Mittwoch, 28. Januar 2015

ghüslet

schon lange schaue ich jeden mittwoch beim muster-mittwoch der frau müllerin zu. bei der frühlingspost hab ich mal mitgemacht, aber noch nie beim mustermittwoch. nun sind in diesem januar häuser (oder ganz allgemein bauwerke) das thema und das werkte dann doch in meinem kopf.

ausgangspunkt war dabei das schweizerdeutsche wort für kariert - "ghüslet", also gehäuselt, heisst das hier ja, was ich mit meiner textilarbeit meistens mache. aber auch das karopapier ist einfach ghüslet. das hat in mir immer schon heimlich so eine art widerspruch hervorgerufen, denn häuser sind ja wohl selten einfach so quadratisch, wo bitte bleibt da das dach?


ich wollte ein wirklich gehäuseltes muster machen, das aber auch noch dem schweizerdeutsch "ghüslet" nicht zuwiderläuft. also kariert mit häusern.


 dabei bildet nun entweder ein haus oder vier dächer je ein karo.


mit roten dächern und abstand.


oder einfach nur blau und mit überlappungen.

fazit: ich hatte grossen spass am mustermachen - was ich so seit meiner filzausbildung nicht mehr gemacht habe. danke für die anregungen, liebe michaela! 


Dienstag, 27. Januar 2015

schal in flechtengrün

die am häufigsten auf pinterest weitergepinnten bilder aus meinem blog stammen aus einem post von der herstellung eines meiner ersten geflochtenen schals. auch ich habe immer wieder nicht nur freude an dieser teilweise ziemlich meditativen arbeit, sondern auch an den schönen bildern, die bei dieser arbeit entstehen können.

 nun bin ich seit ein paar tagen dabei, neue schals für die demnächst anstehende ausstellung in erlinsbach zu filzen. heute war dann endlich mal wieder so schönes wetter, dass ich auch fotografieren konnte und euch die herstellung eines solchen schals zeigen kann.


zuvor habe ich schon einen vorfilz hergestellt, in diesem fall aus einem kammzug aus der spinnwebstube, der je zur hälfte aus blue faced leicester und bambusfasern bestand. 


 dann habe ich streifen aus wolletamin geschnitten.


 noppenfolie und gazevorhang drunter, dann kann es auch schon losgehen mit dem flechten.


 der meditativ rhytmische teil der arbeit.


 fast fertig geflochten.


 angefilzt.


 schon ziemlich verfilzt.


fertig gefilzt und zum trocknen auf die lauwarme heizung gelegt.

Sonntag, 25. Januar 2015

fleissiges wochenende

ein wochenende ohne grosse pläne, aber vielleicht gerade deshalb doch ziemlich ergebnisreich:

- zwei neue kochrezeote ausprobiert, am freitag spinat-kartoffel-lachs-waffeln im schon nicht mehr so ganz neuen belgischen waffeleisen und am samstag huhn mit zwei zitronen, das allerdings ohne bilder.


- samstag und sonntag draussen gewesen, einmal ohne kinder um den flachsee gelaufen und mit der tochter im schnee den berg hinauf gelaufen und mit dem schlitten wieder runter gelaufen/gefahren.


dabei hatten wir das glück auf einem völlig unbegangenen weg unterwegs zu sein und so konnten wir die spuren vieler tiere verfolgen und uns überlegen wer hier wohl von wo nach wo unterwegs war...


- am sonntag hab ich dann noch den bastelwahn bekommen und habe zuerst eine lightbox zum fotografieren gebastelt...


und danach noch ein verunglücktes stricknadeletui gerettet.


und das lustigste ist, dass ich eigentlich nicht das gefühl habe, an diesem wochenende allzuviel gemacht zu haben...

Freitag, 23. Januar 2015

unser gemüse heute


grünkohl, lauch, kartoffeln, rüebli, rande, knoblauch, bodenkohlrabi, sellerie.
sieht irgendwie nach eintopf aus.

