Montag, 14. Mai 2018

12 von 12 im mai 18

nein, nein, ich hab das 12 von 12 am samstag nicht vergessen. aber anstatt mich damit zu beschäftigen, wie ich 12 bilder zusammenbekomme, musste ich aus 230 fotos aussuchen...
ursprünglich dachte ich ja, dass es ein glücksfall sei, dass wir den termin für unser grosses geburtstagsfest auf den 12. gelegt hatten - das war es auch, aber halt nicht für das 12 von 12. denn ich hatte natürlich überhaupt keine zeit, meine 12 fotos zu posten - gemacht habe ich auch nicht alle selbst. und dann lag der fokus beim fotografieren logischerweise vor allem auf den gästen, vielen gästen, die ich jetzt nicht einzeln fragen wollte, ob sie gerne mal bei mir im blog auftauchen wollen. also hab ich zuerst ein bisschen gehadert, dann den tag mit der dsgvo und den notwendigen veränderungen im blog verbracht, dann ein bisschen im garten herumgeräumt und dann eine idee gehabt, wie ich ihnen hier im blog zeigen kann, was für ein schönes fest wir am samstag hatten.



los ging es schon in der woche vor dem fest mit dem herstellen einer grossen schachtel riesenkonfetti für die tischdekoration (naja, eigentlich ging die organisation schon viel früher los, aber ab den konfettis war endspurt).

 und mit dem backen eines grossen stapels grissini. wir witzelten noch so, dass es die immer dann geben solle, wenn es sonst nichts zu essen geben würde, also... nie. am ende waren ein paar krümel übrig, nicht mehr.

 

die ersten gäste reisten bereits am donnerstag an und wurden zum helfen angestellt, hier macht kais tante die blumendeko aus wiesenblumen und blühenden sträuchern, die vorher kais onkel und der grosse sohn gesammelt hatten. 

die vorparty war schon ziemlich gut, das wetter, das uns am donnerstag eine dringend nötige dusche für den garten spendiert hatte, lief auch allmählich zu festlaune auf, so dass wir noch lange draussen sitzen konnten. 

 

für alle frühaufsteher gab es am samstagmorgen noch ein karges frühstück bei uns zuhause. 


parallel bin ich mit dem grossen sohn voraus in unsere festlokation gefahren und habe die tisch- und raumdeko verteilt. 
danach wurde es nochmal kurz spannend, denn ein paar der eigens schon am vortag angereisten gäste fanden das lokal nicht hatten beim frühstück im hotel die zeit vergessen. 


 aber irgendwann waren dann alle da und es konnte losgehen mit dem brunch.


 musikeinlage mit der tochter am saxophon, kai an der gitarre und dem befreundeten percussionisten (hinter der säule).


 unseren gästen hatten wir bei beginn des frühstücks die aufgabe gestellt, auf kleinen zetteln den ort oder die gelegenheit zu schreiben, an dem sie uns zum ersten mal gesehen oder gesprochen hatten. hier sind wir gerade dabei zu erraten, wer welchen zettel geschrieben hat. ich schäme mich ein bisschen, dass ich fast immer daneben lag, aber ich schiebe es auf die aufregung.


 anschliessend konnten sich unsere gäste noch ein andenken an die party drucken - das logo unserer einladung mit siebdruck auf eine stofftasche. 
wir beendeten den brunch und zügelten nahezu die ganze festgesellschaft in unseren garten zum weiterfeiern.


mit  kuchen vom buffet und kaffee oder prosecco und aperogebäck verteilten sich die gäste rund ums haus. 

 

zum abendessen warfen wir den grill an, servierten zwei grosse schüsseln salat und brot und die allmählich kleiner werdende gästeschar suchte sich ein plätzchen am feuer oder zumindest unter der lichterkette. 


als wir spät am abend gerade nach drinnen umgezogen waren, ging es draussen los mit ein bisschen donner und wenig regen. 
die vielen schönen geschenke, die wir bekommen haben, haben wir dann erst am sonntag so richtig anschauen können. das schönste geschenk war aber das gelungene fest und die vielen gäste, denen es so gut gefallen hat!

