Dienstag, 12. Januar 2016

12 vom 12. januar 2016



der tag beginnt mit dem überhang vom vorigen: gestern war bei uns betriebsgruppensitzung der gemüsegenossenschaft und nun läuft die spülmaschine gleich ein zweites mal um alle tassen und gläser vom abend zu spülen.


und ich mache mich an den papierkram. die sitzung war lang, aber trotzdem haben wir nicht alles besprechen können. texte wollen redigiert werden, eine liste mit terminen erstellt werden. immer wieder treffen mails von anderen betriebsgruppenmitgliedern ein, die an ihren aufgaben arbeiten und auf feedback warten.


aber ich komme auch ein bisschen zum stricken zwischendurch. die wolle hatte ich 2014 in dresden gekauft. dann habe ich zwei mal versucht daraus eine eisbachwelle zu stricken, leider bliebs beim versuch. die ränder verhalten sich bei meinem gestrick immer sehr merkwürdig (also zumindest bei der eisbachwelle) und so hätte ich am ende eine gekräuselte welle bekommen. was ich so nicht wollte. jetzt wird ein match&move daraus. gefällt mir auch. momentan sogar besser als die eisbachwelle.


die notwendigkeit die krankmeldung für den mittleren für die vergangene woche abzuholen trieb mich an die frische luft. und da man fast jede runde hier mit ein bisschen weinbergspaziergang kombinieren kann, hab ich das auch gemacht. die reben sehen aber momentan nicht so schön aus, das moos fand ich viel interessanter.

dann fiel mir ein, dass ich eigentlich gerne mal beim zwölftelblick mitmachen wollte. ob das jetzt so geeignet ist, weiss ich noch nicht. ich hatte nur das telephon dabei und das bild ist nicht so gut geworden. eigentlich mag ich diesen blick aufs limmatknie, aber irgendwie kann man auf dem bild kaum was erkennen. wahrscheinlich trage ich doch besser mal die slr-kamera in den rebberg. ist ja auch noch ein bisschen zeit bis zum 30.


mein mittagessen: nudeln mit rotebeetesauce, einem klecks sauerrahm und einem klecks linsenpüree.


dazu habe ich mich an dieser lektüre versucht. unser hof, der das gemüse für biocò herstellt, arbeitet ja nach den biologisch-dynamischen prinzipien wie die demeter-landwirte. ausser dem verzicht auf alle pflanzen"schutz"mittel und den einsatz von organischem dünger konnte ich mir bisher wenig darunter vorstellen. es steckt aber eine ganze heilslehre dahinter, wesentlich von rudolf steiner ausgearbeitet und für mich äusserst schwierig zu verstehen. allenfalls finde ich noch die bilder interessant, wenn der kompost als so eine art chaos dargestellt wird, der sich dann neu ordnet und pflanzen hervorbringt. wie die planeten und der mond (ist der eigentlich wirklich auch ein planet?) da wirken... ich stehe momentan einfach staunend vis-a-vis. man könnte jetzt leichtfertig von esoterischen unsinn reden, aber ich halte es vorerst lieber mit den agnostikern, oder gleich noch besser mit blaise pascal. immerhin ist es spannend - und ich kann nicht sicher sagen, ob es nicht doch zum gelingen des gemüses beiträgt.


überhaupt scheint es hier momentan so eine art hang zum esoterischen unsinn zu geben. anfangs jahr musste ich mich aus reiner neugier einem workshop aussetzen, der mir die auffindung meines jahreswortes versprach. jetzt habe ich eines und es gefällt mir nicht mal schlecht. ich kann plötzlich überall bezüge zu meinen plänen erkennen und schwanke immer noch so zwischen: egal welches wort ich gewählt hätte, ich hätte überall bezüge erkannt und ach, vielleicht ist das ja doch keine so schlechte sache. und weil ich momentan sowieso ein bisschen erkältungshalber ausgeknockt bin, habe ich mir die zeit mit ein bisschen zeichnen und ein bisschen mindmapping vertrieben. vielleicht verrate ich ihnen ja doch noch mehr. es scheint jedenfalls zu den entrümpelungs- und erneuerungsplänen zu passen, wie auch zu dem wunsch nach ein bisschen mehr ruhe im neuen jahr. ausserdem zum "haushälterischen" plan, vorrangig die vorhandenen ressourcen zu nutzen - sei es bei den materialien für meine arbeiten oder auch in der küche.