Mittwoch, 21. Januar 2015

spezieller kinderfilzkurs


am nächsten mittwoch, 28.1.2015 möchte ich innerhalb meiner kinderfilzkursreihe ein experiment machen. alle anwesenden kinder sollen die möglichkeit haben, sich mit hilfe einer kardiermaschine ihre lieblingswolle zu mischen und anschliessend eine einfache filzarbeit daraus anzufertigen. 

mein vorschlag wären einlegesohlen für gummistiefel - hier gab es aber auch schon andere wünsche und so lasse ich das thema ganz frei!

nur eines noch: die teilnehmerzahl ist für diesen kurs auf 5 kinder beschränkt... also schnell anmelden!
(25 franken kursgebühr - kursort: primarschule ennetbaden, tw-zimmer)

Dienstag, 20. Januar 2015

lieferfahrt


das gemüsefeld auf dem biocò-hof war heute mit ein bisschen schnee überzuckert - und auf dem weg auf den hof hat man den schnee auch unter den reifen des autos gemerkt. glücklicherweise war schon alles geerntet, so dass ich mich zusammen mit einem zweiten biocò-genossen gleich ans rüsten und verpacken der gemüse machen konnte.
zuerst haben wir dazu kistenweise grünkohl/federkohl von braunen blättern und langen strünken befreit, dann kartoffeln, karotten, sellerie, randen, bodenkohlraben, lauch, knoblauch und eben den grünkohl auf 20 körbe verteilt. einen teil hat er, einen teil ich mitgenommen. weil wir aus verschiedenen himmelsrichtungen angereist waren, blieb mir heute ein teil der liefertour erspart. ich musste dann nur noch 13 körbe zu zwei verteilstellen fahren.



mit diesem einsatz habe ich sozusagen mein biocò-arbeitsjahr begonnen. der jeden freitag (beziehungsweise zur zeit alle zwei wochen) gezeigte gemüsekorb ist ja nicht einfach ein gemüseabonnement, sondern teil unserer mitgliedschaft bei der gemüsekooperative biocò.
eigentlich ist sowieso fast nur die regelmässige lieferung des gemüses gleich wie bei einem herkömmlichen gemüseabonnement.
weil wir gemeinsam unser gemüse anbauen gibt es zum beispiel keine festgelegten mengen - geteilt wird, was wir an gemüse erwirtschaftet haben - oder eben nicht. die einzelnen genossenschafter, die gleichzeitig gemüseabonnenten sind, teilen sich auf diese weise das risiko. und die arbeit: denn zusätzlich zu dem geldbetrag für das gemüseabonnement müssen wir biocòs auch noch arbeitseinsätze auf dem feld, beim verteilen oder auf anderen gebieten leisten. auch gibt es keine spezialabonnemente, verteilt wird, was angebaut wurde und gewachsen ist. klar können wir darauf einfluss nehmen - an der generalversammlung wurde auch über den anbauplan abgestimmt, den der bauer des geisshofs aufgestellt hat. aber es gilt halt auch die besonderen gegebenheiten des hofes und der gegend in der wir anbauen zu berücksichtigen - will heissen: spargel wird es bei biocò wohl nie geben - und auch ein paar andere sachen nicht. nicht zuletzt ist der anbauplan auch eine sache von vielen menschen, knapp fünfzig abonnemente sind gelöst und wenn der gemeinsame nenner nicht nur aus rüebli, kartoffeln und salat bestehen soll, braucht es schon auch die toleranz der nicht-sellerie-esser (oder der nicht-so -viel-sellerie-esser...).
ich selbst habe heute kein gemüse mit nach hause genommen - weil wir erst am freitag wieder beliefert werden, wenn es nicht mehr schneit, dann gibt es auch für uns lauch und grünkohl. darauf freuen wir uns hier gerade ein bisschen, und aufs frühjahr, wenn es wieder losgeht mit wirklich frischen gemüsen!

Dienstag, 13. Januar 2015

12/1/15

ja, schon klar, der zwölfte war gestern. und von gestern sind auch meine zwölf bilder. nur hat das mit dem hochladen auf den blog nicht mehr geklappt am späteren abend gestern und als ich das heute morgen nachholen wollte, war mein telefon weg. mit dem gemahl zur arbeit gefahren, dafür hatte ich seins. hahaha.
aber gestern also: 


 frühstückstoast mit aufhängeloch.


 auftragsmüsterle.


 ja, tulpen hier. baum weg. nur noch die sternsinger lungern auf der fensterbank rum, siehe oben.


 buchvortrag der tochter anhören.


 kommt da jetzt bald mal was?


 uiuiui, schon wieder sonnenuntergang.


pastinaken vom dreck befreit. 


gewürfelt, gewürzt und auf dem weg in den ofen.


 teig für unter die pastinaken. die pastinaken-roquefort-quiche war lecker. fotos davon gibts auch, aber auf einem anderen fotoapparat. da suchte ich noch das kabel.


 später am abend die verleihung des goldenen bloggers. im livestream gesehen und sogar abgestimmt. ich freu mich vor allem für frau nuf, isabel bogdan und herrn buddenbohm. nebenbei hab  ich aber auch noch ein paar spannende sachen von jenseits des gartenzauns mitbekommen. zum beispiel das.


parallel zur preisverleihung mit dem mann die urlaubspläne überarbeitet.


na dann, gut nacht!

mehr 12er gabs gestern dort

Sonntag, 11. Januar 2015

übers wochenende

...war ich mit tochter und mann seit langem mal wieder griechisch essen.

