Freitag, 17. Juli 2015

unser gemüse heute



heieiei. das war jetzt aber mal richtig viel. bohnen, krautstiel, tomaten, zucchini, auberginen, kartoffeln, broccoli, blumenkohl, zwiebeln und ein salat. kräuter auch noch dazu. und sechs gurken!!! macht, plus unseren eigenen zwei (gestern hab ich schon zwei verschenkt), acht. gurkenschwemme.
bohnen eingefroren, broccoli dito, aus zwiebeln, auberginen, zucchini und kräutern einen sugo gekocht, gurken bis auf zwei eingelegt. krautstiel heute abend noch zum essen und dann: ferien, wir kommen!




Dienstag, 14. Juli 2015

sommerküche


 ein lange gehegter wunsch wird auf ziemlich unkomplizierte weise wahr: weil meine eltern zur zeit ihren keller entrümpeln fiel für uns dieser gas-campingherd ab. zwei flammen auf einem gestell, das zugleich die gasflasche birgt, darauf kann man schon richtig kochen. die alte gasflasche haben wir auch ganz unkompliziert in eine neue gefüllt tauschen können, und so konnten wir schon am samstagabend zum ersten mal im garten kochen (und eben nicht grillieren...).


es gab verschiedene würste und fleisch am spiesschen und dazu einen krautstielrisotto.
heute habe ich dann auch noch die gaslampe ausgepackt die auch noch mit zu uns gereist ist, der alte glühstrumpf ist noch intakt, ausserdem liegen noch ersatzglühstrümpfe dabei und eine volle stechkartusche habe ich auch noch gefunden... ich bin dann mal draussen, die lampe ausprobieren.

Montag, 13. Juli 2015

gartenweg=gegenwart-sitzfilz


das anagramm aus diesem garten lässt mich nicht so einfach wieder los.


 dass man aus diesen neun buchstaben ausgerechnet diese beiden worte bilden kann, kann kein zufall sein. denn: wo kann man besser die gegenwart spüren als auf einem gartenweg? ein gartenweg hat vielleicht geschichte, er führt in irgendeine zukunft, aber er ist doch immer auch ganz einzigartig in der gegenwart, bald schon wird er sich verändern, vor minuten war er noch ganz anders, weil manche blume noch nicht blühte und ein insekt noch nicht da war.


 und da hier noch ein extrem langweiliges sitzfilz herumlag und sich förmlich zu diesem zweck anbot, habe ich das anagramm heute im laufe eines gartentags in wolle und filz gebracht. rundherum gestickt:  der gartenweg ist gegenwart ist gartenweg...


und so ganz nebenbei wurde der garten sozusagen reisefertig gemacht. oder wurde nebenbei der sitzfilz bestickt?

Sonntag, 12. Juli 2015

12 von 12 im juli


vor dem frühstück mussten wir heute zuerst einmal die autobahn unter die räder nehmen, denn wir waren zum brunchen an den bielersee eingeladen. auf dem foto oben sind wir schon fast da, und überqueren kurz vor biel zum x-ten mal die aare.


und da sind wir dann wirklich da, im von-rütte-gut in sutz-lattrigen.


nach dem ankommen machten wir zuerst einmal alle gemeinsam einen spaziergang zum pavillion und dann weiter zum see.


 schnell musste ich noch das tolle mosaik vor dem pavillion fotografieren.


 die tochter hatte material für eine flechterei gefunden.


und dann gab es brunch. mittlerweile hatte ich hunger, deshalb gibt es nur ein foto von den resten, die auf meinem teller blieben vom äusserst leckeren essen.


 danach war gelegenheit zum schwimmen im see.


und da geht es schon wieder zurück zum gut.


das von rütte-gut ist das letzte von 30 ehemaligen bernpatrizischen land- und rebgütern am bielersee. eine stiftung hat sich seiner erhaltung und der möglichkeit seiner öffentlichen nutzung angenommen. das haus und der es umgebende landschaftsgarten sind auf liebevolle weise in seiner historischen art erhalten, andererseits aber behutsam modernisiert, so dass es für anlässe und seminare einen wunderschönen, stimmungsvollen rahmen bietet.


wir waren zu einem privaten anlass eingeladen und haben uns sehr wohl gefühlt und den tag am see sehr genossen. auch dank der lieben gastgeber, die alles so wunderbar organisiert hatten! zum abschluss des tages gab es noch ein dessertbuffet mit (unter vielem anderen) glückspretzeli... meines wünschte mir "traum und tat".


das abschiedsbild vom gut.


und noch ein bild von einer überfahrt über die aare, die wir auch auf dem rückweg noch ein paarmal überquert haben.

