Freitag, 23. Februar 2018

wochenspiegel

oooh, schon wieder eine woche rum. wie die meisten wochen nach schulferien ist sie wieder wie im flug vergangen, und es war auch einiges zu erledigen.

am montag hatte ich einen einzelfilztag vereinbart, es ist dabei etwas schönes entstanden, was ich demnächst noch genauer zeigen darf. und in mir ist die einsicht gereift, dass ich auch mit den menschen, die das filzhandwerk nicht von grund auf lernen wollen, öfter eine filzprobe erstellen sollte. die anderen müssen das sowieso machen. die gründe mögen unterschiedlich sein, aber sinn macht es in beiden fällen.

ebenfalls am montag öffnete sich das anmeldeportal für die frühlingspost 2018. ich bin diesmal nicht dabei, das vorab. es sieht aber sehr spannend aus, was da gemacht werden wird und ich bin mir ganz sicher, dass ich spätestens im april neidvoll auf das schauen werde, was da alles entsteht. dann kann ich ja immer noch im stillen kämmerlein vor mich hindrucken, es geht nämlich um walzendrucke! und die würde ich natürlich schon gerne ausprobieren. bis sonntag kann man sich noch anmelden, also nur zu, mein neid ist ihnen gewiss.

oder vielleicht auch nicht. weil ich auch ohne frühlingspost voraussichtlich genug zu tun haben werde. am dienstag kam nämlich per newsletter die einladung zu einem online-filz-workshop bei pam de groot und da schleiche ich schon eine ganze weile drumherum. statt frühlingspost wird es einen "samplodicus" geben, denn ich habe mich angemeldet. der kurs ist mit "surface form and space" überschrieben und ganz allgemein geht es um oberflächengestaltung mit eher gröberen ("dramatic") mitteln, die weit in die dritte dimension hinein gehen und schon aus lautmalerischen gründen einfach toll sein müssen (warts, pimples, claws, lumps, bumps...). das ganze startet erst anfang april, ich freue mich wie schnitzel drauf, und es gab auch schon eine materialliste, die sich schon sehr spannend liest. und ich weiss jetzt auch was pointy nose pliers sind.

was war noch diese woche?  ich bin beim "social spring clean" von makelight dabei. aufmerksam geworden bin ich auf makelight anhand einer schönen spielerei, die anfang jahr durch meine instagramwelt gegeister ist, sie erinnern sich vielleicht noch daran:

die farben aller meiner instagramposts aus 2017 sortiert. über die farben war ich ein wenig überrascht, aber wie gesagt, eine nette spielerei. nun bietet emily quinton zur zeit eben den sozialmedienfrühlingsputz - manches spricht mich an, wie zum beispiel die überprüfung und aufhübschung von profilen (und zwar auf allen genutzten portalen, ... ok, ich bin noch nicht ganz fertig...), anderes weniger: beim kapitel "scheduling, batching, being in the moment" bin ich eindeutig team spontan sein. und sowieso dem plan hinterher, denn erst bei tag 3. ich schaue mal, was da noch so kommt, aber freue mich auch über das wovon ich schon profitiert habe. den social spring clean kann man bei den kostenlosen kursen finden, ich zögere etwas, das zu verlinken, denn die anderen titel habe ich mir nicht angeschaut, ich sag also lieber mal nix.


apropos scheduling, also planung - ich habe wieder einen neuen versuch mit einem bullet journal gestartet. im letzten jahr habe ich das schon mal getan und dabei bis zu den sommerferien durchgehalten. danach kam ich nicht wieder rein, aber als ich etwa gestern realisiert habe, dass der märz und damit einige kurse ganz bald vor der türe stehen, erinnerte ich mich daran, dass es für mich schon ungeheuer hilfreich ist, ab und zu mit stift und papier ein bisschen herumzuplanen und so den überblick über die nächsten wochen zu gewinnen. ich werde zwar im leben nicht so wunderschöne zeichnungen für meine schnöden notizen kreieren, wie man sie auf dem bulletjournal-instagramaccount bestaunen kann, aber es funktioniert für mich auch ganz einfach mit einigermassen ordentlichen listen. ich mag daran das regelmässige, aber auch, dass da erst etwas entsteht, und nicht wie in einem kalender schon da ist. ausserdem die tatsache, dass ich jederzeit ein paar seiten für ein spezielles thema reservieren kann und ich trotzdem keine zettelwirtschaft habe. den kalender brauche ich trotzdem aber weiterhin.

gestern haben wir karls neunzehnten geburtstag gefeiert, neunzehn ist ein bisschen wenig glamourös, aber schön hatten wir es trotzdem. wie auch der kuchen sehen konnte:


so, das aktuelle gemüsefoto gibt es hier noch nicht, das gemüse ist noch nicht da, aber einen kleinen ausblick auf den nachmittag im atelier:


dort warten nämlich die vier damen auf mich, und wollen sicher noch ein weiteres huhn in ihrer schar begrüssen:


also, auf zur offenen werkstatt!

