ich schrieb vermutlich schon davon: momentan fällt es mir extrem schwer, über die woche fotos zu machen. es ist ein bisschen kompliziert - denn eigentlich denke ich noch oft, dass das jetzt eine situation zum fotografieren wäre, aber dann mache ich es doch nicht. deshalb wieder einmal weitgehend ohne fotos diese woche.
montag war zuerst bürotag zuhause, später nahm ich ein paar dinge mit, um sie auf dem weg zur blutspende zu erledigen, über mittag traf ich mich dann mit der tochter und wir erkundeten zusammen die caféteria des neuen krankenhauses - nicht sehr überwältigend, wenn ich gewusst hätte wie wenig, dann hätte ich mir ein sandwich vom blutspendezentrum mitgenommen. ausserdem ist wieder mal maskenpflicht im kantonsspital und allen angeschlossenen gebäuden, aber irgendwie hat das ja auch seinen schrecken verloren.
dienstag bereitete ich in der werkstatt einen kurstag am donnerstag vor - einerseits eine spezielle schablone für eine grosse tasche nach den massen einer teilnehmerin, andererseits schnüre mit z- und s-drehung für einen weiteren shirdak (der erste ist irgendwann vor weihnachten fertig geworden), damit ich auch etwas zu tun hatte.
mittwoch war arbeitstag im kulturzentrum - am vormittag war taubenschlag, aber ich musste nicht bei allen sitzungen dabei sein, so dass ich auch noch ein bisschen was weggearbeitet bekam und ausserdem mal wieder den hauswirtschaftspart übernehmen durfte. und ich kam verhältnismässig früh nach hause - was mir eine runde durch den wald bei sonnenschein aus milchigem himmel ermöglichte.
es hat noch schneereste. also dort, wo jemand einen sehr, sehr grossen schneeball gemacht hat.
donnerstag war dann kurs - mit herausforderung. ein kurstag, den ich schon sehr, sehr lange immer mal wieder anbiete und bei dem grosse taschen mit einem boden entstehen - boden deshalb, weil die taschen dann nämlich stehen und so auch als accessoire in der inneneinrichtung toll aussehen. üblicherweise aus zwei verschiedenen farben bergschafwolle, mit eher spontanem muster und wenn gewünscht einem paar griffe (sonst mit grifflöchern, die man auch noch mit lederresten verstärken kann). die herausforderung bestand aus den gewünschten massen (deshalb die extraschablone, mit exakten massangaben ist das kein problem, hier gings schief, weil die vorstellung von dreidimensionalen körpern nicht einfach ist und das phänomen tiefe bei der konstruktion nicht berücksichtigt wurde, das soll aber auch schon bei architekturbüros vorgekommen sein...), einem zweiten paar längerer henkel (hatte ich in der kombination mit kurzen griffen noch nicht gemacht, worauf ich hingewiesen habe, hat aber gut geklappt, auch wenns viel zeit gebraucht hat) und einem komplizierten flechtmuster über vorder-, rückseite und boden. am kurstagsende waren wir dann so weit, wie ich gerne und üblicherweise zur mittagspause mit den teilnehmerinnen bin. da am anderen tag offene werkstatt war, wurde die fertigstellung auf den freitag verlegt.
mein fazit (auch damit ich es selbst nicht vergesse):
- keine konstruktion des taschenkörpers alleine zuhause - sondern nur noch als extravorbereitungstermin zusammen mit mir, damit ich gedachtes, gemessenes und gewünschtes in einklang mit den möglichkeiten bringen kann. wie gesagt, es ist nicht einfach in drei dimensionen zu denken, ich kann da aber ziemlich sicher helfen und enttäuschungen vorbeugen.
- extrateile wie zusätzliche henkel müssen vor dem kurstag vorbereitet werden.
- zu der sache mit dem muster ist mir noch nichts eingefallen - das lässt sich nämlich kaum vorbereiten und braucht in dreierlei hinsicht viel zeit: einmal bei der auswahl der materialien und der farblichen abstimmung, dann beim auslegen auf beiden seiten und dann noch beim anfilzen. vermutlich wird es darauf hinauslaufen müssen, dass ich klar kommunizieren muss, dass ein solches kompliziertes muster nicht in das konzept eine tasche = ein kurstag passt. wer also in zukunft auf komplizierte muster setzt, wird von vornherein eher eineinhalb bis zwei tage einplanen müssen. als kurskonzept werde ich das aber so ganz sicher nicht anbieten, erfahrungsgemäss werden zweitägige kurse eher nicht gebucht, also läuft es auf einzelunterricht hinaus.
zurück zum samstag: vormittags auf dem markt besorgten wir wieder einmal grössere gemüsemengen, einmal für uns selbst für die kommenden vierzehn tage und dann auch noch fürs kochen im kulturclub royal in baden, wo ich am spätnachmittag für ein team von 12 personen zu kochen begann. vorher war ich noch kurz bei "im zimmer" einem kleinen laden mit selbstgemachten dingen aus papier, stoff, keramik und so weiter. die drei frauen, die hier ihre selbstgemachten sachen anboten, werden bald hier nicht mehr anzutreffen sein, schade. am meisten ärgere ich mich über die nicht gemachten fotos von der essenzubereitung, es gab bulgur mit randen, kürbis, federkohl und zwiebeln, dazu feta und joghurtsauce, am ende assen ein bisschen weniger menschen mit, eventuell lags an den randen, den anderen hats aber geschmeckt. und mir wieder ganz viel spass gemacht - kleine küche mit beschränkten möglichkeiten, dazu aber volle konzentration aufs tun, das lob für ein feines abendessen obendrauf, ist einfach schön. ich blieb zur veranstaltung, einem musikquiz, und auch kai kam noch dazu - wir waren allerdings nur zaungäste und sahen den teams beim raten zu.
der sonntag war dann wirklich der tag zum entspannen - was für mich zur zeit auch bedeutet, zeit zum ausführlichen bloggen zu haben. zwischendurch machten wir einen spaziergang in die kleinstadt vor den toren unseres dorfs mit thematischen fokus auf trinkbrunnen und badekultur.
ausstellung im ehemaligen inhalatorium - diesmal zum thema trinkbrunnen. dass man das heisse, schwefelhaltige wasser auch trinken kann, wenn auch nur in kleinen mengen, löste irgendwann das öffentliche baden ab.
auf dem ehemaligen badehotelkomplex steht recht verloren die verena, als heilige zuständig für die brunnen und das wasser ganz allgemein. auch sie dürfte es nicht glücklich stimmen, dass keiner weiss, was aus den alten hotels bären, ochsen und verenahof werden wird und auch bereits mitbekommen haben, dass gemunkelt wird, dass das undiche dach auch einstürzen könnte.




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