(für alle, die sich gewundert haben, warum ich heute merkwürdigerweise alles fotografieren musste und die das hier noch nicht kennen: 12 von 12 - das sind 12 bilder von jedem 12.im monat, ein einblick in einen ganz gewöhnlichen oder einen besonderen tag, veröffentlicht auf dem blog oder auf instagram, jeder wie er/sie es mag. versammelt sind diese einblicke wie immer bei caro von blog "draussen nur kännchen", die dankenswerterweise an jedem zwölften neben ihren persönlichen 12 von 12 auch noch diese liste veröffentlicht.)

Samstag, 11. Juli 2015

ein garten? ein garten!


hier also der neu entdeckte garten. mitten in der woche - nachdem der montag noch einmal voller termine (zahnarzt, bücherei, kinder der nachbarin hüten, garten und katze erklären für den hütedienst) war, waren wir von dienstag bis freitag die grosseltern/eltern besuchen. und von dort aus wiederum besuchten wir eine freundin, aka die patentante des grossen, der leider nicht dabei war, die aber immerhin eine tochter im alter der tochter des hauses hat und weil dort gerade die terrasse wegen wasserschadens in rekonstruktion war und wir deshalb nicht draussen sein konnten, deshalb also gingen wir in ein gartenlokal, das es schon gab als ich so alt war wie der mittlere, der uns sehr wohl begleitete und genossen den schon eher kühlen abend bei gebackenem käse. und dabei entdeckte ich dann auch diesen lustigen garten, der bei mir ganz unmittelbar zu dem wunsch geführt hat, dass mein garten hier auch so ein bisschen so aussehen sollte.


kreatives chaos umschreibt das ganze auf eher langweilige art. also versuche ich es mal: im ganzen garten gibt es alle möglichen sachen, die ursprünglich schmückend gedacht waren oder auch nicht, und trotzdem wirkt hier alles dekorativ, sogar ein zerborstener eimer.


manches habe auch ich erst auf den fotos entdeckt, zum beispiel den vw-bully im baum. die tochter hat sich spontan in den kopf der asiatischen gottheit (ist das wirklich shiva?) verliebt.


total verblüfft hat mich aber die beschriftung dieses zweckentfremdeten waschbeckens. gartenweg=gegenwart, das klappt als anagramm. ob das nur zufall ist oder uns etwas sagen will, dass man aus den buchstaben des einen wortes auch das andere bilden kann, das überlasse ich jetzt mal ihnen. ich jedenfalls mag das anagramm schon jetzt.

dem urheber der texte, wenn nicht gar des gartens, darf man übrigens dieser tage zum 10.bloggeburtstag gratulieren... hier lang...

Freitag, 10. Juli 2015

unser gemüse heute


patisson, zucchini, gurken, bohnen, knackerbsen, krautstiel, salat, aubergine, karotten, zwiebeln, kartoffeln. reichlich auf jeden fall.
(und schon wieder eine woche um, in der ich hier im blog kaum etwas geschrieben habe. und auch nicht drüben auf instagram. reichlich leben ist hier grade geboten, aber wenn es morgen irgendwann noch reicht, dann erzähle ich ihnen noch von meiner woche, die immerhin die erste offizielle ferienwoche war und in der wir auch einen ganz speziellen garten entdeckt haben. der rest waren termine, die erledigt werden wollten, besuche bei lieben menschen und komplett-relaxing für die ferienkinder.)

