heute ist der zwölfte - zeit, den tag in zwölf bildern festzuhalten. und diese bilder dann anschliessend bei caro, auf ihrem blog draussen nur kännchen, zu verlinken. danke für die gelegenheit!
mein tag startet mit einem blick auf den blumenstrauss, den ich gestern bei der mitgliederversammlung des vereins, bei dem ich angestellt bin, bekommen habe.
heute ist aber kein kulturzentrums- sondern ein werkstatttag. in genau einem monat findet zum zweiten mal in unserem verein filzszene ein offener filztag statt. ich habe mir gedacht, bei dieser gelegenheit könnte ich mal wieder zeigen, wie man aus einer zweifarbigen fläche eine karierte fläche macht.
hm, das war es nicht, was ich eigentlich wollte.
ich zerlege das geflecht noch mal, schneide die streifen in dünnere, aber auch so wird nix draus. schöner scheitern oder so.
und wäre nicht passiert, wenn ich meine eigene anleitung vielleicht ganz gelesen hätte. und nicht nur die erste seite. ist ja eigentlich auch alles ganz logisch, allerdings muss man halt die schritte auch alle machen. dann kommt am ende so ein kleiner mug-rug heraus. das wäre das ziel für den offenen filztag. ich glaube, ich bereite die filzflächen vor, damit die teilnehmerinnen sich ganz auf das flechten konzentrieren können.
zum mittagessen fahre ich nach hause - danach muss ich noch ein bisschen planen: zuerst für den abend, da werde ich nämlich für 21 personen "hörnli ghackets" kochen. und dann fürs wochenende, da bekommen wir besuch. der marktbesuch fällt aus, also schreibe ich eine liste für den grossverteiler mit dem grossen m.
kurz vor drei klingle ich am hintereingang des kulturhaus royal.
und dann gehts los. zuerst apfelmus kochen. dann setze ich linsen mit karotten, sellerie und lauch auf, das gibt nachher das "ghackets", also die sossenkomponente des schweizer nationalgerichts. auf die idee, das zu kochen, haben mich die wiederholten hinweise auf den grossen hunger der band gebracht. was, wenn nicht echtes skifahressen kann da helfen.
neben mir ist man etwas nervös. die person, die sonst immer kocht, kennt meine fähigkeiten noch nicht so gut und schaut fest aufs timing. das ich aber recht gut im griff habe. um sechs soll gegessen werden, wenns hätte sein müssen, wären wir auch eine stunde früher fertig gewesen. die tochter hat geholfen, salat zu rüsten.
so haben wir beinahe schon musse um noch ein bisschen dem soundcheck von
black sea dahu zu lauschen.
die hörnli kochen wir natürlich just in time - nur verschiebt sich das essen dann doch noch mal um 15 minuten. (danke, lieber l., das, was du da machst, hätte ich nicht gekonnt)
joa, gern geschehen, war mir eine ehre. und ein vergnügen. und ich wurde auch schon ausreichend mit wertschätzung überschüttet. sagte ich schon mal, dass ich das wirklich mag, auch wenn es ziemliche knochenarbeit ist, in der winzig kleinen küche für viele menschen zu kochen?
und weil es so schön ist, bleibe ich auch noch zum konzert im erweiterten wohnzimmer. kai kommt nach zur musik, die tochter schwirrt nach ihrer kassenschicht auch irgendwo herum. die söhne sind sonst auch oft da, nur heute nicht.
die musik ist nicht so ganz mein geschmack und leider auch nicht der von kai. vielleicht war das der langweiligste abend im royal an den ich mich erinnern kann. aber immerhin wissen wir jetzt was für schweizer musik im restlichen europa so gehört wird.
und so sah es in den letzten jahren im märz hier so aus:
12von12 im märz 2024
12von12 im märz 2023
12von12 im märz 2022
12von12 im märz 2021
12von12 im märz 2020
12von12 im märz 2018
12von12 im märz 2017
12von12 im märz 2016
12von12 im märz 2015
12von12 im märz 2013
12von12 im märz 2012
12von12 im märz 2009
So vielen Dank fürs Mitnehmen. Der Blumenstrauß ist ja wunderschön!!! Da würde ich auch erstmal eine Weile davor sitzen und mich daran freuen. Und außerdem habe ich jetzt Hunger. Ghackets kenne ich nicht, hört sich aber megalecker an!
AntwortenLöschenLiebe Susanne - eigentlich ist das ein Gericht aus Hackfleisch, für den Kulturraum wird aber ausschliesslich vegetarisch/vegan gekocht, einerseits weil sehr viele Künstler:innen, die dort auftreten kein Fleisch essen, aber auch weil es darum geht, ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit zu setzen. Ich habe eine Variante mit Linsen gewählt, das finde ich, kommt dem Mundgefühl von Hackfleisch schon ziemlich nahe.
LöschenLiebe Grüsse, Stefanie.
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
LöschenEin Tag voller Leben ... klingt gut
AntwortenLöschenJa, das ist so - mitten im Leben den ganzen Tag über...
Löschenschöne blumen, lustig geschilderte filzerei und großes kochevent ! letzteres hast du toll umgesetzt. in einer kleinen küche so viel zu kochen, würde mich wahnsinnig machen! aber du konntest viel lob einheimsen, das tut doch gut!
AntwortenLöschenliebe grüße von mano
Liebe Mano, ich erlebe die Enge in der Küche meist gar nicht als Beschränkung, sondern eher als Herausforderung, mich gut zu organisieren und dann läufts eigentlich. Manchmal besser als zuhause, wo ich genug Platz für alles habe, aber dann halt auch alles stehen lasse oder versuche alles gleichzeitig zu machen. Bonus im Kulturraum: was man nach vorne zum Geschirrspüler trägt wird umgehend sauber gemacht und zurückgebracht. Und man hat immer eine helfende Hand zur Verfügung, wenn notwendig. Ein bisschen gestaunt habe ich schon, als der 20 Liter-Topf einfach mal so abgeschüttet wurde - hätte ich nie geschafft!
AntwortenLöschenLiebe Grüsse, Stefanie.
Ich habe deine Aufzählung der Zutaten und den Begriff Ghackets nicht zusammengebracht, mit deiner Erklärung ist es mir dann klar. Hätte ich mir unter Ghackets doch eine Hackfleischsoße vorgestellt. Linsen sind eine gute Alternative, gab es beim Geburtstagsessen des Freundes letzten Samstag auch als vegetarische Alternative zu Faschiertem im Chili. Chili sin Carne also :) Und die Küche der Freunde ist auch eher rudimentär, kochen für 14 Leute ging trotzdem gut. Hut ab, dass du das immer wieder freiwillig für das Kulturhaus machst. Über Lob freut man sich dann natürlich besonders.
AntwortenLöschenDen karierten Untersetzer finde ich lustig, die Farben sind so richtig gute Laune machend.
Liebe Grüße, heike
Der für das jetzt kommende Wochenende geplante Ausflug nach Brno musste leider verschoben werden, noch haben wir keinen neuen Termin. Schule und Uni reden da auch ganz stark mit. Und das geringe Kontigent an Plätzen bei der englischen Führung für die Villa Tugendhat.
LöschenLiebe Grüße, heike