Freitag, 4. November 2016

wo ist diese woche hin?

schon wieder freitag und - fast noch schlimmer - schon der 4. november. allmählich sickert die erkenntnis ein, dass es winter wird. früh wird es dunkel, nach der zeitumstellung, die man im herbst ja meist ganz gut verkraftet. morgens ist man ein bisschen wacher als sonst, und abends geht man ja eh immer zu spät ins bett. und kalt wird es, so kalt, dass wir gestern abend notfallmässig ein paar frostempfindlichere blumentöpfe in den keller gestellt haben und heute morgen die wiese beim bauern gegenüber weiss ist vom rauhreif. dabei sind die tage immer noch sonnig und verhältnismässig mild.
das schöne herbstwetter habe ich dann auch noch genutzt um weiter im garten herumzuräumen, um die himbeeren zu schneiden, den topinambur und die kopfweide und alles gleich zu häckseln. und um den platz für das hochbeet auszugraben und auf den ersten versuch eine grade fläche hinzubekommen. jetzt brauchen wir kies und dafür müsste mal jemand ins kieswerk fahren.


ansonsten bin ich viel am schreibtisch gesessen, habe das feinkonzept für den filzlehrgang - auch schon modul 4 - ausgearbeitet und umgearbeitet und nochmal überdacht. der filzlehrgang leidet ominöserweise unter mitgliederschwund, dabei sind alle zufrieden und ganz happy mit dem was sie machen. und dann bleiben sie einfach weg. seltsame situation, die sich nicht gerade positiv auf meine motivation als lehrende auswirkt. andererseits lerne ich selbst bei diesen vorbereitungen so viel. jeden arbeitsschritt bedenken - was tue ich da eigentlich? und warum? - kann man ja bei der eigentlichen arbeit eher selten. und ich lese sehr gründlich bruno bujacks "filz - was ist das?". wie detailliert er das alles beschreibt - dabei ist es wirklich kein anleitungsbuch, sondern theorie, allerdings mit vielen, vielen zeichnungen und irgendwie auch sehr persönlich geschrieben. ich möchte meinen schülerinnen das buch ans herz legen, und entdeckte, dass man es noch bestellen kann (link oben).



ein anderer filzkurs hat dafür gestern einen sprunghaften teilnehmerzuwachs bekommen. die windlichte filzen wir heute abend nicht in einer gemütlichen runde mit drei personen, sondern zu sechst. da ich in hinsicht auf das notwendige material hier ein bisschen knapp kalkuliert habe, hat mich das gestern nachmittag dann auf trab gebracht, ich musste noch wolle für windlichte waschen und später muss die noch kardiert werden. danach kann mich dann nichts mehr schocken, also, wenn sie lust haben, an diesem kurs dabeizusein, ich nehme noch kurzfristige anmeldungen an!

kurzfristige, spontane änderungen des allgemeinen plans - man könnte es auch mit kais worten agiles familienmanagement nennen - können wir ja. also wenigstens bis zu einem gewissen mass - die familiären insider dürfen hier jetzt schmunzeln. auch in dieser woche waren wir wieder mit einmal kind krank daheim, einmal kind frei wegen lehrerfortbildung ein bisschen herausgefordert. aber da grosse kranke kinder vor allem schlafen (und auch von anderen bezugspersonen betreut werden!) und mittelgrosse schulfrei habende kinder auch zumindest ausschlafen, weil sie am abend noch eine hauptprobe bis in die nacht hinein vor sich haben, hat das alles kaum aufgetragen. und dann gab es auch noch eine schöne, spontane aktion in sachen kochen, will heissen: bekocht werden!

schön war in dieser woche noch, dass es wieder eine adventspost bei frau müllerin und konsorten geben wird und dass ich mich gleich am ersten tag dazu entschlossen habe (nein, nicht einfach endlich durchringen konnte), mitzumachen und ein paar stunden damit zugebracht habe, einen ersten probestempel zu schnitzen. (der wird es nicht, ich hatte noch eine bessere idee)
und auch schön ist unser neuer teppich von der schäfereigenossenschaft finkhof, der extra für uns nach unserem entwurf gewoben wurde.


nur mittelschön war, dass ich relativ rasch mit hilfe einer anderen genossin eine falsche information auf der homepage der gemüsegenossenschaft austauschen konnte - mittel nur deshalb, weil ich mich geärgert habe, dass ich mich nicht schon viel früher darum gekümmert habe.schön deshalb weil es endlich erledigt ist.

