Mittwoch, 17. Februar 2016

ein besuch im zentrum paul klee



schon am dienstag der vergangenen woche haben wir zusammen mit der tochter das zentrum paul klee in bern besucht. weil gerade keine so wirklich spannende ausstellung dort stattfindet, haben wir uns auch noch bei den workshops umgesehen und uns dafür entschieden, chinesische laternen zu basteln. (jetzt könnte man sich fragen, warum man in ein museum geht, von dem man denkt, dass die ausstellung nicht spannend ist - das zentrum paul klee ist aber halt viel mehr als nur ausstellung. und ausserdem waren wir sowieso grade in der nähe, wegen eines notwendigen botschaftsbesuchs.)

vom workshop selbst habe ich keine bilder gemacht, ich hatte aber auch die ganze zeit über alle hände voll zu tun... sehr flott und zügig angeleitet haben wir nämlich zuerst ein chinesisches schriftzeichen frottiert (als hintergrund), dann das schreiben mit dem pinsel geübt und chinesische schriftzeichen aufs pergamentpapier geschrieben (mit tusche und pinsel) und zuletzt noch durch weitere weisse schriftzeichen mit pastellkreide ergänzt. drei schriftzeichen haben wir dabei kennengelernt: licht, feuer und nagel (was zusammen wohl so was wie laterne bedeutet). was die tochter und ich dann noch in weiss geschrieben haben entzieht sich leider meiner kenntnis. eine stunde ging der workshop und hat uns allen dreien spass gemacht - auch wenn der mann und ich die einzigen erwachsenen waren, die mitgemacht haben, alle anderen erwachsenen waren eher als aufsicht oder betreuung mitgekommen.


nach dem workshop gingen wir dann noch relativ rasch durch die ausstellung paul klee: bewegte bilder, die uns leider nicht so richtig ansprechen wollte. eines aber war schön: die tochter und ich versuchten ein paar der figuren paul klees, die aus einer einzigen linie bestehen, nachzuzeichnen. hier kann man das original der zeichnung "geht vorüber" sehen.


ausser den laternen hatten wir auch unser "übungspapier" mit nach hause genommen. so dass ich das auch noch verwerken wollte.


und es endlich geschafft habe, die koptische bindung, die ich ende august auf dem filzertreffen in berlin bei karen betty tobias gelernt hatte, wieder anzuwenden.


ich bin ganz stolz, dass ich das (wenn auch nicht ganz perfekt) wieder hinbekommen habe.


jetzt kann aus den übungen noch etwas neues werden!


Sonntag, 14. Februar 2016

romney und rosenfasern


der kammzug aus romney und rosenfasern ist auch noch im januar fertig geworden. er ist nicht wirklich dick, mit einer lauflänge von etwa 230 meter auf 100 gramm. und so richtig körnig auch nicht, obwohl ich das gefühl hatte, ihn mit sehr viel drall versponnen zu haben. aber die farbe finde ich jetzt so gemischt schön.

dann musste ich noch ein bisschen in sachen rosenfaser recherchieren. ich habe ja meinen kammzug aus der spinnwebstube mit dem dezemberabo bekommen, und da ist die faser als eiweissfaser, genauer als regenerierte proteinfaser angegeben, wie sojaseide oder milchseide. woher die proteine bei soja oder milch herkommen ist mir einigermassen klar, aber rosen? also habe ich nochmal nachgefragt und tatsächlich handelt es sich um eine verwechslung: die faser wird, genau so wie milchseide, die wirklich eine proteinfaser ist, hergestellt, ist aber selbst eine zellulosefaser.