Samstag, 4. Juli 2015

limmatschwimmen


 gestern nachmittag waren wir das erste mal in diesem jahr in der limmat schwimmen. wobei wir nur im ersten teil wirklich in der limmat schwimmen, die zweite hälfte der "runde" führt uns dann in den kappi-see, der durch einen umbau des kraftwerks am kappelerhof entstanden ist.


 dort im see, der dann auch nur noch wenig strömung hat, war die kleine biologin unterwegs und hat fische gefangen... oder zumindest so was ähnliches aus dem sand gefischt.


an einem pfeiler haftete zusätzliche diese verlassene hülle.
kann uns jemand helfen und sagen, was wir da gefangen, beziehungsweise gefunden haben?

Freitag, 3. Juli 2015

unser gemüse heute

salat, kartoffeln, 2 zucchini, bohnen und knackerbsen, karotten, fenchel, gurken, frischer knoblauch, kräuter: bohnenkraut, koriander, petersilie, basilikum.
ich freue mich heute über die vielen kräuter und die fülle an gemüsen. und ich hoffe, dass ich alles verbrauchen kann, weil ich von dienstag bis freitag unterwegs bin.

Donnerstag, 2. Juli 2015

schultertasche


einen taschentick soll ich angeblich haben... aber ich muss ja auch immer mal wieder was neues ausprobieren für ausstellungen und märkte! die form der tasche hatte ich schon einige male irgendwo gesehen, nie aber in filz. die letztendliche inspitation kam dann von da. schwierig war die wahl der proportionen, ich finde sie jetzt schlussendlich eher ein bisschen klein. auch wird es vermutlich schwierig sein, diese taschen auf vorrat zu produzieren, denn die länge des gurts muss schon passen, schon hängt das ding auf den fersen oder man fühlt sich relativ schnell stranguliert.


innen habe ich noch eine unterteilung eingefilzt, die letztendlich ein bisschen besser hätte schrumpfen dürfen, anstattdessen schrumpfte aber immer das aussenrum noch mehr... mir gefällt vor allem der verschluss, der eigentlich auch das einzige ornament an der tasche ist.


fazit: schlicht, gut zu tragen auf dem fahrrad, der zugriff auf den inhalt ist ein bisschen kompliziert, trotzdem nicht sicher vor taschendieben. ich muss sie jetzt mal ein bisschen testen, dann kann ich vielleicht mehr dazu sagen.

Mittwoch, 1. Juli 2015

fototermin


als ich gerade angefangen hatte zu filzen, habe ich jedes fertige stück erstmal nach draussen geschleppt und eine menge fotos davon gemacht. mittlerweile hat sich das ja ein bisschen gelegt. manchmal muss ich mich richtiggehend dazu zwingen, die neuen sachen auch mal zu fotografieren. dringend wird das immer dann, wenn flyer gemacht werden sollen, das neue filzkursprogramm bebildert werden soll oder ich überhaupt mal wieder was gefilztes im blog zeigen will.
heute morgen war es dann mal wieder so weit. ich hatte einen termin mit unserer dslr. noch bevor die hitze so richtig zuschlagen konnte. die ausbeute ist so mittel, mittlerweile ist mir eingefallen, dass ich noch andere sachen hätte auch fotografieren sollen.
und ich zeige ihnen heute nicht mal was neu gefilztes... sondern die holzbastelei des gestrigen tages. für die schmetterlinge aus filz, die ich mal für den ostermarkt produziert hatte, der dann zumindest für mich aber leider ausfallen musste, habe ich einen schmetterlingskasten gebaut. sie sollen nämlich noch in den ferien nach unterlunkhofen in die spinnwebstube ausfliegen. oder eben erst mal nicht ausfliegen, sondern brav im laden bleiben, bis sie jemand mitnimmt und freilässt.
(und rita, frage an dich: soll ich den kasten noch weiss streichen oder nature lassen - hier scheiden sich die geister...) 