ein bisschen wenig geschwommen bin ich dieser woche bisher, aber vielleicht klappt das ja noch am wochenende, wo es eh saugrusig werden soll, so wettertechnisch. ich darf am samstag zur wollspinnerei vetsch fahren und treffe dort vielleicht hoffentlich ein paar kursteilnehmerinnen und ansonsten sicher ein paar nette filzerinnen von der filzszene. am abend darf ich der tochter beim turnen zuschauen (und ihren vielen vereinskolleg_innen) was viel lustiger ist als es sich vielleicht anhören mag. sonntag dann vielleicht schwimmen!

ihnen, liebe blogleser_innen wünsche ich ein schönes wochenende, hab ich auch lange nicht mehr gemacht!


Dienstag, 1. November 2016

dorfweihnacht


allmählich weihnachtet es hier. im blog bisher eher wenig, im vergleich zu 2012 und 2014 ist die vorbereitung unseres kleinen adventsmarktes beinahe schon  ein bisschen routine.
heute jedenfalls sind die flyer für die postverteilung angekommen - und damit gehen wir hier in so etwas wie die heisse phase der vorbereitungen. 17 aussteller haben sich in diesem jahr angemeldet, die gastronomie haben wir an einen örtlichen verein abgegeben, ich habe keinen stand, also ist alles ein bisschen weniger hektisch als in den jahren zuvor.
langweilig wird mir bis zum 26.november trotzdem nicht - falls ich es also vergessen sollte: sie sind alle herzlich eingeladen an die dritte dorfweihnacht in ennetbaden, am samstag vor dem ersten advent, von 14 bis 20 uhr.

Sonntag, 30. Oktober 2016

betriebsausflug

unsere gemüsegenossenschaft gibt es im november nun schon seit drei jahren. seit fast zwei jahren bin ich teil der betriebsgruppe, die sich um die organisation rund ums gemüse kümmert. nun gab es den ersten betriebsausflug - denn wer arbeitet soll auch feiern! die idee dafür war schon im frühjahr entstanden, also lange zeit bevor der grosse exodus aus der betriebsgruppe begonnen hat - auf die nächste generalversammlung verlassen aus unterschiedlichen gründen vier personen, darunter auch ich, das gremium. aus termingründen hatten wir von vornherein ein wochenende im herbst ausgewählt, das gewählte ziel ist ein bisschen der wirtschaftsweise auf dem hof geschuldet, der biologisch-dynamisch nach steiner bewirtschaftet wird - was lag da also näher als das goetheanum in dornach zu besuchen? 


bei unserer ankunft hüllte sich der hauptbau in nebliges grau, wir spazierten ein bisschen über das gelände, schauten kurz in die eingangshalle um festzustellen, dass es ein wenig mit dem betreten einer höhle zu tun hat und gingen dann zum speisehaus, um einen kleinen imbiss einzunehmen.


auf dem weg dorthin fiel mir das lustige trafohäuschen auf, über das wir später bei der führung erfuhren, dass steiner es selbst entworfen hat. mit welcher absicht, kann man im hervorragenden und ausführlichen wikipediaartikel über das goetheanum nachlesen. überhaupt gibt es rund um das hauptgebäude eine reihe älterer und neuer gebäude in ähnlichem baustil, die man auch auf mehreren architekturpfaden erkunden kann. organische architektur heisst der baustil übrigens und ist keineswegs auf das umfeld der anthroposophen beschränkt.


eine heizzentrale, ebenfalls noch von rudolf steiner selbst entworfen,in form einer flamme (das gesicht ist wohl eher zufall und der alterung des betons geschuldet.)
nach dem rundgang über das gelände waren wir zu einer führung angemeldet. wir sahen das grosse glasfenster im westen, das treppenhaus (in dem man die konstruktion der gewölbten flächen von hinten sehen kann und dabei entdecken, wie die zimmerleute, die 1924 keine erfahrung mit betonbauten hatten, die probleme der statik nach ihren methoden lösten), den grossen theatersaal mit den restlichen bunten glasfenstern, das modell des ersten goetheanum und die unvollendete skulptur "der menschheitsrepräsentant" - und erfuhren ganz viel über die entstehungsgeschichte des zweiten goetheanums, über den vorgängerbau und über das bildprogramm der glasfenster und der grossen skulptur. am ende hingen wir ob der vielen informationen total in den seilen und mussten dringend kaffee trinken, die buchhandlung besuchen und frische luft schnappen.


