Montag, 22. August 2016

sommerpost - mein paradiesgartenplan

oder eher mein plangartenparadies? mein gartenparadiesplan? 

als wir an einem verregneten maiwochenende in zürich die ausstellung "gärten der welt" besucht haben, war das diesjährige sommerpost-thema "paradies" zwar noch nicht bekannt, aber trotzdem nahm ich von dort die wichtigsten inspirationen mit nach hause. 

das erste "kapitel" dieser wirklich sehenswerten ausstellung im museum rietberg beschäftigt sich mit dem ursprung der gartenkunst und da ist man natürlich sehr schnell beim paradies oder garten eden, der zumindest* in der christlich-abendländischen kultur als das urbild des gartens gilt, als das paradies, das gott selbst in der noch unbelebten natur geschaffen hat: in einer einöde, als "es auf der erde noch keine feldsträucher gab und keine feldpflanzen wuchsen", pflanzte gott den garten: "dann legte gott, der herr, in eden, im osten, einen garten an und setzte dorthin den menschen, den er geformt hatte. gott der herr, liess aus dem ackerboden allerlei bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit den köstlichsten früchten, in der mitte des gartens aber den baum des lebens und den baum der erkenntnis von gut und böse."
dieser garten wurde natürlich nicht nur immer wieder gesucht, sondern auch viele forscher und künstler versuchten, ihn bildlich darzustellen: ein von einer hohen hecke oder mauer umgebener, weitläufiger, quadratischer garten, in dessen mitte ein fluss entspringt, der den garten mit kanälen unterteilt. die gestalt dieses gartens gilt als urform in der geschichte der gärten. allerdings geht diese vorstellung nicht nur auf den biblischen text zurück, sondern auf tatsächliche gartenanlagen, die in persien bereits im 6. jahrhundert vor unserer zeitrechnung existiert haben. diese geometrische grundform verbreitete sich später durch die islamischen gärten über spanien auch nach europa und wird durch die vergleichbare geometrie in den kreuzgangsgärten der klöster im mittelalter fortgesetzt, die auch als paradiesgärten bekannt sind.
wie bekommt man nun gärten in eine ausstellung? natürlich immer in form von gartendarstellungen - auf bildern, fotografien, filmen, installationen und nicht zuletzt in form von gartenplänen. und die haben es mir in der ausstellung besonders angetan. 
zum beispiel diese vom garten des garten des amun- tempels von karnak aus dem grab des sennefer: (
durch diesen garten kann man mit hilfe einer vr-brille in der ausstellung sogar selbst hindurchspazieren!)


die idee eines gartenplans war da also irgendwo in meinem hinterkopf, als ich mit den ersten versuchen für die sommermailart begann.


mit quadratisch zugeschnittenen schwämmchen in verschiedenen grössen druckte ich zunächst mit acrylfarbe, war aber vom ergebnis nicht so begeistert, denn mir fehlte das lichte und helle, das in meiner vorstellung irgendwie dazugehörte.


ein zweiter versuch mit relativ stark verdünnten wasserfarben gefiel mir da schon besser.


da ich ganze din a 4 seiten bedruckt hatte, blieben eine menge randstreifen übrig und es gab zwei kleine büchlein, in die ich mir weitere ideen für die gestaltung notierte, in den einzelnen feldern herumkritzelte und ein bisschen mit stempeln der tochter rumprobierte.


irgendwie fehlte aber noch etwas für einen richtigen gartenplan. beete, felder mit ackerfurchen, wasserwellen für die bassins, bäume und blumen schwebten mir vor und fanden ihren weg in stempelgummi.


den gummi habe ich schon eine weile, und auch schon mal für die fische im frühling damit experimentiert. zum ersten mal aber habe den stempelgummi mit linolschnittwerkzeug bearbeitet und war begeistert, wie einfach das geht! (fast ein bisschen zu einfach... man schneidet gerne auch mal was weg, was da bleiben sollte...) die acrylfarbe habe ich mit einer kleinen schaumstoffrolle auf die stempel gewalzt - das hatte ich mir bei michaela so abgeschaut.