weihnachtsgeschenke sind natürlich von diesem vorhaben ausgeschlossen! oder vielmehr sie sind ja dann auch schon da, also muss/darf/kann man sie dann auch geniessen. und das tue ich gerade sehr - der mann hat mir ein spinnfaserabo von der spinnwebstube geschenkt und da spinne ich gerade eine mischung aus romney und rosenfasern. die farbe ist mir fast ein bisschen zu rosig, eigentlich habe ich ja gerner die kühlen töne, aber da ich weiss, dass das fertige garn jeweils ganz anders herauskommen kann, lasse ich mich überraschen. und die kombi mit den beiden graus ist sehr schön. und spinnen lässt sich das wie ein traum. ich mag mal wieder ein dickeres garn herstellen, mal sehen, ob ich es am ende normal oder kettenverzwirne. ich habe mit relativ viel drall gesponnen, es wird also wohl eher perlig, oder eben dreifach werden.


irgendwann kam dann die tochter heim und machte hausaufgaben und ass dazu ein zu den spinnfasern passendes dessert.


als sie schon wieder in richtung turnen abgezogen war, entdeckte ich den schönen mond, aber mit dem fotografieren üben wir dann noch ein bisschen. bis ich vom sohn das stativ organisiert und alles so eingestellt hatte, dass es hätte funktionieren können, schoben sich schon wieder wolken vor die mondsichel. also ein so halbwegs brauchbares bild. und morgen erzähle ich ihnen dann vielleicht, wie der grosse sohn mal beinahe einen fotowettbewerb gewonnen hätte und beinahe im radio gekommen wäre.


auf jeden fall war dann irgendwann trotz mond das abendessen fast fertig und die 12 bilder gemacht.
mehr 12er findet ihr auch in diesem jahr wieder bei caro, die das ganze initiiert hat, und hier erklärt, wie' s geht.

wahnsinn... ich hab mich grade dort verlinkt und bin nummer 171! ich habe im letzten jahr nur sehr selten mitgemacht und so garnicht mitbekommen, welchen erfolg die aktion mittlerweile hat. chapeau, frau kännchen! schön für sie! und wieder mal: danke! 

Montag, 11. Januar 2016

denn erstens kommt es anders...

... und zweitens als man denkt.
letzte woche zum beispiel dachte ich mir, könnte ich das über die ferien liegengebliebene im haushalt aufholen, vollends meine erkältung auskurieren und mich so richtig schön durch die woche bloggen. vielleicht über das schreiben, was da so anstand, vielleicht über meinen selbstversuch in sachen "wort des jahres" oder noch über ein paar schöne weihnachtsgeschenke...
am montag wurde dann das erste kind krank. erkältung, ohrenschmerzen, kopfweh. er verzog sich ins bett, meldete sich von schule und arbeit ab und setzte auf schlaf und ruhe. ich wurstelte so vor mich hin, machte termine ab, plante den kindergeburtstag der tochter, nahm eine dringende öllieferung entgegen und kümmerte mich ums kranke kind. und bloggte über die weihnachtsferien.

am dienstag ging es dem mittleren noch nicht besser, ich wurstelte weiter, am nachmittag kam eine freundin und ihr sohn und ich zeigte ihnen, wie man gelatinedrucke herstellt.


 am abend war ich so platt, dass ich nur noch aufs sofa wollte. gebloggt habe ich: nix

für den mittwoch hatte ich mir schreibtischarbeit vorgenommen. zuerst aber musste ich den arzttermin für den mittleren organisieren, dem es immer noch nicht besser ging, der aber am dritten fehltag eine krankschreibung brauchte. den vormittag verbrachte ich also mit dem auswerten der umfrage zur gemüsemenge für unsere gemüsegenossenschaft und mit ein paar erkenntnissen, auf die ich nicht wirklich gekommen wäre ohne diese umfrage. als ich das fertig hatte und nur mal so routinehalber in den posteingang schaute, wartete dort die übersetzung meines artikels für die felt matters auf mich. also las ich, redigierte ich, änderte noch schnell ein paar photocaptions hier und ein wort da und schickte auch noch das auf die reise. nebenbei machte ich den termin für die kinderparty fix und die tochter bastelte die einladungen. irgendwann ging der mittlere sein antibiotikum holen (kind, wenn du kein fieber hast, geh mal an die frische luft!), wir assen zu abend und ich machte mich mit magenschmerzen auf zur wortwahl #6 ins benachbarte städtchen, ein weihnachtsgeschenk geniessen. wortwahl ist die öffentliche aufführung des spiels icon poet, das vielleicht mancher aus dem nzz-folio kennt. klar mag ich so was und die schenkerin hatte ins schwarze getroffen. ein schaler nachgeschmack blieb (nicht wegen der magenschmerzen, die konnte ich zwischendurch ganz gut vergessen) ob der gewinnerin. patti basler, lokalmatadorin in sachen wort gewann knapp die challenge gegen simon libsig, ebenfalls lokalmatador, indem sie ihre leibesfülle in den mittelpunkt des klamauks stellte. klar, das gibt schenkelklopfer, aber diffus unschön fand ichs doch.
heimgekommen, ins bett gefallen.

