Mittwoch, 6. Mai 2015

garten-update


unser garten enspricht momentan am ehesten der beschreibung wild-romantisch. es wuchert und wächst in allen beeten, nicht immer ganz das, was man sich wünscht, aber auch das kann ja sehr hübsch aussehen.


trotzdem muss der bärlauch aus bestimmten beeten weichen. mag er blühend noch so schön aussehen, spätestens in einer woche beginnt er damit, überall seine kleinen schwarzen kügelchen zu verstreuen, mit keimgarantie im nächsten frühjahr.


und manchmal findet man beim jäten ja auch eine kleine überraschung: die aurikeln blühen!

Dienstag, 5. Mai 2015

saisonauftakt im freibad



in einer regenpause oder schönwetterphase war ich heute nachmittag im schwimmbad um mal zu schauen, ob man schon draussen schwimmen kann. man kann! 
allerdings ist das wasser mit knapp 20 grad noch nicht wirklich warm. ich war aber mutig und bin immerhin 500 meter draussen geschwommen, wobei mich die langen bahnen und das kalte wasser deutlich kraft gekostet haben. vor mir schwamm ein herr im neoprenanzug und einige andere schwimmbadbesucher drehten bei den aktuellen wassertemperaturen schnell wieder um und gingen in die schwimmhalle zurück. 

ich nutze gleich mal die gelegenheit und berichte ein bisschen von meinem schwimmprojekt. anfang des jahres hatte ich mir ja vorgenommen, 50 kilometer zu schwimmen und hatte hier schon einmal im februar berichtet, wie es damit so ging.

in woche 19 habe ich nun 20,75 kilometer schwimmend zurückgelegt. in den letzten wochen musste ich leider ein paar mal meinen donnerstagsschwimmtermin ausfallen lassen, und auch mit dem nachholen hat es nicht so gut geklappt. 
die distanz konnte ich noch einmal ausdehnen, seit märz schwimme ich meistens 1,5 kilometer pro schwimmbadbesuch (heute ein bisschen weniger, die kälte schlauchte mich zusätzlich) ich bin immer noch dran, die kraul und rückkraulphasen gegenüber den brustphasen auszudehnen, heute zum beispiel waren das 200 meter brust, 300 rückkraul und 750 meter kraul. die lange bahn draussen (50m) finde ich noch ein bisschen ungewohnt, aber vielleicht lags auch an der kälte.

für die statistik: 

woche 19
16 schwimmbadbesuche
1650 m  rückenkraul
7800 m kraul
11300 m brust
gesamt: 20,75 km
davon 0,5 km draussen

Montag, 4. Mai 2015

verlängertes regenwochenende


 wenn man anfang jahr termine für das frühjahr und den sommer plant, hat man ja kaum die chance, sich gutwetterwochenenden auszusuchen und vermutlich sowieso im januar das gefühl, dass im april, mai alles besser werden wird. vom standpunkt januar aus, erscheint einem vermutlich auch ein verregnetes maiwochenende garnicht so schlimm.
rückt dann allerdings der abreisetermin näher und verhärten sich die aussagen der wetterdienste zu drei tagen dauerregen sieht das dann schon ganz anders aus. zusätzlich absurd mag dann die idee erscheinen, in eine region zu fahren, die in sachen temperatur und vegetationsentwicklung deutlich hinter dem, wo man sonst so lebt, her ist.


darum waren wir um die in der beschreibung der ferienwohnung zwar erwähnten, von uns aber nicht weiter beachteten pelletsöfen schon einigermassen froh. die männer haben sich dann auch so recht gründlich ums heizen gekümmert - wobei ich schon den eindruck hatte, dass so ein richtiges kaminfeuer ihnen lieber gewesen wäre. (mir auch, vor allem weil pelletsöfen merkwürdig viel lärm machen, wusste ich bisher auch nicht.)


die obstbaumblüte steht am urlaubsort kurz vor der tür, jedenfalls an den sonnenbeschienenen stellen, man hätte, an einem schöneren wochenende, sozusagen den frühling nochmal von vorne beginnen lassen können.merkwürdigerweise hat uns der regen aber doch weniger ausgemacht als gedacht. immerhin konnten wir an allen drei tagen etwas unternehmen, wurden auch nur am freitag dabei auf dem rückweg so richtig nass, und dann auch froh, im ferienhaus, die sachen alle trocknen zu können.


