Sonntag, 19. April 2015

sollbruchstelle oder geplante obsoleszenz?




eine ungewöhnliche kunstausstellung/kunstinstallation haben wir heute nachmittag besucht: eine liegenschaft, die zum abbruch steht, wird von zehn künstlern bespielt, anverwandelt, verändert... die so entstandenen kunstwerke verschwinden mit dem abbruch zusammen mit dem sie beherbergenden, dem von ihnen genutzten gebäude. das konzept gibt es bereits seit 2011, die diesjährige sollbruchstelle liegt an der werdstrasse 126, in der ehemaligen carosserie- und autospritzwerkstatt boffa/zimmermann in wiedikon.


auch wenn alles verschwinden wird - etwas bleibt.


um die bunten scheiben von nora steiner, die dem raum etwas fast sakrales verleihen ist es fast ein bisschen schade.


doch vergänglichkeit ist das konzept - wie auch nikkol rot und jenja roman doerig im interview auf tsüri.ch betonen.


bei jürg egli werk aus moos und kresse ist die vergänglichkeit wohl auch schon eingeplant. dem uralten moos, das egli vom dach in die halle gebracht hat, steht das frische grün der kresse gegenüber.


es könnte ebenso gut durch die dachöffnung gefallen sein. zufällig.


über den einblick in die ehemalige kompressorkammer gerieten wir mit diesen beiden älteren herren ins gespräch, die sich, wie das insgesamt sehr bunte publikum, trotz heftigstem widerspruch in sachen kunstverständnis* hier wohl zu fühlen schienen.  (* - so heftig, dass ich mir die ganze zeit überlege, ob die beiden nicht eigentlich als agents provocateurs eingesetzt waren, sie fragten einfach zu plakativ, was denn an den ausgestellten objekten nun eigentlich die kunst sei...)


wer am kommenden wochenende noch die gelegenheit nutzen will, kunst am sterbenden bau zu sehen und zu diskutieren, der findet alle informationen über das aktuelle, aber auch über vergangenen projekte auf der homepage der sollbruchstelle und dazu noch allerhand infos über die künstler, das konzept und so weiter.

ach und noch kurz zum titel: so ganz sicher bin ich mir immer noch nicht, ob es wirklich eine sollbruchstelle ist, also ein teil, das bei übermässiger belastung einer sache brechen oder anderweitig kaputt gehen soll, um das grosse ganze vor schaden zu bewahren, oder ob es sich doch um einen fall von geplanter obsoleszenz handelt, also um etwas, das geplantermassen nach einer bestimmten zeit kaputt gehen soll und muss - nur eben diesmal nicht zur profitmaximierung, wegen notwendiger neubeschaffung, sondern diesmal zur erkenntnismaximierung in sachen vergänglichkeit.




Samstag, 18. April 2015

keramikmalen im füürwärch



ja, wir haben es wieder getan! wie schon in den sportferien 2014 haben wir uns in diesen frühlingsferien wieder einen ganzen tag zeit genommen, um im keramikatelier "füürwärch" in dübendorf ganz individuell etwas schönes zu gestalten.
diesmal waren wir aber nicht nur zu zweit, nämlich die tochter und ich, unterwegs, sondern wir haben eine freundin und deren sohn mitgenommen (oder vielmehr, wir haben uns mitnehmen lassen, zumindest was die fahrgelegenheit anging) 


und es war wieder eine ganz gute idee, viel zeit einzuplanen. alleine das aussuchen des passenden stücks dauert ja erfahrunggemäss seine zeit. die einführung in die verschiedenen techniken habe ich diesmal wohl verschlafen, aber sie soll gut gewesen sein... ich war mit einem ganz ausführlich vorgeplanten konzept unterwegs. die andern liessen sich von ihren werkstücken und den im atelier vorhandenen beispielen inspirieren oder wussten sowieso schon was es werden sollte...


und so entstanden ein krug, eine vase, ein döschen, eine schale und ein teller. nun freuen wir uns auf die fertig gebrannten sachen, die wir ab kommenden donnerstag in dübendorf abholen können.