am donnerstag holte ich das nach, was ich mittwoch wegen schreibtisch nicht gemacht habe, nämlich den weihnachtsbaum abbauen. ich spielte eine runde 3d-tetris mit den schachteln und kümmerte mich endlich mal um den haushalt.



immerhin hatte ich am abend so das gefühl, dass ich was geschafft hätte. aber zum schwimmen fühlte ich mich immer noch nicht fit genug. dafür ging die tochter und kam mit ohrenschmerzen nach hause. beinahe zu erwähnen vergessen: was hätte ich auch da bloggen sollen, ausser dass das unfertig verschenkte weihnachtsgeschenk fertig war? das dann aber nur auf instagram.

freitag blieb die tochter zuhause, ich machte weiter in sachen haushalt und schaffte es tatsächlich drei koffer im schlafzimmer so zu entrümpeln, dass ein teil des schrankinhalts des mittleren dorthin wandern konnte. das gemüse wurde geliefert, ich hatte endlich wieder was zum bloggen! was ich sonst getan habe? am abend mit dem mann und den söhnen ewig auf dem sofa gehockt und geratscht. die tochter zum arzt begleitet. und vermutlich öfter tee und kaffee und sonst noch was gekocht.

samstagmorgen wollte ich unbedingt weiter entrümpeln, den vorratskeller. übers jahr sammelt sich dort immer viel an, was man eigentlich noch brauchen kann. oder doch nicht. die tochter lag auf dem sofa und fühlte sich allmählich besser. ich fuhr den grossen sohn und kollegen zum sammelplatz für einen schwimmwettkampf, danach wollte ich gerne aufs sofa, konnte mich aber nicht so lange beherrschen und habe anstattdessen dann schnell noch die traktandenliste und die einladung zum betriebsgruppentreffen heute ausgearbeitet. und am abend dann mit dem mann und dem mittleren einen film angeschaut. (gebloggt? nee, war ja grad gestern was neues)

sonntagmorgen mussten wir dann richtig früh raus, schon wieder ein weihnachtsgeschenk einlösen. teilweise aber nur: ich hab dem mann nämlich karten für die oper geschenkt. in zürich wird nach fast dreissig jahren zum zweiten mal überhaupt die hamletmaschine von wolfgang rihm aufgeführt. und weil es dazu eine reihe von begleitveranstaltungen gibt, waren wir gestern bei der sonntagsmatinee mit dem chefdramaturgen, dem dirigenten, dem regisseur und zwei hauptdarstellern des stücks. es war sehr spannend und nun freuen wir uns beide noch mehr auf die aufführung ende januar. danach hab ich es tatsächlich aufs sofa geschafft und zwei stunden geschlafen, während der mann einen apfelkuchen gebacken und die allmählich genesende tochter bespasst hat. ich weiss nicht, ob es wirklich gut ist, wenn ich ihn backen lasse: der kuchen war lecker und die erkenntnis seinerseits "das ist ja kein hexenwerk!" untergräbt hier meine autorität in sachen versorgung mit leckeren küchenerzeugnissen... leider war der kuchen schneller gegessen als fotografiert und konnte darum auch hier nicht gezeigt werden. gegen abend kam der grosse sohn nach hause und es gab in vollbesetzung die sonntagsübliche hauseigene pizza. (da hab ich jede hoffnung aufgegeben, da trete ich nicht mehr gegen den mann an!)

und jetzt ist es wieder montag, der mittlere und die tochter sind wieder zur schule gegangen und ich werde hier mal ein bisschen das liegengebliebene im haushalt erledigen, vollends gesund werden und mich durch die woche bloggen...
oder so. oder auch nicht.







