Samstag, 25. September 2010

filzobjekte - raumgestaltung


gespannt auf das, was diese letzte woche des filzbildungsgangs bringen mag, reise ich morgen früh an den ballenberg.

im gepäck einige kilo wolle, viel erfahrung und vertrauen in meine fähigkeiten, mein ganz persönliches filzequipment, das sich in den letzten drei jahren so allmählich entwickelt hat, ein paar ideen und entwürfe, viel neugier und experimentierfreude für ein neues thema und natürlich ein wenig wehmut, denn am nächsten freitag ist sie unweigerlich um, die spannende zeit am kurszentrum.

Donnerstag, 23. September 2010

schurz/schoss

auf dem plan stand heute eigentlich das putzen der schlafräume im oberen stock. weil ich aber nach vorsichtigem öffnen der türen feststellen musste, dass ich eher nur einen kleinen rest der zimmer saubermachen hätte können, gab ich dieses vorhaben schnell auf. ein erneuter aufruf ergeht an die buben für den freitag nachmittag, ansonsten müssen die grosseltern halt das chaos aushalten.

dafür hatte ich dann noch ein bisschen zeit für einen ausflug in den baumarkt, ein bisschen ausstellungstechnik für die modulpräsentation am sonntag besorgen. und dann kam ich da noch an den wachstuchtischdecken vorbei. und weil ich mir schon lange eine wasserdichte schürze zum filzen wünsche und dana neulich den entscheidenden hinweis geliefert hat, habe ich mir 70 zentimeter abschneiden lassen und daraus eine durchaus schicke und sicher weitgehend wasserdichte schürze genäht.

danke, liebe daniela für den hinweis! es ging dann sogar mit meiner maschine ganz gut!

ausserdem habe ich mehrere kilo wolle und zusätzliche eine grosse ikea tasche an filz-equipment eingepackt. nur noch zwei tage, dann gehts an den ballenberg zum sechsten und letzten modul meiner filzausbildung!

waldspielgruppenelternhandstulpenfilzkurs


nun muss ich also doch noch ein wenig erzählen:
zum zweiten mal bereits habe ich mit den eltern der waldspielgruppenkinder handstulpen für den kommenden winter gefilzt. gekommen waren 7 mütter und 2 väter, die gruppe war bunt gemischt, von gar keine filzerfahrung bis sehr erfahren (liebe fortgeschrittene filzerin, wenn du das hier liest, es tat mir nachher leid, dass ich sagte, dass man jetzt keine wolle auflegen könne, der erfolg gab dir ja recht...). ganz so turbulent wie im letzten jahr war es trotz der grossen teilnehmerzahl nicht, denn diesmal konnten die beiden spielgruppenleiterinnen überall ein bisschen helfen (im letzten jahr haben sie ihre stulpen gefilzt) und wir waren auch deutlich vor mitternacht fertig.
für mich ist es wieder auch eine gelegenheit gewesen, die mütter von jüngeren kindern kennenzulernen und ich freu mich jetzt schon auf das nächste jahr, denn der anlass scheint fest eingeplant zu sein. es macht spass, in eine schon bereits bestehende gruppe hinein zu kommen, etwas kreatives anzuregen und dann zu sehen, wie alle eifrig arbeiten, aber eben nicht für sich, sondern für ihre kinder. zu hören, welche gespräche sich ergeben, was die mütter und väter untereinander auszutauschen haben - zum teil weit über die handstulpen hinaus, aber eben oft mit dem anknüpfungspunkt: "mein kind wünscht sich...".

Mittwoch, 22. September 2010

nach dem filzkurs

ist vor dem filzkurs.



und so sitze ich hier am schreitisch und entwickle ein konzept für einen filz-workshop für kindergartenlehrpersonen während draussen die 10 arbeitsplätze von gestern abend trocknen.

