Freitag, 10. Juli 2009

zwischenstopp zuhause


vor ein paar stunden sind wir nach hause gekommen, haben alles ausgepackt (nur eine grosse kiste wolle steht noch unangetastet im keller) und schon denken wir wieder darüber nach, was wir für die ferienwoche im jura einpacken sollen.

die überaus regnerische und teilweise wohl auch stürmische woche hat gezeigt, wo es im garten hapert und so habe ich noch ein paar sicherungsmassnahmen getroffen, bei den tomaten, sonnenblumen... und ausserdem himbeeren geerntet und... eingefroren! (nach dem rhabarber also auch noch eine rekordernte bei den himbeeren...)

die letzten 4 tage bei meinen eltern gingen wieder wie im flug vorbei, obwohl wir keine besuche machen konnten, weil alle, die wir besuchen wollten, schon im urlaub waren...

besucht haben wir - am tag mit dem mit abstand schlechtesten wetter - aber die gartenschau im rechberghausen.
die staudenbeete waren wunderschön, das ganze gelände ist übersichtlich gross, aber wir haben doch einiges nicht gesehen, einerseits wegen dem schlechten wetter, andererseits auch, weil unter der woche der ganze betrieb etwas auf sparflamme kocht, zum beispiel der nabu ist nur am wochenende auf der gartenschau vertreten. ein bisschen enttäuscht war ich, dass 4 schafrassen angekündigt waren, darunter auch moorschnucken, die ich gerne mal gesehen hätte, und dann nur coburger füchse zu finden waren.

stellvertretend für viele eindrücke hier die vogelwiese der schüler der nahegelegenen schule:


und das absurdeste, was mir zum thema garten bisher untergekommen ist:


im rahmen einer ausstellung über die ansiedlung von nützlingen wurden nicht nur igelhöhlen und erdbienenhotels gezeigt, sondern auch dieser spinnenrahmen.
ein bisschen überlege ich immer noch, ob sich da nicht jemand einen scherz erlaubt hat... wenn nicht, würde mich interessieren, wie man die spinnen dazu bringt, ausgerechnet hier ihr netz zu bauen und nicht etwa jeden tag aufs neue in der eingangstüre oder im lieblingsgartenstuhl ? und welcher garten so langweilig ist, dass spinnen nicht zahllose möglichkeiten für spinnennetze finden? oder: wie sieht die nisthilfe für raubspinnen aus?

Montag, 6. Juli 2009

ferienzeit


die hat am samstag irgendjemand so gestellt, dass sie eine stunde nachgeht.
das war vorgestern und gestern ganz gerne gesehen, denn so ging alles ein bisschen gemächlicher.
heute wird es schon schwieriger: der abfahrtstermin zu den grosseltern rückt so viel zu langsam näher.
*
und dann um zwei ein anruf: wir sind an der schweizer grenze, wir kommen noch zum kaffee zu euch!
alte freunde, lange nicht gesehen... also spontan ja gesagt und die abfahrt zu den grosseltern noch mal zum 2 stunden verschoben...
um halb neun waren wir dann endlich da, glücklicher weise haben die zwei jüngeren die meiste zeit auf der fahrt geschlafen...
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Samstag, 4. Juli 2009

ferien!

gestern war dann endlich der letzte schultag der jungs und heute sozusagen der erste ferientag von allen drei kindern (schliesslich hat man wirklich ferien, wenn man nach den ferien in den kindergarten kommt).

alle stundenpläne sind mittlerweile beisammen, die freizeitaktivitäten fürs neue schuljahr auch schon weitgehend bestätigt und in der nächsten woche soll dann noch die bestätigung der tagesbetreuung für einen vormittag für das töchterlein kommen. kindergarten ist ja leider nur montag, mittwoch und freitag, zusätzlich auch noch am donnerstagnachmittag, und so wird die kleinste zur ergänzung die hiesigen tagesstrukturen an einem vormittag besuchen, dass wir hier wenigstens ein wenig kontinuität bekommen.

heute haben wir schon einen wunderschönen ersten ferientag in zug verbracht, mit coiffeurbesuch und anschliessendem schwimmen im see und gnocchi zum abendessen. morgen werden wir uns zeit nehmen und alle mit nach hause gebrachten kunstwerke, basteleien, jahresordner, foto-cds und so weiter anschauen.

und dann geht es zuerst zu den grosseltern und dann für eine woche in den (ins?) jura. das ist bisher das was wir geplant haben, alles weitere lassen wir auf uns zukommen. gegen ende der ferien wird dann auch noch ein neues vierbeiniges familienmitglied zu uns stossen.

ich werde versuchen nicht ständig daran zu denken, was ich alles noch nicht gefilzt habe und hoffe trotzdem auf ein paar kleine zeitfenster um an ein paar sachen zu arbeiten. vielleicht komme ich ein wenig zum stricken, vielleicht sogar zum spinnen, wer weiss?