 der samstag war, was unsere outdooraktivitäten anging, sogar komplett trocken - also gut, als wir im nach der wanderung im auto sassen, fing es an zu regnen, aber das zählt ja nicht. der schäfer hat es da vermutlich nicht so gut getroffen, aber auch er erzählte uns, dass er am regnerischen freitag mit den schafen nicht unterwegs sein musste.


 am samstagabend haben wir uns den frühling dann einfach auf den tisch geholt. dazu waren die beiden jungs und ich am samstagmorgen auf dem wochenmarkt in münsingen, haben frischen spargel und kartoffeln gekauft und dann abends gekocht. die küche im ferienhaus war prima ausgestattet - den spargeltopf hatten wir dabei, weil so was muss man auf der alb nun wirklich nicht vorrätig haben. der spargel kam aus dem donautal der nähe von ulm, was ich zumindest spannend finde, bringt man doch spargelanbau eher mit dem rheintal in verbindung.

für den sonntag war mehr oder weniger wieder dauerregen angesagt. unter diesen umständen wollten wir dann doch nicht nochmal wandern und dann mit den nassen klamotten nach hause fahren. darum besuchten wir in münsingen den garten- und kunstmarkt und hielten uns noch ziemlich lange dort auf. ein paar nette reiseandenken durften noch mit, und einer sehr lustigen historischen feuerwehrübung haben wir auch noch zugeschaut.
getreu nach dieser gartenweisheit haben wir ein bisschen zaundeko gekauft, da es aber bei uns keinen zaun gibt (der gehört den nachbarn) wird sie wohl auf einzelnen anbindestecken landen. lebensweisheiten hätte es übrigens an einem stand zum halben preis gegeben, aber die wollten wir dann doch nicht haben. 


nach dem markt begaben wir uns mehr oder weniger auf die heimfahrt, allerdings noch mit einem abstecher in die wimsener, oder richtiger friedrichshöhle, der einzigen wasserhöhle in europa, in die man mit dem boot fahren kann. wegen der andauernden regenfälle stand das wasser der zwiefalter ach so hoch, dass es für die touristen im boot schon ziemlich eng wurde.


man kann nur etwa 70 meter in die insgesamt fast einen kilometer weit erforschte höhle hineinfahren, danach geht es nur noch für höhlentaucher weiter. aber schon auf dieser vergleichsweise kurzen strecke muss man sich die meiste zeit über tief hinunterbücken, dass das boot überhaupt durchkommt.


hier geht es schon wieder richtung höhlenausgang, an einem stück mit vergleichsweise viel kopffreiheit kann man dann auch mal die höhlendecke anschauen, die allerdings keine tropfsteine oder ähnliches hat - das erlebnis besteht vor allem aus der kurzen, unbequemen bootsfahrt.


auf der rückfahrt hörten wir dann schon im radio die hochwasser- und hangrutschungsmeldungen infolge der starken regenfälle in der schweiz. damit hätten wir aber nicht gerechnet:


die wiese gegenüber unserem haus, auf der sommers die kühe des gegenüberliegenden bauernhofs weiden, ist von der oberhalb gelegenen kantonsstrasse komplett bis an unsere quartiersstrasse abgerutscht, hat dabei wohl zeitweise den zugang zum bauernhof blockiert und beschäftigt sichtbar mehrere expertenteams, die sich momentan hier permanenter beobachtung ergehen. mittlerweile hat es auch hier wieder zu regnen begonnen, hoffentlich rutscht da nicht noch mehr hang ab!

Samstag, 2. Mai 2015

ehem. tr.üb. platz münsingen


das wetter war heute wirklich besser als gestern, mit sonne sogar streckenweise richtig gut. darum kam plan a einer wanderung auf dem gebiet des ehemaligen truppenübungsplatzes münsigen zur anwendung. vom alten lager wanderten wir zuerst auf den aussichtspunkt gänsewag, von dem man beinahe das ganze gebiet überblickt.


von dort ging es auf betonierten strecken in richtung des ehemaligen dorfes gruorn.


von weitem sahen wir schon die kirche, aber vorher...