Dienstag, 21. September 2010

Sonntag, 19. September 2010

wochenende

ende einer bewegten woche und zugleich start in den endspurt vor der letzten modulwoche vom bildungsgang filz.
nach dem donnerstag (schlusspräsentation der jugend forscht woche des grossen), dem freitag (spinntreffen bei rita) und dem samstag (flohmarkt und kinderkleiderbasar hier im ort) tat es gut heute bei einer ausgedehnten runde alle beieinander zu haben.

ein geocache brachte uns zum höchsten aargauer berg, einer eher unspektakulären erhebung von 865metern, dafür gab es unterwegs ein paar wunderschöne ausblicke.


nun werde ich mich wohl daran machen für die kommende woche einen plan zu machen, denn zwei mal mittagessen mit gästen, einmal kinder auswärts, ein dicht voll gepackter freitag und ein samstag, an dem kai arbeiten muss verheissen an sich nichts gutes. ausserdem hätte ich die idee, mir noch schnell eine ärmellose jacke zu filzen... trotzdem sollte am samstagabend alles für eine woche mit den grosseltern und meine letzte modulwoche parat sein.

Freitag, 17. September 2010

und noch ein hut

innen merino mit yak gemischt, aussen eine reichlich fettige naturwolle, die sich mit seife nur bedingt, mit essig gut filzen liess. (trotzdem war es wirklich heftig, das ding in diese form zu bekommen.)

die form stammt aus einer bekleidungsgeschichte, leider habe ich nur eine zeichnung gemacht nach dem foto. der hohe rand der zentralasiatischen kopfbedeckung ist hochgeklappt gegen die sonne gedacht, nach unten geklappt gegen kälte als ohrenschützer.


und verkehrt herum getragen passt das ganze dann auch auf meinen kopf.

fazit: ein stabiler hut, der auch zum schutz vor nässe getragen werden kann.

Donnerstag, 16. September 2010

unbeschwert am werkeln

am schönsten ist doch die zeit, die man hat, weil man eine arbeit eine wenig früher fertig hatte, als man gemusst hätte.
manchmal kann ich dann einfach mal so sinnfrei vor mich hin basteln, und es entstehen schöne, brauchbare und auch weniger brauchbare dinge.

zum beispiel eine hülle für meinen urssrpünglich quietschrosanen taschenkalender. (und auch noch an der nähmaschine neue vorhänge fürs schlafzimmer, da fehlen jetzt nur noch die ringe zum aufhängen.)

oder ein pagodenhut. den wollte ich schon lange mal ausprobieren, er sollte eigentlich noch ohrenklappen haben, die allerdings zu knapp bemessen waren. jetzt ist daraus ein lustiges schmuckelement geworden.

ein kleiner wermutstropfen: auf meinem kopf sieht der pagodenhut nicht toll aus. eher wie so einen art pickelhaube. das problem sind wie so oft wieder einmal meine haare, die unten aus dem hut herausquellen. und nein, sie brauchen nicht zu fragen, keine fotos.


dafür liegt schon wolle für ein weiteres hutprojekt bereit. noch einmal blau, noch einmal yak. und diesmal kombiniert mit einer robusteren wolle für aussen. (nicht im bild)

heute allerdings: aufräumen, putzen, einkaufen, gepäck in der jugendherberge abholen, grosses kind bewundern und abholen und endlich mal früh ins bett. da freu ich mich jetzt schon drauf.

Montag, 13. September 2010

eingekocht

mit semiprofessioneller ausstattung liess ich mich heute auf das abenteuer brombeersaft ein.

küchenhocker umgedreht, an den vier beinen ein tuch befestigt und einen topf drunter gestellt. sieht abenteuerlich aus und funktioniert zur kaltentsaftung von brombeeren. allerdings ist es auch eine möglichkeit, seiner weissen küche ein paar farbtupfer zu verpassen...

einmachtopf und einheitliche flaschen? wozu denn? es geht auch mit suppentopf, zuckerthermometer und verschiedensten ausgespülten bierflaschen...
am meisten begeistert mich allerdings bisher das ergebnis der brombeerfärbung...

rezept für brombeersaft aus meinem grundkochbuch: pro kilo früchte 200g zucker zusammen mit den früchten pürieren und über nacht stehen lassen, dann durch ein tuch abseihen (siehe oben), in saubere flaschen füllen und in einem grossen topf (einmachtopf ist gut, es geht aber auch suppentopf mit einsatz aus dem schnellkochtopf) zu zwei drittel in kaltes wasser stellen, dann auf 70 grad erhitzen und 20 minuten pasteurisieren. das ergebnis wird heute abend verkostet, für die kinder gibts wasser dazu und ich stell mir vor, ich tu mir einen schluck ein gläschen sekt...

ausgepackt

honig von frauke (schon ausprobiert)...


zugabe zum honig: handgefärbte feinste merino (auch von frauke) und zugabe zum ganzen vlies vom ostfriesischen milchschaf: stroh
gibt es grössere gegensätze was wolle angeht? und trotzdem sieht das eine mit dem anderen gut aus, wird aber trotzdem getrennt verarbeitet.
einmachgläser (wo sollen die denn jetzt auch noch hin? ich brauch sie ja erst kurz vor der adventszeit...)