Freitag, 8. Januar 2016

unser gemüse heute


drei wochen lang mussten wir auf die aktuelle gemüselieferung von der biocò warten. ab jetzt kommt das gemüse überhaupt bis etwa anfang april nur im zweiwochenrhytmus, da vor allem lagergemüse verteilt wird, dafür müssen wir nicht jede woche herumfahren. das einzige frische ist der lauch, der sich auch im kühlschrank einige zeit hält,  und der nüsslisalat.
die letzten drei wochen haben wir mit relativ wenig zugekauftem gemüse überstanden. einzig etwas nüsslisalat und tomaten (wegen der festtage - es ist halt doch das absolute lieblingsgemüse!) haben wir gekauft. parallel aber haben wir aus den letzten nachgereiften eigenen tomaten noch einen sugo kochen können. (zum roh essen eigneten sich die anfang november geernteten tomaten nicht mehr, sie haben eine sehr harte schale). und wir leeren jetzt den tiefkühler: blumenkohl und brokkoli, aber auch zuckererbsen und eine portion krautstiel haben wir aufgetaut und gegessen. noch hat es viele bohnen und auch tomatensauce im vorrat. ausserdem gurken und das milchsauer vergorene blaukraut. ich bin gespannt, wie weit der heutige gemüsekorb reicht. gefreut habe ich mich über die beiden randen. nachdem wir im letzten jahr eine randenschwemme hatten, haben sie uns bisher fast schon gefehlt. heute habe ich gleich einen rohen selleriesalat gemacht, den gibt es jetzt gleich zu rosmarinhühnchen und frischem brot.

der vollständigkeit halber die liste: 3 stangen lauch, 2 randen (rote beete), 2 sellerie, pastinaken, rüebli, zwiebeln, knoblauch, blaukraut, nüsslisalat. 

Montag, 4. Januar 2016

unsere weihnachtsferien

bevor der alltag uns alle voll und ganz wieder mit beschlag belegt muss ich schnell noch ein paar bilder aus den weihnachtsferien zeigen:


 seit langem waren wir nicht mehr auf dem stuttgarter weihnachtsmarkt - in diesem jahr haben wir es mal wieder geschafft. die lauen temperaturen machten das spazieren zwar angenehm, aber mit der weihnachtsstimmung haperte es gewaltig. die tochter hat ein schönes andenken, oder?



schon viel stimmungsvoller war eines der letzten adventsfenster hier in der gemeinde - bei gemüsegenossen gab es feuer, gemüsewähe und höchst virtuoses handharmonikaspiel.


unser weihnachtsbaum und teile des weihnachtsessens - heiligabend gab es schweinebraten mit drei verschiedenen gemüsen und spätzle und am ersten weihnachtstag schwäbischen rostbraten mit bratkartoffeln und salat und dazu einen heimischen wein. das vanilleeis als dessert reichte für beide tage...


und irgendwann kam dann auch noch der kater in weihnachtsstimmung - immerhin hat er in diesem jahr nicht wieder maria und josef samt jesuskind aus der krippe geschmissen...


 zwischendurch strickte ich immer wieder an einem weihnachtsgeschenk - allerdings hat man die ja auch immer noch nicht wirklich gebraucht.


ein weihnachtsgeschenk wurde ausprobiert und siehe da: das sieht nicht nur lustig aus, sondern funktioniert sogar! ein pizzavelo!


und ruckzuck war es silvester. hausgemachte nudeln mit zweierlei saucen und salat und tomätchen und gurke und als dessert eine frischkäsecreme, da die geplanten crepes wegen altersschwäche des crepeseisens durch ein anderes dessert ersetzt werden mussten.

am neujahrsmorgen trieb mich ein beginnender schnupfen an die einigermassen feuchtkühle morgenluft (beinahe hätte ich jetzt frühlingsluft geschrieben...) und ich spazierte durch die wirklich menschenleeren rebberge.


den abschluss der ferien bildete nicht etwa das resteessen am samstagabend, das wegen akuten platzmangels im kühlschrank stattfinden musste, sondern der sternsingereinsatz der tochter, leider bisher ohne fotos und ein besuch der auswahl *15 im kunsthaus aarau.
im grunde gehen diese weihnachtsferien ja immer viel zu schnell vorbei und zwischen all den festmenüs und feiertäglichen ruhepäuschen bleibt kaum zeit, etwas vernünftiges zu machen. immerhin haben wir den estrich aufgeräumt, und begonnen das zimmer des mittleren umzubauen. 