... entdeckten wir am wegrand diese enziane. das verlassen der wege ist wegen möglicher blindgänger verboten, da kam dem fotografen das teleobjektiv zu pass.


in panzerlöchern sind kleine teiche entstanden, in denen wir molche entdeckten.


und dann begegneten wir noch einem schäfer mit seiner herde.


und weil wir mit dem schäfer ins gespräch kamen, hatte der fotograf zeit, die schafe zu fotografieren.



und die machen manchmal schon richtig lustige sachen.


aber nur so lange, bis der hund eingreift.


irgendwann konnten wir uns dann aber doch noch loseisen vom schäfer und sind weitergewandert bis zu den letzten beiden gebäuden des dorfs gruorn, das in den dreissiger jahren von seinen bewohnern verlassen werden musste um einer erweiterung des übungsplatzes platz zu machen. wie der plan in der kirche zeigt, war es einmal ein stattliches dorf, nicht nur eine kleine ansiedlung.


 auf dem friedhof gibt es darum auch eine ganze reihe von gräbern der ehemaligen gruorner. mir hatten es vor allem die gräber mit den wunderschönen violetten aurikeln angetan.


 die scheinen übrigens trotz der rauhen alb hier einfach so zu gedeihen und auch im freine zu überwintern - also kann ich meine aurikel auch getrost weiterhin im winter draussen lassen.


Freitag, 1. Mai 2015

haupt- und landgestüt marbach



heute besuchten wir bei wirklich üblem regenwetter das haupt- und landgestüt marbach an der lauter. dort war ich vermutlich etwa 35 jahre nicht mehr, aber abgesehen von einigen neubauten hat sich hier nicht viel verändert.


die besucher dürfen nach wie vor über das gelände streifen, abgesehen von einer mittagspause von 12 bis 13 uhr auch die ställe besuchen und sich beinahe überall umsehen.


am wochenende und an feiertagen wird zwar nicht mit den pferden gearbeitet und wegen des heutigen regenwetters waren die meisten auch im stall, aber wir bekamen im laufe einer führung einen kleinen einblick in eine welt, in der die zeit fast ein bisschen stehengeblieben zu sein scheint.


einzig die ganz alten ställe, an die ich mich noch erinnern konnte, sind jetzt vollständig durch moderne boxen ersetzt worden.


 in den ställen herrscht eine praktische, zweckmässige art von ordnung - man sieht, dass hier mit den pferden gearbeitet wird, dass pferde kommen und gehen. zuerst besuchten wir mit der führung die ställe der remonten, der pferde, die in marbach ausgebildet werden. dort gibt es dann nicht nur die in marbach gezüchteten araber, die altwürttemberger, das württemberger warmblut und die schwarzwälder, sondern auch verschiedene andere pferderassen. alle immer mit namen, herkunft, alter und pferderasse angeschrieben, auf den unten bereitstehenden tafeln. diese pferde werden zum teil nach der hengst- oder stutenprüfung verkauft.


andere bleiben in marbach, als zuchthengste und -stuten., wie zum beispiel dieser bildhübsche schwarzwälder oder auch für die reit- und fahrschule, die ebenfalls in marbach angesiedelt ist.


 im hauptgestüt kommen auch die fohlen zur welt, sie bleiben dann bis in den herbst bei ihren müttern.


 trotz des regenwetters war eine kleine araberstutenherde auf der weide, die uns dann noch ein bisschen gezeigt haben, wie temperamentvoll sie sein können.


die bilder hat wieder einmal der grosse sohn gemacht, der sich ansonsten gerade eher mit menschen beschäftigt.


Dienstag, 28. April 2015

vermischtes

mit der bloggerei ist das ja so eine sache, ich hatte das sicher schon hier und da erwähnt. am besten geht es, wenn man alles, was man denn bloggen mag - und manches mag man auch nicht bloggen, weswegen den blogs ja allenthalben auch vorgeworfen wird, nur das schöne zu zeigen - einfach mal frei von der leber weg verbloggt. weil wenn man zu viel drüber nachdenkt, dann wird die eine hälfte banal und die andere zu bedeutungsschwer und dann lässt mans lieber.

trotzdem führe ich hier so eine kleine liste mit dingen, über die ich mal im blog was erzählen wollte. auf der liste sind zwei ausstellungen, die ich als lohnenswert empfehlen könnte und eine, die ich für verzichtbar halte, zwei neue zeitschriften, die hier angelesene herumliegen und sonst noch verschiedenes. aber darüber will ich eigentlich garnicht berichten, lieber erzähle ich ihnen ein paar schnipsel vom wochenende.