das passt auch zu dem, was ich an anderer stelle gefunden haben, rosenfaser ist eine zellulosefaser - genauer gesagt viskose. im forum der firma junghans fand ich dann noch den hinweis, dass die rosenfaser nicht aus rosenholz, sondern aus einer brasilianischen palisanderart hergestellt wird. bei "meiner" rosenfaser handelt es sich aber nach den herstellerangaben um vorwiegend aus rosenbüschen hergestellte zellulose. das spinnt sich doch gleich schöner!
aber eigentlich ist doch viskose - egal aus welchem ausgangsmaterial - immer chemisch gesehen derselbe stoff? zumindest macht da die eu-verordnung zur bezeichnung von textilfasern keinen unterschied. und hier taucht wieder der begriff "regenerierte zellulosefaser" auf. dieser begriff lässt sich aber relativ rasch klären: regeneriert bezieht sich darauf, dass die ausgangsfaser (vorwiegend holz) im verlauf des herstellungsprozesses zunächst in ihre chemischen bestandteile zerlegt und anschliessend wieder in faserform gebracht wird, indem sie durch düsen gepresst und so zu einem filament versponnen wird. wen es interessiert, kann das hier genauer nachlesen. man spricht deshalb auch von chemiefasern, englisch "man made fibers". für die hobbychemiker hab ich dann auch noch diese seite gefunden.

womit das thema rosenfaser geklärt wäre. (und der lateiner denkt schmunzelnd selbstironisch:  mundus vult decipi, decipiatur.)

mich aber beschäftigt weiterhin das thema milchfasern, meist milchseide genannt. (wie auch übrigens die viskose zunächst kunstseide genannt wurde, bis man erkannte, dass sie ganz spezielle eigenschaften hat, die sich nicht vor den "natürlichen" fasern hinter einem euphemismus verstecken müssen.)

ein bisschen verwirrt bin ich schon was da über die verschiedenen fasern im netz verbreitet wird. einerseits wird nahezu alles, was aus nachwachsenden rohstoffen produziert wird, stets als nachhaltig gepriesen (naja, über den inflationären gebrauch dieser vokabel lässt sich ja schon fast nicht mehr diskutieren...). wo die rohstoffe herkommen ist dann zweitrangig - allerdings wird zumindest die zellulose häufig aus restholz hergestellt. kaum einmal aber werden die während des herstellungsprozesses eingesetzten oder die am ende dessen anfallenden chemikalien berücksichtigt.

aber milch?
ein lebensmittel für dessen herstellung grosse mengen an ressourcen gebraucht werden? sicher kann man beim gebrauch von milch zur faserherstellung anführen, dass die verwendete milch ohnehin nicht als lebensmittel taugen würde - trotzdem macht das die sache an sich nicht besser. explizit wird die kolostralmilch gerade kalbender mutterkühe erwähnt - die bei einer nicht hochindustriell geführten mutterkuhhaltung eigentlich den kälbern zugute kommen müsste.
ganz abgesehen davon, dass dem daraus hergestellten produkt eigenschaften zugewiesen werden, die höchstvermutlich kaum nachzuweisen sein werden ... "Milchproteinfasern enthalten bis zu 18 Aminosäuren, die das Zellwachstum unterstützen und der Alterung der Haut vorbeugen. Sie regen die Blutzirkulation an, wirken gegen den Juckreiz der Haut und glätten sie." und dass dabei keine chemie im einsatz sein soll, kann ich auch kaum glauben, zumal sich keine konkreten hinweise zur herstellung der fasern finden lassen.
einen hinweis darauf, warum überhaupt solche neuen fasern entwickelt werden, habe ich in einem artikel in der zeit  gefunden - es ist die baumwolle, die immer knapper wird, jedenfalls im verhältnis zur weltweiten nachfrage. und da hört sich dann die sache mit der milchfaser auch nicht mehr so uninteressant an.

fazit: es bleibt kompliziert.


