) licht

am freitag hat einer der raren erwachsenenfilzkurse stattgefunden... zum ersten mal nach längerer zeit war ich mit einem öffentlichen kurs im gemeinschaftszentrum ennetraum zu gast mit meinen teilnehmer_innen. an der kommunikation mit dem ennetraum und an der beleuchtung arbeiten wir dann noch, aber zwei windlichte und drei lichterketten sind gelungen und konnten grösstenteils fertig mit nach hause genommen werden! dank cmokito kann ich sogar ein bisschen etwas vom gefilzten zeigen - ich bin mal wieder nicht zum fotografieren gekommen.

Ein von @cmokito gepostetes Foto am




Samstag, 5. November 2016

Freitag, 4. November 2016

wo ist diese woche hin?

schon wieder freitag und - fast noch schlimmer - schon der 4. november. allmählich sickert die erkenntnis ein, dass es winter wird. früh wird es dunkel, nach der zeitumstellung, die man im herbst ja meist ganz gut verkraftet. morgens ist man ein bisschen wacher als sonst, und abends geht man ja eh immer zu spät ins bett. und kalt wird es, so kalt, dass wir gestern abend notfallmässig ein paar frostempfindlichere blumentöpfe in den keller gestellt haben und heute morgen die wiese beim bauern gegenüber weiss ist vom rauhreif. dabei sind die tage immer noch sonnig und verhältnismässig mild.
das schöne herbstwetter habe ich dann auch noch genutzt um weiter im garten herumzuräumen, um die himbeeren zu schneiden, den topinambur und die kopfweide und alles gleich zu häckseln. und um den platz für das hochbeet auszugraben und auf den ersten versuch eine grade fläche hinzubekommen. jetzt brauchen wir kies und dafür müsste mal jemand ins kieswerk fahren.


ansonsten bin ich viel am schreibtisch gesessen, habe das feinkonzept für den filzlehrgang - auch schon modul 4 - ausgearbeitet und umgearbeitet und nochmal überdacht. der filzlehrgang leidet ominöserweise unter mitgliederschwund, dabei sind alle zufrieden und ganz happy mit dem was sie machen. und dann bleiben sie einfach weg. seltsame situation, die sich nicht gerade positiv auf meine motivation als lehrende auswirkt. andererseits lerne ich selbst bei diesen vorbereitungen so viel. jeden arbeitsschritt bedenken - was tue ich da eigentlich? und warum? - kann man ja bei der eigentlichen arbeit eher selten. und ich lese sehr gründlich bruno bujacks "filz - was ist das?". wie detailliert er das alles beschreibt - dabei ist es wirklich kein anleitungsbuch, sondern theorie, allerdings mit vielen, vielen zeichnungen und irgendwie auch sehr persönlich geschrieben. ich möchte meinen schülerinnen das buch ans herz legen, und entdeckte, dass man es noch bestellen kann (link oben).



ein anderer filzkurs hat dafür gestern einen sprunghaften teilnehmerzuwachs bekommen. die windlichte filzen wir heute abend nicht in einer gemütlichen runde mit drei personen, sondern zu sechst. da ich in hinsicht auf das notwendige material hier ein bisschen knapp kalkuliert habe, hat mich das gestern nachmittag dann auf trab gebracht, ich musste noch wolle für windlichte waschen und später muss die noch kardiert werden. danach kann mich dann nichts mehr schocken, also, wenn sie lust haben, an diesem kurs dabeizusein, ich nehme noch kurzfristige anmeldungen an!

kurzfristige, spontane änderungen des allgemeinen plans - man könnte es auch mit kais worten agiles familienmanagement nennen - können wir ja. also wenigstens bis zu einem gewissen mass - die familiären insider dürfen hier jetzt schmunzeln. auch in dieser woche waren wir wieder mit einmal kind krank daheim, einmal kind frei wegen lehrerfortbildung ein bisschen herausgefordert. aber da grosse kranke kinder vor allem schlafen (und auch von anderen bezugspersonen betreut werden!) und mittelgrosse schulfrei habende kinder auch zumindest ausschlafen, weil sie am abend noch eine hauptprobe bis in die nacht hinein vor sich haben, hat das alles kaum aufgetragen. und dann gab es auch noch eine schöne, spontane aktion in sachen kochen, will heissen: bekocht werden!

schön war in dieser woche noch, dass es wieder eine adventspost bei frau müllerin und konsorten geben wird und dass ich mich gleich am ersten tag dazu entschlossen habe (nein, nicht einfach endlich durchringen konnte), mitzumachen und ein paar stunden damit zugebracht habe, einen ersten probestempel zu schnitzen. (der wird es nicht, ich hatte noch eine bessere idee)
und auch schön ist unser neuer teppich von der schäfereigenossenschaft finkhof, der extra für uns nach unserem entwurf gewoben wurde.


nur mittelschön war, dass ich relativ rasch mit hilfe einer anderen genossin eine falsche information auf der homepage der gemüsegenossenschaft austauschen konnte - mittel nur deshalb, weil ich mich geärgert habe, dass ich mich nicht schon viel früher darum gekümmert habe.schön deshalb weil es endlich erledigt ist.

ein bisschen wenig geschwommen bin ich dieser woche bisher, aber vielleicht klappt das ja noch am wochenende, wo es eh saugrusig werden soll, so wettertechnisch. ich darf am samstag zur wollspinnerei vetsch fahren und treffe dort vielleicht hoffentlich ein paar kursteilnehmerinnen und ansonsten sicher ein paar nette filzerinnen von der filzszene. am abend darf ich der tochter beim turnen zuschauen (und ihren vielen vereinskolleg_innen) was viel lustiger ist als es sich vielleicht anhören mag. sonntag dann vielleicht schwimmen!

ihnen, liebe blogleser_innen wünsche ich ein schönes wochenende, hab ich auch lange nicht mehr gemacht!


