kurze arbeitswoche - montag war ich in der werkstatt und erledigte eine bestellung.
vorabklärung der farbwahl - als grundfarbe war grün gewünscht. schwierigkeiten hatte mir die besorgung des steins gemacht, bis ich auf die idee kam, dass ja auch zuhause noch ein türstein herumdümpelt, der längst nicht mehr schön ist, sowie ein zweiter, der eigentlich nicht gebraucht wird und nur im weg herum steht. ich sparte mir also den weg ins kalte und nutzte den ersteren stein ein zweites mal.
voilà - das türstopperhuhn. ich filze es seit vielen jahren nach der wundervollen anleitung von gabriele mazaracis "tiere einfach (nass) filzen" - allerdings mit der abwandlung, dass mein huhn im bauch einen schweren flusskiesel hat, und so eben zum türstopper wird. und irgendwie hat sich das huhn auch über die jahre ein bisschen von seinem vorbild wegbewegt... die idee mit dem kiesel geht übrigens auf eine kundin zurück, die huhn und türstein zusammenbrachte.
für den nachmittag hatte ich mir brotbacken vorgenommen - nachdem ich im herbst meinen sauerteig umgebracht hatte, hat mir in der vergangenen woche eine filzschülerin einen, nein gleich zwei sauerteigansätze mitgebracht. zuerst musste ich noch ein paar zutaten besorgen und es wurde für den ersten versuch auch nicht gleich ein nur-sauerteig-brot, aber das schnelle weizenmischbrot nach frau kaltmamsell ist das erste gelungene brot seit langem.
ich war so begeistert, dass ich gleich der tochter ein viertel für den jüngeren sohn mitgegeben habe.
für mich gab es die ersten scheiben am dienstag zum mittagessen. vorher werkstatt, danach bügeln, schwimmen und abendessen und meine nicht verkauften sitzfilze aus dem spaghetti-space abholen.
mittwoch arbeitstag im kulturzentrum - mit vormittäglichem taubenschlag und langem arbeitsnachmittag, weil ich auch noch zum büchertreff bleiben wollte. sicher ist es wichtig, zum informationsaustausch einmal in der woche zusammenzukommen, aber meine eigentliche arbeit kann ich vor ort definitiv so nicht erledigen. dazu kamen mal wieder verwirrende informationen, was die planung für das kommende jahr angeht, ich schwanke zwischen alle total bekloppt und
ich wünschte mir nur, ich könnte da mehr bei der ebner-eschenbach sein.
jedenfalls genoss ich ab donnerstag die freiheit, die mir mein 20%-pensum bietet und fuhr zu meiner mutter - da ich eigentlich sowieso weg gewesen wäre, allerdings an einem filzkurs, der leider mangels teilnehmenden nicht zustande kam, fiel das keinem gross auf. (sonst habe ich übers wochenende oft dienst im sinne, dass ich zwischen zwei vermietungen kontrollieren muss, ob alles in ordnung ist - grob gesehen ist es das meist, wenn man genau hinschaut, kann man immer etwas finden, was besser anders wäre.)
noch am donnerstag erledigten wir den hauptzweck meiner anreise (neben geselligem beisammensein, was der wichtigste aspekt ist), nämlich die besorgung von zwei lampen, einer klemmleuchte zum lesen und einer stehlampe - naja, eigentlich auch zum lesen.
die einkaufserfahrung war eine spezielle, denn für zwei unspektulär kleine schachteln wurden wir ins auslieferungslager geschickt, vor ort in der lampenabteilung lagen zwar auch solche schachteln rum, aber eben nicht die von den von uns ausgewählten lampen. und beim rauftragen der stehlampenverpackung in die wohnung fiel dann mein blick auf den hinweis "ohne leuchtmittel". hmpf. oder doppelhmpf, weil ich den verkäufer nach ersatzbirnen gefragt hatte und mit der antwort, die leuchtmittel seien fest verbaut und nicht austauschbar, beschieden wurde. was ja wohl totaler quatsch war, und zwar in beiden lampen. aber vielleicht hätten wir es ahnen können, denn der junge mann, der uns bediente, wusste auch nichts mit der mitgebrachten altmodischen glühfadenlampe anzufangen - vermutlich war er gerade im kindergarten, als man in der eu begann, diese durch die energieeffizienteren sparlampen auszutauschen. und auch sonst war er eine fehlbesetzung im lampenladen - oder jedenfalls nicht die hellste leuchte... zum glück passte dann aber die birne der alten leselampe, die noch funktionierte... (am anderen tag habe ich noch ersatzbirnen besorgt).
den freitag nutzten wir für einen ausführlichen einkauf im supermarkt und einen gemütlichen nachmittag, später ging meine mutter zu einem dreifachgeburtstagskaffee und ich machte noch bersorgungen für mich in der stadt. wie am donnerstag wurde ich auch am freitag bekocht, einmal mit lammgulasch und einmal mit sauren nierle. am abend war ich mit einer freundin verabredet - das schaffen wir jetzt auch regelmässig, dass wir uns in der stadt treffen. viel austausch über die arbeit, ich konnte meine story vom mittwoch loswerden, aber das arbeitsleben der freundin ist so viel spannender und extrem von politischen entscheidungen und damit auch vom sparkurs der bundesregierung und von den anstehenden landtagswahlen in baden-württemberg abhängig. es wurde spät, aber da am anderen tag nur ein marktbesuch und die heimfahrt anstanden, war das auch nicht so schlimm.
blöd bloss, dass ich zuhause mit heftigen magenschmerzen ankam, so dass ich mich gleich ins bett legte und seither ein bisschen in seilen hänge. also gibt es heute nicht einmal schöne bilder vom wochenende, ich werde mich vermutlich auch gleich nochmal hinlegen.