Freitag, 17. April 2015

unser gemüse heute


salat, radiesli, pastinaken, rüebli, kartoffeln, zwiebeln, rande.
wann, ja, wann, sind denn bitte endlich die randen alle? alles andere kriegen wir schon wieder unter die leute, aber randen, da hab ich allmählich echt ein problem. naja, freuen wir uns lieber über die radiesli als über die randen zu jammern...

kinderwoche


vier von neun taschen konnte ich gestern noch fotografieren!
alle taschen sind entstanden im rahmen der kinderwoche der katholischen kirche baden - in einer ateliergruppe von kindern von 7 bis 10 jahren, an zwei nachmittagen und einem vormittag. drei jugendliche vom zäme unterwegs, dem religionsunterricht auf der sekundarstufe, haben mir und den neun kindern zur seite gestanden, auch ganz fleissig mitgefilzt und uns mit zvieri und getränken versorgt.
dieses filzatelier schliesst dann auch schon beinahe die kinderfilzsaison ab - im april gibt es noch einen filzkurs am mittwochnachmittag für kinder. am 29. april sollen zum saisonabschluss filzmobiles entstehen. kinder, die das ganze jahr über dabei waren, können so noch einmal die übers jahr gelernten techniken anwenden, wer neu dazukommt, kann mit einfachen formen, ball und schnur, ein mobiles gestalten! mehr dazu: filzkurse für kinder

Mittwoch, 15. April 2015

bärlauch


eigentlich neigt sich die bärlauchsaison ja schon ihrem ende zu.
wir hatten bisher: zweimal bärlauchwähe, bärlauchquark, und einmal bärlauchsuppe. und heute gnocchi mit bärlauchpesto. schon ziemlich scharf, lange kann man sicher keinen bärlauch mehr ernten.

Sonntag, 12. April 2015

12/4/15

ein gartenrundgang in 12 bildern. 


 zuerst mal ins gewächshäuschen schauen - hier wachsen tomaten, dill und sonst noch vieles.


aus dem holunderbaum wächst auch was - vermutlich eine sonnenblume, die eine meise dort deponiert hat, um sie aufzuhacken.


und auch auf dem beet wächst es  - endlich keimen die erbsen! das problem an der sache: die haselnussäste, die ich als rankhilfe für die erbsen ins beet gesteckt habe, scheinen auch weiterzuwachsen, mal schauen, ob es was nutzt, die knospen abzuknipsen.


 die nuss hat sich im geissblatt festegeklemmt. oder wurde auch sie von einem vogel deponiert?


 gartenentdeckung: das immergrün wird in diesem jahr zum ersten mal blühen - die knospe befindet sich direkt neben dem stein.


 check: rhabarber wächst. (wie fast überall hat es auch hier bärlauch, der aber rasch dem rhabarber unterliegen wird.


 gartenentdeckung nummer zwei: an der südseite des hauses kommen in diesem jahr zum ersten mal die maiglöckchen zum blühen. sie freuen sich darüber, dass ich hier relativ konsequent gegen den bärlauch vorgehe. dadurch bekommen sie mehr licht. sie stammen wohl noch aus einer älteren phase des gartens, ich habe sie jedenfalls nicht eingesetzt, aber unser garten hält auch nach zehn jahren noch überraschungen bereit.


 und immer wieder schaffen es auch pflanzen sich zwischen dem bärlauch anzusiedeln - hier ein paar zusätzlich von schnecken gebeutelte veilchen.


 der alte holunder grünt wie immer zögerlich. unser hausbaum ist wohl auch schon ziemlich alt.


 rankhilfe mit hühnergöttern. ein paar wochen wird es schon noch dauern bis die zierwicken bei den steinen angekommen sein werden.


 und hier lauert der wald. wenn ich nicht regelmässig alle ahörner entfernen würde, würde hier bald ein wäldchen rund ums haus wachsen.


anstattdessen blühen hier die johannisbeeren.


und dort wachsen die pfingstrosen, die ich von ihrem ursprungsstandort immer wieder mal im garten verteile. drei jahre sind sie jetzt schon hier zuhause, sie könnten also so langsam auch mal dort blühen...

das ist also viel anfang im garten... heute war aber auch so ein tag, der so richtig vorfreude auf den kommenden sommer aufkommen liess. mal schauen, was so alles noch wachsen wird.
mehr 12er gibt es wie immer bei caro.

Samstag, 11. April 2015

frühlingspost drei ... und vier



das frühlings-ü, das ich ihnen schon letzte woche zeigen wollte. ein ganz kleines, das ausnahmsweise mal nicht den ganzen kartenplatz ausnutzt, und das mit einem rätselhaften loch rechts unten daherkommt, aus dem wohl die pünktchen geschürft wurden. und das sich so richtig schon erst im vollen sonnenlicht präsentiert, und seine dreidimensionalen schatten wirft. der dank für dieses tiefgründige oder hochstehende ü geht an die sinnfrage.


das h, das diese woche im briefkasten lag, entpuppte sich als komplettes kontrastprogramm. schon das kuvert so herrlich altmodisch, voll und ganz von hand geschrieben, nein eigentlich kalligraphiert. das h, umgeben von kirschblüten, zart, aber schwungvoll.


und im innern der karte ein spruch, passend zum frühling und den kirschblüten, von denen milena selbst fasziniert ist!

