Freitag, 9. Mai 2008

das torffaseratelier

war uns schon vor einiger zeit aufgefallen, als wir an einem sonntag durch lenzburg wanderten. dabei hatten wir nicht nur das schaufenster, sondern auch die in einem anbau hinten am laden stehende kardiermaschine gesehen.

heute haben alice und ich nun einen ausflug nach lenzburg unternommen, um herauszufinden, was ein torffaseratelier denn nun ist. frau anita border hat sich die zeit genommen, das zu erklären. sie vermischt nämlich wolle und seide mit 50 prozent torffasern, die aus den im torfmoor konservierten resten des scheidigen wollgrases gewonnen werden. vorher werden diese fasern aber noch einer behandlung unterzogen, die die in ihnen gespeicherte energie freisetzt. dieses verfahren geht auf rudolf steiner zurück und wurde von frau ruth erne weiterentwickelt. die fasermischung kommt zum einsatz in bettwaren, schuheinlagen, aber auch in bekleidung. im atelier selbst wird kardiert, gesponnen, gefilzt, gewebt und geschneidert ( hab ich was vergessen?), nur wenige teile der produktion, so zum beispiel bei duvets werden ausgelagert.


auf dem bild oben kann man sehen, wie sich die farbe der pflanzengefärbten wolle oder seide durch die beimengung von torf verändert. überraschend ist aber, wie sich die wolle anfühlt, nämlich sehr weich.
ich habe mir zu versuchszwecken ein bisschen seiden-torf-vlies und 25gramm garn torf-seide gekauft.


mit dem garn habe ich dann endlich eine lange schon begonnene arbeit beendet, man sieht sie oben, die stickerei ist aus dem neuen garn. es verarbeitet sich angenehm, wobei allerdings ständig kleine torfbröckchen herausbröseln.


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