Dienstag, 30. Juni 2015

ausprobiert

in sachen brot und brötchen backen muss ich ja immer mal wieder was neues ausprobieren - das nicht-knete-brot zum beispiel war ein voller erfolg, warum also nicht einmal sonntags- äh mittwochs- äh samstagsbrötchen ausprobieren, wie sie im hause spätlese gebacken werden. der holunder ist bei uns schon längst verblüht, darum ohne holunder, aber einen versuch ist es wert. 


die brötchen am freitagabend. wie soll ich damit die familie satt bekommen?


 die brötchen freitagnacht im kühlschrank. kann man da mal rein schauen oder gefährdet man damit aktuell den erfolg?


 samstagmorgen: vielleicht wird das doch noch was mit brötchen für alle?


samstagmorgen 40 minuten später: soll ich beim nächsten mal doch das grösser blech nehmen?

(die brötchen waren lecker, mit mehr platz wären sie knuspriger gewesen. aber so konnte man sie bis heute morgen noch essen...)

Montag, 29. Juni 2015

firmung


gestern durften wir bei allerschönstem wetter die firmung unseres mittleren feiern. nach einem wirklich langen gottesdienst am morgen fand das fest im garten statt.


 mit einer grossen paella-pfanne machten wir alle satt und glücklich.


 stiessen mit reichlich fassbrause und noch mehr wasser auf den firmling an.


und liessen das fest mit himbeertorte vom patenonkel ausklingen.
ein entspanntes, schönes fest hat sich unser mittlerer da ausgesucht.

Samstag, 27. Juni 2015

reiseführer des zufalls


neulich an der diplomausstellung sind wir darauf gestossen - auf den reiseführer des zufalls. es gibt bereits und es gibt ihn doch noch nicht... wir jedenfalls setzen darauf, dass es ihn bald geben wird und haben uns im crowdfunding-projekt von lena grossmüller engagiert.
was wir uns davon versprechen? zusätzliche anregung zum zufälligen erkunden von städten und anderen reisezielen. nicht dass wir das nicht ohnehin schon täten, für den zufall haben wir in unseren gemeinsamen urlauben immer zeit reserviert, aber vielleicht gibt es ja hier noch ein paar tipps, den zufall zu locken?
zufallsfunde, zufallsbegegnungen sozusagen für die nächste reise zu buchen? ein bisschen kommt es einem ja schon absurd vor, aber warum nicht? ich erinnere mich gerne an zufälliges: hier in prag, dort in england, aber auch in dresden und nun sind wir gespannt auf die niederlande...
nun, also, schauen sie sich an, was frau grossmüller da zu bieten hat und wenn möglich, unterstützen sie sie! (ich hätte nämlich zu gerne so einen reiseführer!!!)

Freitag, 26. Juni 2015

unser gemüse heute


es wird üppiger!
krautstiel in mehreren farben, frische zwiebeln, forellenschuss-salat, noch ein salat, kartoffeln, zwei frische knobläuche, knackerbsen, basilikim und koriander.
da verschwinden wahrscheinlich dann grosse mengen übers wochenende. muss man ja auch beinahe alles zackig aufbrauchen...

Dienstag, 23. Juni 2015

höhentraining für häuschenschnecken.


aus gegebenem anlass veranstalten wir ab sofort in unserem garten höhentrainings für häuschenschnecken. nach bestandenem bergzertifikat werden diese dann umgehend in höhergelegene und bergigere gebiete der schweiz verschickt.

Samstag, 20. Juni 2015

aus dem wetter das beste machen


 so richtig toll war das wetter in den letzten tagen hier ja nicht - meine hoffnung wäre jetzt, dass es dafür am kommenden wochenende, an dem der mittlere gefirmt wird, wirklich sommerlich wird.
wir haben aber versucht, das beste draus zu machen. gestern abend nutzten der mann und ich die abwesenheit aller kinder zu einem kleinen fahrradausflug in den biergarten vom lägernbräu in wettingen. und als wir gegen neun uhr wieder zurück waren, rechtzeitig um das erste heimkommende kind (sie kamen ordentlich nach alter gestaffelt, je älter, je später) einzufangen, war es noch hell genug, einen kleinen blumenstrauss aus dem garten zu machen und zusammen mit der marmelade fürs wochenende zu fotografieren. (walderdbeeren und weisse träuble aus dem garten - ich liebe kleinmengenmarmelade!)


 danach blieb es noch lange genug einigermassen angenehm draussen, dass der mann sogar noch die gitarre holte.