und so füllte ich also einige der gartenparzellen mit leben. hecken, bäume, kleine pflänzchen, die gerade erst aus der braunen erde schauen, ackerfurchen - gut, manchmal braucht man schon ein bisschen fantasie.


auf einer anderen doppelseite ein bisschen gekritzel, an einem weg bäume, sträucher, zypressen, teilweise noch mit buntstiften koloriert.


in ein "beet" habe ich dann noch ein paar worte gesät. denn das ist auch ein teil meiner idee: vielleicht habt ihr selbst ja auch noch kleine und grosse stempel, mit denen ihr die beete beplanzen und die tümpel beleben wollt?


dann noch ein bisschen herumgestempelt mit den schönen buchstaben aus einem kinderdruckereikasten vom flohmarkt...


und ganz zum schluss machte ich noch einen zufallsfund für die umschläge: in den frühlingsferien habe ich in prag eine ganze rolle tschechischer geologischer landkarten gekauft. lustigerweise ist auf einigen der karten die unmittelbare umgebung einer gegend in tschechien kartografiert, die cesky raj, also böhmisches paradies, heisst. was könnte also besser passen für die paradiespost?

am schluss habe ich das gefühl, dass ich da etwas stark erklärungsbedürftiges gemacht habe. vielleicht funktioniert meine sommerpost auch ohne die erklärungen, das wäre der idealfall, schauen wir mal. 


*neben dieser an den garten eden geknüpften vorstellung eines paradiesgartens gibt es im christentums wie auch in anderen religionen das paradies auch als ort eines endzeitlichen zustands, als himmlisches jerusalem, als ort der erlösung und unsterblichkeit, der harmonie und erfüllung. das im koran beschriebene paradies ist ebenfalls an eine gartenvorstellung geknüpft, einen garten in dem milch und honig fliessen, und auch im buddhismus und daoismus sind paradiese ebenfalls in sich geschlossene, von der aussenwelt abgeschirmte orte von zauberhafter schönheit, die die gestalt himmlischer palastanlagen oder gärten haben.

Sonntag, 21. August 2016

entflechten

wie ich schon vor ein paar tagen angekündigt habe, bekommt der blog gerade wieder mal ein neues gesicht. mit dem neuen blogtitel "bin im garten" geht es zurück zu den wurzeln. das filzen wird, was den organisatorischen teil angeht, ausgelagert auf eine eigene webseite. dort findet man alle kurse, ausstellungen, märkte, tutorials und eine ganze menge bilder von gefilztem. ausserdem findet man dort mein filzerinnen-ich. (einfach oben unter dem titelbild auf filzquadrat klicken)
hier im blog bleibt alles beim alten, und da das filzen ja auch dazugehört, wird vermutlich weder mehr noch weniger gefilzt in zukunft hier im blog. aber alles andere kommt eben auch weiterhin vor und da passt für mich der garten-titel besser.
ich werde also weiterhin versuchen, das zu tun, was da im headerbild gemacht wird: ich werde wie bisher ab und zu durch meinen garten streifen (in echt, im übertragenen sinne und manchmal auch nur virtuell) und das, was sich da findet ernten und zu ordentlichen reihen büscheln, um es ihnen hier im blog zu präsentieren. ich freue mich, wenn sie dabei bleiben, und sage bei dieser gelegenheit auch mal den treuen leserinnen (ja und auch den paar lesern) dankeschön. vor allem für die vielen kommentare, die da über die jahre zusammengekommen sind und hoffentlich auch noch weiter kommen werden.

Freitag, 19. August 2016

unser gemüse heute (und gestern)


 gestern ging es diesem freundlich dreinschauenden kohlrabi an den kragen. dieser augenaufschlag! wer kann dem schon widerstehen!


 kurz darauf war er schon teil einer ebenfalls unwiderstehlichen gemüselasagne. ein teil des gemüses (karotten und kohlrabi) in der pfanne angebraten, ein teil im wasser gekocht (spargel, zugegebenermassen eingefroren und aufgetaut) und ein teil einfach roh (tomaten) zwischen lasagneplatten geschichtet und mit reichlich relativ flüssiger bechamelsauce übergossen (dabei kann man etwa ein drittel der milch durch gemüsebrühe oder kochwasser ersetzen). obendrauf kommt noch käse (mozzarella in dem fall) - die ganze familie fand es lecker!