...waren der mann und ich alleine in der grossen stadt unterwegs und haben uns eine kurzweilige ausstellung im museum bellerive angeschaut.


Reto Leibundgut
Millefleurs; Wolle, Stramin, Stoff, Holz, 2011; courtesy Reto Leibundgut, Photo © beim Künstler -

 "durch die blume" setzt sich mit dem gestalterischen motiv der blume auseinander - auf textilien, papier, keramik, glas und so weiter. spannend macht die ausstellung die konfrontation der kundig dargestellten dekorativen verwendung mit werken, die sich künstlerisch dem motiv der blume annehmen.

Ursula Palla
flowers I; interaktive Videoinstallation, 2003–2005; courtesy Ursula Palla, Photo © bei der Künstlerin 
  
 ... waren der mann und ich anschliessend noch einfach so in der grossen stadt unterwegs - ohne grosse pläne und ziele, bis wir müde am spätnachmittag wieder in den zug stiegen.



... war die tochter mit einer freundin in der schokoladenfabrik, hatte am abend viel zu erzählen und logischerweise statt hunger auf abendessen bauchweh. alles andere wäre aber auch indiskutabel gewesen!

... waren wir heute bei absolutem sauwetter an unserem hausgewässer spazieren und haben es genossen, auch wenn es nachher toll war, die klatschnassen klamotten loszuwerden.

Freitag, 9. Januar 2015

unser gemüse heute (und global gesehen: auch morgen...)


zuckerhut, muskatkürbis, rande, sellerie, zwiebeln, knoblauch, pastinake mit dreck (oder dreck mit pastinake?) rüebli, kartoffeln - keine grosse offenbarung, muss für zwei wochen langen.


plus eine ausgabe der zeitschrift des bioforum schweiz "kultur und politik" - mit einem artikel über unserer gemüsegenossenschaft. da wird nochmal das ganze letzte jahr erzählt, wie die genossenschaft entstand und mit welchen schwierigkeiten wir zu kämpfen hatten...

nun läuft zwar momentan alles ganz gut auf dem hof und auch rundherum, ein paar mitglieder mehr würden aber auch nicht schaden... wer also interesse an wirklich regionalem, wirklich saisonalem gemüse aus biologisch-dynamischer wirtschaft hat, ist herzlich eingeladen arbeit und gemüse mit uns zu teilen!
warum wir uns für biocò entschieden haben, was das bedeutet und wie wir damit zurecht kommen könnt ihr hier nachlesen.  und wer das gemüse übers jahr, was wir daraus gekocht haben und wie es uns damit ging sehen will, sucht unter dem tag biocò. und dann sehen wir uns vielleicht bald auf dem gemüsefeld?
ach, eins noch: ein kleines filmchen über die biocòs, hier zu sehen. aber spätestens jetzt sind sie überzeugt, oder?



Mittwoch, 7. Januar 2015

filzwelten .... neu ins erlinsbach


damit die listen auch sicher nicht kürzer werden habe ich mich gestern mit den filzwelten-frauen getroffen, um einerseits unser neues ausstellungslokal zu besichtigen und andererseits werbung und organisation der ausstellung aufzugleisen.
gleich heute morgen dann habe ich aus dem ausstellungsflyer ein plakat gebastelt. wer mehr informationen über die ausstellung haben möchte, besucht mit vorteil den filzwelten-blog: hier entlang bitte!