Sonntag, 18. Februar 2018

sollbruchstelle 2018 - gleiches konzept und doch ganz anders


sollbruchstelle, kunst am sterbenden bau.
eine ausstellung in einem zum abbruch stehenden gebäude, mit dem gebäude als thema und dem thema vergänglichkeit, denn alle kunst am sterbenden bau verschwindet mit dem abriss des gebäudes. soweit das konzept.
im frühling 2015 besuchten wir das projekt 03, in einer alten autogarage, nun also heute das projekt 04, in einer ganz anderen art von gebäude.
ein bürohaus im zürcher westend, gebaut 1989, so alt also noch gar nicht, da gingen wir schon nicht mehr zur schule als das gebaut wurde und nun muss es weichen. oder darf es, denn schön ist er nicht, der orion I genannte granitkoloss.
durch das erdgeschoss mit gastronomie, das zuletzt das restaurant westend beherbergte, steigt man hinauf ins zweite obergeschoss, eine ehemalige büroetage, lange gänge, viele türen, kleine und grössere büros, dazwischen büroküchen, ein sitzungsraum.


eine lichtinstallation auf nylonschnüren (vielleicht von georg lendorff?) - mit ärger bemerke ich gerade, dass ich die namen der künstlerinnen leider nicht mehr zuordnen kann.


spielerisch, leicht, zum interagieren (man darf einfach durch die schnüre gehen, was bei manchen projektionen ein schwummeriges gefühl auslöst).


in einem anderen grösseren raum ein spielfeld und auch wieder die aufforderung, sich direkt am werk zu beteiligen. farbbomben hätte man werfen können, auf ehemals weisse wände und weiss übertünchte fenster, wenn man sich denn getraut hätte.
eine merkwürdige atmosphäre im raum. partykeller, jugendraum, durch die übermalten fenster und den merkwürdigen boden. und irgendwie späte achtziger jahre.



andere interventionen sind eher schwerer verdaulich. kaugummi an den wänden. herausgerissene teppichstücke zu einem aeskulapstab geformt. ein weisser raum, aus dem alles entfernt wurde, was an das vorherige büro hätte erinnern können und doch bleibt er eindeutig ein büroraum. eine anhäufung entfernter materialien. ein auf die hälfte seiner ursprünglichen höhe geschrumpftes büro.
ekel, gar abscheu, vor allem durch geruch, erzeugt kaltWARMnassTROCKEN, eine intervention von eric hattan, die vier ehemalige büroräume einnimmt, in denen etwas seltsames passiert zu sein scheint: wohnt hier jemand und trocknet seine wäsche? hat hier eine person ohne zuhause das leerstehende gebäude für sich in entdeckt - auch wenn es nicht sehr wohnlich ist, eben kaltwarmnasstrocken, mit löchern in den wänden, so nass, dass in einem raum schon die socken wurzeln schlagen.
ein gewisses restunbehagen, das das gebäude wohl auch den künstlern eingeflösst hat, bleibt.
deutlich spürbar wurden nicht nur objekte aus dem gebäude, sondern auch die stimmung und die assoziationen weiterverarbeitet.

überhaupt frage ich mich "wo ist jetzt ein eingriff passiert? wo ist eindeutig etwas hingestellt worden, wo sich kunst nennt? und wo ist die realität noch da, von dem gebäude, das gelebt hat?" (video eric hattan)


 das war dann wohl eher lebendes gebäude als kunst...

nicht unbeeindruckt verlassen wir die ausstellung, die so ganz anders ist, als das, was wir im april 2015 gesehen haben. zur nächsten sollbruchstelle werden wir aber ganz sicher gehen.


die temporäre ausstellung kann in der kommenden woche noch von mittwoch bis sonntag am abend beziehungsweise nachmittag besucht werden. öffnungszeiten und rahmenprogramm finden sie auf der webseite der sollbruchstelle.