heute gabs dann das von der gemüsekooperative: bohnen, krautstiel, karotten, tomaten, kartoffeln, kohlrabi, patissonkürbis, zwiebeln, salat, auberginen, zucchini, paprika. da muss ich mich wirklich ranhalten, wenn wir das alles essen sollen. oder einfach einen teil davon für den winter konservieren. was wir dann auch getan haben, kai hat krautstiel gerüstet für den tiefkühler!


unsere eigene tomatenernte ist ein wenig traurig. alle kleine tomatensorten tragen gut, platzen aber bei nasser witterung rasch auf. die grossen sind noch ein wenig hintennach, wie der schweizer sagt. und die beiden alten schweizer sorten, die berner rosen und die gezahnte bürer-keel produzieren nur verfaulte früchte (auf der linken seite) schade, denn die bürer-keel ist eigentlich eine leckere tomate!

Mittwoch, 17. August 2016

sommerpostwoche 3, 4 und 6

nach der arbeit an der webseite bin ich gerade gleich am schreibtisch und am laptop sitzen geblieben und habe mich durch ein 26-seitiges handout und eine detaillierte planung für das erste lehrgangswochenende des filzlehrgangs durchgehangelt. fast steht sie schon, die grob- und feinplanung, und weil mich heute auch wieder eine sommerpost erreichte, bleib ich gleich noch ein bisschen sitzen und zeige euch, was mich da in den letzten wochen (schönes) erreichte.

sommerpost nummer drei von ulrike.


sie nimmt uns mit in ihren paradiesgarten. durch ein hohes schmales tor geht es hinein. baobabs begrüssen uns, zwischen denen treiben sich aber gefährliche tiere herum. in der mitte liegt ein ruhiger see, nur ein frosch zu hören, keine wilden tiere mehr in sicht. vielleicht sind sie ja im dickicht aus doldenblütlern steckengeblieben. am besten gefällt mir der ausgang, nicht weil ich da je wieder raus wollte aus diesem garten, nein, weil ich da gerade noch einen blick auf den schwanz des pfaus erwischen kann! eine tolle umsetzung des themas, die ein zweites hinschauen echt lohnt! danke, liebe ulrike.

sommerpost nummer 4 von susanne.

 
diese bearbeitung des themas hat dann in unserer gruppe zu einer diskussion geführt, wie ernst man denn die mail-art-philosophie nehmen will, die ich hier gerne nochmal von michaela ausgeliehen widergeben möchte: 

Mail-Art heißt Postkunst. In unseren Mail-Art-Projekten wollen wir schöpferisch sein, neue Techniken ausprobieren, uns gegenseitig bereichern. Wir beschenken uns, tauschen Erfahrungen aus, regen uns an, sind neugierig und testen uns aus. Wir nehmen die Projekte als Chance wahr, an unserem Stil zu arbeiten und uns künstlerisch weiterzuentwickeln.

Der äußere Rahmen ist vorgegeben, damit alles einen Zusammenhang hat und sich ergänzt. Wir stellen eine Technik vor, jedoch keine Anleitung. Wir erwarten, dass Du eigene Wege findest. Entwickel Motive, experimentiere mit Farbe, erforsche die Drucktechnik und lass all dies in Deine Kunst einfließen. Wir nehmen uns Raum und Zeit. Ausdrucke, Vorlagen und Kopien sind tabu.