Dienstag, 6. Januar 2015

willkommen 2015!


als anerkannte planungsfreundin mit hang zum listen- und zettelschreiben fällt es natürlich mir zu, die verschiedenen innerfamiliär genutzten kalender anzuschaffen, auszufüllen und zu pflegen. neben einem familienkalender, der in der küche hängt, möglichst viele familientermine, ferien und so weiter enthält und für alle einsehbar ist, gibt es da noch den virtuellen familienkalender, der vor allem für die terminabstimmung unter den erwachsenen und beinahe erwachsenen dient - oft auch dazu, betreuung und fahrdienste der tochter zu koordinieren.
und meine ganz persönliche agenda*, die viel mehr ist als ein terminkalender:
hier behalte ich den groben überblick über das jahr und plane, wann ich an was arbeiten kann und sollte.
hier notiere ich gelesene bücher, gesehene filme und gehörte hörspiele/bücher.
hier dokumentiere ich entworfenes, gefilztes, gestricktes, gesponnenes und genähtes.
hier sammle ich ideen, schwimmkilometer, dinge über die ich mich gefreut habe.

bisher leider nur sporadisch. für 2015 habe ich mir vorgenommen, das regelmässiger zu tun. jeden sonntag ein blick zurück auf die vergangene woche und wenn möglich am abend ein kleiner blick zurück auf den tag, das wäre schön. vielleicht mit doros spezialkalender? aber eigentlich finde ich es sehr schwierig, einen tag als gut oder schlecht zu klassifizieren, also vielleicht doch nicht. vielleicht mag ich doch lieber jeden tag etwas festhalten worüber ich mich gefreut habe. mal schauen.
oder so eine liste, in der dann nach einem partizip perfekt jeweils dinge aufgelistet sind, die man getan hat.
überhaupt, listen. über frau jademond bin ich darauf gestossen. eine hundert-punkte-liste für das neue jahr. kann man so was machen? und soll ich da dann auch die sachen draufschreiben, die ich sowieso jedes jahr mache, zum beispiel tomatenpflanzen? oder nur dann wenn ich schreiben kann "mehr tomaten pflanzen"? momentan bin ich bei nummer 32 angelangt, vielleicht fällt mir ja noch das eine oder andere ein.
eine sache möchte ich angehen: ich will 2015 wieder mehr schwimmen und habe mir dazu ein kilometerziel gesetzt. 50 kilometer sollen es werden, wann ich die erreichen werde, darauf bin ich schon noch gespannt. normalerweise schwimme ich einen kilometer pro schwimmbadbesuch, manchmal auch ein bisschen mehr. also müsste ich nahezu jede woche schwimmen gehen, auch in den ferien. oder die ferienwochen kompensieren.
auch einer meiner pläne: mal wieder die organisation unseres haushalts überdenken. eigentlich läuft es ganz gut, wir haben einen putzplan durch die woche und zusätzlich unseren wochenplan fürs essen, was einkaufen und zeitplanung sehr erleichtert. so ganz genau nehme ich es dabei nicht, komme weder ich  noch sonst jemand an einem tag nicht zum putzen, dann wird das nachgeholt, wenn es notwendig ist, ansonsten bleibt auch mal was liegen bis zum nächsten termin. genauso mit dem essplan: gerichte können innerhalb der woche verschoben werden, oder auch mal auf die nächste woche, aber für das was auf dem plan steht sind wir nach dem grosseinkauf gerüstet und ich muss mir nicht jeden morgen gedanken machen, was es heute zum essen geben soll.
was im letzten jahr allerdings eher liegengeblieben ist, sind die grösseren sachen: fensterputzen, schränke aufräumen, entrümpeln und so weiter. da müsste noch mehr system sein, aber wie weiss ich auch nicht.
das wären also schon mal drei vorhaben für 2015. die restlichen 97 (oder 29) erspare ich ihnen. aber die tomaten sind auch drauf.

und sie so? haben sie pläne? vorsätze? schon gebrochen? oder gleich ganz über bord geworfen? 




*ich benutze dafür einen taschenbegleiter, der mir im vergangenen jahr sehr ans herz gewachsen ist. kalender und adressbuch sind ein muss, zusätzliche hefte ein plus und mehr und mehr bastele ich mir auch meine eigenen einlagen dazu....

Sonntag, 4. Januar 2015

ferienrückblick

 
zwei wochen weihnachtsferien dicht gepackt mit vielen kleinen dingen: die tage vor heiligabend nutzten die tochter, der mittlere und ich zum entrümpeln und aufräumen. heiligabend dann sehr entschleunigt mit vielen geschenken. über die weihnachtstage bei den grosseltern bei zuerst noch warmem wetter, dann mit schnee. auf der rückfahrt der schon fast traditionelle besuch im musem ritter in waldenbuch. zuhause dann viel schnee und zuerst auch sehr kalt, schlitteln vor der haustüre und schöne schneespaziergänge. zu silvester besuch aus der alten heimat, auch wieder ganz ruhig und schön, auch weil der besuch noch den neujahrstag im schnee mit uns verbracht hat. noch ein museumsbesuch nur mit der tochter in seewen im musikautomatenmuseum. ein lustiger abend mit lieben nachbarn, beide familien vollzählig! am sonntag die tochter als sternsingerin, wie sie in der kirche sehr schön vorliest. unspektakuläre, aber schöne ferien, ich schwankte immer mal wieder zwischen: toll, der schnee gleich zuhause, wozu wegfahren und dem gefühl, in den ferien müsse man ausflüge machen.