Freitag, 3. Juli 2009

der hauptpreis ...


... fürs erste höhtalstrassenschachturnier: ein sitzfilz aus weisser inlandmerino mit dem motiv "könig".

mal sehen ob es der grosse und der grösste schaffen, den filz im haus zu behalten.



*


doch weg. aber der übernächste nachbar freut sich drüber!

Donnerstag, 2. Juli 2009

schräger vogel

gestern gemacht.

gut gelungen!

(ich hatte ganz viel geduld und habe mich gleich um alle schwachstellen gekümmert...)
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neuer anlauf!

es gibt eine neue verkaufsplattform für die schweiz: guzuu heisst sie.
seit heute bin ich auch dabei und habe mich schon wieder über die geschlagene stunde geärgert, die es mich gekostet hat, dort zwei taschen einzustellen.
ich bin dabei, ich hoffe ich bleibe dabei.

(ok, es liegt an mir, ich habe auch schon bei dawanda aufgegeben, allerdings habe ich da nicht mal etwas eingestellt... vielleicht klappts ja diesmal...)

Mittwoch, 1. Juli 2009

28 minuten

hat es gedauert, bis diese laubheuschrecke sich gestern abend in unseren tomaten ihrer zu eng gewordenen haut entledigt hatte.



und heute morgen war sie immer noch da:



(die sechs bilder oben sind zwischen 20.55 uhr und 21.23 uhr entstanden. es lohnt sich, draufzuklicken, dann werden sie grösser.)
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Sonntag, 28. Juni 2009

zeit ...

... hatten kai, töchterlein und ich am samstag endlich mal wieder, um den wochenmarkt in waldshut zu besuchen, ins café zu sitzen, ein bisschen zu bummeln - und auf dem rückweg ist sogar mein wunsch nach flohmarkt in erfüllung gegangen. wir haben uns vom regen einfach nicht stören lassen und haben wirklich etwas ganz spezielles auf dem flohmarkt in küssaburg gefunden:

kommentar des grossen: "auf welchem jahrhundertflohmarkt habt ihr denn das aufgetrieben?"

*

der sonntag - der erste seit langem ohne vorher festgelegtes oder von aussen bestimmtes programm - führte uns sinnigerweise in eine ausstellung des stapferhauses in lenzburg auf dem zeughausareal: nonstop heisst sie und ihr thema ist zeit, beziehungsweise die beschleunigung des lebens. ein kleiner rundgang ist im netz verfügbar, es ist aber unbedingt lohnenswert, die ausstellung selbst zu besuchen.
beeindruckend alleine schon durch die gestaltung des raums, anregend durch die aufarbeitung des themas, spielerisch der zugang an vielen stellen, picke ich zwei dinge heraus, die mich besonders überrascht haben:

an einem der tische in der ausstellung ist dargestellt, welche tätigkeiten welchen raum, beziehungsweise wieviel zeit in unserem leben einnehmen. daneben gibt es dann einen computer mit einem programm, das einem nach eingabe von alter und geschlecht ausgibt, wieviel zeit man noch in der verbleibenden lebenszeit mit welchen tätigkeiten zubringen wird:


es beruhigt mich, dass ich mehr zeit mit kochen als mit geschirrspülen zubringen werde, und ich denke darüber nach, ob ich nicht während dieser beiden tätigkeiten ab und zu mit kai reden sollte, um die bilanz in diesem punkt zu verbessern. dafür würde ich auf einige monate fernsehen verzichten.

eine spielerei nur, sicher - aber eine die doch zum nachdenken anregt.

explizit zum nachdenken und auch zum niederlegen dieser gedanken ruft der estrich auf:



Die Besucherinnen und Besucher entsteigen der Auseinandersetzung mit der Zeit. Eine Treppe führt auf den Estrich, der zum Depot für ihre Zeit-Wünsche und – Träume wird. Ein poetischer, traumhafter Ort, gefühlsmässig weit weg von der Nonstop- und Tempo-Gesellschaft, den es individuell mit der Taschenlampe zu entdecken gilt. Hier beantwortet jeder für sich selbst und doch sichtbar für alle die Gretchenfragen des eigenen Lebens:

Wofür hätten Sie gerne mehr Zeit? Was sind die besten Momente Ihres Lebens? Was möchten Sie unbedingt noch erleben? Was kommt in Ihrem Leben immer zu kurz?

Die Antworten werden auf Papier festgehalten und als Teil der Installation für andere BesucherInnen sichtbar