Wir schrauben den Anspruch hoch, wollen Kunst und keine Bastelei. Nicht nur handgemacht, sondern auch durchdacht und einzigartig. Wir wünschen uns rundum feine Post. Umschlag und Verpackung sollen Teil des Kunstwerks sein, veredel sie mit Deiner persönlichen Handschrift. Verwende gute Materialien. Wachse über Dich hinaus. Und wenn Du Dich am Ende kaum trennen kannst von Deinen Werken, dann hast Du alles richtig gemacht.

ja, die mail-art ist eine wundertüte. ja, jede hat so ihre eigene art damit umzugehen. und ja, manchmal können einem all die aktionen, die es da im netz gibt, um an ihnen teilzunehmen, über den kopf wachsen. schade finde ich vor allem, dass ich nichts über den prozess erfahren darf, der zu diesem ergebnis geführt hat. vielleicht ist es ja eine art gezielte provokation? art brut vielleicht? 
aber ich will mich auch nicht aufs hohe ross setzen, denn kunstprofi bin ich auch nicht. 

darum lieber weiter zu dieser sendung, die mich heute erreicht hat, von birgitt.  


ein paradiesvogel nimmt mich mit aufs wasser, ins wasser, ins gebüsch (da ist ja noch ein vogel!) und schlussendlich darf ich mich noch am paradiesapfel und an den paradeisern laben. 


mir hat der paradeiser am besten gefallen (danke!), der darf nun meine acht umschläge hüten, bis sie sich auf den weg machen und hoffentlich auch kritisch gemustert werden!  

Freitag, 12. August 2016

12 vom 12ten august


die tage unseres roten kangoos sind wohl gezählt. anstatt der raute wird es höchstvermutlich bald einen stern vom nutzfahrzeugehändler geben.


den rest des vormittags verbringe ich mit dem historischen teil meines handouts für den grundlagenkurs.


für eine nette unterbrechung sorgt ein umschlag der sommerpost im briefkasten. nachdem da in meiner gruppe zur zeit ziemlich feuer unterm dach ist, fällt es ein wenig schwer, sich einfach so zu freuen.


die paradiesischen seiten von doris sind schön, aber genügt das, was man da selbst am produzieren ist? und was tun mit den seiten, die so garnicht ins konzept passen?


vielleicht hat da ja jemand vom baum der erkenntnis genascht und darum sollen wir jetzt alle aus dem paradies vertrieben werden?


als antwort kurz ein paar paradeiser geplückt und auf die lange bank gelegt, ...


... denn zuerst einmal müssen wir entscheiden, welchen teppich wir beim finkhof bestellen wollen, damit wir auch im winter im schlafzimmer wenigstens auf wolken schweben, wenn schon das paradies (oh nein, das wird jetzt doch zu schief...)


denn schnell fahre ich mit dem sohn noch zum notfalleinsatz in unser gemüseparadies. die körbe stehen am spätnachmittag immer noch auf dem hof, aber kurz darauf schon in den depots, kangoo sei dank! für uns gibt es heute viel salat, rüebli, kartoffeln, zucchini und rondini, aubergine, mais, kohlräbli, gurke, paprika, zwiebel, knoblauch.


zuhause rüstet der mann eine riesige schüssel pfifferlinge.


der böhmische knödel sprengt beinahe den topf.


die tochter kommt vom fussball-und anschliessenden vereinsgerätetraining nach hause. wir essen zu abend, die kinder verteilen sich auf ihre zimmer und in den ausgang.


und wir eltern? müssen noch schnell die letzte folge der zweiten staffel von "under the dome" sehen. na dann, gut nacht!
mehr 12er wie immer hier.

Donnerstag, 11. August 2016

… denn der anfang des neuen findet stets im chaos statt.

diesen satz von joseph beuys fand ich neulich, vermutlich aus dem zusammenhang gerissen, bei meinen recherchen für ein handout für einen grundlagenkurs. und irgendwie ist er dann hängengeblieben. und steht jetzt auf meiner neuen homepage, auf der sie vielleicht mit absicht, vielleicht auch per zufall  in der nächsten zeit landen werden. 

