Sonntag, 21. Juli 2019

ferien schon fast wieder rum - tag sieben bis neun.

zwei volle ferientage am lario bleiben uns, unbedingt wollen wir noch eine schiffahrt über den see machen. der seearm von lecco ist mit seiner schiffahrt nicht so gut an den restlichen see angebunden, aber nach bellagio bringt uns ein kleines ausflugsschiff von abbadia lariana aus.


drei mal queren wir den see, dann geht es um die spitze bei bellagio und uns wird klar, dass wir uns mitten ins touristenuniversum katapultiert haben.


schön ist dieses fleckchen erde, aber das haben auch schon ganz viele andere entdeckt. wir flanieren durch die engen gässchen und schauen läden an und da es bald schon mittag ist, suchen wir uns ein restaurant mit schöner terrasse.


und wieder teilen wir uns das antipasto del lario - wieder mit frischem und geräuchertem fisch aus dem comer see, aber doch ganz anders als beim letzten mal. zum hauptgang nehmen wir verschiedene primi piatti, risotto mit seefisch, ravioli mit steinpilzen und ravioli mit salbeibutter.

nach dem essen spazieren wir weiter, wieder hinunter zum see, dann der promenade entlang und bis zu den gärten der villa melzi. für die anlage bezahlt man eintritt, es lohnt sich aber sehr, dem englischen landschaftsgarten entlang des seeufers zu folgen. er erstreckt sich bis zur anlegestelle loppi und man kann ihn dort auch verlassen.

toller fotospot. mussten wir auch nicht selbst herausfinden.
eine palme. und was für eine grosse.
ich mag ja einblicke in künstlerateliers sehr. hier wird offensichtlich nicht nur alleine gewerkelt. das ist sicher sehr schön im ambiente des gartens am see.
die villa melzi selbst ist nicht zugänglich, aber ich fand die ansammlung der kamine so hübsch.
 was wir auch tun und nach einem kurzen weg der strasse entlang zu einem öffentlichen strand gelangen. es ist wieder heiss und ein bad im see einfach eine gute idee.
den rückweg nehmen wir natürlich wieder durch die gärten, mit dem ticket kann man den ganzen tag hinein und hinaus, wie man möchte.

wieder zurück in bellagio reicht es gerade noch für ein eis, den einkauf der üblichen pastiglie di leone als reiseandenken und schon stellen wir uns an der anlegestelle an für einen guten platz auf der rückfahrt.


 wieder zurück in abbadia können wir nichts mehr zum abendessen einkaufen - ist aber auch nicht schlimm, denn im parco della chiesa rotta gibt es so leckere pizzen und noch ein bisschen seeleben der eher ruhigen art zu geniessen.

***

der letzte ferientag ist ausnahmsweise ein samstag, erst sonntag werden wir zurückfahren.
da wir am letzten wochenende gelernt haben, dass an wochenenden die strände voll mit tagestouristen sind, haben wir uns eine wanderung zum wasserfall oberhalb unserer ferienwohnung vorgenommen. am schild zu "cascata cenghen" sind wir ja schon oft vorbeigekommen, also wollen wir mal nachschauen, was sich dahinter verbirgt.

da freut sich der wanderer. ist also egal wo lang?
vom sentiero del viandante zweigt ein weg den berg hinauf ab und es geht beinahe gleich von anfang an steil bergauf und immer und immer noch weiter. zwischendurch gelangen wir auf ein plateau, man kann hier die beine mal ein bisschen ausruhen, aber fast sofort geht es wieder steil, steil hinauf.

aussicht! (am weg zum wasserfall wurde unter anderem kritisiert, es gebe keine aussichtspunkte. fanden wir nicht.)
 von allen seiten münden pfade in unseren weg, immer mehr menschen begegnen uns, die tagestouristen liegen also auch nicht nur faul am strand, sondern wandern auch gerne mal.


als wir endlich die cascata erreichen (3,5 km, von 240m auf 650müM) herrscht dort eine fröhliche stimmung. alt und jung macht sich einen spass draus, im eiskalten wasser zu baden und ein paar mutige stellen sich sogar unter den wasserfall.

