was wir im garten suchen, ist die gegenwelt. der schönste ort auf erden. ein zaun gehört drum, allenfalls ein türchen ist erlaubt. dieser ort kann überall sein. manchmal ist er nur im kopf.
Freitag, 13. März 2015
11 von 12 (also fast 12 von 12)
Sonntag, 8. März 2015
vermischtes zum wochenende
frühlingspost:
ganz spontan habe ich mich vergangene woche zur frühlingspost bei der frau müllerin angemeldet. das ist eine ganz schöne sache, in einer gruppe von acht menschen gestaltet man im laufe von acht wochen hier das wort f r ü h l i n g. in diesem jahr gibt es sogar eine schweizer gruppe, so dass sich brieflaufzeiten und portokosten in grenzen halten dürften! ich habe die ehre, diese schweizer gruppe zu eröffnen... naja, nicht nur die ehre... ehrlichgesagt hätte ich ja gerne zuerst mal gespickelt was die anderen so machen... aber vielleicht ist es auch ganz gut so, dann kann ich ganz frei von der leber weg werkeln und bin nicht schon davon beeindruckt, was da alles so entsteht. zweimal habe ich schon mitgemacht (hier und hier), und eigentlich habe ich auch schon wieder eine idee, lasst euch überraschen!
spinntreffen:
am freitagabend fand bei rita von der spinnwebstube das erste spinntreffen dieses jahres statt. ich war mit dem postauto unterwegs, ohne mein amerikanisches spinnrad, das immer noch keine hülle für den transport hat (selbernähen oder doch besser kaufen?), und habe darum auf einem ausgeliehenen kromski-sonata spinnen dürfen. und auch wenn ich am abend den eindruck hatte, dass ich vermutlich muskelkater von der etwas ungewohnten treterei bekommen würde, war der samstag vollständig beschwerdefrei.
wer möchte, durfte am freitagabend auch noch die jahreshausaufgabe fassen - ein päckchen mit 60 gramm superwash merino mit seide, gefärbt in grün - blau - violett - tönen. es gilt nun, die bandabgänge zu spinnen (ohne sie zu karden!) und anschliessend mit einem zusätzlichen material zu verkarden (das sollte natürlich verzwirnen heissen...). auch hier bin ich schon zum dritten mal dabei. anders als bei der frühlingspost fehlen mir da aber noch die ideen. eine gute gelegenheit, die spinnbücher mal wieder aus dem regal zu nehmen und sich ein bisschen inspirieren zu lassen.
ach, und ein bisschen wolle durfte auch noch mit zu mir nach hause... fotos folgen, die kamera weilt gerade weitgehend unter dem dach, beim grossen sohn.
garten:
nachdem wir im sommer 2013 festgestellt hatten, dass unser garten unsere sitzplätze zuzuwuchern droht, wir in 2014 aber erfolreich wieder zu wenig an den bäumen und büschen geschnitten hatten um dieser tendenz vollständig einhalt zu gebieten, haben wir heuer damit begonnen, wirklich einmal auszuholzen. die folge ist, dass der garten jetzt im märz kahler aussieht als den ganzen winter über. bis auf den platz, auf dem wir den ganzen baumschnitt bis zum häckseldienst am kommenden mittwoch aufgestapelt haben.
fast alles, sogar die die wildnis umgebende hecke, habe ich in den letzten beiden wochen radikal ausgeschnitten, jetzt kann ganz vieles wieder von unten nachwachsen. und die eigentliche wildnis ist auch keine mehr, sondern eine grosse fläche ohne viel bewuchs und darum werden wir in diesem jahr wirklich nicht mehr darumherumkommen uns gedanken über ihr schicksal zu machen. die kinder brauchen zum spielen kein dickicht mehr, das baumhaus auf der haselnuss bleibt aber zumindest noch. drei beete hatten wir schon im vergangenen jahr angelegt, vielleicht wird es noch mehr geben, oder doch mal so etwas wie eine wiese?
