Freitag, 7. Juli 2017

unser gemüse heute


salat, basilikum, lauchzwiebeln, rüebli, kohlräble, kartoffeln, rondini, gurke, zucchini, bohnen, tomaten. (es wird sommer. ihr wisst schon, das ist die jahreszeit in der im garten alles gleichzeitig reif wird.)

Donnerstag, 6. Juli 2017

vorferienfreude

so allmählich komme ich in ferienlaune. das äusserte sich gestern vor allem mal darin, dass ich den nachmittag mit einem roderundumschlag im garten verbringen musste, denn erstens muss das auto mit fahrrädern auf dem dach durch die zugewachsene einfahrt und zweitens wächst die hecke an der strasse auch wenn wir nicht da sind, so dass ich sie prophylaktisch noch einmal stutzen musste. (am morgen war ich beim coiffeur, passt ja thematisch auch irgendwie.) der haselnussstrauch ist also nun schön sommerlich schlank und mit ein bisschen glück (und wenig regen) entkomme ich vielleicht in diesem jahr dem mahnschreiben der gemeinde zum thema heckenschneiden.

ausserdem habe ich das haussitting- und katzenversorgungsdings eingetütet, mehrere gemüsekörbe verschenkt und jemanden von der gemüsegenossenschaft gefunden, der die verantwortung für das gemüsedepot anstatt meiner übernimmt.

da ich heute nicht in diesem tempo weitermachen konnte und ausserdem heute abend die ultimative planungssitzung für den tschechienurlaub ansteht, sass ich dafür heute mehr oder weniger den ganzen tag an laptop, landkarte und reiseführer. zwischendurch  musste ich zwar noch die verpflegung für den abend organisieren, aber da ich gleich noch ein reisebuch (ich habe gestern unverhofft einen büchergutschein bekommen und heute entdeckt, dass der entsprechende laden auch eine buchhandlung im nachbarstädtchen hat) besorgen konnte, war ich die ganze zeit noch am nachdenken über die reise.



zum ersten mal habe ich bei google eine landkarte angelegt und dort alle wunschziele eingetragen. da wir aber schon recht stationär sein werden, wird keine route draus, sondern einfach nur eine sammlung. die grösste hürde dabei war die tatsache, dass die auf dem fotophon angelegte liste nicht auf dem laptop angezeigt wurde. zuerst suchte ich natürlich den fehler bei mir, da ich ja meine geräte nicht alles einfach so synchronisieren lasse. aber daran lags nicht, es scheint ein allgemeines problem zu sein. also legte ich auf dem laptop noch eine karte* an (das geht dafür auf dem fotophon nicht), übertrug alle ziele und spielte dann noch ein bisschen mit symbolen und so weiter herum.  danach schickte ich das ganze werk an die temporären mitreisenden, sozusagen als kleines appetithäppchen. ob das ganze überhaupt sehr sinnvoll ist, weiss ich noch nicht, denn irgendwie sieht es so aus, als hätten wir eventuell vor ort kein internet, aber das wird sich vielleicht auch noch relativieren.
danach habe ich noch ein paar landkarten vorbereitet, ein bisschen tschechisches geld herausgesucht (bei der gelegenheit den wechselkurs czk zu chf herausgefunden, den umweg über den euro erspar ich mir, ich habe da in letzter zeit ein bisschen den bezug verloren: 100 kronen sind 4.20 franken, ungefähr), nun überlege ich, ob es arg übertrieben ist, zum abendessen tschechisches glas für den tisch anzuordnen? oder zeigt das nur angemessen meine begeisterung für das urlaubsland?

anordnen muss ich übrigens deshalb, weil die jugend den tisch herrichten muss, weil ich und kai noch kurz einen abstecher zur abschiedsparty der tochter von der primarschule machen werden. da lange nicht klar war, ob wir als eltern da überhaupt erwünscht sein würden, haben wir da eine kleine terminkollision, und ich musste das versprochene tschechische abendessen absagen. anstattdessen vielleicht tschechisches glas also?

schade ist auch, dass die tochter beim planen nicht dabeisein kann, dabei würde sie doch so gerne zu den grossen gehören. die reisen mit anhang und dem zug, wir als kernfamilie mit dem auto (und den velos obendrauf). aber sie wird die abschiedsparty wohl auch sehr geniessen, mit übernachten in der schule und morgen dem traditionellen auszug aus der primarschule mit "heute hier, morgen dort". entsprechend aufgeregt war sie schon...

so, nun pflücke ich mal noch die bettwäsche von der leine, hübsche mich ein bisschen an, richte alles her, was die tochter vergessen hat und mache mich auf, um tschüss zu sagen. 