Montag, 8. Februar 2016

überschuhe


ich darf für einen menschen, der sehr viel für mich und meine filzkurse tut, überschuhe für ortheseschuhe herstellen. weil die schuhe sehr aufwändig anzuziehen sind, würden diese überschuhe für kurze pausen in der wohnung oder auch für die mittagspause eine grosse hilfe für diesen menschen bedeuten.
nun habe ich zwar schon öfter hausschuhe hergestellt, aber noch nie so gross, fast möchte ich riesig sagen! dazu kommt, dass die schuhe leicht anziehbar sein müssen, man muss geradezu in sie hineinrutschen können, ohne grossen anziehaufwand. und die ortheseschuhe sind halt doch ein bisschen anders geformt als ein normaler fuss. so bin ich auf die idee verfallen, die filzüberschuhe nicht wie gewohnt auf die sohle herunter flach zu legen sondern sozusagen seitlich zusammengelegt zu filzen. hat jemand das schon mal probiert? welche erfahrungen habt ihr gemacht? ich freue mich über jeden kommentar, auch falls ihr das für keine so gute idee haltet.
meine idee ist momentan einfach ein kleines modell anzufertigen. (die grössenangaben enthalten noch keinen schrumpffaktor, das ist hier auch garnicht das thema, es geht darum die dreidimensionale form sinnvoll zweidimensional zu machen um an den wichtigen stellen genügend raum zu haben!)

Samstag, 6. Februar 2016

unser gemüse gestern


vierzehntägliche gemüselieferung heisst vor allem: grosse mengen wurzelgemüse. sellerie, 2 randen, 2 pastinaken, rüebli, ausserdem lauch, zwiebeln, nüsslisalat und ein butternutkürbis! 

gestern abend gab es randengnocchi - wir haben dann 2016 zum jahr der gnocchi ausgerufen, mit dem klaren ziel aus allen denkbaren gemüsen gnocchi herzustellen. abmeldungen gibt es bisher nur für gurkengnocchi... 




Freitag, 5. Februar 2016

halbfabrikate


so sehen die halbfertigen taschen aus dem kinderfilzkurs jetzt aus. die entscheidung für eine farbe und das abwiegen der wollmengen haben einige zeit gedauert, aber mit vlieswolle war dafür das auslegen relativ schnell erledigt. welche fläche als taschenklappe dienen soll habe ich zwar jedem kind noch einmal einzeln gezeigt, aber eine hat es dann doch anders gemacht. noch konnte ich nicht herausfinden, ob mit absicht oder weil sie es nicht verstanden hatte. es ist aber insgesamt nicht ganz so schlimm - wir werden im notfall die tasche einfach umgekehrt ausschneiden, das gibt dann eine leicht andere form, ist aber kein beinbruch.
die taschen sind so weit angefilzt (naja, bei ein paar habe ich noch ein bisschen nachgeholfen), dass ich sie auswaschen und austropfen lassen konnte. nun müssen sie vollends trocknen, denn sie liegen dann noch fast drei wochen bis es weitergeht mit dem kurs.

Dienstag, 2. Februar 2016

taschen ... gehen immer


etwas vom spannendsten sind für mich taschen. nicht nur zum filzen, sondern auch in jeder anderen denkbaren technik, gerne auch in der variante nicht selbst gemacht, aber dafür selbst gekauft...

aber spass beiseite: für den anstehenden filzkurs für kinder und jugendliche habe ich die gelegenheit ergriffen und das konzept der aus einem stück gefilzten umhängetasche gleich zweimal gefilzt.dabei sind die beiden taschen wirklich ganz unterschiedlich geworden. einmal mit relativ grober weisser und grauer wolle in double face, kreise aus vorfilz und resten von der inneren lage.



und die zweite tasche aus sehr kurzfaseriger kapmerinowolle. die auflage auf der taschenklappe ist aus verschiedensten materialien: reste von grünem kammzug, handgesponnene merinowolle mit seide verzwirnt, ein gekauftes weisses garn mit aufgezogenen pailetten, und dann noch geschnittene reste eines ebenfalls handgesponnenen blaugrünen garns.