Sonntag, 11. Februar 2018

ferien im schwarzwald

gestern sind wir von einer woche ferien im schwarzwald zurückgekehrt. geurlaubt haben wir dabei nicht im hochschwarzwald, sondern in unterkirnach in der nähe von villingen, von zuhause gerade mal etwa 90 minuten autofahrt entfernt. (btw: der hochschwarzwald wäre näher gewesen.)

bis wir anfang januar die ferienwohnung gebucht haben, waren wir davon ausgegangen, in den skiferien nicht zu verreisen. vor allem deshalb, weil niemand so recht lust zum skifahren äusserte, überhaupt macht sich hier so eine allgemeine skifahrunlust breit, die nicht wenig mit den klimatischen veränderungen und dem massiven einsatz von künstlich erzeugtem schnee zu tun hat, der immer öfter notwendig ist, damit pisten auch bei geringen niederschlägen befahrbar gemacht werden. auch wenn momentan ein teil der wintersportgebiete unter schneemassen stöhnt, ändert das nichts am allgemeinen trend, wie hier in der stuttgarter zeitung nachzulesen. 

aber auch unter dem eindruck (meinem vor allem...) mit der einrichtung der werkstatt das budget arg zu strapazieren und vielleicht an dieser stelle ein bisschen zu sparen. 

irgendwie wollten wir aber dann doch ein bisschen weg von zu hause. eine woche in unterkirnach, wegen einer kürzlich von meinen eltern übernommenen beteiligung an einem anbieter von ferienwohnrechten relativ günstig zu haben, kam uns da gerade recht. bei der entscheidung wussten wir schon, dass es eventuell nicht genügend schnee haben könnte, um im schwarzwald ski zu fahren - ich war bereits wegen einer verletzung am finger ganz aus der skifahrerei ausgenommen -  und dass auch das wetter nicht unbedingt das beste sein könnte. 

egal, sauna und schwimmbad, eine gut ausgestattete ferienwohnung, wanderwege und für kai und die tochter die option am feldberg ski zu fahren reichten uns als aussicht auf ein paar schöne ferientage. 


am ersten tag wanderten wir also, rund um das örtchen unterkirnach. und ja, der schwarzwald hat was.

dann wurde die tochter krank, mit fieber und halsweh lag sie zwei tage zu bett. der in jeder ferienwohnung enthaltene fernseher ermöglichte uns eltern trotzdem spaziergänge und saunabesuche.
die tochter wurde wieder fitter und wir besuchten bei scheusslichem wetter das uhrenmuseum in furtwangen. ich war nicht zu beeindruckt zum fotografieren, sondern wahrscheinlich schon so tiefenentspannt, dass mir erst nach verlassen des museums einfiel, dass die wand mit den kuckucksuhren ein schöner eindruck auf instagram gewesen wäre. je nun.


am schmutzigen donnerstag wanderten wir im frisch gefallenen neuschnee zu einem hofladen mit kaffee (meinte café) und schafften es tatsächlich, mit dem bus zur ferienwohnung zurückzufahren. öffentliche verkehrsmittel sind uns in deutschland nach mittlerweile über zwölf jahren schweizer öv immer ein wenig suspekt. der bus, der ohnehin selten genug fährt, kam zehn minuten zu früh (heute nachmittag war ja keine schule, da bin ich früher dran... so der o-ton des busfahrers), der anschlussbus war pünktlich und stellte auf die frage, wo wir am besten aussteigen sollten, fest, dass er uns direkt zur unterkunft bringen könne, denn er fahre die runde anschliessend sowieso. warum fragten wir uns, konnten wir diese verbindung nicht im fahrplan finden?


das schwimmbad war dann wegen fasnacht zu, das restaurant der ferienanlage bot nur noch buffet anstatt alacarte-essen. (den mitarbeitern sei das fasnachtsvergnügen gegönnt, aber mehr information wäre schon schön gewesen) über das w-lan, das gerade nur rund um die rezeption funktionierte, breiten wir lieber den mantel des schweigens. wie übrigens alle menschen, die wir in der sitzgruppe beim surfen antrafen und die nicht mal in der lage waren, einen gruss zu erwidern. anscheinend ist die totale absorption jedweder aufmerksamkeit durch das internet nicht alleine ein problem der jüngeren generation.