*dabei ärgerte ich mich zum x-ten mal über die deutschen namen in der tschechischen landkarte, welcher revisionist war denn da eigentlich am werk? die tschechische geschichte kenne ich halbwegs, also weiss ich, dass gerade in nordböhmen (=sudetenland) lange zeit ausschliesslich deutsche ortsnamen üblich waren, später dann teilweise auch beide sprachen, je nach gebiet, dann wieder nur deutsch, danach ausschliesslich tschechische. ausserdem ist mir durch persönliches erleben von zeitzeugen durchaus bewusst, welche kränkungen damit teilweise bis heute verbunden sind. aber wer kommt auf die idee, nur die deutschen namen zu verwenden, die im strassenverkehr oder zum beispiel bei der suche nach zugverbindungen überhaupt nicht handlich sind, da momentan weitgehend tschechische namen verwendet werden? bitte kann das jemand wegtun?

Mittwoch, 5. Juli 2017

der garten im juli


bevor die ferienzeit losgeht und ich wahrscheinlich zu garnix mehr komme, muss ich schnell noch mit dem fotoapparat eine runde durch den garten machen. es blüht tatsächlich noch etwas! (von links oben nach rechts unten)
am meisten gefreut habe ich mich über die hortensien, hielt ich sie doch im mai für komplett erfroren, blüten für unwahrscheinlich, und siehe da, sie haben sich komplett erholt und blühen jetzt im juli. gleich daneben die clematis, die ich beim schneiden wildrosen komplett abschneiden musste, auch die hat ihre ersten triebe durch den frost verloren, aber nun doch noch einmal völlig unbemerkt ausgeschlagen.
unverwüstlich haben wir seit etlichen jahren nachtkerzen im garten - manchen gelten sie ja als unkraut, aber was so leuchtet und so gut duftet, ist allenfalls spontanvegetation! gleich daneben steht jetzt die wilde weinrebe in voller blüte - auch die hat ja eigentlich nichts in einem gepflegten garten zu suchen, wir nutzen sie als sichtschutz zum parkplatz der nachbarn und da ist sie hochwillkommen (naja, gepflegter garten ist ja auch anders...).
die duftrosen blühen trotzdem und von jahr zu jahr schöner, in diesem jahr schon zum zweiten mal. die wilde möhre darf daneben gerne bleiben.
der lavendel ist jetzt voll erblüht, die staudenwicke daneben hat ihre besten zeiten schon hinter sich. da bin dann aber auch froh, denn sie hat sich in diesem jahr zu einem statischen problem ausgewachsen - will heissen, der drahtturm, auf dem sie wächst, kippt ständig um, was ihm bei der last aber keiner vorwerfen mag.
ein treuer schmuck im garten ist der weisse phlox, in diesem jahr habe ich einen neuen etwas bunteren gekauft, hoffentlich fühlt auch der sich bei uns wohl! auch die nutzpflanzen blühen, hier die gurke, drei gurken haben wir schon geerntet, sonst beschränken sich die erntefreuden momentan auf walderdbeeren, die himbeeren werden aber allmählich!


Sonntag, 2. Juli 2017

rothenburg (und ein fünfzigster geburtstag!)

hier sehen sie natürlich keine bilder vom 50.sten. aber ein paar lustige impressionen aus rothenburg, dem ort der party! 

 

die beiden oberen schriften kann ich ja nicht lesen, aber die bilderschrift unten macht mir eigentlich schon klar, welchen service der laden bereithält.


 fleisch. franken. passt ja, oder?


bier. doppelnamen? oder einfach drei inhaber?


spät am abend noch orgelspiel und riemenschneideraltar in der jakobskirche. ein schönes wochenende.

zahlenmuster

in diesem jahr feiert ein genossenschaftlich organisierter kooperativer unternehmensverbund im deutschen einzelhandel seinen neunzigsten. anlass, hübsche stofftaschen mit zahlenmuster zu drucken und an die kunden, nein, nicht zu verschenken, sondern zu verkaufen. obwohl ich eigentlich reichlich mit stofftaschen ausgestattet bin, wurde ich bei dieser tasche schwach, denn das muster ist doch toll! 