es ist die tasche, die mich anfänglich so viel geduld gekostet hat. wie man aber sehen kann, hat schlussendlich doch alles sehr gut gehalten. die pailetten sind dezent und die tochter hat schon ansprüche auf diese tasche erhoben. auf den bildern kann man ein wenig sehen wie die tasche konstruiert ist. die idee habe ich übrigens auf dem buch von christel dohm "mit kindern filzen"*  aus dem verlag freies geistesleben . ein buch, das ich auch sonst sehr schätze, weil es nicht einfach rezepte anbietet (die auch), sondern dazu anregt, sich mit dem thema kinderfilzkurse von grund auf auseinanderzusetzen.
der filzkurs wird ein experiment - zwei nachmittage haben die angemeldeten fünf kinder zeit ihre taschen anzufertigen, dazwischen liegen die skiferien und morgen stehen zunächst mal die entscheidung für eine taschengrösse und das material, das auslegen, dekorieren und erste anfilzen auf dem programm.

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Sonntag, 31. Januar 2016

januar - das wetter am ende und ein tuch


 draussen heute ideales wetter für den enspurt für mein tuch, das ich in der zweiten januarwoche begonnen hatte.


es ist ein match&move, wieder ein modell von martina behm, von der ich bisher schon zweimal das tuch leftie und schon mehrere mützen nach dem muster tensfield gestrickt habe. ich mag diese geometrischen muster und meist kann man ihre anleitungen sehr gut an andere garne oder grössen anpassen. bei den beiden tüchern konnte ich jeweils alles vorhandene material verstricken, bei der mütze imponiert mir vor allem, dass man das muster mit jeder wollstärke und lauflänge stricken und es an jede kopfgrösse anpassen kann.


tja, äh, material. ich weiss nur noch, dass ich das material in der dresdner neustadt in einem kleinen wolleladen gekauft habe, dass es vermutlich alpaka enthält, dann erinnere ich noch vage die herkunft aus einem land, das ich eventuell mit den anden in verbindung bringen würde. es war aber nix allzu exotisches, denn ich habe es später auch noch hier in der schweiz in einem strickladen gesehen. die zettel habe ich weggeschmissen, als ich zum zweiten mal die eisbachwelle damit begonnen hatte und wieder aufgetrennt... jetzt also ein match&move, mit dem ich auch nicht so ganz glücklich bin. die farben sind mir ein bisschen zu sehr camouflage. vielleicht könnte man ja damit die schweizer armee ausstatten, oder so. aber das muster finde ich toll! kann man also gerne nochmal stricken, vielleicht dann in farbig.

Donnerstag, 28. Januar 2016

geduld


filzen ist eine tätigkeit, die recht viel geduld erfordern kann. da ich nicht nur ab und zu, sondern tatsächlich recht regelmässig dinge filze, die nicht mal so huschhusch gemacht sind, weiss ich das eigentlich. und trotzdem verblüfft es mich immer wieder, wie unterschiedlich meine geduld bei den verschiedenen textilen techniken ist.
im grunde macht es mir recht wenig aus, stundenlang am spinnrad zu sitzen, bis eine spule voll ist. auch habe ich noch selten darüber nachgedacht, dass es ja eigentlich eine recht eintönige arbeit ist, grössere strickstücke anzufertigen.
wenn aber ein grösseres filzstück ausgelegt ist und es nun daran geht, mit viel geduld die einzelnen lagen miteinander in kontakt zu bringen, so dass daraus zuletzt ein fester, strapazierfähiger filz werden kann, kriecht meist ganz schnell die wichtigste frage aller kursteilnehmer, egal welchen alters, herauf: wie lange muss ich das jetzt machen? wann bin ich fertig?
dass es da nicht wirklich hilfreich ist, wenn ich ganz zum schluss, wenn alles, auch die dekoration. ausgelegt ist, feststelle, dass in dem verwendeten weissen garn nicht ein fitzelchen wolle enthalten ist und sich dieses garn infolgedessen nicht selbst in die verschiedenen wolllagen einarbeiten wird, sondern dass umgekehrt die ausgelegte wolle das aufgelegte weisse effektgarn ergreifen und festhalten muss, ist klar.  und wenn mir dann noch einfällt, dass es sich beim verwendeten material um ein extrem kurzfaseriges vlies aus kapmerino handelt, das ich so nicht umbedingt wieder kaufen würde, ich es aber jetzt einfach mal verwenden wollte, weil es ja nun schon hier herumliegt - und das schon eine ganze weile, hilft das auch nicht umbedingt. vor allem dann nicht, wenn ich schon weiss, wie wenig kriechfreudig diese wolle im grunde genommen ist.