im allerschönsten sonnenschein beendeten wir unseren rundgang übers gelände mit einem abstecher zum aussichtspunkt und durch die gemüsefelder der gärtnerei. 


die wirkung des gehörten, gesehenen und erfahrenen zu beschreiben ist nicht einfach. von den wenigen kleinen bröckchen die ich von steiners denkgebäude im umfeld unseres bauernhofes immer wieder aufschnappen kann finde ich vieles spannend, einiges plausibel, manches faszinierend aber halt auch immer wieder etwas eigenartig oder verstörend und nicht selten auch für mich zu esotherisch.
der betriebsausflug ging dann noch mit einem spaziergang zur ermitage in arlesheim zuende, im letzten sonnenschein erkundeten wir die teils natürlichen und teils künstlich angelegten grotten und höhlen und kehrten anschliessend zu bahnhof und von dort mit der bahn nach hause zurück.
nach diesem schönen gemeinsamen tag könnte ich beinahe ein bisschen wehmütig werden bei dem gedanken daran bald nicht mehr in der betriebsgruppe mitzumachen - noch aber liegen ein paar monate arbeit vor mir und auch danach werde ich ja noch auf dem hof arbeiten und gemüse beziehen. 


Freitag, 28. Oktober 2016

unser gemüse heute


krautstiel, schnittsalat, paprika, fenchel, kohlrabi, blaukraut, ein stück muskatkürbis, tomaten, zwiebeln. früher hielt ich ja fenchel immer für ein frühlingsgemüse und eigentlich finde ich es immer noch schwierig, den mit den herbstgemüsen zu kombinieren.

Dienstag, 25. Oktober 2016

quitten


 wir hatten quitten. jetzt haben wir das:


 quittenbrot.


quittengelee.

Freitag, 21. Oktober 2016

unser gemüse heute


spinat, schnittsalat, kohlrabi, lauch, fenchel, paprika, zwiebel, miniranden, tomaten, butternutkürbis.
oh ja, das wird weniger... aber endlich mal ein kürbis! meine ideen: ich koche borschtsch (ich habe noch ein paar randen und ein schönes stück siedfleisch vom bauernhof!), kohlrabigemüse, spinatgnocchi, und vielleicht ein lauchgemüse?

Montag, 17. Oktober 2016

herbstwanderung von auw zum schloss horben und über beinwil im freiamt zurück nach auw

nach einem sonnigen und arbeitsreichen samstag war es am sonntagmorgen direkt vor der haustür neblig, aber mit der prognose, dass der nebel sich bis gegen mittag auflösen würde. anstatt die nebelauflösung abzuwarten, machten wir uns auf den weg ins freiamt, nach auw, das gerad noch so im letzten zipfel aargau liegt. leider brachten die ersten auf der autobahn richtung zug zurückgelegten höhenmeter nicht viel, auch in auw, dem ausgangsort unserer wanderung war es immer noch neblig. 


 ein seltsames gefühl, so durch den nebel zu wandern: bauernhöfe tauchten am wegesrand auf, autos waren zu hören, ein hund bellte, velofahrer brausten vorbei - aber irgenwie entzog sich uns die landschaft auch gleich wieder.


 unvermutet machte der weg immer wieder biegungen und zweigte unter anderem in ein kleines tälchen ab, in dem wir diese mariengrotte entdeckten.


 später und weiter oben im wald drang dann doch allmählich die sonne durch den nebel und zeichnete geometrische muster.


 aus dem wald heraus traten wir dann direkt in die sonne.


 grandiose kulisse: die berner alpen im hintergrund, immer wieder aufwallende wolken und davor die kühe auf der besonnten weide. (und auf der krete hunderte von autos und noch mehr spaziergänger auf der suche nach der sonne).


neben der alpwirtschaft relativ unbeachtet das kirchlein des schlosses horben, die kapelle des heiligen wendelin, der in der kapelle als kuhhirt dargestellt ist, neben einem antonius, der ein schwein hütet und jesus als gutem hirten im hauptaltar.