Freitag, 11. Mai 2018

Donnerstag, 10. Mai 2018

drei tage voll im filz

meine drei filztage starteten am vergangenen sonntag mit dem kunsthandwerklichen frühlingsmarkt im und ums gemeinschaftsszentrum ennetraum. bei schönstem sonnenschein verwandelte sich die strasse neben unserem haus in eine marktgasse.

 

ich konnte meinen stand direkt an der einfahrt zu unserer garage aufbauen und hatte so kurze wege für den auf- und abbau.  


vier filzrunden gab es und bei fast allen war der tisch vollbesetzt - überwiegend mit kindern, obwohl ich mit meinem angebot durchaus auch erwachsene anspreche. kleinere kinder wurden von erwachsenen begleitet, die teilweise zuerst skeptisch in ihre rolle als mithelfendes elternteil finden müssen. aus den gesprächen, aber oft auch einfach aus dem handeln hört und liest sich rasch heraus, dass kreatives tun etwas ist, das nach vielfacher überzeugung in die kinderzeit gehört. dann kann (oder soll sogar) unbeschwert fantasievoll gewerkelt, gespielt oder eben auch gefilzt werden. viele erwachsenen halten sich selbst für unkreativ und haben den kontakt zu ihrer eigenen schaffenskraft und phantasie verloren. mal ganz abgesehen von dem, was die kinder auf diese art und weise von ihren eltern vorgelebt bekommen und wie abwertend diese haltung auch gegenüber dem kindlichen kreativen tun sein kann, finde ich diese haltung auch für die erwachsenen selbst schade. 


Das Spiel ist der Jubel über das Mögliche. (Martin Huber)

 

vielleicht ist mir das auch nur so sehr aufgefallen, weil ich mich für das am montag und dienstag stattfindende modul "spiel und filz" des filzlehrgangs mit diesem thema eingehend beschäftigt hatte. hier im filzlehrgang ist es umgekehrt wieder schwierig, das technische detail nicht über die spielfreude dominieren zu lassen. die teilnehmerinnen wollen (mit recht) viel vom handwerk lernen, möglichst viel gezeigt bekommen und von den erfahrungen der kursleiterinnen profitieren. 
ball, schnur und fläche miteinander zu verbinden und so neues zu schaffen erfordert ja auch eine ganze menge filztechnisches wissen und übung. 


ich freue mich, wenn dabei wie nebenbei ein paar spielerisch bunte, aber auch herrliche unnütze dinge entstehen, die auge und hand freude machen. hoffentlich sind die teilnehmerinnen nun gut gerüstet und können der spielfreude bei ihrer hausaufgabe nachgeben!

zugleich war es für mich der abschied von dieser filzlehrgangsgruppe, sie waren zum letzten mal bei mir in der werkstatt und werden die weiteren fünf module bei anderen filzerinnen verbringen. anlass zu einem gemeinsamen abschiedsessen auf der kleinen limmatinsel.


eine von den dreien werde ich noch bei ihrer abschlussarbeit begleiten und alle sicher noch an der abschlussausstellung wiedersehen. und man darf gespannt sein, was bis dahin noch alles entstehen wird!

Samstag, 5. Mai 2018

unser gemüse heute


radieschen, zwei salate, blumenkohl, sellerie, lauch, rüebli, kartoffeln, zwiebeln und wieder ein symbolknoblauch*.

*aussenhülle perfekt, innen hohl oder matsche.

Montag, 30. April 2018

12tel blick im april


so war der blick heute auf den tisch, auf dem momentan nicht gearbeitet wird und aus dem fenster.
die veränderung vor dem fenster hat mich diese woche überrascht, war ich doch mehr als eine woche nicht in der werkstatt. überhaupt war ich im april nur sporadisch dort, zuerst waren schulferien, dann war ich selbst für ein paar tage verreist.


im april hat sich draussen so viel verändert - am 6.4. war es noch ganz kahl, aber schon so warm, dass das fenster offen bleiben konnte, am 11.4. ist erstes zartes grün sichtbar, am 17.4. schon deutlicher zu sehen.
auf dem tisch sind im vergangenen monat vor allem einzelne proben und muster für den onlinekurs entstanden, an dem ich gerade teilnehme. momentan arbeite ich an der sehr umfangreichen vierten lektion.

so hätte der 12tel-blick heute übrigens auch aussehen können, nach einigem hin- und her wegen der gipskartonwände hat kai heute noch ein regal für die "bar" montiert. (und wenn sie genau hinschauen ist auch noch ein objekt mit klauen dazugekommen.)


vorher standen die becher und gläser und krüge immer neben meinem schreibtisch, am neuen ort sollten sich auch die kursteilnehmer einfacher bedienen können!


der 12tel-blick, die blogaktion zu der ich meine fotos heute schicke, ist übrigens umgezogen, neu findet man ihn in evas blog verfuchst und zugenäht, wo sich heute wieder viele blicke versammeln.