Freitag, 10. April 2015

unser gemüse heute


zwiebeln, karotten, kartoffeln, rande, blaukraut, salat, lauch und im plastikbeutel spinat.
mehr grün als braun schon - zumindest in sachen bildaufteilung...

Montag, 6. April 2015

ostersonntag


diese ostern gibt es nur eine devise: wenn es mal nicht regnet, dann schnell nach draussen.


wir erwischten gestern eine phase mit sonne um rund um schloss wildegg zu wandern, zuerst entlang der bünz, die hier wunderschön renaturiert wurde, dann durch möriken und dann durch den wald zum schloss.


dank museumspass haben wir dann ganz entspannt nur die gärten angeschaut. im schutz der die gärten umgebenden mauern ist die vegetation schon viel weiter als anderswo. die pfirsiche blühen bereits und auch bei den birnen wird es nicht mehr lange gehen, bis die knospen aufbrechen.


und dann hat es gerade noch haarscharf für den rückweg zum parkplatz gelangt... kaum sassen wir im auto, hat es auch schon angefangen zu tröpfeln...



Samstag, 4. April 2015

karfreitagswanderung


 traditionelle karfreitagswanderung, mit ein bisschen anderen bildern für dieses jahr. die gleiche (eigentlich auch dieselbe wanderung wie im letzten jahr, vor zwei jahren, und  vor drei jahren.


 beim vergleich wird erst so recht sichtbar, wie unterschiedlich nicht nur der ostertermin, sondern auch die vegetation zu ostern sein kann. darum die gleiche, nie aber die selbe wanderung.


 immer zuerst die rast in der mariengrotte. mit kerzen entzünden, in diesem jahr waren die gedanken von uns allen bei einer person, die schon durch ihre beiden namen doppelt der maria nahestehen sollte.


 am ende des kreuzwegs, bevor man auf die hochfläche hinaustritt, empfing uns diffuser sonnenschein. die vegetation wirklich noch nicht weit, aber die rast an der kapellenmauer einigermassen windgeschützt.


(alle bilder vom grossen sohn.)

Freitag, 3. April 2015

unser gemüse heute


kartoffeln, karotten, weisskraut, lauch, rande (die versteckt sich jetzt) zwiebeln, knoblauch und salahahat! wir freuen uns über den salat und auch über das weisskraut. und den rest kriegen wir auch diese woche nochmal klein!
ab sofort gibt es wieder jede woche gemüse, das heisst, ich muss sozusagen auf der stelle mit der gemüseverwertung beginnen. ein bisschen haben sich die karotten angesammelt, ich hab dann doch vergessen, die kleinen rüebli der tochter mit in die schule zu geben. jetzt sind ferien, also braucht sie die nächsten zwei wochen kein znüni/zvieri. aber vielleicht wird es ja schönes wetter und wir brauchen ab und zu eine brotzeit für unterwegs...

Mittwoch, 1. April 2015

aufsteller der vorigen woche


in der letzten woche hab ich zwei mal post bekommen! einmal das frühlings-R aus lauter häkelblumen (wow, ich dachte, ich hätte mir viel arbeit gemacht, aber gegen 88 blümchen häkeln war das fädenspannen ziemlich harmlos.) herzlichen dank, veronika!


und dann habe ich gewonnen, von svea vom blog "swig" kamen diese wunderschönen postkarten. ausser den vielen füchsen gab es auch noch eine eule, einen waschbär (?) und einen langgliederigen affen (?) ... so ganz sicher bin ich mir mit meiner zuordnung nicht, kann die tiere aber gerade nicht im blog finden. aber diese füchse! die sind sogar auf den französischen briefmarken... ;-)))
und der rosa kirschzweig wirkt so dreidimensional, dass meine familie die karte immerzu streicheln musste, weil sie dachten, das wäre geprägt.
die kartenständer und wände füllen sich also nach der renovierung wieder ziemlich zügig! und das ist auch gut so!
(der sturm hat auch schon das frühlings-ü hergeweht, aber das bekommt dann noch einen extrapost.)

Donnerstag, 26. März 2015

für den ostermarkt...


 so langsam wird es zeit, für den ostermarkt ein paar frühlingshafte kleinigkeiten zu machen. und weil mir in der adventszeit die bastelei mit dem ausgeschnittenen filz und holz so gefallen hat, hab ich mir wieder etwas ähnliches einfallen lassen.
 

 prototyp an vorbereiteten wäschklammern und holzstöckchen für die massenproduktion und ...