und schloss horben selbst, das zu beginn des 18. jahrhunderts als sommersitz für die mönche des nahegelegenen klosters muri erbaut wurde.


hinter dem schlosspark ging es für uns nach einer rast an der sonne wieder hinunter in den nebel, vorbei an grossen bauernhöfen, der beinwiler chilbi und der riesigen mühle bei beinwil zurück nach auw.

nach beinwil am see und beinwil im freiamt müssen wir dann wohl demnächst noch beinwil im kanton solothurn besuchen... (nur diese woche wird das nix mehr...) sehen sie sich unbedingt auch das kloster beinwil an - ich denke, diesen ort sollten wir unbedingt für einen besuch in beinwil nummer drei einplanen...

Freitag, 14. Oktober 2016

unser gemüse heute


 chinakohl, endiviensalat, spinat, schnittsalat, rucola, kräuter, kohlrabi, wirsing, paprika, zucchini, fenchel, knoblauch, zwiebeln. ich stimme an: grün, grün. grün sind alle meine...


btw: alleine der chinakohl bringt 2,1 kilogramm auf die waage.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

12 von 12 im oktober

wir haben hier immer noch ferien und nutzen sie so gut es eben geht. morgens ist es meist noch hochneblig - die beste gelegenheit also, um endlich mal die werkstatt im keller aufzuräumen. 


der filztisch wäre frei, bastelbuffet und werkbank nahezu - das regal, das dringend ausgeräumt werden muss, sehen sie nicht.
und weil es gegen mittag sonniger wurde und wir sowieso in beinwil am see ein gebrauchtes flipchart abholen mussten, nutzten wir den urlaubsnachmittag zu einer kleinen wanderung. von beinwil ...


 ... starteten wir den berg hinauf...


... mit kleine umwegen...

 ... aber netter reisebegleitung.


 das wintergetreide hat schon gekeimt.


und irgendwann waren wir wirklich oben auf dem homberg, an der hochwacht. der aussichtsturm wäre eine überraschung gewesen, wenn nicht weiter unten im ort uns eine ältere dame seine anwesenheit verraten hätte. 


der ausblick auf dem turm übrigens kaum besser als von unten. blick auf den hallwiler und den baldegger see. mit blossem auge konnte man in der anderen richtung den sendeturm von radio beromünster erkennen, die kamera allerdings sah ihn nicht mehr im dunst.
vom turm stiegen wir nach birrwil hinunter und dann ging es weiter dem see entlang.


 lauschig zwischen hecken.


und auch mal eher übers wasser. in beinwil holten wir noch schnell das flipchart ab und machten uns mit einem kleinen zwischenstopp in der landi (katzenfutter, der kater frisst ja nix anderes!) auf den heimweg.


 nudelteig für nudeln mit pesto:


seit gestern haben wir etwa 2 tonnen pesto, die wir aus einem ganzen arm voll basilikum hergestellt haben. 



 nach dem abendessen haben wir noch kurz ein filmchen vom kaleidozyklus gemacht. die tochter dreht, der mann filmt und ich ähhm ... stehe daneben.

andere, die ebenfalls 12 bilder von ihrem zwölften gemacht haben, finden sie wie immer bei caro, die obendrein heute auch noch geburtstag hat.

Dienstag, 11. Oktober 2016

mitgebracht - (filz)faltungsmöglichkeiten (und neue ideen)

vielleicht hat sich hier ja schon jemand gefragt, wie man auf die idee kommt, anfang oktober urlaub in mainz zu machen. abgesehen davon, dass es uns immer wieder spass macht, ein bisschen anders urlaub zu machen als üblich war das diesmal eher zufall. ich hatte mich bei kuimsou - oder vielmehr bei andrea noeske-porada bereits im frühjahr für einen workshop "filzfaltungen" angemeldet, der zuerst im juli stattfinden hätte sollen, dann aber anstattdessen auf anfang oktober verschoben wurde. zuerst war ich nicht so begeistert über diese verschiebung, weil wir da eben vierzehn tage ferien geplant hatten, aber weil wir ohnehin noch keine konkreten pläne hatten und kai sich durchaus vorstellen konnte, in der mittelrheinregion eine woche ferien zu machen wo andere leben müssen (oder dürfen). nun, dass es uns in mainz und drumherum nicht langweilig geworden ist, haben sie ja schon gelesen, aber was ist denn nun mit dem kurs und den filzfaltungen gewesen? 