Samstag, 28. April 2018

drei städtchen (eigentlich vier) in vier tagen

vier tage zeit zu verreisen, das ziel bei der auswahl des urlaubsorts also möglichst kurze anfahrtswege bei möglichst hohem neuigkeitswert: unsere (oder eigentlich eher meine wahl, denn die reise war ein geschenk für kai) fiel auf die romandie oder welschschweiz und das angrenzende savoyen. 

am montag starteten wir nachdem wir gegen 9 uhr die tochter zur wanderwoche abgeliefert hatten deshalb zunächst in richtung fribourg.


 durch die stadt läuft die saane, ein flüsschen, das ich von skiaufenthalten im berner oberland als kleiner bach und vom geografieunterricht der kinder als auswendigzulernendes schweizer gewässer kannte. in fribourg ist sie schon recht imposant, vor allem, weil sie sich eine schlucht in das anstehende sandsteinmassiv gegraben hat, die die stadt auf einer seite umgibt.


 wir wanderten von der oberen stadt auf die kleine halbinsel im fluss und dann wieder an einer anderen stelle hinauf in die stadt.


 viele treppen, aber auch wunderschöne ausblicke - unter anderem auch auf ein sehr schönes freibad.


 fribourg ist einerseits durch seine geschichte stark katholisch geprägt -andererseits durch die zweisprachigkeit. an den veschiedenen aus katholischen einrichtungen hervorgegangenen schulen und hochschulen kann man heute die abschlüsse in der regel zweisprachig erwerben.


 die kathedrale st. nikolaus ist sitz des bischofs - uns fielen vor allem die bunten jugendstilfenster und die anhäufung von kirchenkunst im innern auf.


über diverse kleien treppenwegchen kehrten wir durch das universitätsviertel wieder zurück zu unserem auto. so richtig spektatkulär ist freiburg im üechtland (wie es zur abgrenzung der deutschen universitätsstadt freiburg im breisgau offiziell auf deutsch heisst) nicht, aber wir fanden es sehr gemütlich und durch die lage am und über dem fluss sehr spannend zu entdecken! einen besuch des espace jean-tinguely-niki-de-saint-phalle mussten wir ohnehin auf einen späteren besuch verschieben, da es ja montag war...

einen weiteren schönen bericht von einem tag in fribourg findet man hier

weiter ging es richtung genfer see und dort auf die südliche seite nach evian-les-bains, das im französischen savoyen liegt. dort bezogen wir unser quartier in einem kleinen studio an der fussgängerzone und wurden erst einmal ein bisschen von unserem urlaubsziel enttäuscht, denn am abend war es quasi unmöglich noch eine gaststätte zu finden, in der zu abend essen konnten. zuletzt fanden wir wenigstens den supermarkt und entschieden uns für ein picknick in der unterkunft...
das sommerliche frühlingswetter verwirrte uns ... die saison beginnt halt doch erst im mai. 

am anderen morgen war das wetter schon wieder sommerlich, grund genug, eine schiffahrt nach lausanne zu unternehmen.


die cgn schickte uns gleich ein richtig schickes schiff, den raddampfer "vevey".

für lausanne hatten wir uns minimal vorbereitet und wussten darum, dass wir das mudac, das musée de design et d'arts appliqués contemporains besuchen wollten. überrascht wurden wir ein wenig von der aktuellen ausstellung "ligne de mire" , die sich mit der künstlerischen auseinandersetzung mit waffen beschäftigt. der durchgang hinterliess durchaus gemischte gefühle, denn künstlerische auseinandersetzung heisst ja zunächst trotzdem zuerst einmal darstellung von waffen - auch wenn sie kritisch- distanziert ist und die in der dichte dann schon auch bedrückend sein kann.


 vom dachgeschoss aus bot sich aber auch noch ein schöner ausblick auf see und berge.