 

 so was ähnliches habe ich jetzt versucht, als ich eine karte für einen fünfzigsten geburtstag drucken wollte:


ist natürlich ganz anders geworden, unter anderem, weil ich die beiden stempel mit einem gummi zusammengebunden habe und der abstand der beiden zahlen dadurch sehr gross war. eng und passgenau drucken ist schwierig, weil man mit dem kinderstempel den ich benutzt habe nicht sehen kann, wo die zahl anfängt (es ist ein schaumstoffklotz mit stempel untendran, aber die zahlenform gefällt mir gut, vor allem für den zweck!) ganz allgemein würde ich gerne noch mehr zahlenmuster ausprobieren, wie wäre es damit mal für den mustermittwoch, frau müllerin?

Samstag, 1. Juli 2017

kissen

ab und zu entsteht auch wieder ein stück filz. 


 entwürfe, probe, berechnungen.


reichlich streifen zuschneiden - aus vorfilz, nicht selbstgemacht.


die erste seite von der rückseite her auslegen. (der zweite farbige streifen ist der kritischen überprüfung des entwurfs zum opfer gefallen.)


und voilà, das fertige kissen. 50cm x 50 cm, mit einem hotelverschluss (ich mag keine knöpfe oder reissverschlüsse in den filz nähen) und schon unterwegs zu seinem empfänger. irritiert war ich über die dunkleren streifen, nach dem trocknen zeigte sich darauf so eine art getrocknetes gefussel - ich hatte ganz vergessen, dass der vorfilz eine seidenbeimischung hat. fühlt sich minimal anders an als der übrige filz, aber ich glaube, beim nächsten mal gehts auch wieder ohne...

Freitag, 30. Juni 2017

unser gemüse heute


hochglanz-gemüse. das macht mein kameratelefon manchmal. manchmal auch nicht, aber heute hatte es lust auf hochglanz.
mangold, salate (drei stück), lauchzwiebeln, zucchetti (2 grüne und ein gelber, ich mag die gelben immer noch weniger als die grünen) eine gurke, ein knoblauch, kartoffeln, bohnen (und endlich keine kefen mehr) petersilie und basilikum. und jetzt fahren wir erst mal weg, mal schauen, was die jungmannschaft davon bis sonntagabend verzehrt hat. ich gebe keine tipps ab, das zeug kommt schon weg.

Dienstag, 27. Juni 2017

wochenende - mit besuch im zoo

werden die kinder grösser, stehen zoobesuche immer seltener auf dem wochenendprogramm. wir waren schon lange nicht mehr dort. und auch unser wochenendbesuch nicht. dabei haben wir früher regelmässig gemeinsam mit den kindern und noch anderen familien die wilhelma, den stuttgarter botanischen und zoologischen garten, besucht. viele jahre hatten wir sogar jahreskarten  und waren eher wochentags als an den volleren wochenenden im zoo.  
gemeinsam erinnerten wir uns neulich an diese zoobesuche und überlegten, ob wir nicht einmal wieder zusammen, diesmal aber eben in den zürcher zoo, gehen sollten. der samstag stellte sich dann als idealer tag dafür heraus. die vorherige langandauernde hitze, gepaart mit einem regenschauer am frühen morgen, hielt wohl viele von einem zoobesuch ab. dementsprechend erlebten wir einen entspannten tag mit nur einem fastnichtmehrkind im zürcher zoo. 


 zu blödsinn aufgelegt sind ja manchmal auch  die grossen.


 in der masoalahalle war es kaum heisser als draussen in den letzten tagen, nur viel feuchter. die tiere waren dafür alle sehr aktiv, vor allem die lemuren, die sich nicht nur reichlich zeigten, sondern auch viel lärm machten. wären wir in einem echten wald gewesen, hätte ich das ganze eher beängstigend gefunden. den kollegen oben hat es nicht gestört.


 spielplatz muss. auch wenn man für fast alles zu gross ist und fürchterlich unpassend angezogen.


 ok, andere kinder spielten auch. zum beispiel das elefantenkind im matsch. beinahe wäre es nicht wieder herausgekommen - eigenartig, über was man so schmunzelt bei einem zoobesuch.


 was mir bei anderen zoobesuchen so nicht aufgefallen war: wie zugewachsen alle wege sind. das gibt eine sehr schöne atmosphäre, mehr abgeschlossene plätzchen und insgesamt öfter mal das gefühl, ganz alleine unterwegs zu sein.