am freitag besuchten wir noch den triberger wasserfall, den angeblich höchsten oder immerhin neunthöchsten oder auch nur elfhöchsten in deutschland. leider nur den unteren teil, denn der obere, der uns auch einen etwas grösseren spaziergang rund um den ort triberg erschlossen hätte, war nämlich wegen eisglätte geschlossen. die sieben euro eintritt hatten wir trotzdem bezahlt... immerhin hatten wir an dem tag schon ein ersatzprogramm, nämlich den verpassten schwimmbadtag im solemar in bad dürrheim nachzuholen. das solemar ist tatsächlich sehr ansprechend, entspannend und die schwarzwälder kirschtorte im café im städtchen bad dürrheim tat dann ihr übriges, uns mit dem schwarzwald zu versöhnen.

ja, ja, hoorig, hoorig, hoorig isch die katz...

fazit nach fünf tagen schwarzwald: die wanderwege und die landschaft sind sehr, sehr schön - das ganze drumherum funktioniert hoffentlich im sommer besser, oder vielleicht auch lieber nicht, denn ein stück vom charme der gegend macht auch das abgelegene aus! und ja, sanfter wintertourismus mit wandern, genuss und romantik statt schnee ist/wäre wirklich nicht ganz übel. 



Freitag, 9. Februar 2018

unser gemüse heute


lauch, rüebli, zwiebeln, randen, knoblauch, wirsing, sellerie, kartoffeln, nüsslisalat, kürbis, federkohl.

Sonntag, 4. Februar 2018

bagno popolare

gestern endlich habe ich es mit der tochter zusammen geschafft, das öffentliche thermalwasserbecken im bäderquartier in baden auszuprobieren. vielleicht ist der samstagnachmittag nicht der geeignetste zeitpunkt zum baden im improvisierten becken, das auf einem öffentlichen platz in der stadt steht, der zudem an einem frequentierten spazierweg liegt. 


wenn man aber mit den bemerkungen der spaziergänger zur wasserqualität (warm? kalt? nass? ) leben kann, dann geniesst man das knapp vierzig grad warme wasser der thermalquelle "heisser stein" unter freiem himmel völlig kostenfrei. 


zunächst benutzt man die umkleiden, improvisiert aus alten schranktüren des abgebrochenen thermalbads von otto glaus.


 dann geht es ins thermalbecken.

natürlich ist das öffentliche bad auch eine art statement zu den sich hinziehenden planungen rund um das hoffentlich in den nächsten jahren entstehende bottabad, das das badener thermalwasser endlich wieder in grösserem rahmen nutzbar machen würde. aber könnte parallel dazu nicht vielleicht auch ein öffentliches bad, wie es in baden lange tradition hat, das vor sich hin sprudelnde 47grad warme einer breiten öffentlichkeit zugänglich machen?


 das wasser ist zwar nicht amtlich überwacht, aber schön warm und für alle da, so wie es poggio bracciolini in seinem brief aus den bädern zu baden, mitten in den wirren der kirchenspaltung 1416, schildert: „Nicht darum, gemeinsames Gut zu teilen, geht es hier, sondern darum, Gemeingut werden zu lassen, was verteilt ist“.


und wer mag, kann hier nachrichten und beiträge (auch finanzielle) für die bagni popolari hinterlassen.


so schön wie auf den bildern war das wetter gestern auch hier in baden leider nicht, sie stammen vom silvesternachmittag, an dem die tochter gemeinsam mit einer freundin das bad einem ersten test unterzogen hat, und wurden vom sohn fotografiert, dem ich hier wieder einmal für die grosszügige zurverfügungstellung seiner fotos danke! 

Mittwoch, 31. Januar 2018

letzte hexagöner und mein erster 12telblick


die kleine probe vom ersten versuch mit gefilzten sechsecken hat mir so gut gefallen, dass sie gleich zur grundlage einer tasche machen musste. lustig, wie die vorbereiteten ösen für die gurte an der tasche eigentlich auch sechsecke ergeben. und in der wäscheschleuder sieht die tasche aus wie ein fussball!


deshalb schicke ich heute meine (fast) fertige beuteltasche zum mustermittwoch bei müllerin art.