 

der mittlere sohn hat einen nicht unerheblichen teil seiner ferien dafür aufgewendet. wir haben gebrainstormt, ein bisschen rumskizziert, fotografiert, er hat viel zeit vor dem computer verbracht (hätte er sonst auch) und ich auch (darunter hat der blog ein wenig gelitten).


manchmal sah mein bildschirm auch so aus, dann konnte ich zwischendurch auch mal wieder was anderes machen.
aber warum erzähle ich ihnen das jetzt hier?
weil sich ein bisschen was auch hier im blog ändern wird. ich wollte gerne meinen blog, auf dem ja das filzen manchmal nur eine nebenrolle spielt, ein wenig von meinen hm, geschäftlichen aktivitäten trennen. wegen der professionaliät und so. da ich aber meinen brand (höhö!) filzquadrat nicht aufgeben will, wird die webseite in zukunft eben unter der adresse filzquadrat.ch zu erreichen sein. und der blog eben nicht mehr. der blog bekommt wieder seine alte adresse (die er auch nie ganz aufgegeben hatte) binimgarten.blogspot.com. vielleicht bekommt er auch seinen alten namen zurück, eigentlich mochte ich nämlich das bild vom gärtlein ganz gerne, auch wenn mir beim alten gartensprüchlein angesichts der weltenläufe so manchmal zweifel kamen. zäune haben halt in den letzten monaten eine ganz andere bedeutung bekommen.
aber ich schweifte ab. hier im blog wird wohl dann auch noch ein bisschen umgebaut, aber das sehen sie dann ja. und von der neuen webseite, wenn sie sich denn dann dorthin verirrt haben, finden sie auch wieder problemlos zurück.

Sonntag, 7. August 2016

schwimmen (update nach ferien)


meine zwanghafte bahnenzählerei beim schwimmen habe ich natürlich auch in den ferien beibehalten und ausserdem die urlaubszeit dazu genutzt ein paar extrakilometer zu schwimmen. zusätzlich zu den 3 kilometern, die ich in den sommerferien in unserem stammschwimmbad in baden geschwommen bin, haben wir ferienhalber den ehrgeiz entwickelt, in möglichst vielen schwimmbädern, die gerade so am weg lagen oder die wir extra aufgesucht haben, eine strecke zu schwimmen.


den bericht vom waldeckseebad gab es bereits hier. es handelt sich beim waldeckseebad um ein öffentlich zugängliches vereinsbad, mit 25 meterbecken, einem nichtschwimmerbereich und einem kinderbecken.


die biobadi biberstein liegt nahe bei aarau und wir kühlten uns dort nach einem stadtbummel ab. das wasser war an diesem tag recht kühl. das schwimmgefühl ist nicht ganz see und nicht ganz schwimmbad. schön fand ich es, beim schwimmen den libellen und anderen tieren zuzuschauen.


zum katzensee sind wir hingeradelt, das geht gerade noch so von zuhause aus. der see war warm und das öffentliche strandbad, das keinen eintritt kostet, bietet umkleiden, toiletten, duschen und einen kiosk. dank einer skizze am häuschen der badeaufsicht weiss man, welche strecken man im see zurücklegen kann.


ein klassisches freibad am zusammenfluss von wyna und suhre: 50 meter becken, sprungturm, rutschbahn, kinderbereich, kiosk und grosse liegewiese. wenig schatten an einem heissen tag.


ein nostalgiebad aus den 50er jahren. wenig verändert, aber gepflegt wirkt das bad zumindest von innen, von aussen nicht so sehr. im gespräch mit einem badegast haben wir dann leider auch erfahren, dass der fortbestand des bades gefährdet ist. wenig genug war an dem tag los, aber es war auch der letzte schultag in baden-württemberg.






auch wieder ein klassisches freibad in der ballystadt. im stil der siebziger mit viel beton. 50 meterbecken, nichtschwimmer- und kinderbecken plus wellenrutsche. das bad liegt zwar direkt an der aare, aber der zugang zum fluss ist eher nicht so gut. wir suchten die umkleiden, die liegen so weit wie möglich von den schwimmbecken entfernt.


das tiergartenbad ist ein grosses, schönes, altes schwimmbad in einem parkähnlichen gelände mit vielen alten bäumen. wir wären gerne noch länger geblieben, aber leider mussten wir wieder auf die autobahn.


der exot unter den schwimmstätten: ein hallenbad. mit 50 meterbahn, kinderbecken und liegewiese. für die war es aber an dem tag zu nass und zu kalt. wie eine 50 meterbahn in ein dorf in mittelhessen kommt, haben wir uns auch noch gefragt, und natürlich eine antwort bekommen. (politik, wie könnte es anders sein. leider, da zu zeiten gebaut, als man noch genug energie für das heizen auch weniger gut isolierter gebäude hatte, heute im winter geschlossen.)


inklusive der 400 meter, die wir heute noch im katzensee geschwommen sind, stehe ich jetzt bei 60,4 kilometer!