 in die andere richtung von der aussichtsplattform  an der kathedrale.


 die kathedrale nôtre dame war übrigens früher bischofssitz - desselben bischofs, der nun in fribourg residiert. kurzfristig hatte er nach der reformation in lausanne übrigens seine zuflucht in evian gesucht. (ein lustige verbindung der drei städte, die wir besucht haben!)


 als reformierte kirche ist die lausanner kathedrale im inneren viel ruhiger als die von fribourg. am nachmittag warfen die bunten fenster schöne muster auf den boden, unser blick wurde auch dadurch darauf gelenkt, weil gerade eine fotoausstellung in der kirche stattfandt, auf deren fotos vor allem das licht in der kathedrale eine rolle spielte. erst beim ausgang wurden wir auf die rosette aufmerksam - beinahe hätten wir ein meisterwerk europäischer kirchenkunst verpasst - man kann sie aber auch nur mithilfe einer art grosser lupe in der eingangshalle überhaupt sehen. 


 mir haben die hasen vor allem gefallen - da rennt immer einer hinter dem anderen her und kann ihn doch nie einholen.


 überhaupt hätte es so viel interessantes zu fotografieren gegeben - hier stellvertretend der wasserspeier am hôtel de ville.


da am abend wirklich noch lange schiffe von lausanne aus nach evian fahren, konnten wir gemütlich in der altstadt zu abend essen - endlich einmal wieder eritreisch von der hand in den mund. 



 lausanne erstreckt sich vom see weg den berg hinauf - wir waren, weil wir zeit hatten, den ganzen tag zu fuss unterwegs. es gibt auch eine metro, aber wir wollten lieber viel sehen. am abend ging es entsprechend wieder bergab, unter anderem über den stadtteil flon hinweg.


 alt und neu. nicht immer so ganz gelungen vereint. aber ganz offentsichtlich wollte das palasthotel einfach irgendwann modernen komfort bieten. nun muss es mit diesem ballast halt leben.


am hafen angekommen dämmerte es bereits und bis unser schnellboot dann ankam und uns nach evian brachte, war es ganz dunkel. am abend fahren dann auch nicht mehr die historisch behäbigen dampfer, sondern eher so eine art bus auf dem wasser, der vor allem menschen von der arbeit nach hause bringt. 

am anderen tag machten wir eine ausflug zum delta der dranse und weiter hinauf bis zur teufelsschlucht, die leider auch noch geschlossen hatte. bilder davon hier.

am abend erkundeten wir noch ein bisschen evian - vor allem die ursprüngliche evianquelle, die source cachat im jugendstil ist sehenswert, aber leider nur in der absoluten hautpsaison im juli ist das gebäude zugänglich.


von der rückseite konnte man immerhin durch die verklebten fensterscheiben ein bisschen hineinschauen. 

 


grossartig bröckelnder alter pomp.


 und eine farblich wunderbar in den evian-farben gehaltene quelle, an der auch sehr viele einheimische fast permanent wasser für zuhause abgefüllt haben - wir natürlich vor unserer heimreise auch noch.


 überhaupt ein farbiges städtchen, in dem wir dann doch noch ein lokal finden konnten, wo wir thailändisch gegessen haben. 


auf dem rückweg machten wir am donnerstag dann noch halt in montreux - noch mehr grand hotels, noch mehr strandpromenade vermochten mich allerdings nicht mehr zum fotografieren zu animieren. vermutlich sind die qualitäten montreuxs eher hör- als sichtbar.

Mittwoch, 25. April 2018

mustermittwoch - steinmandalas

der mustermonat ist schon wieder beinahe um, da freue ich mich, dass ich heute noch ein paar mandalas beitragen kann, die heute mittag ganz spontan im delta der dranse entstanden sind.



am liebsten sammle ich an seen und am meer ja menschengemachtes. in diesem fall ganz unterschiedliche ziegelresten, die vom genfer see oder der dranse rund geschliffen wurden. 



 die dranse ist ein zufluss zum genfer see, auf der französischen seite. sie kommt von oben, aus den bergen und bringt entsprechend viel fein gemahlenes gestein mit.


wir sind ihr dann noch ein bisschen nachgefahren und haben spannende felsen und schluchten gesehen. 
mehr von unserem kurzurlaub am lac leman gibts dann in den nächsten tagen...