Sonntag, 12. September 2010

wie es sich nach einer gut gefüllten woche und einem ebensolchen wochenende gehört, stehen und liegen hier allerlei sachen herum, die noch aufgeräumt werden müssen.
dabei ist die wolle, die ich natürlich am donnerstag in huttwil gekauft habe, das obst und die beeren, die kai am wochenende geschenkt bekommen hat, die pakete, die ich von unserem kurztrip nach deutschland von der aktuellen paketsammelstelle abgeholt habe mit honig, wolle, nochmal wolle, natürlich die 17 einmachgläser, die gerade eine freundliche dame, die ich auf dem flohmarkt kennengelernt hatte, gerade vor dem abendessen noch vorbeigebracht hat, und eine erste ladung gesammelte kastanien vom heimweg gerade eben.
genau so gibt es immer noch eine menge eindrücke in meinem kopf zu sortieren von der buthan-ausstellung im rietbergmuseum, von der filzausstellung in huttwil, von der fantoche in baden, vom 70. geburtstag, den wir am samstag feiern durften, vom abschiednehmen vom grossen für vier tage, die er bei schweizer jugend forscht zubringen wird.
und dabei ist es mir vor allem aufgefallen, dass ich seit mittwoch zwar immer meinen foto dabeihatte aber kaum fotos gemacht habe. dafür habe ich ja jetzt die vielen schönen sachen zum anfassen und sortieren. morgen dann wahrscheinlich davon fotos.

Donnerstag, 9. September 2010

noch schnell

nur noch schnell eine tasse kaffee und ein kleines zweites frühstück, dann mache ich mich auf den weg nach huttwil an die ausstellung "filz in der scheune".

vorher, da gerade jemand draussen die grosse fotolampe angeschaltet hat, auf euren wunsch der hut ganz. er ist unspektakulär schlicht, passt mir nicht (zuviele haare), federleicht, aus wunderschönem material und für einen herrn gedacht, der ihn ganz genau so haben wollte. und da der herr sich von berufs wegen sehr gut mit köpfen auskennt, habe ich ihn genau nach wunsch gemacht.

Dienstag, 7. September 2010

hut


der bestellte hut aus schwarzem alpaka und chinablauer atelierwolle von vetsch muss nur noch trocknen.

Montag, 6. September 2010

formen

baumpilz

apfel

liebe blogleserinnen,

ich sehe es, ich langweile sie mit hausfrauen-fensterputzcontent. heute ist der letzte tag. noch sechs fenster sind zu erledigen, dann kann ich aufatmen und ihnen mal wieder ein paar hübsche bilder zeigen und von anderem schreiben.
aber zuerst eben: die restlichen sechs fenster.

***

das wochenende war herrlich, zwar weniger pilze als letzte woche, dafür aber nach einer gefühlt halben ewigkeit mal wieder mit bräteln im wald. und einer wanderung. wobei wir feststellten, dass es im wald noch überhaupt gar kein bisschen herbstlich ist, ausser vielleicht was die temperaturen angeht. ansonsten viele äpfel und jetzt eine menge apfelmus.

Freitag, 3. September 2010

uff!

mit dem putzen im erdgeschoss angelangt, den kater zum impfen gebracht, eingekauft, das arbeitszimmer umgestellt, einen kasten angestrichen, den grossen aus dem lager zurückbekommen, mit der freundin und patin der tochter einen besuchstermin abgemacht, zwei ferienwohnungen für die herbstferien angefragt, jetzt kann das wochenende kommen.