und auch wenn ich sicher bin, dass jetzt nur noch geduldiges anreiben helfen und ich ja auch kaum noch was anderes machen kann als letztendlich darauf zu vertrauen, dass das alles schon zusammenhalten wird - trotzdem würde ich dann am liebsten gleich nach den ersten minuten anfangen herumzuzupfen: wie fest ist das schon? hat sich das schon verbunden? wenigstens dort, wo noch andere lagen wolle im spiel sind? und am rand?


dabei predige ich immer allen kursteilnehmern: mach mal, vertraue drauf, dass das schon gut kommen wird. wenn du immer dran ziehst, kann es sich nicht verbinden. aber wie lange noch? echt, immer noch?
aber morgen, morgen suche ich die dickste isolationsrolle aus dem fundus und fange an zu rollen. weil weiter reiben, das bringt mich an den rand des wahnsinns. irgendwann muss das ja mal halten.
(ach, wie gut ich die kursteilnehmer jetzt wieder verstehe. im besten fall tut sich ja erst mal lange nichts. alles bleibt an ort und stelle, aber sonst sieht man keinen fortschritt. und wer wagt, der gewinnt. oder soll ich doch lieber noch ein bisschen reiben? oder wenigstens mal ein ganz klein wenig zuupfen - denn dann wüsste ich, dass ich es wirklich rollen kann. oder auch nicht.)

Mittwoch, 27. Januar 2016

spinnen und zwirnen


momentan profitieren alle weniger anstrengenden textilen arbeiten davon, dass ich seit anfang jahr immer ein bisschen vor mich hin kränkle. schnupfen, halsweh, ohrenschmerzen, halsweh und dann wieder von vorne - nie so richtig schlimm, aber auch nicht so, dass ich mich wirklich fit fühlte und schon gar nicht fit genug um im kalten keller grösseres zu filzen. anstattdessen habe ich viel gestrickt (das ergebnis kommt dann auch demnächst) und gesponnen. vor allem das dezember-faserabo aus der spinnwebstube. und weil ich die kapazität der spulen meines schacht-sidekick unterschätzt hatte, war dann plötzlich deutlich mehr als die hälfte des materials auf einer spule.


nicht so geschickt, wenn man beim spinnen immer mehr zur überzeugung kommt, dass sich die farbe der wolle je gemischter desto besser macht, also eine kettenverzwirnung quasi ausgeschlossen werden kann. also habe ich mich eines tricks entsonnen, den ich mal bei jemandem gesehen habe, noch bevor ich überhaupt selbst ein spinnrad besessen habe. 


 man kann nämlich einfach das komplette gesponnene garn auf einen knäuel wickeln, den man von innen und von aussen abwickeln kann. eine solche knäuelwickelmaschine ist da gut geeignet, aber es wäre auch mit einer nostepinne gegangen. das hätte allerdings bei etwas über 200 gramm auf der spule schon eine weile gedauert, so dass ich über die technische unterstützung schon sehr froh war. das prinzip ist übrigens dasselbe wie das, das man beim verzwirnen von der handspindel anwendet, bei dem das garn so lustig auf die hand aufgewickelt wird. wichtig ist nur, dass man den knäuel von zwei richtungen aus abwicklen kann.