wir haben das baden der tochter überlassen, weil es schon rund um den wasserfall recht kühl war.
 wir steigen nach einem längeren aufenthalt wieder ein stück entlang des torrente ab, queren diesen dann und verlassen so den offiziellen weg.

der wasserfall von weiter unten.
wieder einmal ist uns die tschechische wanderapp "mapy.ch" ein zuverlässiger wegweiser für eine variante. super auch, dass man den weg hier auch gleich tracken kann und so neue wandervorschläge generiert werden. noch einmal geniessen wir einen schönen ausblick, aber für eine längere rast ausserhalb des waldes ist es zu heiss. den wald hinunter folgen wir einem weiteren sehr, sehr steilen pfad, der komplett mit steinen gepflastert ist. nicht die bequemste art zu wandern, aber insgesamt schöner als der offizielle, teils sehr ausgetretene pfad. eine rast machen wir an einer kleinen quelle und sind dann schon fast wieder zurück auf dem sentiero, bei unserem parkplatz und nach einem kleinen umweg über den über mittag geschlossenen lebensmittelladen (ich hätte wetten können, dass der es auf die über-mittag-wanderer abgesehen hat) auch an der ferienwohnung.

ziehen sie bitte mal vom höhenprofil 50 bis 70 meter ab. beim anfangspunkt war ich zu ungeduldig um zu warten bis der tracker den richtigen punkt gefunden hatte und am ende der wanderung hat er uns wohl am oberen rand des wasserfalls gefunden. da waren wir aber nicht. dafür dürfen sie auch noch ein bisschen was von der wanderzeit abziehen, in den pausen hab ich den tracker nicht abgestellt und dann auch noch geduscht, bevor ich daran gedacht habe.
 spätes mittagessen mit ALLEN resten. morgen werden wir vor der heimreise in der bar frühstücken müssen. anschliessend ein bisschen pause, dann packen.

für den abend haben wir noch einmal im "il vicolo" reserviert, wobei wir diesmal bei der auswahl der gerichte kein so ganz glückliches händchen haben und zwar leckere, aber auch ganz unitalienisch grosse fleischgerichte serviert bekommen. wir sitzen wieder sehr, sehr schön, diesmal in einem vollbesetzten innenhof und lassen es uns gut gehen.

in der ferienwohnung geniessen wir noch ein wenig den privaten innenhof und verabreden uns für den donnerstag auf einen besuch im glarnerland! super, wir freuen uns und fahren schon fast ein bisschen gerner nach hause. 

***

für die heimreise haben wir den wecker auf halb acht gestellt um noch vor der grossen hitze alle sachen wieder im auto und die fahrräder auf dem auto verstaut zu haben. in einer art pendelverkehr tragen wir dazu erstmal alles an den letzten anfahrbaren ort, wo kai das verstauen im auto übernommen hat. während die tochter und kai die velos aufs dach montieren kontrolliere ich nochmal alle zimmer, bringe alles die wohnung ein wenig in ordnung und wecke den gastgeber, um die geräumte wohnung zu übergeben. das passt dann gerade so mit dem fertig gepackten auto zusammen. um halb zehn können wir starten, wollen aber zuerst noch ein paar italienische spezialiäten einkaufen.

dann folgen wir der uferstrasse in richtung norden. in allen ortschaften ist schon richtig viel los und die suche nach einer bar fürs frühstück gestaltet sich schwierig. erst abseits des sees, schon auf dem weg in richtung chiavenna finden wir eine bar - und viel wichtiger: einen parkplatz für das überhohe auto (im schatten!). frühstück um halb zwölf, weiter richtung malojapass, kurz unterhalb des passes machen wir dann auch schon mittagsrast und verweilen uns ein wenig am bergbach, der von maloja herunter kommt.
weiter geht es ohne grössere rast über maloja, julier, thusis und dann die autobahn entlang, die verkehrsnachrichten bringen die üblichen staus am gotthardtunnel, heute im süden und norden, wir werden auch noch ein wenig aufgehalten, aber irgendwann nach sechs sind wir dann auch zuhause.

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