Mittwoch, 30. Dezember 2015

jahresrückblick 2015

ja, der jahresrückblick. mittlerweile eine tradition hier im blog. trotzdem habe ich es mir in diesem jahr lange überlegt, ob es einen rückblick geben soll. aus einem einfachen grund: das jahr hat es nicht gut mit mir und mit den meinen gemeint. im blog ist das bisher noch kaum vorgekommen, und wenn dann nur in kryptischen andeutungen, mit denen allenfalls die etwas anfangen konnten, die sowieso bescheid wussten. im jahresrückblick mag ich zwar gerne das gute zählen, aber komme um das schlechte trotzdem nicht herum. auch nicht hier im blog. sonst könnte ich es gleich ganz lassen. 

als ich dann probehalber mal ein paar bilder herausgesucht habe, war aber schon eine ungefähre idee geboren:  genau hingeschaut - heisst es auf den bildern, denn nicht immer erschliesst sich alles auf den ersten blick.


dabei beginnt das jahr im januar eigentlich ruhig, mit ein bisschen schnee, viel lagergemüse und fleissigem und mehr oder weniger zielstrebigem arbeiten an filzprojekten und anderem. meine schwimmerei habe ich begonnen und das jahr schon mal grob geplant und zusammen mit der familie sogar den sommerurlaub. am 16. januar fahre ich mit den zwei jüngeren kindern zu meinen eltern, um mit ihnen gemeinsam ihre goldene hochzeit zu feiern. die feier fällt deutlich kleiner aus als geplant, da meine patentante und schwester meiner mutter sich einer krebsbehandlung unterziehen muss. auch mein onkel ist nicht dabei, obwohl wir, wenn ich mich recht erinnere, erst später von seiner krebsdiagnose erfahren haben. gegen ende des monats starte ich die vorbereitungen für die erste ausstellung mit den filzwelten.


der februar ist wie gewohnt trubelig: skiferien, diesmal bei gutem schnee und schönem wetter, fasnacht, mit der ich bei der tochter jetzt auch nicht mehr viel zu tun habe, geburtstag des mittleren, vorbereitungen auf die ausstellung und dann ganz am schluss des monats die ausstellung in erlinsbach. die ausgesprochen schlecht läuft. trotz neuer location und reichlich werbung kommen kaum leute und kaufen noch weniger.


im märz, befreit von der notwendigkeit der produktion für weitere ausstellungen, mache ich nicht nur bei der frühlingspost mit und stricke kappen für die patentante, sondern renoviere eine ganze woche lang mein arbeitszimmer. mit dem mittleren lerne ich für die aufnahmeprüfung in die berufsmaturitätsschule und ordne und organisiere viel herum. ein schaffiger monat bis uns just an unserem zwanzigsten hochzeitstag die nachricht erreicht, dass meine mutter mit einem gebrochenen dickdarm ins krankenhaus eingeliefert worden ist. der rest des monats und noch die ganze karwoche sind mit der sorge um ihr leben ausgefüllt.


leider geht auch im april ihre genesung nur langsam voran, aus dem krankenhaus entlassen ist sie immer noch sehr eingeschränkt und weiterhin krank. der frühling schreitet trotzdem voran, in unserem garten aber auch bei der frühlingspost, die nach und nach eintrifft. mit der sollbruchstelle besuchen wir mein ausstellungshighlight des jahres und sind auch sonst viel unterwegs.


anfang mai verbringen wir ein wochenende auf der schwäbischen alb - anstatt wie vorgesehen mit meinen eltern als geschenk zur goldenen hochzeit nur zu fünft. meiner mutter geht es immer noch schlecht, ein weiterer spitalaufenhalt ist notwendig um eine verschleppte lungenentzündung wirklich auszukurieren, danach aber geht es ihr zusehends besser. hier bei uns zuhause ist viel garten, endlich mehr gemüse, auftragsfilzen und filzen nur so zum spass, eine schöne wanderung durch ein hochmoor, erste schritte mit sketchnotes und die 30 tage sketchnotechallenge (bilder dazu vor allem auf instagram) und am ende des monats der wirklich letzte filzkurs der saison, ein fulminanter schluss als gastdozentin bei der filzsszene in graubünden in davos. und die tochter hat das jugendbrevet der rettungsschwimmer bestanden!


der juni wird wie immer trubelig: der mittlere ist zuhause, nach erfolgreicher abschlussprüfung hat er zehn wochen ferien bis zum lehrbeginn im august. entspannung macht sich breit, gefilzt wird wenig und nur ganz kleines, dafür gebacken und gekocht, mit dem immer üppigeren gemüse und natürlich mit beerenfrüchten und dann feiern wir mit dem mittleren seine firmung. damit es uns nicht zu wohl wird, erlebe ich, dass nun schon die zweite freundin in diesem jahr von ihrem mann verlassen wird.