***

und so richtig übel wurde es dann erst heute morgen. die tochter und ich hatten flohmarktsachen gepackt, in fahrradanhänger und satteltaschen, und machten uns um halb acht auf  den weg zum kinderflohmarkt. am anfang nieselte es nur ganz leicht. dann war der lift in die stadt defekt, so dass wir den berg hinaufschieben mussten. und als wir endlich auf dem platz ankamen, hatte es gerade so richtig zu regnen begonnen. die stände waren gemäss der mail vom wochenanfang "das wetter wird gut, wir verzichten auf dächer über den ständen" ungedeckt und zuerst stellten wir ... uns unter. glücklicherweise hatten wir einen tisch mit einer befreundeten familie, so dass wir gemeinsam schimpfen konnten. die mädchen setzten sich unter den tisch, die flohmarktsachen decken wir mit einer vorsorglich eingepackten plastikplane zu und dann warteten wir erstmal ab. bis ich die idee hatten, den mann anzurufen und mit zwei alten sonnenschirmen auf den platz zu bestellen. nach etwa einer stunde hatten wir ein einigermassen dichtes dach über dem stand und verkauften überraschenderweise nicht einmal schlecht. was mich dann aber mit dem markt definitiv versöhnte war dieser fund:


ein vollständiges buchstabenstempelset! GROSSBUCHSTABEN. 248137! flohmarktfund... sommerpost... stempelkarten... ich bin dann mal am stempeln.

Freitag, 19. Juni 2015

unser gemüse heute


2 salate, frühkartoffeln, kefen, frühlingszwiebeln, kohlrabi, zucchetti, rettich, koriander und basilikum.
leckeres gemüse frisch vom feld...

Donnerstag, 18. Juni 2015

irgendwie dann doch ganz in ordnung...


 drei wochen vor dem eigentlich ferienstart rotiere ich hier so zwischen ferienstimmung und schnell-noch-ganz-viel-erledigen. der mittlere hat nämlich schon ferien. 10 wochen oder so, weil er mit der volksschule fertig ist und erst mitte august seine lehre beginnt.
ferienjob hat er sich schlauerweise so ausgesucht, dass er ihn von zuhause erledigen kann - und wir noch nicht mal motzen können, er hänge den ganzen tag vor dem computer ... er gestaltet verschiedene websites für einen bauernhof und die jugendarbeit.
also ist er meistens zuhause. während er ausschläft, erledige ich möglichst viel, auf gemeinsames frühstücken scheint er nicht so wert zu legen, oder ich mache einen zu geschäftigen eindruck am späteren vormittag. dem aufruf, den garten vor seiner firmung ende juni noch ein wenig aufzuhübschen ist er gemeinsam mit mir auch schon an zwei nachmittagen nachgegangen, das wird also auch so langsam.
zum richtigen arbeiten, also etwas neues entwerfen und filzen komme ich indessen gerade nicht. oder mir fehlt die musse. oder die ruhe im haus. oder die ideen.
deshalb habe ich dann gestern filztisch filztisch sein lassen und die nähmaschine aufgestellt. zuerst habe ich zwei sommerkleider gekürzt, die ich schon lange zu lang finde, vor allem um sie in unserem garten mit den vielen stufen anzuziehen. meistens hab ich ja die hände auch noch voll und kann nicht damenhaft den rock raffen...
dann habe ich etwas genäht, das ich mal bei einer museumsbesucherin gesehen habe, nämlich ein kleines stofftäschen, in das gerade der geldbeutel und ein kleines skizzenheft passt. meine zugegebenermassen grosse handtasche kann man ja nicht mit in alle museen oder ausstellungen nehmen, sie stört auch meist ein bisschen und in diesem kleinen stoffsäckchen zum umhängen kann ich das allernötigste durch die ausstellung tragen. mal schauen, wann es zum ersten mal zum einsatz kommt...
es war danach immer noch genug zeit, um einen gestreiften alten leinenstoff in eine herumhänghose zu verwandeln. die ist zwar dann erst heute morgen fertig geworden, aber im prinzip musste ich nur noch den gummizug einfädeln und die fäden abschneiden.
mit dem ergebnis hatte ich dann endlich mal wieder den eindruck, dass ich etwas geschafft habe.