 ... nochmal: alles startklar für die serie.


das sind dann die ersten sechs schmetterlinge in allen farben. nur noch 28 weitere zu basteln.... und dann muss ich mir noch überlegen, ob es die im set oder einzeln geben soll.

der ostermarkt ist klein und fein und findet am ostersamstag auf einem bauernhof im nachbarort statt:

ostermarkt im dörfschöpfli freienwil, dorfstrasse 12, 
samstag 4.4.2015 von 9 bis 17 uhr!

Montag, 23. März 2015

und fertig!


in sachen renoviererei schulde ich ihnen wohl noch ein update - habe ich mich doch über ein paar aufmunternde kommentare freuen dürfen. nach dem fulminanten start am montag habe ich am dienstag nicht etwa die kamera oder das laptop verlegt, nein, ich hatte einfach alle hände voll zu tun und vor allem fast immer staub oder farbe oder beides an den händen.
am dienstag hatte ich noch ein restchen täfer zu schleifen, dann das ganze feucht abzuwischen und alles abzukleben. dann habe ich mit einer kurzen unterbrechung zum mittagessen, das der mittlere sohn zubereitet hat, den tapezierten teil des zimmers gestrichen. und weil die tochter sich bereit erklärte, die küche sauber zu machen, konnte ich um halb zwei schon mit dem vorstrich der täferteile beginnen. mit dem ich dann prompt auch bis zum abend fertig wurde.
am mittwoch habe ich dann gleich in der frühe alle lücken und unebenheiten im täfer mit holzkitt ausgefüllt, trocknen lassen und noch einmal überschliffen. und den restlichen tag mit der endgültigen lackschicht zugebracht. im bereich der offen liegenden heizungsrohre fühlte sich die lackiererei zwar trotz metallgrundierung ziemlich nach pfusch an, aber das gibt der ganzen arbeit dann den professionellen touch: sieht gut aus, aber besser nicht so genau hinschauen. (ich sage das nicht von ungefähr - entdeckte ich doch neulich im von einer malerfirma renovierten treppenhaus, dass der einzige schalter, den ich nicht abgenommen hatte, von der malerin elegant umstrichen worden ist...).
also war ich am mittwochabend tatsächlich fertig mit allen maler- und lackierarbeiten.
zum einräumen kam ich trotzdem erst am freitag - der donnerstag war komplett zerhackt von allerlei anderen aufgaben. zuerst einmal musste ich essen besorgen, also einkaufen, weil kaum mehr was vernünftiges im haus war. dann hatten wir ein elterngespräch, anschliessend hatte ich gerade einen helfenden sohn zur hand und musste also sofort losfahren um das neue schlafsofa abzuholen, anschliessend das sofa zusammenbauen, dann zum schwimmen und anschliessend zur betriebsgruppensitzung der gemüsegenossenschaft. zwischendurch war immerhin genug zeit, die möbel wieder an ihren platz zu rücken und die zuvor ordentlich gestapelten sachen so durcheinander zu bringen, dass mich am freitagmorgen ein formidables chaos erwartete.
als erstes habe ich dann am freitagmorgen das sofa fertig aufgebaut und dann in ruhe einfach wirklich jedes stück in die hand genommen und an seinen platz getan. mit dem verblüffenden effekt, dass ich nicht einmal wirklich viel wegwerfen musste, aber doch deutlich mehr raum ist in den regalen und auf den waagerechten flächen.
am samstag habe ich dann noch einen bezug für das ursprünglich weisse sofa genäht und jetzt freue ich mich einfach an dem schönen zimmer. und die familie freut sich mit.

Samstag, 21. März 2015

unser gemüse gestern


vor lauter glück über das fertig renovierte zimmer hätte ich beinahe vergessen, mein gemüse zu dokumentieren.
zweiwöchige lieferung, eigen sind nur noch die randen, der salat und der knoblauch. zugekauft, aber auch in knospe-qualität über die genossenschaft sind rüebli, kartoffeln, zwiebeln, blaukraut. ich freue mich sehr über die kleineren rüebli, die ich der tochter mit in die schule geben kann und den salat. (auch wenn er angekündigt ist als: mal schauen, ob ihr euch freut, das sind ja noch bittere wintersalate...)
auch mit dabei im heutigen korb war eine kleine rezeptsammlung von mir, zu sellerie und randen.
ich mag mein gemüse, auch wenn es manchmal so ein bisschen sperrig ist. und darum habe ich auch beschlossen, mich mehr in der genossenschaft zu engagieren und bin nun teil der betriebsgruppe, die sozusagen, den laden am laufen hält, dort zuständig vor allem für rezepte und newsletter. erwarten sie also in nächster zukunft bitte keine neutrale einstellung zu unserem gemüse mehr!