am freitag zum beispiel habe ich etwas merkwürdiges erlebt. um es ihnen zu erzählen, muss ich ein wenig ausholen: das einkaufen gehört hier ja eigentlich zu meine kernkompetenzen, vor allem der wöchentliche grosseinkauf, in gründlicher abstimmung auf das gemüseangebot der genossenschaft. und damit auch die verwaltung der vorräte. eine aufgabe, der ich mich mit maximalem planungsaufwand möglichst selten widme. nun kommen dafür aber zwei andere familienmitglieder beinahe jeden tag an den zwei nationalen grossverteilern vorbei und erliegen nicht selten den versuchungen der aktionsangebote, gerne im fleischlichen bereich. (pfui, was sie jetzt schon wieder denken!)
und da wiederum alle an der einkauferei beteiligten, sei sie spontan oder geplant, mit den segnungen der modernen informationstechnologie vertraut und ausgestattet sind, was bot sich da besseres an, als eine app zu suchen, die von möglichst vielen, möglichst kostenneutral, dazu noch auf verschiedenen betriebssystemen (heisst das auch bei mobiltelefonen so?) zu benutzen wäre. unsere wahl fiel nach ein paar untauglichen versuchen auf das angebot des einen grossverteilers, im klartext, wir nutzen nun zu dritt die einkaufsapp der migros. teilen mehrere einkaufslisten und haben deren eine so zweckentfremdet, dass sie auf schritt und tritt auskunft auf den inhalt unseres gefrierschranks geben kann. (das war nämlich der eigentliche stein des anstosses oder vielmehr die 20 bratwürste, die sich irgendwann darin befanden, bis ich laut und deutlich einen bratwursteinkaufsstopp verhängte, was dann natürlich umgehend zu bratwurstengpässen führte). von dieser soll hier aber garnicht die rede sein.
aber weil ich solche spielereien lustig und einigermassen nützlich finde, führe ich neuerdings auch die einkaufsliste für den wocheneinkauf mit hilfe der app. das ist zwar nicht wirklich notwendig, weil ich die eigentlich auch mit niemandem teilen müsste, aber wenns schon so was gibt, dann muss ich das ja auch nutzen.
wobei ich am vergangenen freitag mir meine papierliste dringend zurück gewünscht hätte. als ich nämlich beim grossverteiler meines vertrauens eingetroffen war, konnte ich die liste noch genau einmal anschauen, dann machte es ploff und die liste war weg. nicht etwa wegen fehlender internetverbindung oder leerem akku, sondern einfach so. anstatt der aktuellen liste sah ich die von der vergangen woche. was mir allerdings ziemlich wenig geholfen hat.
digitale demenz fürchtend (dinge, die man in ein smartphone getöggelt hat, kann man sich wirklich weniger gut merken als dinge, die man aufgeschrieben hat) war ich zuerst ein bisschen hektisch. dann besann ich mich aber auf den handschriftlich geführten wochenessplan und habe es tatsächlich geschafft, keine wichtige zutat zu vergessen. das einzige, was ich nicht gekauft habe, war ein neues joghurt, das nur auf der liste gelandet war, weil es beworben wurde. geschieht dem grossverteiler doch gerade recht! denke ich mir und vermute hinter dem ganzen eine störsenderaktion, die die kunden verwirren soll, damit sie lauter unnützen kram kaufen anstatt der vernünftigen sachen auf der liste. (apropos: eingekauft habe ich nicht etwa bei der konkurrenz sondern beim anbieter der app selbst?!)

***

den samstag haben wir ganz gemütlich verbracht. die tochter war vom mittag an unterwegs, um den ersten teil des jugendbrevets für rettungsschwimmer zu absolvieren, und ich spazierte zusammen mit dem gemahl über der flohmarkt, in die lieblingsbuchhandlung und anschliessend noch zum lieblingscafè. ohne spektakuläre einkäufe, darum hatten wir auch nichts schweres zum heimtragen.


und wir hatten noch ganz viel zeit zum kochen - ein wirklich frühlingshaftes gericht, eine spinat-kohlrabi-lasagne.

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am sonntag wollten wir raus, egal welches wetter herrschen sollte. während der grosse sohn die erstkommunikanten fotografierte schlossen sich der mittlere und die tochter uns zu einer wanderung von wildegg durch die aareauen nach aarau an. wegen brückensperrungen und dem aargauer volkslauf liefen wir ein bisschen anders als hier vorgeschlagen, was die wanderung aber eher interessanter machte. 


spannend die vielfalt an verschiedenen bäumen am aareufer zwischen auenstein und biberstein. 
und am schluss stellte sich auch die laufrichtung als die richtige heraus: denn in aarau machten wir noch einen kurzen zwischenstopp in der stadtgärtnerei, nicht nur um ein eis zu schlecken, sondern auch ein paar pfänzchen durften mit. und eine blogleserin trafen wir auch noch...