Freitag, 23. Juni 2017

unser gemüse heute


lattichsalat, krautstiel (mangold), frühlingszwiebeln, zucchini und gurke, diverse kräuter, kefen. kartoffeln.

die sonne macht die arbeit! - sommerpost 2017

seit tagen mehren sich ja hier im blog schon die anzeichen, dass es wieder eine sommerpost geben wird und dass ich mich bereits daran gemacht habe, das lustige sonnendruckverfahren auszuprobieren. gestaunt habe ich schon, als ich von michaelas rosensonnendrucken las und als ich die anmeldung für die sommerpost dann abgeschickt hatte, gab es keine ausrede mehr, ich musste es probieren.
das prinzip ist ganz einfach und doch irgendwie ein bisschen wie magie. man trägt verdünnte stoffmalfarbe auf einen nassen stoff auf, deckt teile des nassen stoffs ab und lässt ihn in der sonne trocknen. an den abgedeckten teilen trocknet der stoff langsamer und weil die feuchtigkeit (und mit ihr die farbpigmente) in richtung trockener teile wandert, entfärben sich die abgedeckten stellen, während sich an den unabgedeckten die farbe sammelt.
wie einige andere auch, habe ich meine ersten versuche mit der stoffdruckfarbe vom letzten jahr gemacht. etwa 1:2 mit wasser verdünnt und erstmal mit einfachen schablonen ausprobiert, hat das verfahren auf anhieb funktioniert, auch wenn das ergebnis mit der relativ dickflüssigen farbe noch nicht optimal ist.


ein zweiter versuch mit schmalen streifen verlief dann auch eher ernüchternd, aber andererseits war er erhellend: denn überall wo die farbe nur sehr dünn war, an den rändern nämlich, hat es super funktioniert.


der nächste versuch mit dünnerer farbe machte mich dann gleich wieder zufriedener.


leider enthält die stark verdünnte siebdruckfarbe aber kaum noch pigmente, so dass es auf einen eher blassen druck hinausläuft. darum habe ich mir bei meiner nachbarin, die ungefähr genau so viel bastelmaterial hortet wie ich, nur manchmal ein bisschen sortimentsverschieden, seidenmalfarben ausgeliehen. (dafür musste ich ihr den link zur sommerpost weitergeben, weil sie natürlich wissen wollte, für was ich die farbe brauche und sehr, sehr interessiert war!)


die ergebnisse mit der ungleich dünneren seidenmalfarbe sind so anders auch wieder nicht, ob das  ganz feine netz auch mit siebdruckfarbe spuren auf dem stoff hinterlassen hätte, weiss ich natrülich nicht.(ja, und hätte man es vorher besser abgewaschen und damit vermieden, dass reste von acrylfarbe auf den stoff kommen, hätte es richtig gut ausgesehen...) nur die farbtiefe ist mit den seidenmalfarben ein bisschen besser und der stoff hat keinen so brettigen griff nach dem bedrucken. 


zu lernen gab es aber auch hier gleich wieder etwas: die schablone muss richtig gut aufliegen, am besten drückt man sie in den nassen stoff hinein, wo sie das nicht tut, gibt es ausgefranste ränder. und manche seidenmalfarben ertragen die sonne nicht so gut. das hätte mohnrot sein sollen!