und irgendwie habe ich das gefühl, dass ich noch nicht ganz fertig bin mit den sechsecken.  auf meiner wunschliste stünde nämlich noch das sechseckige geflecht, auch als verrückte flechtung (mad weave) oder "zerbrochener reis" bekannt, bei dem ich immer noch nicht weiss, wie man es flechten muss. es ergeben sich dann kleine rauten, die jeweils als dreiergruppe eine auf die spitze gestellte würfelprojektion ergeben, ähnlich der schon hier gezeigten, aber eben unendlich wiederholt. - sechseckig. (die würde dann schon wieder zu den kleinteiligen mustern gehören... also kleinteilig in filz.)

ausserdem habe ich endlich einen blick entdeckt, den ich gerne durch das kommende jahr verfolgen möchte. im vergangenen jahr habe ich ja jeden monat einen einsatz auf dem biocò-bauernhof gemacht und mich ungefähr ab mitte jahr geärgert, dass ich das nicht zum anlass genommen habe, beim 12tel-blick einzusteigen.
der 12telblick ist eine idee von tabea heinicker - ein jahr lang, jeden monat den gleichen blickwinkel einnehmen und schauen, was für veränderungen sich ergeben. veränderungen, die man vielleicht so garnicht wahrnimmt, wenn man den vergleich nicht hat. jedenfalls dann nicht, wenn man denselben ausblick tagtäglich vor der nase hat.
so einen blickwinkel habe ich mir jetzt ausgesucht. so ungefähr von der mitte der werkstatt aus fotografiert: arbeitstisch und schreibtisch, aber auch den ausblick aus dem fenster auf das gegenüberliegende limmatufer und ein lustiges grünes industrieüberbleibsel.


 äh ja und damit ich beim nächsten mal nachschauen kann, wo ich gestanden habe, muss ich leider auch dieses foto posten. note to myself: fotophon benutzt, brusthoch gehalten, brennweite im fotoprogramm nicht verändert.


Samstag, 27. Januar 2018

kleines eröffnungsfest in der werkstatt!

so, türe auf und hereinspaziert!


per mail und blog hatte ich eingeladen um am freitagabend ein bisschen die neue werkstatt zu feiern.
es kamen keine massen, aber dafür einige liebe menschen, die mir allesamt viel glück wünschten, ein glas prosecco mit uns tranken, kuchen assen und sich die dinge in der werkstatt erklären liessen. schön war auch der spontane besuch von nachbarn aus der autowerkstatt und vom baustück, die einfach mal schauen kamen.
danke auch all denen, die mir per mail oder kommentar oder sonstwie ihre guten wünsche zukommen haben lassen!

unser gemüse gestern


wegen missratenem und dann halt noch mal gebackenem kuchen und ateliereröffnung fiel mir erst ganz spät am abend ein, dass wir gestern ja auch noch gemüse bekommen haben - darum erst heute und auch schon wieder ein bisschen gefleddert, will heissen, es fehlt eine tüte nüsslisalat, der schon den weg in die küche gefunden hat:
wirsing, pastinaken, sellerie, randen, rüebli, kartoffeln, zwiebeln, knoblauch, lauch. joa, winter halt, aber lecker. und muss für zwei wochen langen. naja, salat müssen wir sicher wieder zusätzlich besorgen.

Mittwoch, 24. Januar 2018

januarmuster: sechsecke

das januarthema des mustermittwoch, sechsecke, hat sich als überaus produktiv erwiesen. nicht nur in form von papierfaltungen, sondern auch einmal im filz.
dabei fing alles als spielerei an, indem ich ich aus vorfilz ein paar sechsecke ausschnitt, zu einem grösseren sechseck arrangierte und damit einen netten kleinen erfolg verzeichnete.


mein forschergeist war geweckt! wie viele sechsecke braucht es, wenn man diese form um eine weitere runde erweitert (19 stück!)? lassen sich dann wieder in der grossen form glatte seiten mit einfachen abschnitten von sechsecken erzeugen (geht nicht, es braucht dann verschiedene formen)

für einen grösseren filz stellte ich dann auch den vorfilz für die sechsecke selbst her.


ein sechseckiger filz stellt nämlich ein bisschen spezielle anforderungen, damit er nicht nur masshaltig wird, sondern auch alle ecken einen 120grad winkel bekommen.
überhaupt! woher nehme ich jetzt einen passenden winkel? zuhause hätte ich ein geodreieck gehabt, aber nun arbeite ich in meiner werkstatt und musste ein bisschen improvisieren - zum glück hatte ich ja schon letzten mittwoch das falten der sechsecke geübt und konnte mir aus einem flipchartpapier einen winkel falten!