Donnerstag, 2. September 2010

filz verbindet

ist das thema des 7. feltalong. und obwohl ich selbst das thema vorgeschlagen und gewünscht habe, ist es mir bisher nicht gelungen, einen beitrag dazu abzuliefern. je länger ich darüber nachdachte, desto mehr fand ich, dass filz ja immer verbindet. durch den prozess des filzens verbinden wir fasern. solche die filzen und solche die nur eingefilzt werden. auch kann filz mit anderen werkstoffen verbunden werden oder andere werkstoffe verbinden. aber doch ist das nicht der kern, jedenfalls nicht für mich.



heute mittag nun kam das thema beim filzen auf den feltalong und die themenstellung. und da war es mir klar: das entscheidende am verbindenden filz ist für mich meine verbindung, die ich durch den filz mit vielen menschen habe. menschen, die ich eigentlich garnicht kenne, denen ich nicht begegnet bin, die auch mich nur durch mein blog kennen und die nun plötzlich alle auf facebook mit mir befreundet sein wollen. menschen, mit denen ich meine faserleidenschaft teile und die ich bei faserigen anlässen immer wieder treffe. menschen, mit denen ich in unterschiedlichen konstellationen und aus verschiedenen gründen gefilzt habe, die mir ihre fähigkeiten gelehrt haben oder denen ich mein wissen weitergeben konnte. menschen, mit denen mich eine auf dem filz fussende freundschaft verbindet, die aber längst darüber hinaus gewachsen ist. menschen, die mir ganz nahe stehen und die meine filzleidenschaft manchmal erleiden müssen, sie aber gelegentlich auch teilen.



filz verbindet, wenn der funke überspringt.

und deshalb ist mein beitrag zum 7. feltalong kein werk, sondern es sind die gedanken, die ich oben formuliert habe. illustriert mit den fotos von heute nachmittag:

lange, lange schon wollten wir beiden frauen zusammen blüten filzen, heute nachmittag blieb das spinnrad in der ecke und wir haben es getan. mit zunehmender schaffensfreude und experimentierlust entstanden blütenketten, ein blütenring und schnüre. als um vier uhr die kinder aus kindergarten und schule zurückkamen, waren wir längst nicht fertig. die kinder assen kuchen und befanden dann, dass sie auch filzen wollten: blüten, augen, schlangen, zöpfe. und so standen wir dann zu viert am filztische und die ideen sprangen nur so hin und her, die kleinste machte den prototyp für ein element aus meiner kette...

filz verbindet, wenn der funke überspringt!

Mittwoch, 1. September 2010

ansonsten beweg ich mich im schneckentempo mit putzeimer durchs haus, denn es muss wirklich alles abgewaschen werden...

frage meiner malerin heute morgen: ja wollen sie denn die fenster auch putzen? (weil ich fragte, ob ich das jetzt schon machen könne)

meine antwort hätte eigentlich lauten müssen: ach nö, jetzt wo sie aussen so schön weiss sind, stört das bisschen schleifstaub auf den scheiben und die fingertapper auf den rahmen eigentlich kein bisschen mehr.

haus

während die malerin die letzten fenster streicht, habe ich ganz oben angefangen, das haus gründlich zu putzen.


das haus, in dem wir wohnen ist nicht wirklich alt, kein 400jähriges bauernhaus, hat aber auch schon an die achtzig jahre auf dem buckel. und kann geschichten erzählen. die treppe zum dachzimmer, das heute unser grosser bewohnt, erzählt mir zum beispiel von jemandem, der vielleicht alt, sicher aber ein wenig gehbehindert, sich nicht von der steilen, teilweise geländerlosen stiege abhalten lassen wollte, den dachboden zu besuchen. wo kein geländer ist, musste er sich vermutlich ganz fest auf einen stock stützen, der seine spuren im linoleum hinterlassen hat. was hat er (oder sie, aber ich denke eher an einen mann) da oben wohl gemacht?


Dienstag, 31. August 2010

nein danke, liebe johanna!

im elektronischen postfach war für mich heute ein brief von johanna zu finden. sie schreibt mir im auftrag von paperblog und möchte mir mitteilen, dass die inhalte meines blogs und die art wie ich meine artikel schreibe, den qualitätskriterien des alternativen mediums paperblog genügen und sie mich einlüde, an diesem projekt mitzuwirken. zunächst fühle ich mich natürlich geschmeichelt.

was mich aber ein wenig stutzig macht ist der hinweis, dass ich vor allem für das ressort "garten" schreiben soll - denn tatsächlich hat mein blog zwar einmal als gartenblog begonnen, der begriff des "gartens" ist allerdings mittlerweile sehr weit gefasst und auch im übertragenen sinn zu verstehen (schauen sie mal nach rechts in die seitenleiste, wenn sie nicht wissen, was ich meine). ein bisschen kann ich mich des eindrucks nicht erwehren, dass der sehr persönlich wirkende brief nicht gar so persönlich ist...