Samstag, 21. April 2018

zwei wochen ferien im schnelldurchlauf


zwei wochen ferien mit schönem wetter ... in diesen zwei wochen ist hier im garten der frühling ausgebrochen und mittlerweile sind die temperaturen so sommerlich, dass wir auch im garten zu abend essen können.
vor vierzehn tagen startete ich in die ferien mit einem filzworkshoptag, am sonntag feierten wir kais geburtstag mit einem besuch auf dem musikflohmarkt und auf schloss wildegg, zwei tage räumten und ordneten wir im zimmer der tochter, das highlight war die umgestaltung der kleiderschranktüren. einen tag fuhren kai und die tochter ski in davos, so dass ich einen filztag einlegen  und mit dem ersten modul des onlinekurses beginnen konnte. die tochter, ihre freundin und ich machten einen ausflug nach waldshut, wir kochten und buken mit bärlauch, verbrachten einen tag in thun, ein spaziergang mit kai führte uns in den steinbruch bei linn, wo wir eidechsen beobachten konnten, an einem tag schleuste ich zwei kindergruppen durch den blumenfilzkurs, während die tochter vier tage an der kinderwoche der katholischen kirche helfen konnte, filzte ich am zweiten modul, unternahm einen ausflug nach zürich, filzte nochmal und besprach mich mit den filzlehrgangsleiterinnen. fast die ganzen ferien über arbeitete der grosse sohn an seinem campingbus und weil ich heute keine lust auf werkstatt hatte, holte ich mir wolle und minimalequipment nach hause und filzte im garten am dritten modul.
es ist grün geworden, im garten, aber auch an der limmat, wenn ich zum fenster der werkstatt hinaus schaue. diesen blick gibts dann auch noch demnächst. aber zuerst einmal fahren wir für ein paar tage an den genfer see - während die tochter von turgi an den zuger see wandern wird!

Freitag, 20. April 2018

unser gemüse heute


winterblumenkohl, salat (in grösseren mengen), spinat (mehr als ein kilogramm), lauch, sellerie, randen, radiesli, rüebli, zwiebeln, knoblauch (den ich gleich eingepflanzt habe, nachdem sich der letzte knoblauch schon in unserer küche durch innerliche auflösung unter grösstmöglicher geruchsentwicklung beliebt gemacht hatte), kartoffeln.
und eine einladung zum setzlingsmarkt.

Mittwoch, 18. April 2018

undulations

bewusst habe ich den englischen titel gewählt, die deutsche übersetzung, in etwa wellen, finde ich nicht so aussagekräftig. und ein bisschen geht es mir so, wie manchmal im dialekt - ein neue sache kennengelernt, dafür ein neues wort gelernt und die übersetzung ins (hoch-)deutsche ist nicht damit verbunden. also bleibt es beim urspünglichen wort in dialekt oder fremdsprache.

etwas neues kennenlernen, das trifft es ganz gut. weil ich in diesem jahr nicht so recht wusste, wo ich ein paar tage für einen filzkurs hernehmen sollte, die mich interessierenden sowieso allesamt auf schon besetzte wochenenden fallen oder gleich so weit weg stattfinden, dass ich garnicht drüber nachdenke, dorthin zu reisen, habe ich mich zu einem online-filzkurs angemeldet. australien, wo pam de groot, die kursleiterin lebt, wäre natürlich normalerweise in die zweite kategorie gefallen, aber nun kann ich gleich zwei neue erfahrungen machen: zum einen die einer erweiterung meiner filzfähigkeiten und zum anderen die des online-kurses. fernlernen, lernen mit medien, das ist ja hier durch kais arbeit und neuerdings auch sein studium immer wieder thema, allerdings geht es da häufig um wissenserwerb. ganz anders nun hier, wo es um handwerkliche fertigkeiten geht. 

surface forms and space - oberflächengestaltung und raum heisst der kurs, in dem zuerst im wochenabstand 6 verschiedene elemente ausprobiert werden können und dann am schluss eine arbeit entstehen soll, die alle techniken einbezieht. 