Montag, 29. Dezember 2014

handarbeiten und geschenke


 jetzt, da weihnachten vorbei ist und die geschenke ausgepackt, kann ich dann endlich auch zeigen, woran ich hauptsächlich im dezember gewerkelt habe.


zum einen das grosse patchworkkkissen für die eltern, die dringend ein neues kissen brauchten, ein alltagstaugliches, auf dem man auch mal ruhen kann. ich muss sie jetzt nur noch davon überzeugen, dass sie das dann auch tun. das kissen misst 60 cm im quadrat, ist komplett aus baumwollstoffresten und der patchworkteil ist mit dickem baumwollmolton gefüttert.


zum anderen die handschuhe für die tochter, zum ersten mal fair-isle ausprobiert, mich durchgewurschtelt und tatsächlich zwei beinahe gleiche handschuhe hinbekommen. die daumenlänge ist noch verbesserbar, aber es ist einfach schwierig passende überraschungshandschuhe zu stricken.
die handschuhe wiegen zusammen 35 gramm, sind aus shetlandwolle aus dänemark, die ich in der spinnwebstube gekauft habe und ohne den kal auf ravelry wäre ich niemals auf die idee gekommen, so ein projekt vor weihnachten zu beginnen. nun habe ich nicht nur die tochter-handschuhe rechtzeitig fertig bekommen, sondern auch noch ein paar für mich begonnen ... schliesslich muss ich erstens die reste verwerten und zweitens in übung bleiben.


neben kissen und handschuhen sind noch lunchbeutel/vespersäckle für alle familienmitglieder, die regelmässig essen mitnehmen, entstanden und für den mann eine beige leinenhose, damit ich die weisse leinenhose, die ich ihm im sommer genäht habe, ab und zu mal waschen darf. nicht aus der vorweihnachtsproduktion, sondern schon länger gestrickt, aber zu weihnachten verschenkt ist der schal für den grossen sohn, in zweifarbigem doppelpatent.

Sonntag, 28. Dezember 2014

ein jahr in bildern. 2014.

 der jahresrückblick, und wieder mal ganz anders. tatsächlich habe ich für jeden monat ein bild von mir selbst im archiv gefunden. diesmal also ganz persönlich, mein jahr in bildern:


in den januar starte ich vor allem mit dem bewusstsein, dass ein grosser berg arbeit vor mit liegt. die erste ausstellung mit den filzwelten ist schon ende februar und jetzt heisst es produzieren, produzieren... parallel dazu arbeite ich an einem filzauftrag für die reformierte kirche, den ich aber ende monat abschliessen kann. gekocht wird mit einem neuen topf und ausflüge nach basel und zürich lagen auch noch drin, schnee gibt es ja nicht.


im februar gehen wir skifahren - und tatsächlich gibt es hier nur ein bild von hinten, aber das letzte mit langen haaren dafür. ich bin immer noch viel am filzen, aber mit der tochter auch beim keramikmalen und dann ist da noch die ausstellung, die erste mit den filzwelten, in lenzburg. tolle räume, mittelviele besucher, wenig verkauft.


filztechnisch arbeite ich im märz fast ausschliesslich an einem gefilzten kreuzweg. zusätzlich nehme ich an der frühlingspostaktion der frau müllerin teil und überall ist anfang, so wie es sich für den frühling gehört: ein erster aktionstag auf dem geisshof lässt unser engagement bei der gemüsegenossenschaft konkret werden und auf dem ersten spinntreffen bei rita wird die jahresaufgabe ausgegeben. wir sind lange zeit ohne internet und ohne telefon bis wir schlussendlich genervt den telefonanbieter wechseln.


 anfang april reise ich zum deutschsprachigen filzertreffen nach hohebuch und unterrichte dort zwei tage 12 frauen im herstellen von geflochtenen, gefilzten hohlkörpern. danach bleibe ich noch zum eigentlichen treffen und besuche anschliessend freunde in rothenburg. ich zeige die letzten kreuzwegbilder und so wird langsam ostern. frühlingsmärkte in freienwil und im begegnungszentrum ennetraum gleich gegenüber von zuhause stehen auf dem programm und ich koche begeistert mit den ersten bioco-gemüsen und berichte davon regelmässig im blog.