und google mal, ob die blogosphäre diese briefe schon kennt. tatsächlich werde ich fündig, zuerst hier, wo ich meine vermutung bestätigt sehe. und dann auch noch hier, wo sich martin die mühe gemacht hat, die agbs durchzulesen und von johanna mehr erfahren wollte. aber lest selbst bei martin, es ist wirklich spannend, und wer vorher noch nicht das gefühl hatte, da werde er ausgenutzt, wenn er dort mitmache, spätestens nach der lektüre der agbs ist es dann so weit. vielen dank martin! so funktioniert die sache mit den links, nicht über solche kropfunnötigen sammelseiten.

Montag, 30. August 2010

wir fahren jetzt mal zum möbelschweden. kerzen, wolldecken und glühwein kaufen, passend zur jahreszeit.

Sonntag, 29. August 2010

ist es wirklich noch august?

ein spannendes, erlebnisreiches, aber irgendwie schon ziemlich herbstliches wochenende liegt hinter uns.

wir haben viel gekocht, unter anderem kalmar und tintenfisch in tomatensauce, aber auch zwetschgenkuchen, coteletta alla milanese, apfelmus und pizza.

der kater durfte am samstag unseren garten und am sonntag den diverser nachbarn erkunden. dabei hatte er eine begegnung mit dem dicken mickey von nebenan, der ihn nicht mehr gehen lassen wollte. ich trug ihn dann vom grundstück der nachbarn. hoffentlich schadet das nicht allzusehr seinem katerimage...

wir machten eine wunderschöne cacherunde rund um scherz (kein witz!) und fanden dabei nicht nur die übliche plastikdose, sondern auch mindestens 18 verschiedene pilzsorten. keine ahnung welche wir hätten essen können, aber fotografieren kann man sie alle.

zuguterletzt fanden wir noch die riesige raupe eines grossen weinspanners in unserem garten und haben ihr zur beobachtung nun einen improvisierten raupenkäfig gebastelt.

ausserdem haben die jungs jede menge vokabeln gelernt (warum kann ich mir heute eigentlich wörter merken, obwohl es mir in der schule mindestens genauso schwer gefallen ist wie den jungs heute?), wir spielten karten und lernten neu arschlöcheln (wir von den kindern) und mau-mau (die kinder von uns). und nicht zuletzt hat der grosse ganz alleine einen riesigen rucksack für sein klassenlager in der kommenden woche gepackt (ich hätte jetzt gerne so einen scanner, wie am flughafen, so dass ich sehen könnte, ob er auch wirklich alles hat...)

Freitag, 27. August 2010

gute nachrichten aus garten und küche

es ist fast wochenende. nur noch ein bisschen aufräumen und dann haben wir für drei tage malerfrei.

beim aushängen der jalousieläden musste ich die wespenfalle abhängen, das habe ich dazu genutzt, sie und die vom anderen essplatz sauber zu machen. nun frage ich mich, ob ich sie überhaupt noch einmal aufhängen soll.

dieses jahr war kein wespenjahr, eher schon eines für bienen. so viele wie in diesem sommer hatten wir noch nie in unserem garten. dafür aber kaum schmetterlinge.

das kornelkirschgelee ist fertig. ich lasse die kirschen immer ein paar tage nachreifen, dann koche ich sie mit wenig wasser auf, so dass sie platzen und presse den saft durch eine windel aus. leider ist mir dabei meine letzte stoffwindel kaputtgegangen. hätte ich auch nicht gedacht, dass ich nocheinmal stoffwindeln kaufen muss. (die restlichen 15 sind gefärbt als spieltücher im einsatz...) den saft koche ich dann einfach zu gelee.

der apfeltrockner wartet darauf, zum einsatz zu kommen. nachher, wenn das töchterlein seine zimmerstunde beendet hat.

die wildrose, die ich im sommer vergessen habe zu giessen, schlägt wieder aus. wildrosen können wir hier garnie zu viele haben.