 und das macht man dann auch. beide anfänge miteinander ergeben den zwirn. übrigens ganz ohne dass man darauf achten muss in welche richtung die spulen abgewickelt werden. das einzige problem ist der drall des gesponnenen garns, das sich manchmal zu kleinen knäueln zusammenwurschtelt. am ende ein bisschen mehr als am anfang, aber mit geduld und nervenstärke löst sich hier (fast) jeder knoten.


und wenn man nervenstark genug war, dann bekommt man am ende den lohn: alles garn ist verzwirnt und es ist nichts übrig. das ende des zwirns ist sozusagen die mitte des gesponnenen singles. (und das kann man auch gleich ganz prima am niddy-noddy befestigen...
wie es mit dem fertigen garn jetzt weitergeht - keine ahnung. oder doch so ein bisschen, aber noch nichts wirklich konkretes.

Sonntag, 24. Januar 2016

der nächste filzkurs für kinder und jugendliche


der nächste filzkurs für kinder und jugendliche ist ein versuch: an zwei nachmittagen, am 3.2. und 24.2. wollen wir zusammen eine tasche filzen. es handelt sich um das weisse modell oben im bild.
unten kann man sehen, dass die tasche einfach an einem stück angefertigt wird.
ich lade alle ein bisschen grösseren primarschüler(innen) und oberstüfler(innen) ganz herzlich zu diesem kurs ein.
für beide nachmittage zusammen beträgt die kursgebühr 50 franken inklusive material und einem kleinen zvieri jeweils. und weil der kurs ein experiment ist, können für dieses mal nur 6 kinder insgesamt teilnehmen - also meldet euch rasch an!




Samstag, 23. Januar 2016

fischfilzen - filzfische


 am vergangenen mittwoch lief der erste kinderfilzkurs in diesem jahr. wir filzten gemeinsam fische, filzfische also sozusagen. oben kann man sie schon als filzfischsuppe sehen, sie baden in essig, weil wir für diesmal wirklich mit viel seife gearbeitet haben.


 und dann wurden alle fische in der salatschleuder geschleudert, so dass sie anschliessend einigermassen zügig auf der heizung trocknen konnten.


einer fehlt im bild. der türkisfarbene aus der fischsuppe. er hatte sich noch im salatsieb versteckt. anschliessend wurden alle noch mit einem schlüsselring versehen - und sind laut den kindern in den meisten fällen dafür vorgesehen, am schulthek (schulranzen, schultasche, tornister, wie sagen sie dazu?) zu baumeln.

Freitag, 22. Januar 2016

unser gemüse heute


muskatkürbis, wirsing, 2 schwarze rettiche, 3 randen, 4 zwiebeln, karotten, lauch und über 500g nüsslisalat. (also sozusagen ein vermögen in nüsslisalat... ) das problem ist: ich habe jetzt gerade fürs wochenende keine party geplant und auch sonst nicht 15 leute zu verköstigen mit dem nüsslisalat. ich schau mich mal in meinem bekanntenkreis um, ob jemand da ist und salat braucht. naja, so ist das eben mit " ernte teilen, risiko teilen" - da denkt wohl jeder zuerst an ausbleibendes gemüse und nicht primär an grossen erntesegen!

Dienstag, 19. Januar 2016

sophie täuber-arp

www.google.ch

darauf hat mich gerade der mann aufmerksam gemacht: google ehrt mit dieser grafischen umsetzung (nein, spiegel-online, das ist keine geografische grafik*) ihres logos die künstlerin sophie täuber-arp, anlässlich ihres 127. geburtstags.

* weil ich den spiegel-artikel nur zuerst kurz überflogen habe und da auch was von davos stand, hab ich wirklich erst mal eine halbe minute überlegt, was das mit der geografie von davos zu tun hat. vermutlich nix, war allerdings das ergebnis. dann musste ich kurz drüber nachdenken was einen geografische grafik eigentlich ist, wahrscheinlich eine landkarte?