 im mai feiern wir die erstkommunion der tochter mit den grosseltern und paten. filztechnisch geht mir ein wenig die luft aus - genug gefilzt, ein bisschen wolle wird noch gewaschen, ein paar reste locker verfilzt, aber noch drängt keine ausstellung, und bestellt hat auch niemand etwas. ich nähe dafür wieder einmal ein bisschen und der garten steht ganz oben auf der todo-liste. und am ende des monats sind wir zu einer hochzeit eingeladen.


 auch im juni ist noch viel zeit für filzspielereien. zielgerichtet arbeite ich dafür an einem sichtschutz für den garten. dazu will viel stoff zusammengenäht, aber auch pfostenhalter betoniert werden. was neues ausprobieren - auch beim kochen des gemüses, ist jetzt oft gefragt. ende monat wird der grosse gefirmt, wir feiern im kleinen kreis, nur mit patin und familie.


 der juli ist der reisemonat: zuerst besuchen wir freunde aus ennetbaden im bündnerland und dann machen wir uns auf nach dresden. spannend sind beide reisen und wir sehen und hören viel neues!


 auch im august bin ich nochmal mit den beiden jüngeren kindern unterwegs, wieder im bündnerland, diesmal mit den grosseltern. dann ist die ferienzeit zuende und es geht wieder weiter mit der filzerei. eine kleine ausstellung in halten im freilichtmuseum will bestückt werden, dort zeige ich dann aber vor allem meinen kreuzweg. dafür fange ich damit an, den keller zu renovieren. neun jahre mit grünem treppenaufgang sind genug, grau, elfenbein und weisse wände bringen mehr licht! und gleich wird der keller auch von den jungs genutzt - sie beschäftigen sich intensiv mit siebdruck und johannes verkauft bags, die er mit einem selbstentworfenen sujet bedruckt hat. ach, ja und ende august sind wir schon wieder an einer hochzeit!


im september endet die ausstellung in halten, dafür steht nun die ausstellung in willisau vor der türe... ich besuche den kunsthandwerkermarkt in wettingen und verkaufe dort einige filzkurse, die gegen ende des monats starten. mitte des monats beginnen malerarbeiten im haus, zuerst werden nur das esszimmer und ein paar fenster renoviert. die kleinste wird ministrantin, der grosse bricht sich das nasenbein und ende des monats sind schon wieder ferien: die tochter schicken wir ins herbstlager, den mittleren sohn zu seiner patentante und den grossen zum arbeiten - so können wir eltern endlich mal wieder ein paar tage ganz alleine wanderen gehen!


 nach noch ein paar ferientagen bei den grosseltern starte ich im oktober in die jahresendproduktion: engel, windlichte und was sonst noch saisonbedingt gebraucht wird. das treppenhaus wird renoviert, die tochter feiert den zehnten, meine mutter den siebzigsten und wir mit ihnen. meine engel sind bei der eröffnung der spinnwegstube im fenster zu sehen und auch in den filzkursen entsteht das eine oder andere.


 im november beginnt der endpurt für die dorfweihnacht - einerseits muss ich noch filzen, andererseits gibt es viel zu organisieren. nebenbei feiere ich geburtstag und kai und ich legen neue holzböden im flur im erdgeschoss. am samstag vor dem ersten advent ist es soweit, die zweite ennetbadener dorfweihnacht findet statt - wir und viele besucher sind begeistert und zufrieden.


die dorfweihnacht ist vorbei, ich freue mich, im dezember fast ausschliesslich an den geschenken für liebe mensche zu werkeln, ich stricke, nähe, koche und backe, schreibe karten und verschicke post, das wetter ist so wenig adventlich wie nie, und einige schlechte nachrichten aus dem familien- und freundeskreis machen es uns schwer in weihnachtsstimmung zu kommen. den heiligen abend verbringen wir zuhause, trödeln mit baumschmücken und spazierengehen herum, kochen, essen, bescheren lange und besuchen die christmette, in der die beiden grossen jungs dienen. danach reisen wir nach deutschland, um die eltern zu besuchen und auch mit ihnen weihnachten zu feiern. endlich kommt der schnee - durch den wir heute nachmittag wieder nach hause zurückgekehrt sind. die letzten tage des jahres würde ich nun gerne gemütlich verbringen, mich auf den besuch zu silvester freuen und baum, kerzen und geschenke noch ein wenig geniessen.