 als antwort auf diese frage, zeige ich wohl am besten mal meine mitbringsel von der reise. hinten von links nach rechts: geschenke für die buddhas, japanisches origamipapier, eine holztype aus dem gutenbergmuseum. vorne: ein kaleidozyklus. gefilzt, gefaltet, gefilzt. (und jetzt denke ich gerade, dass ich ihnen da eigentlich ein video zeigen müsste - man kann das ding nämlich immer wieder von innen nach aussen drehen und dabei verändern sich die farben.)






ausgangsmaterial für den kaleidozyklus war das: vorfilze in dreiecksform - zugeschnitten und ausgelegt unter der strukturierten und geduldigen anleitung von andrea.


und weil es so schön war, ging es am nächsten tag weiter mit einer origami-tessellation.
oder wie ich nun nachgeschaut habe, einer parkettierung - also einer "lückenlosen und überlappungsfreien überdeckung der (euklidischen) ebene durch gleichförmige teilflächen" wie die wikipedia weiss. man kennt das einerseits von regelmässigen mosaiken (platonische parkettierung) oder auch von m.c. escher, der allerdings mit sehr komplexen formen arbeitet.
die origami-tessellations stehen irgendwo dazwischen, es handelt sich formal dabei um archimedische parkettierungen, wobei der dreidimensionale effekt durch faltungen zustande kommt.


noch immer nicht ganz fertig ist meine "water-bomb" - weswegen sie auch noch nicht so ganz faszinierend aussieht. aber neben der geistig eher wenig anspruchsvollen arbeit des fertigfilzens bleibt noch genug zeit, sich mit der nächsten parkettierung zu beschäftigen.
ich bin ganz ehrlich gesagt, ein wenig angesteckt von den "möglichkeiten der filzfaltungen" - wie das alles einfach aus der ebene heraus entsteht fasziniert mich und lässt mich dinge überlegen und berechnen - und wieder einmal weiss ich eigentlich nicht so recht, was ich damit eigentlich machen soll. ausser dass es einfach spass macht, so etwas filzen zu können!
andrea hat uns im workshop sehr grosszügig einblick in ihre arbeit gegeben. ausgehend von ihrer grundidee für die kanten und falten im filz haben wir an drei tagen drei verschiedene arten der faltungen kennengelernt. nicht von ungefähr ist das erste stück, das wir an tag eins gemacht haben, hier unter der tisch gefallen - für mich ist es zu sehr andreas idee, die ich zwar mit ihrer hilfe gerne nachempfunden und daran viel gelernt habe -  aber von der aus ich kaum weiterarbeiten kann.
viel mehr interessiert mich, was da alles aus der fläche heraus möglich ist.

Samstag, 8. Oktober 2016

mehr von mainz

mittlerweile sind wir wieder zurück von unserem gar nicht so kurzen kurzurlaub in mainz - und ich kann noch ein paar bilder zeigen. oder auch eben nicht zeigen.
ein wunschziel der tochter war das museum für antike schifffahrt, das teil des römisch-germanischen zentralmuseums ist, wenn auch mit ganz anderem standort. die holznachbauten der fünf in mainz gefundenden schiffe aus dem vierten nachchristlichen jahrhundert sahen auch nicht nur im museumsprospekt, sondern auch in natura sehr spannend aus. die entwicklung des schiffbaus vom neolithikum bis zur römerzeit ist im museum dokumentiert und man erfährt viel über die römische flotte im damaligen germanien. im museumsgebäude sind dazu noch die restauratoren und modellbauer ansässig, denen man durch einige guckfenster bei der arbeit zuschauen kann. man könnte auch fotografieren (ohne blitz), nur leider die fotos nicht veröffentlichen. darum sehen sie hier: nix.

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am rhein entlang spazierten wir in die altstadt und zum dom. auf den ersten blick war es im dom vor allem eines: dunkel. aber nachdem wir eine weile in der kirchenbank gesessen und uns per wikipedia über die geschichte des bauwerks informiert hatten, machten wir einen kleinen rundgang und entdeckten doch noch viel licht.


auf den glasfenstern sind alle erzbischöfe verewigt seit der erbauung des domes.


wem es hier die schamesröte ins gesicht treibt, habe ich mir leider nicht gemerkt. und ich vermute, dass der tochter vor allem der umstand, dass zu napoleons zeiten der dom als schweinestall und als lazarett diente und dabei das komplette hölzerne mobiliar verbrannt wurde, erinnerlich ist.