hier kann man schon mal die beiden ergebnisse anschauen. der erste kleiner filz wirkt eher wie ausgeschnitten, der zweite, grössere, lässt die sechsecke auf dem hintergrund erscheinen wie ein abgeschlossenes ornament.

ein bisschen ausholen muss ich jetzt aber schon noch wegen den besonderen anforderungen der form:
filz entsteht durch die fortschreitende verkettung und verdichtung von fasern, meist wollfasern, im filz- und walkprozess. dabei schrumpft das werkstück nicht unerheblich, bis zu einem drittel oder mehr. wenn alle wollfasern völlig durcheinander lägen, wäre diese schrumpfung maximal gleichmässig. da das verwendete material, die schafwolle, aber fürs filzen aufgelockert und vorbereitet werden muss, indem sie gekämmt wird, liegen die fasern mehr oder weniger in eine richtung. in dieser richtung ist die schrumpfung aber grösser als quer zu ihr.
um eine gleichmässige schrumpfung zu erreichen, legt man die wolle deshalb in zwei richtungen aus, um 90 grad versetzt, bei rechteckigen stücken erhält man so eine gleichmässige schrumpfung parallel zu beiden seiten.
nun treffen die seiten eines sechsecks aber nicht im 90grad winkel sondern im winkel von 120 grad aufeinander. das sechseck hat damit 3 parallele seitenpaare und wenn es gefilzt gleichmässig schrumpfen soll, dann muss in drei lagen jeweils parallel zu diesen seiten ausgelegt werden, jeweils um 60grad gegeneinander versetzt.
trotzdem sind die ecken immer ein bisschen widerspenstig!


aber es geht weiter mit den sechsecken!


eine würfelprojektion im sechseck ist der nächste versuch.
(die schlechte qualität der fotos bitte ich zu entschuldigen... sie sind alle mit dem fotophon gemacht, aber das wetter und die sonne spielen zur zeit ja nicht so recht mit!)

Sonntag, 21. Januar 2018

alltag und wochenende

"der alltag fliesst dahin und lässt mir kaum schreibzeit." schrieb neulich das nuf und wunderte sich, wie andere das machen, stetig und immer hochwertige texte zu produzieren.  ich wundere mich auch, und auch noch darüber, wie der alltag stetig anlass zu texten gibt.

ja, auch hier fliesst der alltag und neben oder wegen oder trotz der eigenschaft, jede kleinste ritze an zeit mit alltäglichem auszufüllen, liefert er mir auch selten etwas, was ich an und für sich als bloggenswert betrachten würde. vom 5. (wmdedgt bei frau brüllen, wo ich eigentlich so gut wie nie mitmache) oder dem 12. (12 von 12 bei draussen nur kännchen, wo ich gerne öfter mitmachen würde, aber manchmal sind das dann so tage, an denen sie mein alltag auch nur bedingt etwas angeht, weil es halt auch nicht immer nur mein alltag ist, sondern auch andere menschen daran beteiligt) mal abgesehen, stelle ich mir immer wieder die frage, was soll von meinem alltag hier stattfinden, und was langweilt dann doch nur noch. und was will ich auch überhaupt so mit ihnen teilen, siehe oben?

und wenn es dann etwas aussergewöhnliches gibt, dann habe ich auch schnell das gefühl, darüber jetzt aber wirklich genug geschrieben zu haben - momentan geht es mir mit dieser atelier/werkstattsache so, ich freue mich immer noch, dass ich jetzt so einen schönen passenden raum in einer so coolen umgebung gefunden habe, und werde mich auch in absehbarern zeit nicht so schnell aufhören zu freuen - aber wie lange sollen sie sich das im blog noch anhören müssen?

andererseits ist das ja hier mein internettagebuch, und sie könnten ja theoretisch einfach übermorgen oder nächsten monat wiederkommen und mal nachschauen, ob sich das jetzt gelegt hat, mit der werkstatteuphorie.


führt das hier irgendwohin? (und das bild ist auch nur ein lückenfüller, wenn auch ein schöner aktueller, denn endlich, endlich blüht meine geburtstagsamaryllis!)