Donnerstag, 22. Juni 2017

ich bin überwältigt!


als ich vor drei wochen diesen blogpost veröffentlichte, war das so eine art versuchsballon, so recht konnte ich mir nicht vorstellen, dass es eine grosse resonanz darauf geben könnte.

nachdem dann rege kommentiert wurde, machte ich mir hoffnung auf ein paar wollspenden von lieben freundinnen und freute mich über das interesse.
die post kündigte pakete an, die nach und nach bei mir ankamen. zum grossen teil von mir komplett unbekannten menschen! (anhand der absendeorte hatte ich jeweils an ganz andere gedacht)
in den paketen (und abgegebenen säckchen): wolle, wolle, wolle. mal ganz kleine restchen wie zum beispiel von milena und zizi, die meine decke recht bunt machen wollen! handgefärbtes von rita, grosse, wunderschöne knäuel aus dem thurgau, und noch einmal reste (da wurde auch viel für männer gestrickt!) aus göppingen, aus dem bündnerland und aus winterthur.

mit dieser wolle wird meine decke richtig gross! und bunt! und vielfältig!

in den meisten paketen war aber nicht einfach nur wolle, sondern auch ein ganz besonderer gruss für mich. so weiss ich nun, dass viel mehr menschen freude an meinem blog haben als ich das jemals gedacht habe. herzlichen dank euch allen, nicht nur für die wolle, nicht nur für euer lob und euren dank, sondern auch fürs dabeisein und mitlesen!
der individuelle dank wird noch ein bisschen auf sich warten lassen, aber ich habe alle adressen notiert! (gerade kündigte die post noch ein paket an!)
und: ich halte sie alle auf dem laufenden in sachen decke!


Mittwoch, 21. Juni 2017

filznachmittage: danke für die blumen!

momentan scheint die zeit in der hitze zu zerfliessen... über eine woche ist es schon her, dass ich den letzten von sechs filznachmittagen in der primarschule in rekingen verbracht habe. ich berichtete schon anfang mai, aber da sich heidi gewünscht hat, dass ich alle blumen im blog zeigen soll, will ich das gerne jetzt abschliessend tun!


die farbauswahl war ein bisschen durch das vorhandene material eingeschränkt, also kommen manche farben immer wieder vor. ausserdem habe ich immer einen schüler oder eine schülerin gebeten, die blumen zu arrangieren. und so unterschiedlich wie die gruppen waren dann auch die arrangements. da gab es die gruppe, in der ich sagen konnte, was ich wollte, alles bekam eine eher schlüpfrige bedeutung, die gruppe, die fleissiger sein wollte als es die zeit erlaubte, die gruppe in der nichts fertigwerden wollte, und ich gefühlt den halben nachmittag den satz: da musst du noch weiter dran arbeiten wiederholt habe.
an einem nachmittag gab es für alle glace (eis) und am letzten nachmittag haben mir die schüler sehr schön geholfen, alle meine sachen wieder zusammenzupacken. insgesamt war es eine schöne erfahrung und darum sage ich: danke für die blumen liebe rekinger mittelstufenschülerinnen!

Freitag, 16. Juni 2017

unser gemüse heute ... und ein paar beeren dazu


vier salate, dafür diesmal keiner in kingsize-grösse. ein kohlrabi, eine zucchini, lauchzwiebeln in homöopathischen dosen, ein ebensolcher frischer knoblauch, kefen, petersilie und basilikum und kartoffeln vom eigenen acker.

zusätzlich zum gelieferten korb waren wir heute morgen ganz früh schon auf dem erdbeerfeld und haben 6 kilo erdbeeren gepflückt (oder "gwunne" (gewonnen), wie die aargauer sagen. das wort finde ich so schön, es hat was von schürfen nach erdbeeren oder so), daraus habe ich heute nachmittag wieder mit hilfe der anwesenden familienmitglieder 21 gläser erdbeermarmelade, 4 gläser erdbeer-aprikosen-marmelade und aus den ebenfalls, aber im eigenen garten frisch gepflückten weissen träuble noch zwei gläser träublesgelee gekocht. und ein erdbeertiramisu vorbereitet, fast hätte ich es vergessen!