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am anderen tag wanderten wir von bodenheim nach mainz auf dem rheinterassenweg. am anfang des wegs machten wir bekanntschaft mit dem heiligen alban, dem als ordentlichen christlichen märtyrer anfang des fünften jahrhunderts der kopf abgeschlagen wurde, den er seither auf den händen trägt. wir fanden die lösung mit dem schal aus geissblatt sehr apart und den herrn darum auch gleich viel weniger gruselig.


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 am freitag war schon wieder wochenmarkt in mainz. leider brauchten wir eigentlich garnichts, aber wir hielten uns noch ein bisschen mit fotos vom markttreiben schadlos.


es gab wieder pfifferlinge. 



und natürlich noch ganz viel anderes. aber vor allem sieht es so schön aus mit den marktständen rund um den dom!

unser weg führte aber ins gutenberg-museum. von dem ich ihnen wirklich nur ein bild von aussen zeigen kann.

 dort darf man dann nämlich gar überhaupt nicht mehr fotografieren. naja, es wäre auch ein bisschen sehr dunkel dort im museum, aber irgendwie kann ich diese panik vor fotos und vor allem von fotos im netz nicht so recht nachvollziehen. wie oft habe ich schon eine ausstellung, die mich zuerst nur eher mässig interessierte aufgrund von fotos auf einem blog oder bei instagramm besucht? (aktuell würde ich das gerne sehen, ist aber ein bisschen weit weg!) oder bin überhaupt erst durch eine solche persönliche empfehlung auf ein museum oder eine ausstellung aufmerksam geworden? was haben diese museen gegen eine autenthische publizität, die durch persönliche berichterstattung im netz entsteht?
wohlverstanden - konservatorische oder urheberrechtliche gründe akzeptiere ich gerne, wo ausstellungsstücke geschützt werden müssen (meist vor zu viel licht) oder auch die rechte der künstler gewahrt werden sollen, verzichte ich ohne probleme darauf, eigene bilder zu machen oder auf den blog zu stellen. meist bieten museen ja pressematerial an, das man in der regel auch als blogger mit dem entsprechenden verweis benutzen darf.
aber ich verstehe nicht so recht, warum ich die faszinierenden hölzernen lettern, die in china schon vor gutenberg zu drucken benutzt wurden, nicht fotografieren darf (nicht mal für den privaten gebrauch und ohne blitz) und warum ich meine berichterstattung hier nicht durch eigene fotos ergänzen soll.
immerhin scheint man andernorts das schon ein wenig anders zu sehen. auch in den niederlanden ist es uns im vergangenen jahr aufgefallen, dass einzelne museen die besucher geradezu dazu auffordern, fotos von der ausstellung zu zeigen! 


 mittagspause im café hintz und kunz. (und die tochter mal in meinem kalender herum während der mann und ich obiges diskutieren).


 und ein halblegales foto aus dem druckladen des gutenbergmuseums. für karl, damit er mal gevierte und halbgevierte in echt sehen kann. dort im druckladen kann man an workshops im bleisatz teilnehmen... das wäre bestimmt sehr spannend!

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und dann haben wir ganz spontan noch eine fahrt aufs land unternommen und eine weinprobe gemacht. die rheinhessen können das. merlot, cuvee nummer eins, ein riesling und chardonnay vom weingut gres in appenheim liegen jetzt in unserem keller. vermutlich nicht so lange. aber als schöne erinnerung an einen gemütlichen und trotzdem spannenden urlaub.

Freitag, 7. Oktober 2016

unser gemüse heute


riesensalat, schnittsalat, kräuter, lauch, kohlrabi, fenchel, spinat, auberginen, zucchini, paprika, tomaten, miniranden, zwiebeln. hab ich was übersehen? ja, den pak choi, der liegt untendruntr oben in der mitte. auf den freue ich mich sehr. ansonsten hat er sohn uns als willkommensessen eine gemüselasagne mit spinat und zucchini, aubergine, tomate, paprika und tomate gekocht. mal schauen was aus den riesenhaften kohlrabi und den minimunzigen randen wird. jetzt erst mal: plan machen!