ganz spontan habe ich mich vergangene woche zur frühlingspost bei der frau müllerin angemeldet. das ist eine ganz schöne sache, in einer gruppe von acht menschen gestaltet man im laufe von acht wochen hier das wort f r ü h l i n g. in diesem jahr gibt es sogar eine schweizer gruppe, so dass sich brieflaufzeiten und portokosten in grenzen halten dürften! ich habe die ehre, diese schweizer gruppe zu eröffnen... naja, nicht nur die ehre... ehrlichgesagt hätte ich ja gerne zuerst mal gespickelt was die anderen so machen... aber vielleicht ist es auch ganz gut so, dann kann ich ganz frei von der leber weg werkeln und bin nicht schon davon beeindruckt, was da alles so entsteht. zweimal habe ich schon mitgemacht (hier und hier), und eigentlich habe ich auch schon wieder eine idee, lasst euch überraschen!
spinntreffen:
am freitagabend fand bei rita von der spinnwebstube das erste spinntreffen dieses jahres statt. ich war mit dem postauto unterwegs, ohne mein amerikanisches spinnrad, das immer noch keine hülle für den transport hat (selbernähen oder doch besser kaufen?), und habe darum auf einem ausgeliehenen kromski-sonata spinnen dürfen. und auch wenn ich am abend den eindruck hatte, dass ich vermutlich muskelkater von der etwas ungewohnten treterei bekommen würde, war der samstag vollständig beschwerdefrei.
wer möchte, durfte am freitagabend auch noch die jahreshausaufgabe fassen - ein päckchen mit 60 gramm superwash merino mit seide, gefärbt in grün - blau - violett - tönen. es gilt nun, die bandabgänge zu spinnen (ohne sie zu karden!) und anschliessend mit einem zusätzlichen material zu ver
ach, und ein bisschen wolle durfte auch noch mit zu mir nach hause... fotos folgen, die kamera weilt gerade weitgehend unter dem dach, beim grossen sohn.
garten:
nachdem wir im sommer 2013 festgestellt hatten, dass unser garten unsere sitzplätze zuzuwuchern droht, wir in 2014 aber erfolreich wieder zu wenig an den bäumen und büschen geschnitten hatten um dieser tendenz vollständig einhalt zu gebieten, haben wir heuer damit begonnen, wirklich einmal auszuholzen. die folge ist, dass der garten jetzt im märz kahler aussieht als den ganzen winter über. bis auf den platz, auf dem wir den ganzen baumschnitt bis zum häckseldienst am kommenden mittwoch aufgestapelt haben.
fast alles, sogar die die wildnis umgebende hecke, habe ich in den letzten beiden wochen radikal ausgeschnitten, jetzt kann ganz vieles wieder von unten nachwachsen. und die eigentliche wildnis ist auch keine mehr, sondern eine grosse fläche ohne viel bewuchs und darum werden wir in diesem jahr wirklich nicht mehr darumherumkommen uns gedanken über ihr schicksal zu machen. die kinder brauchen zum spielen kein dickicht mehr, das baumhaus auf der haselnuss bleibt aber zumindest noch. drei beete hatten wir schon im vergangenen jahr angelegt, vielleicht wird es noch mehr geben, oder doch mal so etwas wie eine wiese?
Freitag, 6. März 2015
Dienstag, 3. März 2015
nachlese zur filzwelten-ausstellung in erlinsbach
gleichmal vorweg: ich bin leider völlig unfähig, meine eigenen sachen in einer ausstellung zu fotografieren. bilder von den sachen der anderen vier frauen zu machen: kein problem - aber an meinen objekten kann ich dann ja konsequent vorbeischauen.
ein bisschen was hab ich dann doch noch gefunden:
meine schals, dekoriert mit einem meiner lieblingsfilzobjekte.
und ohne.
filzkissen mit den neuen "utensilo"-täschchen, speziell für kleine handarbeiten, für die man eine menge zubehör griffbereit braucht - zum beispiel fürs spinnen oder socken stricken oder sticken...