Mittwoch, 14. Juni 2017

... a rose is a rose is a rose is a rose ....

diesen tautologischen satz hatte ich sofort im kopf, als ich vom rosenmonat beim mustermittwoch bei müllerin art las. ich kenne ihn von einer lange zurückliegenden ausstellung von marie-jo lafontaine in der kunstgalerie der kleinstadt, aus der ich stamme und ich fand ihn immer schon schön, ein bisschen geheimnisvoll und eben: tautologisch. 
oder eben auch nicht, wenn man das zweite a rose zusammenzieht, erhält man arose, entsprungen, und damit einen ganz anderen satz; eine rose ist entsprungen, was schon arg an das weihnachtslied erinnert...  buchstaben und wortspielerei mit meiner lieblingsblume. 


 daraus wurde eine buchstaben- und musterspielerei für den mustermittwoch. buchstaben und worte als muster in form einer rosenblüte, mit pinsel und wasserfarbe gemalt.

und ausserdem versuchte ich herauszufinden, von wem der satz denn nun eigentlich ist. und musste bemerken, dass da viel mehr dahintersteckt. denn der satz stammt ursprünglich von gertrude stein, wurde von ihr 1913 als teil des gedichts sacred emily geschrieben, 1922 veröffentlicht und meint eben nicht nur, dass dinge sind, was sie sind, sondern spielt auf eine uralte philosophische frage an, in der es darum geht, ob begriffe als ideen des bezeichneten eine eigenständige existenz haben oder ob begriffe gedanklich abstraktionen sind, die als bezeichnungen von menschen gebildet werden und damit untrennbar mit den bezeichneten objekten verbunden. wenn sie jetzt nur bahnhof verstehen, recherchieren sie einfach mal zum thema universalienstreit, aber seien sie gewarnt, das gibt knoten in die gehirnwindungen!
für gertrude stein, drückte der satz wohl vor allem aus, dass der name einer sache deren bild und die damit verbundenen gefühle verkörpert.



in diesem sinne, versenken sie sich einfach in dieses gif, vielleicht hilft es ja!

Dienstag, 13. Juni 2017

der garten im juni

der juni ist der rosenmonat. wobei die rosenblüte hier meist schon im mai beginnt, weil die wildrosen ein bisschen früher dran sind als ihre domestizierten kolleginnen. danach geht es dann mit den pfingstrosen weiter. die sind heuer so rasch aufgegangen und dann gleich einem regenschauer zum opfer gefallen, dass nur noch die späten im schatten des hauses blühten, als ich endlich zum fotografieren kam. 


für sträusse kombiniere ich sie gerne mit den duftigen blüten des gierschs, der aber auch schon fast überall verblüht ist.


ähnlich undramatisch wie der giersch blüht eigentlich nur noch der liebstöckel, farbige blütenblätter sind ihm zu protzig.


ganz anders, aber auch nicht protzig: die kartoffelrose, die sich nicht wirklich heimisch fühlt ins unserem garten. hier hat sie gerade schwergewichtigen besuch.


jetzt blüht auch allerhand nützliches: zum beispiel die erbsen, in diesem jahr wirklich erbsen, keine kefen oder knackerbsen. wir müssen also demnächst mal ans palen denken.


und die schnittzwiebel.

 

und natürlich die tomaten. die blühen in diesem jahr deutlich mehr als sie wachsen, aber das kommt meinen plänen entgegen! 


der lavendel fängt an zu blühen, sein standort ist mal wieder eher zu schattig, da müssen wir wieder mal ein bisschen für licht sorgen mit hilfe der heckenschere. die dahinter wachsende zitronenmelisse droht ständig das ganze beet einzunehmen - mit entsetzen habe ich neulich festgestellt, dass wir sie dort mal eingepflanzt haben. momentan handeln wir sie eher als unkraut.


auch so ein fall: die staudenwicke. obwohl sie ungelaublich schön blüht und ausserdem ein erbstück von kais grossmutter ist, entwickelt sie sich zur landplage. an allen ecken und enden kommen mittlerweile kleine staudenwickenbabys zwischen den platten hervor.


definitiv keine plage ist diese wunderschöne wohlriechende rose, egal wie ich sie schneide, sie blüht und wächst und blüht und wächst. einziger nachteil ist, dass ihre blüten in keiner vase lange halten. aber sie riechen so gut!