Montag, 18. Januar 2016

auf dem schreibtisch


kann aus gründen heute nicht aufgeräumt werden. glücklicherweise ist die rechnung, auf der der kater liegt, nicht so dringend. 
weg bekommt man ihn da nämlich nur mit einem milchkaffee oder einem capuccino.         nnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn. (das war der kater bei der überquerung der tastatur auf dem weg zur tasse.)

der textile raum

das ausstellungsplakat war mir schon mehrmals aufgefallen, es ist eine wirklich gut gelungene antwort auf den titel der ausstellung. eine art raumillusion aus dem zweidimensionalen. raumgreifende zweidimensionale weberei sozusagen. (leider konnte ich kein foto vom plakat selbst finden, es ist mit goldener schrift auch noch sehr ansprechend gestaltet, auf der basis des wandteppichs von moik schiele im bild.)

Moik Schiele
All, ca. 1977
Museum für Gestaltung Zürich
Kunstgewerbesammlung
Photo:
FX.Jaggy & U.Romito
, Museum für Gestaltung,
©
ZHdK


das museum bellerive, direkt am zürichsee gelegen, ist ein eher kleines museum. keine gefahr sich in zu vielen ausstellungen zu verzetteln, genügend zeit um alles anzuschauen und auch noch einmal zu einem besonders beeindruckenden stück zurückzukehren. ich mag dieses museum. 

die ausstellung fand ich spontan sehr stark dem weben gewidmet, vor allem im oberen stock werden ausführlich auch die anfänge der künstlerischen textilen arbeit der verschiedenen schulen in zürich gewürdigt. hier sind vor allem viele beispiele von anni albers, gunts stölzl, sophie täuber-arp zu sehen. 


 wahrscheinlich habe ich aber vor allem das gewobene wieder mal stärker wahrgenommen. wenn ich mir nämlich die räume noch einmal vor augen halte, war da auch ganz viel stickerei, stoffdruck, knüpfen, stricken und häkeln.

das experimentelle war für mich eher auf den zweiten blick zu sehen. aber durchaus auch da.






faszinierend aber vor allem die webereien, egal ob gebrauchsweberei oder rauminstallation, da hatte ich gleich viel lust, da auch mal wieder etwas auszuprobieren. die vielfältigen möglichkeiten des webens wurden nicht nur erwähnt, sondern anhand der beispiele auch wirklich erfahrbar gemacht.

ein exponat lädt direkt zum spielen ein, was dann die tochter und der mann auch ausgiebig machten:


ein pailettenstoff von der firma schläpfer in st. gallen, dessen pailleten man "umklappen" kann und so auf dem stoff malen.

Samstag, 16. Januar 2016

endlich schnee!


endlich hat es geschneit. und weil der schneepflug uns sowieso so früh aus dem bett wirft (und es sich nach mindestens einem halben meter schnee anhört) kann ich auch gleich noch einen rhabarberkuchen backen.


beim blick aus dem fenster stellt sich dann allerdings schnell heraus: so viel schnee ist das ja garnicht. 

 
da ist ja dann fast noch mehr eischnee auf dem rhabarberkuchen. 
 

 aber irgendwie auch gut. denn der grosse und ich laufen ins werkk und besuchen heute "bio für jede" und schauen mal, wie das dort ist. nach hause bringen wir: weisskraut, zwiebeln, äpfel, kiwi, chioggia-randen, reisdrink und ein randen-apfelgetränk. das kann jetzt unser biocò-gemüse ergänzen.


Freitag, 15. Januar 2016

prag








wir fahren nach prag. heute nachmittag haben wir ein appartment gebucht. ich freu mich so!
(bilder alle vom letzten prag-aufenthalt in 2012)
edit: äh, ja, erst im april. aber die vorfreude war halt grad gross. und ich musste der tochter sowieso die bilder von prag zeigen.