solange hier noch weihnachtsferien sind, nutzen wir die tage auch, um draussen zu sein. am zweien tag des jahres stand eine fahrt ins baselländische an - ein reparierter lautsprecher wollte abgeholt werden. und weil wir eh schon unterwegs waren, suchten wir uns eine gelegenheit, mal etwas neues zu entdecken in einer gegend, die wir noch nicht so gut kennen wie unseren heimatkanton.
auf der tourismusseite des kanton baselland war ich auf einen wandervorschlag zum schloss wildenstein gestossen.
unser auto stellten wir an der mehrzweckhallte in lampenberg bei bubendorf ab und starteten mit einem kleinen weg durch ein typisch baselländisches dorf. aus dem dorf heraus ging es über weiden und felder in den wald und über einen kleinen höhenzug in ein hochtal. hier betraten wir das naturschutzgebiet rund um das schloss wildenstein und spazierten zuerst durch einen alten eichenhain, der auf das 15. jahrhundert zurückgeht. die eichen wurden gezielt für die schweinemast hier angepflanzt, fleisch aus eichelmast galt als besonders schmackhaft.
die uralten bäume sind beeindruckend.
aber es werden auch neue bäume gepflanzt und so der bestand verjüngt. wir lernten etwas über stieleichen und traubeneichen und übten gleich mal die blätter zu unterscheiden.
am schlossweiher vorbei und über eine reichlich zugige hochfläche gelangen wir zum hofgut und schloss wildenstein. auf dem hofgut gibt es einen hofladen, hier kann man im sommer auch draussen sitzen - jetzt im winter war es nicht so sehr einladend.
die
burg wildenstein wurde im 14. jahrhundert erbaut - das älteste erhaltene gebäude ist der wohnturm aus dem jahr 1338. zu beginn des 18. jahrhunderts wandelte sich der charakter dann von der burg zum schloss und entstanden erste gärten, vorwiegend nach englischem vorbild.
heute befindet sich das schloss im besitz des kantons und kann nur an wenigen tagen im jahr besucht werden.
im dreizehnten und vierzehnten jahrhundert hatte die ursprüngliche höhenburg eine wechselvolle geschichte, ursprünglich von den eptingern auf grund und boden der basler bischofskirche erbaut, wurde sie von den bernern belagert, an die herren von baden und anschliessend an die stadt basel verkauft und war dann im besitz verschiedener basler adelsfamilien.
das wappen am brunnen geht auf die familie vischer-merian zurück, ebenfalls ein basler adelsgeschlecht, das
die melusine im wappen führt.
rund um das schloss führt ein
informationspfad, erst hier wird das schloss als ehemalige höhenburg erlebbar. allerdings erschreckte uns die hörstation zur melusine eher als dass sie uns erfreute...
folgt man dem weg unterhalb des schlosses weiter und überquert zuerst ein kleines bächlein, kommt man an diesen felsen vorbei zu einem wasserfall, dem sormattfall.
dank der kälte war der sicher beeindruckender als sonst.
unterhalb des wasserfalls querten wir den bach, ein bisschen vorsichtiger, weil auch hier alles vereist war.
auf der anderen seite des wasserfalls ging es steil bergauf und wieder zurück auf der hochfläche bot sich uns noch einmal ein blick aufs schloss über das tal hinweg.
unser weg führte uns entlang eines namenlosen bächleins und unter weiteren felsen entlang wieder in das hochtal, in dem lampenberg liegt. hier begegneten wir dann noch dieser schafherde, die alle angelaufen kamen, als wir am gatter stehenblieben.
über kleine strässchen gelangten wir zurück nach lampenberg.
die runde war gut 7 kilometer lang und wir waren etwas über drei stunden unterwegs - es gab ja auch reichlich zu sehen unterwegs.
und wenn ich mitte des monats noch dran denke, dass schicke ich diese interessante winterrunde zu den monatsspaziergängen bei heike.
unter folgenden link habe ich die strecke gespeichert: https://mapy.com/s/bucenogofo
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