Donnerstag, 26. August 2010

handwerker...

es ist einfach nicht lustig, wenn in 12 räumen plus keller gleichzeitig fenster gestrichen werden.

das abschleifen der fenster und rahmen ist jetzt beendet .(kann mir mal jemand sagen, warum man 2 fahrräder abdeckt, den daneben stehenden fahrradanhänger und die ebenfalls in der garage verwahrte vespa aber nicht, komischerweise ist aber sowieso alles voller weissem staub, die fahrräder nur etwas weniger...)

nun müssen die fenster noch mehrfach vorgestrichen und dann endlackiert werden. das dauert pro fenster und arbeitsgang zwischen 10 und 20 minuten , das heisst die malerin ist ständig unterwegs. nicht so schlimm, dachte ich heute morgen, das arbeitszimmer hat sie dann ja auch freundlicherweise erstmal aufgeschoben.
nur als ich mich dann endlich um 2 uhr nach erledigtem einkauf an den gartentisch setzen wollte um mein mittagessen zu essen, standen keine zwei minuten später zwei fenster, die malerin und ein farbkübel neben mir... na dann, mahlzeit.

und als ich dann nach einem eher hastig verzehrten brötchen meine dokumentation ausdrucken wollte, musste just im wohnzimmer, wo der drucker steht über die dortigen fensterrahmen diskutiert werden.


die diskussion bewegte sich so um den themenkreis: eh alles altes glump hier. ein paar der fensterrahmen bröseln nämlich auch zwischen den beiden scheiben der doppelverglasung. und weil die malerin schon eine scheibe kaputt gemacht hat, will man nun das risiko nicht eingehen, beim öffnen der fenster noch eine zu zerdeppern. also bleibt alles so wie es ist, es sei denn, der schreiner macht die fenster auf. das war dann das ergebnis meiner gestrigen intervention zum thema: ich finde bröselnde farbe zwischen den scheiben nach einer renovierung aussen auch nicht schöner als vorher.

aber eben: alles altes glump hier. lohnt sich nicht, sich gedanken zu machen, ob man das nicht vielleicht reparieren könnte.

apropos: zum reinigen müssen die scheiben ohnehin jedes jahr geöffnet werden, da sie im winter fast ständig anlaufen. aber das ist ja dann unser risiko, wenn wir sie aufmachen.

Mittwoch, 25. August 2010

auf vorrat gefilzt


filzen geht momentan garnicht, dafür ist es definitiv zu unruhig hier im haus. zu den ganzen malerarbeiten kommt ja auch noch der kater, mit dem es nicht so ganz einfach ist, wenn hier immer mal wieder und völlig unberechenbar ein paar fenster fehlen...

glücklicherweise habe ich aber in der letzten woche noch zwei kleine versuche gemacht, auf denen ich jetzt gut herumdenken kann. dazu ist vor ein paar tagen auch noch das infoblatt für das letzte filzmodul gekommen. hört sich spannend an. aber dass ich vorher wissen soll, was für wolle ich brauchen werde, stellt mich momentan noch vor eine mittelgrosse herausforderung.

aber vielleicht wird ja im tandem was draus...

Dienstag, 24. August 2010

zuhause

das offensichtliche vorweg: der computer tut wieder, das arbeitstier, das hier so vielen herren dienen muss, hat sich noch einmal berappelt. er ist zwar ein wenig astmathisch - keuch, keuch macht der lüfter, aber die dokumentation ist schon beinahe fertig. zur sicherheit im netz gespeichert, man weiss ja nie...

***
als wir an einem samstag nach den ferien unseren vermieter einluden, um ihn über den zustand des gemieteten hauses zu informieren ahnten wir noch nicht, was wir da lostreten würden. wir freuten und freuen uns noch, dass es keinerlei diskussionen gab über zu streichende fenster und renovierung der fensterläden, selbstverständlich war für ihn auch die erledigung verschiedener reparaturen, die in letzter zeit angefallen sind. nur momentan haben wir dadurch hier gerade so eine art dauerbaustelle, da erstens alle fenster aussen abgeschliffen, imprägniert, vorgestrichen und gestrichen werden - seit vergangenem donnerstag. morgen werden die fensterläden abgeholt, deren renovierung 6 bis 8 wochen dauert. diese woche kommt noch der schreiner, der das badezimmerfenster zumindest teilweise ersetzen muss. und nächste woche der storenservice, der herausfinden muss, ob man den alten rolladen durch einen neuen ersetzen kann, oder ob man da das halbe haus dafür abreissen muss. ja und der glaser muss morgen dann auch noch in aktion treten, denn an den schweren, vierflügligen wohnzimmerfenstern ist der malerin dasselbe passiert wie mir beim fensterputzen, spannungsriss, jetzt können gerade beide fenster zusammen repariert werden. den flaschner, den wir zu organisieren versprochen haben, verschiebe ich jetzt erstmal, denn der kann auch bei geschlossenen fenstern bei kühler witterung arbeiten.