über die blüte dieser pflanze freue ich mich sehr. die samen habe ich irgendwo vor vielen jahren gekauft, weil mir der name der pflanze so gut gefallen hat, sie heisst "lambs ear" und ihre blätter fühlen sich genau so an - wie die öhrchen neugeborener lämmer!


eine ganz neue methode, wie wir das unkraut dezimieren können hat sich die lehrerin der tochter ausgedacht: die kinder müssen ein herbarium anlegen, für das sie pflanzen pressen sollen. schade, haben sie erst so spät im jahr damit begonnen, im frühjahr waren wir dauernd unterwegs und hätten tolle pflanzen sammeln können. so pressen und bestimmen wir zusammen die unkräuter unseres gartens. immerhin kenne ich jetzt meine feinde mit namen!




Montag, 12. Juni 2017

12 von 12 im juni

der montag dieser kurzen woche ist (wie alle anderen tage auch) ungewöhnlich angefüllt mit nützlichen, aber leider wenig fotogenen tätigkeiten, aber ich werde mal schauen, was ich machen kann für die heutigen 12 von 12. wer nicht weiss, was das ist, liest am besten hier.


 früh morgens ist die letzte gelegenheit zu lüften, ohne dass es drinnen noch wärmer wird.


 danach versuche ich mir einen überblick über die woche zu verschaffen. ja, das soll ein bulletjournal sein, aber irgendwie sieht das bei mir nie so gut aus. der überblick ist aber gewährleistet, per whatsapp versuche ich herauszufinden, wie genau die tochter am donnerstag zum turnfest gelangen wird. leider habe ich einige wichtige sachen aus der letzten woche übernehmen müssen, da hatte ich zwar nicht so viel zu tun, aber dafür fröhlich vor mich hin prokrastiniert.


 auch wichtig, bevor es richtig heiss und sonnig wird: giessen. die neuen pflänzchen und das lustige regal, in dem die kinder unkraut züchten. naja, immerhin grün und wächst ohne grosses zutun.


danach suche ich die utensilien für den letzten filznachmittag an der primarschule zusammen, der sitzplan wird ein letztes mal ausradiert, dann kann ich die namen der schülerinnen eintragen, während ich die anwesenheit überprüfe und habe eine gedächtnisstütze für die namen. jede woche kommen 10 oder 11 neue schülerinnen zu mir, was mein namensgedächtnis arg strapaziert.


um 10 gibts einen zweiten kaffee und ein liegengebliebenes toastbrot.


 eine weitere schachtel mit wolle ist angekommen, aus dem bündnerland. beim von der post avisierten paket hatte ich an jemand anderen gedacht, aber ich freue mich über die wollspende der leserin aus der rofflaschlucht. die rofflaschlucht bei andeer kann ich auch empfehlen, mir hat sie viel besser gefallen als die bekanntere viamalaschlucht! ach und ich freue mich auf den tag im august, den ich in andeer verbringen werde!


 nach kücheputzen, staubsaugen und allgemeinem montäglichem herumgeräume schaffe ich es tatsächlich noch ein paar reihen von einem hexipuff zu stricken. davon werde ich noch viele, viele stricken in der nächsten zeit!


 zum mittagessen gibt es gewärmte reste und zum etwa 30sten mal fällt mir auf, dass die pilea einen kleinen ableger bekommen hat und dass ich das hier zeigen wollte! hallo pileamama! gell, hab ich gut gemacht?!


nach dem mittagessen geht es schnell mit dem auto an den rhein, dort warten schon meine heutigen filzschüler. die fahrt dorthin auf einem schleichweg durch den wald ist wunderschön, aber fordert meine konzentration, und ausserdem hab ich es immer ein bisschen eilig.


 so, fertig. die ersten 9 filzblüten. ich lasse die schüler arrangieren, das kommt dann immer sehr unterschiedlich raus...


 zuhause zurück trinke ich einen unspektakulären kaffee, sitze ein bisschen vor dem haus, hoble schon mal den rettich fürs abendessen, bügle einen korb wäsche und dann gibt es znacht. rettichsalat, und für die karnivoren wurst dazu. leckeren rettich hat unsere gemüsegenossenschaft dieses jahr im korb, den isst sogar die tochter.


zum abschluss eine abendstimmung aus dem garten, der schon wieder in richtung wildnis tendiert. aber sehr schön grün ist.
mehr 12er findet ihr bei caro, der im übrigen ein dank gebührt!