nein vermutlich eher nicht. und wahrscheinlich komme ich ja auch nur deshalb auf diese gedanken, weil wir gestern und heute seit langem, langem, langem ein völlig unverplantes wochenende hatten. wir eltern hatten keine termine, die tochter nicht, und auch die beiden fast erwachsenen söhne hatten nichts vor. (das bin ich so derart nicht gewöhnt, dass ich gerade beinahe nochmal leicht panisch nachgeschaut hätte, ob nicht die tochter doch einen termin verpasst hat, vielleicht einen ministranteneinsatz?)
wegen sturm in der vergangenen woche und wegen zwar deutlich schwächerem sturm in der nacht von samstag auf sonntag und angesagten massenhaften schneefällen kam glücklicherweise auch niemand auf die idee, in die berge zu fahren. man hört von sagenhaften schneemassen, aber irgendwie interessiert mich das in diesem jahr nur sehr bedingt. ich weiss nicht einmal so recht, ob ich wirklich skifahren mag.
anstattdessen haben wir hier im historischen museum eine ausstellung zum thema kino in baden angeschaut (wir waren sogar eine stunde vor öffnung des historischen museums da und mussten noch einen kaffee trinken gehen bei frau meise) und einen abend mit einer grossen monopoly-runde verbracht, waren im thermalbad und haben gepuzzelt, der grosse sohn hat brötchen geholt und zwetschgen-crumble gebacken. und dazwischen war zeit zum lesen und bloggen, zum faulenzen und nicht fotografieren.
aber ein bild aus dem alltag habe ich ihnen noch, entstanden irgendwann währen der letzten woche. und ich schwöre ihnen, der faden lag ganz genau so einfach auf der anrichte.


manchmal ist der alltag auch ganz überraschend eher so etwas wie kunst. oder er erschafft kunst. oder auch nicht, sie können das jetzt auch sehen, wie sie es wollen.

Freitag, 19. Januar 2018

einladung zur werkstatt-eröffnung


Es ist so weit:
die Regale und Filztische stehen, die Wolle ist eingeräumt und Anfang der Woche habe ich schon mit den ersten Kursteilnehmern ausprobiert, wie es sich im neuen Raum arbeiten lässt.
Am  

Freitag 26.1.2018 

wollen wir aber auch noch ein bisschen feiern! Kommt doch vorbei, schaut Euch um und stosst mit mir auf den Erfolg der Werkstatt für Handfilz und Filzkurse im Oederlin Areal an!

(Für Einladung und Anfahrtsbeschreibung einfach eine kurze Nachricht per Mailformular oder auf der filzquadrat-Seite unter wer & wo!)

Donnerstag, 18. Januar 2018

ein nachtrag zum mustermittwoch: sechsecke falten

der mustermittwoch ist für mich immer eine schöne anregung, mich mal mit dingen zu beschäftigen, die ich sonst eher nicht mache. und manchmal auch mit dingen, die ich sonst auch mache. im januar heisst das thema hexagons - oder auch sechsecke. 

etwas geometrisches also, was ich ja ohnehin öfter mache. als allererstes fiel mir natürlich die zirkelmethode ein, um ein sechseck zu konstruieren. andererseits reizte mich aber die flinke methode der frau müllerin, ein hexagon zu falten (und zu schneiden). also habe ich es gestern abend ausprobiert. oder vielmehr ausprobieren wollen. natürlich zuerst den text nicht gelesen und mit quadratischem faltpapier begonnen. das ging dann mal total daneben. denn michaela hat für ihre faltschnitte das format 6cm x 5,5cm benutzt, ein rechteck mit ganz leicht unterschiedlichen seiten also. hätte ich das auch getan, hätte es bei mir auch funktioniert (auch bei 12x11 oder 3,6x3,3 oder bei allen proportionalen verkleinerungen oder vergrösserungen). 
weil ich aber der kinder halber grössere mengen quadratisches faltpapier besitze und zu faul war um davon was abzuschneiden und ausserdem ein - wie man hier in der schweiz sagt - düpflischiesser sein kann, habe ich mich erst mal beschwert. und dann eine andere anleitung gesucht. und im sinne der konstruktiven kritik kommt hier nun mein beitrag zum sechsecke falten:
 

und so gehts: quadrat halbieren. das gefaltete rechteck im 90gradwinkel wieder halbieren. wieder auffalten und beide kurze seiten auf den mittelfalz falten. wieder öffnen. nun eine gefaltete ecke entlang der mittelfalte so hochfalten, dass sie auf die viertellinie zu liegen kommt.