Dienstag, 1. November 2016

dorfweihnacht


allmählich weihnachtet es hier. im blog bisher eher wenig, im vergleich zu 2012 und 2014 ist die vorbereitung unseres kleinen adventsmarktes beinahe schon  ein bisschen routine.
heute jedenfalls sind die flyer für die postverteilung angekommen - und damit gehen wir hier in so etwas wie die heisse phase der vorbereitungen. 17 aussteller haben sich in diesem jahr angemeldet, die gastronomie haben wir an einen örtlichen verein abgegeben, ich habe keinen stand, also ist alles ein bisschen weniger hektisch als in den jahren zuvor.
langweilig wird mir bis zum 26.november trotzdem nicht - falls ich es also vergessen sollte: sie sind alle herzlich eingeladen an die dritte dorfweihnacht in ennetbaden, am samstag vor dem ersten advent, von 14 bis 20 uhr.

Sonntag, 30. Oktober 2016

betriebsausflug

unsere gemüsegenossenschaft gibt es im november nun schon seit drei jahren. seit fast zwei jahren bin ich teil der betriebsgruppe, die sich um die organisation rund ums gemüse kümmert. nun gab es den ersten betriebsausflug - denn wer arbeitet soll auch feiern! die idee dafür war schon im frühjahr entstanden, also lange zeit bevor der grosse exodus aus der betriebsgruppe begonnen hat - auf die nächste generalversammlung verlassen aus unterschiedlichen gründen vier personen, darunter auch ich, das gremium. aus termingründen hatten wir von vornherein ein wochenende im herbst ausgewählt, das gewählte ziel ist ein bisschen der wirtschaftsweise auf dem hof geschuldet, der biologisch-dynamisch nach steiner bewirtschaftet wird - was lag da also näher als das goetheanum in dornach zu besuchen? 


bei unserer ankunft hüllte sich der hauptbau in nebliges grau, wir spazierten ein bisschen über das gelände, schauten kurz in die eingangshalle um festzustellen, dass es ein wenig mit dem betreten einer höhle zu tun hat und gingen dann zum speisehaus, um einen kleinen imbiss einzunehmen.


auf dem weg dorthin fiel mir das lustige trafohäuschen auf, über das wir später bei der führung erfuhren, dass steiner es selbst entworfen hat. mit welcher absicht, kann man im hervorragenden und ausführlichen wikipediaartikel über das goetheanum nachlesen. überhaupt gibt es rund um das hauptgebäude eine reihe älterer und neuer gebäude in ähnlichem baustil, die man auch auf mehreren architekturpfaden erkunden kann. organische architektur heisst der baustil übrigens und ist keineswegs auf das umfeld der anthroposophen beschränkt.


eine heizzentrale, ebenfalls noch von rudolf steiner selbst entworfen,in form einer flamme (das gesicht ist wohl eher zufall und der alterung des betons geschuldet.)
nach dem rundgang über das gelände waren wir zu einer führung angemeldet. wir sahen das grosse glasfenster im westen, das treppenhaus (in dem man die konstruktion der gewölbten flächen von hinten sehen kann und dabei entdecken, wie die zimmerleute, die 1924 keine erfahrung mit betonbauten hatten, die probleme der statik nach ihren methoden lösten), den grossen theatersaal mit den restlichen bunten glasfenstern, das modell des ersten goetheanum und die unvollendete skulptur "der menschheitsrepräsentant" - und erfuhren ganz viel über die entstehungsgeschichte des zweiten goetheanums, über den vorgängerbau und über das bildprogramm der glasfenster und der grossen skulptur. am ende hingen wir ob der vielen informationen total in den seilen und mussten dringend kaffee trinken, die buchhandlung besuchen und frische luft schnappen.


im allerschönsten sonnenschein beendeten wir unseren rundgang übers gelände mit einem abstecher zum aussichtspunkt und durch die gemüsefelder der gärtnerei. 


die wirkung des gehörten, gesehenen und erfahrenen zu beschreiben ist nicht einfach. von den wenigen kleinen bröckchen die ich von steiners denkgebäude im umfeld unseres bauernhofes immer wieder aufschnappen kann finde ich vieles spannend, einiges plausibel, manches faszinierend aber halt auch immer wieder etwas eigenartig oder verstörend und nicht selten auch für mich zu esotherisch.
der betriebsausflug ging dann noch mit einem spaziergang zur ermitage in arlesheim zuende, im letzten sonnenschein erkundeten wir die teils natürlichen und teils künstlich angelegten grotten und höhlen und kehrten anschliessend zu bahnhof und von dort mit der bahn nach hause zurück.
nach diesem schönen gemeinsamen tag könnte ich beinahe ein bisschen wehmütig werden bei dem gedanken daran bald nicht mehr in der betriebsgruppe mitzumachen - noch aber liegen ein paar monate arbeit vor mir und auch danach werde ich ja noch auf dem hof arbeiten und gemüse beziehen.