das ganze, man ahnt es schon, verlangt fast ständige anwesenheit. die positive seite: bevor nicht wenigstens ein zimmer ganz fertig ist, werde ich wohl kaum damit beginnen, etwas ausser bad und küche zu putzen. deshalb muss ich meine aktivitäten auf andere bereiche verlegen, zum beispiel auf das ernten und verarbeiten der kornelkirschen von gegenüber.


beim fotografieren der kirschen fiel mir dann auf, dass unser küchenschattenbaum allmählich beginnt, seinem namen ehre zu machen. im nächsten jahr ist es wohl soweit, dass ich nicht mehr so oft die läden schliessen muss. anstattdessen geniessen wir dann den schatten einer ahornart. vorher aber noch freue ich mich auf die herbstfärbung der blätter.

und ja, es ist spätsommer, die ersten eigenen kartoffeln gab es heute abend zum znacht.

Montag, 23. August 2010

so ein mist!

falls es hier in nächster zeit ein wenig ruhiger sein sollte als auch schon, dann kann das daran liegen, dass seit samstag mein laptop schwächelt. gestern wurden zwar umfangreiche servicearbeiten vom hiesigen computerspezialisten durchgeführt, aber heute morgen brauchte es dann doch nur 2 stunden bis ein paar lächerliche updates das ding so durcheinanderbringen konnten, dass wieder garnichts ging.

das ist erstens ziemlich blöd, weil ich heute ziemlich viel zeit hätte, um meine modularbeitsdokumentation zu ende zu bringen und zweitens blöd, weil ich dieses to-do zu gerne von meiner liste streichen würde.

und drittens ist es blöd, weil ja schon ein funktionierender computer eine ziemliche zeitfressmaschine sein kann, ein nicht funktionierender aber um so mehr.

mittlerweile habe ich hier allerdings schon einige andere arbeiten so nebenbei erledigt. und nun verabschiede ich mich vorerst und begebe ich an die fertigstellung der schriftlichen arbeit zu dem von ihnen so vielgelobten gewand.

Freitag, 20. August 2010

kaffeepause

liebe hauswirtschaftslehrerin, hätten sie nicht das kochbuch, das sie für ihren unterricht benutzen, schon vor den ferien austeilen können?

seit der grosse den "tiptopf" mit nach hause gebracht hat, sieht man ihn in der nähe von küche und esszimmer ständig in diesem buch blättern. zugegebenermassen spricht es mich auch an, es ist sehr übersichtlich, schön fotografiert und eine ganze menge rezepte regen spontan zum nachkochen an. das täte der grosse auch am liebsten, aber leider muss er ja jetzt auch noch bio lernen und französisch und geschichte... und zwar deutlich mehr und notwendiger als hauswirtschaftslehre, was er dank früher haushaltserfahrung wahrscheinlich eh mit links meistern wird - wenn er sich denn nicht mit der lehrerin drüber streiten will, wie man nun genau eine italienische salatsauce macht...
überhaupt, seine leidenschaft ist zur zeit das essen. glücklicherweise nicht nur die quantität, sondern auch die qualität spielt dabei eine rolle und eben das selberkochen. machen und machten sie aber alle hier gerne, vom ersten bananenzerschnippeln bis zum ersten selbstgekochten menu. machen ja aber auch ich und kai gerne. und ja, es gibt schon einen gewissen wettbewerb, wer was am besten macht. zum beispiel mach ich keine spätzle mehr. das kann kai besser. oder schnitzel, oder pommes. leider bleibt mir dabei oft der gemüsepart, dafür werde ich zwar seltener gelobt, aber da reicht auch meistens schon der wunsch nach einer zweiten portion. und mir bleibt immer noch das komplette reis und knödelsortiment und die ganze palette der süssspeisen (zum punkten bei den kindern...) und natürlich das kuchenbacken.
so, und jetzt ärgere ich mich dann doch noch darüber, dass ich gerade meinen ersten schlorzifladen nicht fotografiert habe. der ist lecker und simpel und wird sicher nicht der letzte sein.