die zweite seite wird auf die entstandene faltkante gefaltet. dann muss man die schneidepunkte markieren. dazu einfach die kürzeste ecke auf beiden seiten anzeichnen (geht auch durch kniffen) und abschneiden. einschneiden und dabei aufpassen, den äusseren rand nicht zu zerschneiden.


gäbe dann das.


beim rechteck funktioniert das genauso. man muss nur darauf achten zuerst sie lange seite zu halbieren. je ungleicher die beiden seiten vom rechteck übrigens sind, desto mehr abfall bekommt man.

und man kann ruhig mutig wegschneiden, das maximale wäre sozusagen der illusionistische würfel.
ein paar schöne hexagons hat es auch noch gegeben, aber bevor ich die ihnen zeige, müssen es noch etwas mehr werden.


mit wolle habe ich heute morgen experimentiert, das ist aber auch noch nicht wirklich fertig! ich komme jetzt hinterher wie die alte fasnacht, aber schneller gings leider nicht!

Freitag, 12. Januar 2018

zwölf vom zwölften januar (featuring unser gemüse von heute)

den vormittag erspare ich ihnen, da habe ich zuerst gefrühstückt und dann von oben nach unten die wichtigsten hausarbeiten erledigt, zum mittagessen gab es unfotogene bohnensuppe, aka eisenshot für die unterversorgten und darum lassen sie uns beim kaffee beginnen. 


 naja, milchkaffee und restegutsle aus der dose direkt.


 da steht nämlich schon mein gepackter rucksack für den nachmittag, es geht aber nicht auf eine wanderung.


 beim kaffeetrinken noch den grossen sohn in der aktuellen stadtbroschüre entdeckt. der auftrag hat ihm grossen spass gemacht, das sieht man ihm direkt an, essen und fotografieren, macht er beides gerne!


kurz schwanke ich, ob ich nicht doch besser noch den schreibtisch aufräumen soll, aber was solls, das durcheinander ist nachher auch noch da. dann mache ich mich auf den weg ins atelier. eigentlich mag ich garnicht dauernd atelier sagen, werkstatt fände ich viel besser, aber irgendwie hat sich das hier eingebürgert, weil ich einen atelierraum gesucht habe und jetzt heisst das einfach so. wie ändere ich  das jetzt?


 wie immer habe ich noch ein paar ergänzungen im rucksack gehabt, unter anderem eine auswahl an teebeuteln, der leckere zitronenverbenentee, den ich von einer kursteilnehmerin zu weihnachten bekommen habe, geht schon zur neige!


und eine lösung für den zuerst nur tröpfelnden, dann aber wild um sich spritzenden wasserhahn. schlauchverlängerung plus so ein siebeinsatzteilchen, jetzt ist es endlich gut! wasserhahn in sechs teilen: hahnverlängerung, ein stück rohr von innen- auf aussengewinde (oder andersrum?), der hahn!, reduzierstück, schlauchverlängerung, perlator. naja, installateure würden vermutlich den kopf schütteln, aber wer gerne mit lego spielt, baut auch sowas.


 der bereich bewirtung wäre auch ergänzt. es gibt tee in verschiedenen geschmacksrichtungen und wasser.


 bis die ersten besucher kommen, die haben eine flasche prosecco und lecker knabbereien mitgebracht und wollen mit mir auf das neue atelier  die neue werkstatt anstossen! eröffnung kommt dann ja erst noch, aber ich freue mich so über meine ersten besucher, die den weg gefunden haben! 


 später kommt noch die tochter vorbei. und besieht sich vom balkon aus die limmat.


 ich nutze noch ein bisschen die ruhe und richte das material für montag appetitlich an.


 und spüle ab und räume auf.


zuhause erwartet mich das gemüse. kürbis, lauch, kartoffeln, rüebli, randen, wirsing, sellerie, zwiebeln, knoblauch. es fehlen bereits, weil sie kai in die küche begleiten durften eine stange lauch und der nüsslisalat. zum abendessen gibt es leckere lauchspätzle, ein skihüttenessen, das aber gut zu meinem hunger passt.
und jetzt ab aufs sofa. blöd nur, dass wir auf die neue folge von designated survivor warten müssen!

so, dass waren meine zwölf bilder vom heutigen tag, was die anderen so fotografiert und zu erzählen haben, sehen sie wie immer dort bei caro, der ich gerne noch gute besserung zurufen möchte!