Freitag, 5. August 2016

unser gemüse heute


so besser oder so besser?
3 salate, tomaten in hülle und fülle, auberginen in verschiedenen formen, 2 klitzekleine paprikas, zucchini gross und klein, gurke, mais (ein maiskolben... und wem verfüttere ich den jetzt?), rüebli, bohnen, kartoffeln, basilikum und bohnenkraut.

Montag, 1. August 2016

rue royale


gestern im café tuchlaube in aarau: rue royale.
und während man ja gerne mal erwähnt, was man zum ersten mal getan, wen man zum ersten mal gesehen, wem man zum ersten mal zugehört hat, freut es mich hier, dass es uns gelungen ist, die beiden ein zweites mal zu hören und zu sehen.
vor langer, langer zeit (so lange, dass ich den blog aus dieser zeit schon gedruckt hier habe - blog ausdrucken, auch so ein thema, über das ich hier mal schreiben wollte), so lange, dass ich jetzt mal den link erneuern musste, denn da gibt es jetzt eine neue seite auf der sie sich die beiden anhören können, haben wir rue royale mal hier in baden in einem kulturlokal gesehen, das es auch nicht mehr gibt. und fast sieben jahre später hat es uns wieder so gut gefallen wie damals und der tochter, die wir ferienhalber mitnahmen, auch.

Sonntag, 31. Juli 2016

sommerpost (1)


schon gestern ist hier die nachgeholte erste sommerpost eingetroffen, von angelika.
da ist dann auch noch raum für eigene kreativität, dankeschön! 


ich werkle immer noch weiter an meinen seiten und habe aus den resten der drucke (ich druckte die seiten ein wenig grösser um nachher ideale abschnitte aussuchen zu können) auch schon ein kleines büchlein, nein eigentlich zwei, gebunden. und mich gefreut, dass ich das, was ich vor einem jahr am workshop bei karen betty tobias gelernt habe, noch so weit im hinterkopf hatte, dass ich das anleitungsvideo nach ein paar minuten abbrechen konnte. und darüber, dass ich damit jemandem (hoffentlich) eine freude machen kann. (ausserhalb der mailartrunde).


Samstag, 30. Juli 2016

safiental


sommerausflug in die berge. das heisst aufstehen um sechs, abfahrt um viertel vor sieben und halb acht im zug von zürich nach chur frühstücken. damit liegen wir im ausflüglerdurchschnitt, was der recht gut besetzte zug zeigt. mit uns fahren velos, bouldermatten und eine grosse menge gutgelaunter ausflügler, wanderer, velofahrer und anderer bergsportler, die je näher die berge rücken, desto gesprächiger werden.


 um viertel nach neun steigen wir an der station versam-safien aus der rhätischen bahn.


und schauen zuerst einmal auf die beeindruckenden felsen der rheinschlucht. in die steigen wir dann auch direkt hinunter, denn uns hat die art safiental hierhergelockt. die temporäre kunstausstellung - noch bis 16.oktober sind die werke zu sehen - versammelt eigens für das safiental geschaffene landartprojekte, teilweise  permanent frei zugänglich, teilweise überhaupt nur temporär. entstanden sind die kunstwerke oder interventionen im rahmen der ersten alps art academy.


das erste landartobjekt, das wir sehen - und auch benutzen - ist die schaukel "noa's song" von axel timm vom berliner kollektiv raumlabor. mittlerweile steht die schaukel nicht mehr direkt am rhein, wegen einer hochwasserwarnung. es schaukelt sich so mittel, der ausblick ist hervorragend. (was der titel und vor allem das auslassungszeichen darin sollen, hat sich uns nicht erschlossen.)
zum thema landart finden sich auf der seite der art safiental auch einige erhellende worte. anderseits sollen, so der ausstellungsbeschrieb, "Die Arbeiten [...] Vorschläge [machen] für eine nächste Land Art, die neben Landschaft und Natur auch weitere Medien sowie die Gesellschaft in die Produktion einbinden."
ein faltblatt mit allen informationen kann entweder im internet angeschaut oder vor ort bei verschiedenen infostellen bezogen werden - wir haben uns gleich eines beim bahnhof genommen. 