für die ferienstimmung sorgte dann der abend: als wir nämlich um halb neun vom vorerst wohl letzten örgelikonzert des mittleren sohn kamen, sass die tochter mit der freundin vor dem haus und spielte yatzee/kniffel. die freundin (die nicht die freundin der tochter ist, oder zumindest nicht nur - also, das kommt wohl syntaktisch im letzten satz nicht so recht raus) liess sich dann noch zu einem glas prosecco mit erdbeeren in holundersirup überreden...

Dienstag, 16. Juni 2015

up up and away


gerade habe ich die letzte elternratssitzung an unsere primarschule hinter mich gebracht. nicht weil auch noch das letzte kind die primarschule verlassen hätte (sie hat noch zwei jahre hier im dorf), sondern weil ich tatsächlich jede klassenstufe schon einmal als delegierte vertreten habe. begonnen habe ich mit meinem engagement im elternrat als der grosse in die fünfte klasse kam und dieses gremium gerade ganz neu eingerichtet wurde. jetzt kommt die jüngste nach den sommerferien in die fünfte klasse und nach sieben jahren elternrat verspürte ich eine gewisse müdigkeit und beschloss im winter, es sei genug.
anders als in deutschland sind die elternräte in den hiesigen schulen ein rein beratendes gremium, wer mehr über unseren elternrat wissen will, kann hier die richtlinien nachlesen.
manche themen zogen sich tatsächlich durch die gesamten sieben jahre - dazu speziell die situation im schwimmunterricht, immer heikel, da kann die lehrperson sehr sehr vieles falsch machen, da wechselte auch mal der schwimmlehrer, die klagen blieben indessen gleich. dass zuletzt immer mehr schwimmlektionen gestrichen wurden, empörte und empört mich immer noch, leben wir doch in einer einigermassen wasserreichen region. schwimmenlernen ist sache der eltern, so das letzte statement - aber halt doch immer noch lebensnotwendig!
mit dem schulhausneubau vor vier jahren gab es neue impulse: der kindergarten zog von weiter oben im ort an den schulhausplatz, die schule wurde zum campus. gegenüber den eltern, die ihre kindergärtler nun einen weiteren weg schicken musste, habe ich das gerne verteidigt, die campusidee, mit vereinfachtem zugang zu turnhalle, logopädie, deutschunterricht und malatelier auch schon im kindergarten fand ich bestechend. aber es kamen auch neue probleme dazu: hohe und vermeintlich oder tatsächlich gefährliche mauern, noch mehr autoverkehr zum bringen und holen rund um das schulgelände, ein wenig idyllisches aussenspielgelände für die kindergartenabteilungen und immer wieder das thema schulwegssicherheit. eine "dreissiger-zone" zwischen tagessstrukuren und schule, einstmals undenkbar, wurde nach einer elterninformationsveranstaltung von der gemeinde relativ stillschweigend umgesetzt, aber den merkwürdigen fussgängerüberweg, der an einer mauer endet, gibt es immer noch...
die arbeit im elternrat war einerseits spannend, weil ich so immer mal gezwungen war, die perspektive zu wechseln, die erfordernisse beruftstätiger eltern, aber auch die sachzwänge, die zwischen schule, schulpflege und gemeinde manchmal herrschen, kennenlernen durfte. und doch blieb vieles über die jahre gleich - schwierige kommunikation mit der schulleitung, überbesorgte anfragen von eltern in belangen, die wir im elternrat garnicht behandeln konnten und letztendlich die immer wiederkehrend ähnlichen themen, für die ich zuletzt nur noch mit mühe interesse aufbringen konnte - da wusste ich, es ist zeit zum aufhören. meine letzte aufgabe wird es nun sein, eltern zu finden, die in zukunft unsere klasse in der elterndelegiertenversammlung unserer schule vertreten wollen und mit neuem elan an die sache herangehen - während ich jetzt meine zeit in die gemüsegenossenschaft investiere!