***

das war also unser wochenende, die ausstellungen und zeitschriften und filzprodukte spare ich mir dann noch einmal auf. 


Montag, 27. April 2015

frühlingspost - l und i


 ach, irgendwie schaff ich es in diesem jahr nicht, die einzelnen kunstwerke, die im rahmen der frühlingspost bei mir eintreffen, einzeln zu würdigen. dabei entsteht doch erst aus der vielfalt das bunte ganze! ja, so langsam kann man erahnen, was das wohl für ein wort ergeben wird!


 die techniken, mit hilfe derer die letzten beiden karten hergestellt sind, stellen mich zudem vor ein rätsel. das l von jeanette könnte irgendetwas mit gips zu tun haben, es ist leicht erhaben und dabei irgendwie stumpf-gipsig, die tochter tippte aus mir völlig unverständlichen gründen auf quark (?!). und das i von liliane - rundherum ein feines frühlingshaftes aquarell, aber wie bitte kommt das i da so trennscharf und doch wieder leicht verschommen mitten ins aquarell? rätsel über rätsel, ich hoffe nun, auf michaelas sammelseite, wo ihr auch noch einmal alle anderen frühlingspostserien finden könnt, aufklärung zu finden...


ach, aber die lustigen umschläge, sie muss ich euch auch noch zeigen!

Freitag, 24. April 2015

unser gemüse heute


spinat, spinat, salat, lauch, rüebli, weisskraut, zwiebeln, kartoffeln. (und wo bleibt meine rande? gestern abend gabs randensuppe und wenn ich gewusst hätte, dass es heute keine rande gibt, dann hätte ich das gestern gefeiert. naja, es ist ja noch nicht aller freitag abend.)

pläne: morgen spinat-kohlrabi-lasagne, weisskrautsalat, den rest in einen eintopf?

Dienstag, 21. April 2015

tag für tag

vorgestern habe ich ein filzprojekt gestartet, das mich von der konzeption her schon lange beschäftigt.

eigentlich ist es ganz einfach erklärt:
zu einem werkstück, das mit hilfe der maschenbildung mit vorangeführtem fadenende entsteht, wird tag für tag ein neues stück material nahtlos hinzugefügt und verarbeitet.

in der praxis wird es aber schon ein wenig komplizierter.


das verwendete material ist eine filzschnur, von der ich pro tag ein knapp zwei meter langes stück anfertige. auf dem bild kann man zwei solche stücke sehen. eines (das vom sonntag) ist bereits als erste "reihe" oder anschlag um den holzstab im hintergrund gewunden. das andere hängt im vordergrund zum trocknen von der decke. 


hier entsteht gerade das filzschnurstück von heute. ziel ist es, den ballen wolle auf dem tisch abzuarbeiten. es handelt sich dabei um knapp 1 kg engadiner fuchs, zu einer art kardband gekämmt. das kardband ist ziemlich ungleich dick, ich werde es aber einfach so verarbeiten wie es kommt. davon nehme ich dann etwa 2 meter ab, und filze es, bis auf die beiden enden, zu einer festen schnur, die dann zum trocknen aufgehangen wird.


der nächste schritt ist das verbinden des getrockneten schnurteils von tag zwei mit dem schnurteil von tag eins, das bereits "verarbeitet" ist.


damit ist die filzschnur bereit zum verschlingen. sie hat ihrerseits aber wieder ein offenes ende, an dem der nächste abschnitt angebracht werden kann.


eine reihe verschlungen (die wäscheklammern braucht es, damit das geflecht nachher gleichmässig wird, vor allem, damit ich alle "maschen" wiederfinde und keine vergesse).


und die zweite reihe zurück. 


und für morgen (oder vielmehr den nächsten tag, an dem ich weiterarbeiten will), tropft und trocknet die schnur von heute.



und hier hängt das begonnene geflecht.

gerne möchte ich noch die einzelnen abschnitte markieren. momentan fehlt mir dafür aber noch eine praktikable unaufwändige idee. ausdrücklich ist es nicht vorgesehen, tatsächlich jeden tag an dem geflecht zu arbeiten, so dass ich auf diese art und weise auch arbeitspausen dokumentieren könnte. ich werde aber auch nicht zwei abschnitte an einem tag herstellen und verarbeiten, denn ein teil des projekts ist die langsamkeit, mit der das geflecht wachsen wird.