es wird heiss, wie man es vom juli erwartet, wir schwimmen überall wo es wasser hat: in der limmat und in verschiedenen seen der schweiz, im schwimmbad hier und bei den grosseltern. nach und nach bekommen auch die anderen beiden kinder im juli endlich ferien, zuerst die tochter, die mich und den mittleren zu den grosseltern begleitet, dann der grosse. zuletzt auch noch der mann: dann geht es nach amsterdam, wo der grosse seinen achtzehnten (!!!!) feiert und anschliessend nach zeeland, ans meer. hier im blog darüber zu berichten habe ich noch nicht geschafft und allmählich beschleichen mich echte zweifel, ob es noch dazu kommen wird.


anfang august fahren wir nach hause und besuchen unterwegs die patentante des mittleren. wieder daheim setzen wir das limmatschwimmen fort und mich erwarten jede menge sommerpostkarten! selbst gestalte ich natürlich auch eine, mit einem apfel. die schule startet wieder und wir haben neue regelmässige essengäste am montag. dafür darf die tochter am dienstag aushäusig essen, was mir ein wenig zeitlichen spielraum gibt. zum beispiel um auf den letzten drücker einen beitrag für eine ausstellung am filzfestival berlin anzufertigen. der titel der ausstellung "filz mit ecken und kanten" - habe ich das schon mal gehört? da muss ich wohl mitmachen, das scheint ja jemand mit dem zaunpfahl zu winken! überhaupt ist viel vorfreude auf die reise nach berlin... ich reise hin, erkunde berlin und verschiedene ausstellungen, besuche das festival und dabei einen tollen workshop bei karen betty tobias und reise wieder nach hause, vollgefüllt mit neuen eindrücken. 


und schon ist der september da. der mittlere ist gut in seine lehre gestartet - wir eltern haben gelegenheit das basislehrjahr an einem elternabend kennenzulernen. mein filz-jahresprogramm, das der mittlere gestaltet hat, wird publik gemacht und ich filze für die ersten märkte im frühen herbst. wie schon vor einem halben jahr kommt das unglück überraschend: mein vater stirbt. am nachmittag ist er mit dem fahrrad losgefahren und nicht mehr wiedergekommen. die nachricht erreicht uns an einem sonnigen sonntagnachmittag. so schlimm sie ist - es ist die art zu sterben, die er sich scherzenderweise nicht nur einmal gewünscht hat. vielleicht ermöglicht uns das einen anderen blick als nur den des verlusts: dankbarkeit für viele schöne augenblicke mit ihm.

daneben gibt es auch kaum eine andere wahl als weiterzumachen, denn auch auf der organisatorischen ebene spüren wir rasch sein fehlen, hat er doch viele der folgen der notoperation für meine mutter aufgefangen und sie betreut wo es notwendig war. die trauerfeier zeigt mir, wie gross der freundeskreis und der rückhalt meiner eltern und jetzt eben meiner mutter in ihrem heimatort sind - auch ein grund zur freude trotz der trauer um meinen vater.



so rutschen wir alle mehr oder weniger in den oktober und feiern zuerst einmal mit der gemüsegenossenschaft erntedank - ich darf kochen, was mir grosse freude macht und viel lob einträgt. meine mutter bekommt den frühest möglichen termin für eine erneute operation, die ihr ihre unabhängigkeit wiedergibt. operiert wird sie am geburtstag der tochter, den wir mit einem ausflug ins verkehrshaus in luzern feiern. die ausstellung auf schloss biberstein, zusammen mit vier anderen kunsthandwerkern, will vorbereitet sein und zwischendurch besuche ich immer wieder meine allmählich genesende mutter, die ansonsten von ihrem bruder und dessen frau und vielen, vielen guten bekannten unterstützt wird, so dass ich immer wieder auch mit gutem gewissen nach hause fahren kann.


anfang november ernten wir die letzten tomaten und machen den garten allmählich winterfest. notwendig wäre das nicht gewesen, weil das wetter schön bleibt und wir weiterhin viel draussen sind. endlich geht es meiner mutter so gut, dass sie für ein paar tage zu uns kommen kann. wir feiern meinen geburtstag. danach bereite ich schon wieder die nächste ausstellung vor, in lengnau diesmal, also quasi ein heimspiel, und in dem bewusstsein, dass ich im nächsten jahr keine ausstellung machen will und mich auch aus der filzwelten-gruppe zurückziehe. eine ausstellung besuche ich mit mann und tochter, die mich sehr beeindruckt: la joie de vivre von etel adnan.



