Dienstag, 24. März 2026

reise nach genua (und die drei tage davor)


nach einer kurzen, aber intensiven woche, deren einzelne ingredienzen mir mehrheitlich entfallen sind oder besser im ferienhochgefühl vergessen gingen, sind wir am donnerstagmorgen per zug in richtung gen italien (sorry, der muss halt schon sein) gefahren. wir fuhren übrigens nicht nur mit dem, sondern auch über zug. hier unten ein bild vom zuger see, und damit dann auch schluss mit den blöden kalauern. 


am späten vormittag stiegen wir in lugano in einen anderen zug nach mailand, der wie unserer aus zürich kam, aber immerhin hatten wir hier reservierte plätze. internationale verbindungen buchen wir häufig über trainline und da gibt es manchmal seltsame kombinationen - deswegen ist das durchaus keine werbung für die zugbuchungsapp, sondern eher ein hinweis. 



dann noch einmal umsteigen in mailand, wo noch die transparente der olympiade hingen. 

 
um kurz vor halb drei kamen wir in genua an - und gingen zu fuss zu unserem hotel in der innenstadt. auch um uns ein bisschen in der stadt einzugewöhnen folgten wir im wesentlichen der via di prè durch den gleichnamigen stadtteil - vorteil der engen gasse: es fahren dort keine autos, sie ist gesäumt von vielen kleinen läden und kneipen, viele mit eher fremdländischen aussehen und angebot, aber auch überaschend vielen metzgereien mit richtig grossen fleischstücken.  


mitten in der altstadt, an einem kleinen platz vor der kirche sta. maria delle vigne lag unsere unterkunft für die nächsten vier nächte. vom vierten stock hatten wir einen spannenden ausblick, aber lange hielten wir es nicht um zimmer aus. das war zwar klein, aber stilvoll und praktisch eingerichtet - allerdings wollten wir nach der langen zugreise lieber noch das schöne wetter für eine erste erkundung der stadt nutzen. 

kirchen fotografieren ist in genua eine herausforderung - die allermeisten sind irgendwo dazwischen gequetscht - oder vielleicht wurden sie auch später immer mehr von den wohnhäusern umzingelt, jedenfalls holt man sich beim blick zum campanile oder auch nur auf die fassade regelmässig eine genickstarre. 

der hit ist allerdings san pietro in banchi - hier hat man aus der not eine untugend gemacht. beim bau der kirche fehlte das geld, darum baute man sie in den ersten stock und hatte im erdgeschoss platz für läden, die genügend abwarfen, um den kirchenbau zu finanzieren. kai dachte, ich hätte mir diese geschichte ausgedacht - dabei habe ich sie irgendwo gelesen. ob es stimmt? 

diese lädelchen! hier ein winzigkleines, in dem man sich ein panini nach wunsch belegen lassen konnte. glücklicherweise hatten wir noch nicht genug hunger, ich weigerte mich auch schon mal profilaktisch, die bestellung auf italienisch aufzugeben, ich war nämlich in den ersten stunden in bella italia ganz schön herausgefordert meine sprachkenntnisse zu entrosten. ging dann von tag zu tag besser - mit kleine ausnahmen: ja, nein und danke fielen mir immer zuerst auf tschechisch ein. 

als allererstes zog es uns in den alten hafen. um dorthin zu kommen, muss man quasi von überall her die stadtautobahn unterqueren - nicht dramatisch hinderlich, aber schon ein bisschen eine optische bremse. 

vor einigen jahren wurde der alte hafen nach einem entwurf von renzo piano umgebaut. ich erinnere mich nur sehr dunkel, wie es vorher aussah oder vielmehr, dass wir bei vorigen besuchen die gegend eher gemieden haben, aber hier ist einfach ein platz entstanden, an dem sich menschen begegnen, wo sie spazieren und verweilen können. wir haben das auch getan - und in den letzten sonnenstrahlen mit einem glas prosecco auf unsere kurzferien angestossen. 

später haben wir erfahren, dass die pläne von piano weit über das hinausgingen, was im alten hafen verwirklich worden ist, unter anderem war (oder ist) eine ganze neue insel für den flughafen geplant.  

wir gingen schiffe gucken - hier war gerade eine fähre nach sizilien von einem schlepper auf den weg gebracht worden, der schlepper fährt zurück, die fähre verlässt den hafen. am liebsten hätte ich gleich mal nachgeschaut, wie lange man da unterwegs ist, was das kostet und so weiter, also gerade die nächste reise planen... 

für den abend suchten wir uns eine restaurant in der altstadt und assen dort als vorspeise den besten pulpo, den wir je hatten, merkwürdigerweise auf einer karottensauce, aber auch die war gut und passte ausgezeichnet. als hauptgericht nahm kai fritto misto mare und ich ass fisch auf kartoffelpüree mit wildem fenchel, tomaten und kleinen oliven.  


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