 denn die einzelnen objekte oder interventionen verteilen sich über das ganze safiental. die distanzen zwischen den einzelnen landartprojekten sind kaum zu fuss zu bewältigen. wir kehren deshalb zum bahnhof zurück und warten noch ein bisschen auf das postauto, das uns ins safiental  bringen wird.  das warten wird einem hier auch nie lang, denn es gibt immer was zu sehen, zum beispiel wie kanus und schlauchboote in den zug verladen werden oder wie die wiese gemäht wird. und natürlich die landschaft.


unser nächstes ziel ist tenna. dort ist im gasthof alpenblick auch das zentrum der ausstellung gelegen, beziehungsweise in einem kleinen schuppen ("pavillion") hinter dem haus. dort im pavillion kann man aus einer box einen kleinen zettel mit einer "aufgabe" ziehen, wir haben es mal als anregung genommen, uns am landartprojekt zu beteiligen.


meine aufgabe war der bau eines vogelnests, das nachher auf dem tisch in der gartenwirtschaft des alpenblicks zurückblieb.
der weg zum zweiten landartobjekt ist erstaunlich mühsam. eineinhalb stunden wanderten wir meist steil bergauf und wahrscheinlich war alles, was wir unterwegs gesehen haben spannender als die "échappeé belle" des künstlerkollektiv les frères chapuisat, inklusive einer alm mit milchwirtschaft. und des mähenden gemeindearbeiters, der für die bevorstehende erstaugustfeier den platz um das tenner chrüz mähte. auch die glockenblumen und was sonst noch ganz hübsch aussah auf den ersten blick. aber hauptsache durchblick. (und ja, das musste ich jetzt nachschauen, das habe ich auch nicht im französischunterricht gehabt.)


 zurück nach tenna nahmen wir einen anderen weg, mehr talauswärts gelegen und eigentlich für den aufstieg prädestiniert, denn der steilste teil liegt im wald. wir kamen drum auf dem rückweg noch am solarskilift vorbei, der mit dem titel "egofriendly" zur kinetischen installation von filippo minelli mutiert ist. trotz sonne war von kinetik nix zu sehen, der lift stand still und präsentierte uns seine icons eher statisch.


zurück im alpenblick war ich dann die einzige, die noch lust hatte in den zweiten stock hinaufzusteigen und mir die ausstellung von renata schlüssel anzuschauen - ich glaube aber, dass die nichts mit der art safiental zu tun hat.


ansonsten: überall grossartigste landschaft. von der terrasse des alpenblick aus. 


oder gleich bei der letzten postautohaltestelle im tal, beim turahus. 


 überhaupt scheint die landschaft auch ohne landart ihre ganz eigenen installationen zu erschaffen. (nicht die steine oben, sonder der baum im flussbett)


 und schöne blumenwiesen.


 und schöne blumengärten. (der sah auch nicht sehr nach gärnter aus, sondern eher nach natur).


vom tal aus, so abgeschlossen es auf den ersten blick auch wirken mag, kommt man weiter. hoch hinauf oder einfach weit weg.
uns brachte das postauto wieder zurück zur station versam- safien, die rhätische bahn nach chur und der schnellzug nach zürich und weiter nach hause. ich hätte noch gerne die wäscheleinen von jaffa lam gesehen, aber das ist wohl vom postauto aus nicht möglich, hätte aber zu fuss unseren zeitlichen rahmen gesprengt.
und, ich schätze mal, das tal haben wir nicht zum letzten mal besucht. die ausstellung wird uns jetzt zwar nicht gerade tief in erinnerung bleiben, aber immerhin hat sie uns ein schönes tal gezeigt, das wir noch nicht kannten und das wohl ziemlich abseits der üblichen touristenströme liegt.