der dezember bringt noch einmal eine intensive phase der auseinandersetzung mit der idee der gemüsegenossenschaft, wir machen uns in der betriebsgruppe in zwei langen sitzungen gedanken zum leitbild für unser tun. und so wenig adventlich das wetter bleibt - ich backe guezli, ich drucke karten mit geliprint, wir haben unseren üblichen adventskalender, wir besuchen die roratefeier und das adventssingen, planen das weihnachtsmenu und die ferien. am vierten advent haben wir genug vom ständigen imperativ des sonnigen wetters und machen einen ausflug in den kanton glarus, wo ich endlich, endlich frau gugus persönlich kennenlernen darf. über weihnachten haben wir besuch, unter anderem feiern wir mit meiner mutter und lassen es ansonsten ruhig angehen. immer noch lädt das wetter zu spaziergängen in der sonne und sogar zu einer rast auf der bank ein. oder es ist so neblig, dass wir sogar dazu kommen, den dachboden zu entrümpeln.

nun ist es nur noch eine halbe stunde bis der letzte tag dieses jahres anbricht, dem ich gerne adieu sagen mag. das neue soll - wenn ich mir etwas wünschen darf - vor allem eines bringen: ein bisschen ruhe und beständigkeit, zeit zum erholen und um sich neues vorzunehmen, um pläne zu machen und auch um einmal einen schritt zurückzutreten und in aller ruhe zurückzuschauen.

auch ihnen, liebe leserinnen, wünsche ich, dass  ihre wünsche für das neue jahr in erfüllung gehen mögen. und danke wieder einmal für ein weiteres jahr mitlesen und mitleben im blog, für kommentare und alles,was sonst noch über das virtuelle hinaus entstanden ist!


Dienstag, 29. Dezember 2015

schwimmen - ein rückblick auf 2015


eigentlich habe ich ja schon anfang november resümiert, wenn es sie interessiert, lesen sie also bitte dort nach. heute um 2 minuten nach 18 uhr habe ich dann die 50 kilometer voll gemacht. in diesem schönen ambiente übrigens. und danach habe ich noch 500 meter draufgepackt. trotzdem: das war knapp.
für 2016 nehme ich mir mal vor, dass die 50 kilometer deutlich früher fertig werden und ich vielleicht noch 10 draufpacken kann bis zum jahresende.

Samstag, 26. Dezember 2015

weihnachtstraditionen




auflösung: der obere teller enthält die reste vom weihnachtssuppenhuhn, die krippenfiguren haben wir schon so lange wie unsere kinder, und fast so lange machen sich die könige erst auf den weg und stehen erst am 6. an der krippe.

Donnerstag, 24. Dezember 2015

frohe weihnachten!


der baum steht, die geschenke sind alle eingepackt, der besuch ist eingetroffen, der braten ist eingelegt, die getränke sind kalt gestellt - höchste zeit also, dem blog noch einen weihnachtlichen anstrich zu geben! 
ja, das jahr 2015 war - nicht nur im blog - ein gemüsiges! also macht es durchaus sinn, dass hier ein blaukrautengel die weihnachtswünsche verkünden darf.
in diesem sinne: frohe weihnachten ihnen allen da draussen in den weiten des internets.

Mittwoch, 23. Dezember 2015

weihnachtspost - mit winterwald

nachdem die meisten weihnachtskarten mittlerweile an ihrem bestimmungsort eingetroffen sein sollten, möchte ich hier gerne noch die winterwald- , aber auch die weihnachtsbaumkarten zeigen und sie auch gerne bei frau müllerin vorbeischicken beim mustermittwoch.


gedruckt habe ich zum ersten mal mit einer gelatineplatte und bin restlos begeistert! hier nach dem motto: ... allüberall auf den tannenspitzen sah ich goldene lichtlein sitzen...






und die schlichtere version: nur einfach drei tannen im nebligen wald.


und hier haben sich dann noch drei tannen geschmückt: mit bunten kugeln oder luftkugeln - wenn ich nur wüsste, wie ich die weissen punkte hinbekommen habe? teilweise habe ich die drucke ausgeschnitten und auf karten arrangiert, teilweise aber auch gleich auf karten gedruckt.

