so wie es schon am montag losging, blieb es eigentlich die ganze woche - stets stellte sich die frage, welche wege mit welchem verkehrsmittel bei aktueller schnee- und winterwetterlage zu bewältigen sein würden.
chronologisch sah das dann so aus, dass ich am dienstag noch einmal mit dem velo in die werkstatt gefahren bin, bei einigen graden unter null kam ich dann dort mit einer weitgehend tauben linken hand an. nicht wirklich hilfreich fürs filzen, aber ein bisschen herumräumen ging dann nach einiger zeit schon. blieb auch nicht so, aber wiederholen wollte ich das dann am dienstagnachmittag und am mittwoch nicht.
zum wöchentlichen schwimmen ging ich deshalb zu fuss durch beschneite strassen und zur arbeit im kulturzentrum am mittwoch auch.
das hätten wir besser auch am abend getan, nach einem wirklich unsagbar langweiligen stück des wiener burgtheaters schoben wir unsere räder durchs schneetreiben nach hause. im stück ging es um ein paar, das sich streitet, dabei wurden immer mal wieder die rollen gewechselt, einmal war er zuhause und sie kam von einer reise, dann wieder andersherum, textteile wurden teils exakt mit gewechselten rollen wiederholt und im grunde ging es vor allem ums missverstehen, wie es halt paul watzlawick schon viel pointierten gezeigt hat. diese saison scheinen wir mit unseren ausgesuchten stücken einfach pech zu haben.
am donnerstag blieb ich gleich ganz zuhause, unmutig darüber, dass einige filztermine im januar immer noch unklar sind und deshalb auch nicht vorbereitet werden können. ausserdem gab es auch noch dinge zu erledigen für das anstehende wochenende mit den vorstandsfrauen der filzszene. dann schnappte ich mir die tochter und räumte mit ihr regale im keller auf. wir sind weit entfernt von fertig, aber ein anfang ist ja auch schon was. ich fand (hurra!) nur wenig abgelaufenes im vorratskeller, unter anderem aber eine packung mohn - kein guter kandidat für lange lagerung, aber immerhin eindeutig, wenn schlecht. war er dann garnicht, es wurden mohnschnecken daraus.
und am freitag ging es dann schon wieder mit dem radfahren - so dass ich nach der offenen werkstatt, in die mal wieder niemand gefunden hat, weiterradeln hätte können zum helpers-abend im kulturhaus royal, wenn, ja wenn, ich nicht zwischendurch mein telefon neu gestartet und wegen kürzlichem wechsel des mobilfunkvertrags meine pin nicht mehr gewusst hätte - so drehte ich gegen spätnachmittag noch eine ehrenrunde nach hause und erst dann ins royal. dort gab es menschen und getränke und eine sehr ausführliche einführung in zahlen des betriebs. gelernt: ehrenamtlich geleistete arbeit einen geldwert zu geben macht sichtbar, welche leistungen da eigentlich in so einem weitgehend mit viel engagement und herzblut und wenig geld geführten kulturbetrieb erbracht werden. wieder einmal festgestellt, wie wohl ich mich dort fühle, die menschen dort sind alle so unterschiedlich und ich mag es natürlich auch, dass ich dort oft unsere söhne treffe.
am samstagmorgen dann schneeregen - aber keine auswahl, ich musste los, zur vorstandsretraite meines vereins. diesmal trafen wir uns in wurmsbach bei jona, im kloster mariazell. neu auch, dass wir uns bereits zu mittag trafen, was ein klein wenig entspannter war, als erst um zwei anzukommen und dann gleich mit der sitzung loszulegen. mittlerweile schon traditionell beraten wir am samstag alles, was es für die generalversammlung im märz braucht, inklusive budget, mittagessen und nachmittagsprogramm. draussen verschwand irgendwann der nahe und vom wind aufgewühlte zürisee im schneesturm. der nachmittag war wieder viel zu schnell vorbei, ausserdem musste unbedingt noch gefilzt werden, so dass wir erst sehr spät loskamen zum abendessen in der pizzeria, und das bei recht winterlichen strassenverhältnissen. kurz vor zehn betrat ich dann zum ersten mal für länger als zwei minuten mein zimmer zum übernachten.
der sonntag brachte sonne und einen weiteren sitzungstag - für die planung der dinge, die wir im kommenden jahr machen wollen, unter dem titel zukunftstag. in der gruppe gab es vorgängig unmut darüber, dass wir uns im vorigen jahr einiges vorgenommen hatten, aber nur wenig davon passiert war. jetzt haben wir neue aufgaben vereinbart, diesmal mit terminen und noch konkreteren zuständigkeiten versehen und festgehalten und werden sehen, was dann passiert. klar ist unerledigtes unschön, aber es ist andererseits auch nicht nichts geschehen und das vereinsjahr ist im grundsatz gut gelaufen. und schliesslich wird auch hier alle arbeit ehrenamtlich erledigt.
sonnenuntergang zum abschied, ich war froh, dass es vorbei war. und dass ich klar kommuniziert hatte, dass ich in zwei jahren mein amt als vereinspräsidentin definitiv aufgeben werde. nach hause wieder mit s-bahn und zug, unterwegs erledigte ich noch eine kontrolle im kulturzentrum, und kai kam mit am ende mit dem auto entgegen. abends war ich dann einfach nur erledigt und konnte kaum die leckeren halušky, die kai zum abendessen gemacht hatte, geniessen.




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
deine kommentare sind hier willkommen - ich freue mich über deine gedanken zu meinen texten und bildern!
folgendes musst du aber wissen:
kommentare und profildaten werden an google übermittelt. es ist ebenfalls möglich, anonym zu kommentieren, hier wird nur deine ip-adresse zu meiner sicherheit gespeichert. zur datenverarbeitung und zu deinen widerrufsmöglichkeiten verweise ich dich auf die datenschutzerklärung (link oben im blog).