jedes einzelne element wird mit videos und auch in texten erklärt. für fragen und rückmeldungen gibt es ein forum, in dem man auch fotos der eigenen versuche zeigen kann. die kommunikation findet auf englisch statt, rückmeldungen der kursleitung kommen sehr rasch, aber auch die anderen teilnehmerinnen (ja, es sind wirklich wieder nur frauen, beim filzen würde ich aber auch ansonsten das generische femininum empfehlen) geben feedback, allerdings häufig nur bestätigendes. 

alles keine rocket science, was das fernlernen angeht.


 so ganz sicher bin ich noch nicht, ob mir diese form des filzworkshops gefällt. im grunde genommen muss ich meine filzergebnisse nicht dringend mit einer anwesenden oder abwesenden gruppe diskutieren, meist kann ich selbst beurteilen, was gelungen ist und was nicht. auch kann ich mir recht gut varianten ausdenken, wie ich zum gewünschten ergebnis kommen kann oder merke schon, wenn ich mal wieder etwas nicht lange genug angefilzt oder zu spät zu manipulieren begonnen habe.

allerdings sehe ich halt auch nicht, was die anderen so machen. gezeigt werden fotos von fertigen objekten, meist ganz ohne bezugsgrössen - und ich habe das auch so gemacht. meist weiss man nicht einmal was die ausgangsform war, welches material in welcher menge verwendet wurde, wie sehr das objekt geschrumpft ist und inwiefern die arbeitsweise vielleicht auch abgewandelt wurde. zumindest das habe ich in meiner submission für das zweite modul geändert.

auch für die in den anleitungen vorgestellten objekte gibt es keine gewichts-, mengen- oder grössenangaben. ein halber kammzug... ist der in australien gleich dick wie in europa? ich vermute ja mal, dass es da schon unterschiede gibt...

also probiere ich aus, mache dicker, dünner, mehr abstand oder weniger und schrumpfe was das zeug hält. die meisten objekte sind am anfang gross - 60 bis 80 cm lang, 25 bis 40 cm breit und am ende nur noch ein viertel so gross. knuffig organisch meist, aber meine überlegungen führen mehr so in richtung symmetrisch, eventuell sogar kantig. 


ach ja, und falls sie sich jetzt fragen, für was man das brauchen kann, dann kann ich sie beruhigen.. für nix. einfach so zum anschauen. und zum filzen weil man es kann.

Sonntag, 15. April 2018

ein samstag in thun


am samstag haben wir einen lange geplanten ausflug nach thun unternommen. mit dem zug reisten wir ganz bequem trotz super-bahnbaustellen-wochenende und wurden von unserer stadtführerin am bahnhof abgeholt.


zuerst ging es auf den schlossberg, schneeberge und aussicht schauen, den niesen und das stockhorn kennenlernen.


und das schloss und museum thun besichtigen. 


 von den türmchen aus ist die aussicht noch besser und wir bekamen einen überblick über die stadt, die wesentlich von zwei armen der aare geprägt wird.


die ausstellung zur geschichte von schloss und stadt hat mir sehr gut gefallen - wenige aussagekräftige exponate, ein paar sachen zum ausprobieren, so fügen sich ein paar mosaiksteinchen in die geschichte der schweiz. so eifrig rotbackig mag man sich gerne die ritter auf schloss thun vorstellen... aber eigentlich ist der gar kein thuner!
schön fand ich auch die geschichte, wie thun zu seinem goldenen stern im wappen gekommen ist: zuerst war der nämlich schwarz, erst nach der schlacht bei murten, in der die eidgenossen die burgunder unter karl dem kühnen besiegten, erhielten sie zum dank von den bernern einen goldenen stern. der ritter ist auf einem teppich abgebildet, den die eidgenossen von den burgundern erbeutet hatten.


vom schlossberg herunter ging es auf der dem see abgewandten seite. den fulehung, den von den thunern gefangenen hofnarr karls des kühnen konnten wir leider nicht sehen, dort wo seine statue steht, wird momentan gebaut.


 dafür fanden sich in der altstadt prachtvolle wirtshausschilder. und spannende doppelstöckige ladenzeilen, mit einem kleinen lädchen unten und einem grossen laden oben.
weiter gings dann zum moderneren bälliz zum eisessen und noch ein bisschen an der aare sitzen.

den nachmittag rundeten wir mit einer fahrt über den thuner see ab, das schiff brachte uns zum kaffeetrinken nach spiez und auch wieder zurück nach thun, von wo wir die heimreise wieder per sbb antraten.