Sonntag, 20. Dezember 2015

unser (sehr gemütliches und zugleich sehr aufregendes) wochenende


gestartet sind wir ins wochenende mit einem sehr traditionellen termin: weihnachtsbaumkaufen bei der gerechtigkeitsgenossenschaft unserer gemeinde, die leider nicht mehr so heisst (und auch keine mehr ist), sondern seit ein paar jahren als abteilung der gemeindeverwaltung geführt wird. nichtsdestotrotz werden immer noch am samstag vor dem vierten advent bäume verkauft, der örtliche kaminfeger verteilt glühwein, die tagi verkauft guezli und es ist ein zwischending zwischen gesellschaftlichem anlass und günstiger einkaufsgelegenheit für einheimische weihnachtsbäume.
und wäre man früher aufgestanden oder hätte man wenigstens nicht zuerst noch gemütlich gefrühstückt, wäre die auswahl vermutlich noch schwieriger gewesen. so haben wir einfach den einzigen akzeptablen baum gekauft (natürlich nicht ohne längere diskussion) und stolz und abwechselnd nach hause getragen.


ob der kater wirklich den baum so kritisch beäugt kann ich auch nicht mehr sagen. ich bin jedenfalls ein bisschen gespannt, was der mann dazu sagen wird, der beim baumkauf wegen arbeit fehlen musste, also so dann am heiligen abend, wenn wir den baum wieder auspacken.


den restlichen sonntag verbrachten wir mehrheitlich sehr gemütlich-vorweihnachtlich: mit geschenke fertigstellen... oder zumindest weiterbasteln, aufräumen, und was man halt so macht. der mittlere ging irgendwann ins kino, die tochter und ich stellten noch ein bisschen deko für die lampe her.


irgendwann ging der mittlere zum weihnachtsessen und der mann kam vom arbeiten nach hause und es gab ein leckeres unfotografiertes rindsvoressen mit kartoffelstock und nüsslisalat und noch einen film im heimkino für die daheimgebliebenen. und die vage idee am sonntag eventuell ins glarnerland zu fahren...


und das haben wir dann auch gemacht. was eine tolle idee war, obwohl mich unterwegs im auto noch ein paar zweifel befielen. das ziel war nämlich nicht einfach das kunsthaus glarus, sondern dort der weihnachtsmarkt und davon auch ein ganz spezieller stand. und zwar der von der mir bisher nur blogweise und virtuell bekannten frau gugus. der haben wir nicht nur ein bisschen beim postkartenmalen über die schulter geschaut, sondern auch endlich mal so in echt und im realen leben miteinander geschwatzt. und kaffee getrunken. und noch ein bisschen geschwatzt.


und dann hat die liebe frau gugus uns einen fremdenführer für ihr städtchen organisiert, der uns durch glarus geführt hat und beinahe hätten wir am gegenhang auch noch ein bisschen sonne abbekommen.


 ich musste dafür die ganze zeit die sonne auf den bergen fotografieren.


am schluss kehrten wir noch einmal ins kunsthaus zurück, schwatzten noch mal ein bisschen, bis uns am ende der abschied so richtig schwer fiel. ach, das ist schön, wenn eine so lange blogbekanntschaft endlich, endlich mal aus dem virtuellen herauskommt! (mir fehlen grad so ein bisschen die worte...)




Freitag, 18. Dezember 2015

mein weihnachtsgeschenk

nein, nicht das von diesem jahr, das wäre ja noch ein bisschen früh. 


aber das von letztem jahr. das muss endlich mal an der wand angebracht werden. wird ja auch allmählich zeit. sonst bekomme ich womöglich in diesem jahr nichts mehr geschenkt!


 der baum macht sich gut unter dem herrnhuter stern.


und kaum ist der baum an der wand fängt er auch schon an, früchte zu tragen! da wachsen weihnachtspostkarten!!! danke frau gugus, danke familie schokolädchen (ihr habt echt keine internetpräsenz? da muss der patensohn aber mal aktiv werden!!!)


unser gemüse heute


 ich gebe es zu: heute habe ich ein bisschen mit dem essen gespielt. da es auch nicht viel länger dauert als das gemüse auf einem übersichtlichen haufen zu präsentieren gibt es hier heute einen gemüsestern, passend zur jahreszeit.


von innen nach aussen: wirsing, pastinaken, rüebli, lauch, paprika, zwiebeln, kartoffeln, rosenköhlchen, feldsalat und ganz oben am bildrand ein sellerie.
momentan versuche ich von den genossen noch ein bisschen zusätzlichen rosenkohl einzutauschen. vielleicht mag den ja irgendjemand garnicht. dann kann es bei uns nämlich an weihnachten für die ganze familie rosenkohl geben!

die rubrik "unser gemüse heute" macht anschliessend drei wochen ferien. wir, also mein gemüse und ich sehen uns erst im neuen jahr wieder! in alter frische dann!