und der kreuzweg, der zum ersten mal passend zur fastenzeit ausgestellt war.
darauf habe ich die meisten reaktionen vom publikum bekommen und auch die intensivsten. viele gute gespräche - nun bin ich gespannt, ob sich eine weitere ausstellungsgelegenheit für die vierzehn stationen ergibt. während der ausstellung ist mir dann aufgefallen, dass es vermutlich schön gewesen wäre, karten von den kreuzwegstationen zu haben und eventuell auch verkaufen zu können, oder die kleine dokumentation, die ich dazu geschrieben habe. hier im blog können sie alles zum kreuzweg unter dem schlagwort kreuzweg nachlesen.
(einen kleinen einblick in die ganze ausstellung finden sie auf dem filzwelten-blog.)
Mittwoch, 25. Februar 2015
gartenarbeit
das wetter ist jetzt schon seit zwei tagen so schön, dass ich an den nachmittagen mit den dringend notwendigen gartenarbeiten begonnen habe. vor allem die klettergurke kann man nur wirklich früh im jahr richtig zurückschneiden, und auch die hecke wird, wenn das wetter weiterhin so warm bleibt, in den nächsten tagen anfangen auszutreiben. also habe ich mit dem radikalen rückschnitt begonnen und berge von heckenschnitt aufgetürmt.
dabei hätte ich beinahe diese krokusse übersehen, gestern waren die da noch nicht!
Montag, 23. Februar 2015
allmählich wirds ernst...
einen teil der sachen für die ausstellung habe ich auf dem esstisch verteilt...
(preisschilder kontrollieren, ergänzen, eventuell auch aufbügeln nach der winterpause in kisten und kästen)
ein anderer teil muss erst im keller noch in form gebracht werden...
(meine eher raumgreifenden filzobjekte bewahre ich zwischen den ausstellungen im zusammengefalteten zustand auf, die müssen dann mit hilfe von wasser und formenden hölzern erst wieder ausstellungsreif gemacht werden.)
und die ideen der letzten stunde kommen noch mal unter die nadel.
morgen geht es mit den preisen weiter, am mittwoch dann mit der ausstellungsarchitektur...
Samstag, 21. Februar 2015
ausstellung... nächste woche schon... in erlinsbach bei aarau!
während hier gerade noch einmal der winter einbricht, bereiten wir von den filzwelten uns auf unsere frühlingsfilzausstellung vor!
ich würde mich freuen, euch vom kommenden freitag 27.2. bis sonntag 1.3.2015 in kulturzentrum wgärtli in erlinsbach zu treffen. ich werde neben objekten,taschen,kissen und schals, grösstenteils geflochten und gefilzt, auch meinen kreuzweg zeigen.
am freitag und samstagnachmittag ist jeweils gelegenheit, mit sandra funk blumen zu filzen.
und während der ausstellung natürlich wieder zum kaffeetrinken, kuchenessen, zusammensitzen und schwatzen!
Freitag, 20. Februar 2015
unser gemüse heute
hei, gemüsemandala, kann ich auch!
mitte: rande, speichen: lauch, von oben beginnend im uhrzeigersinn: sellerie, rüebli, blaukräutchen oder rotköhlchen, sellerie, kartoffeln, zwiebeln und knoblauch.
im augenblick hätte ich am meisten lust auf sellerierohkost, rüeblisalat und blaukrautsalat. so viel lauch ist toll, das gibt eine quiche. rande... so mäh. und ganz ehrlich: wer isst so viel sellerie?
(her mit den ideen, immerhin hab ich letzte woche nach frau gugus vorschlag eine riesenrande in essig eingelegt.)
Dienstag, 17. Februar 2015
abonniert: uppercase
schon der titel der zeitschrift sollte hier im blog ja eher irritieren, heisst doch uppercase GROSSSCHRIFT, was ja hier so gut wie nie vorkommt. wie ich draufgekommen bin, weiss ich auch nicht mehr, jedenfalls las ich immer wieder mal im blog des magazins, blätterte mich durch den surface pattern design guide und schlich also monatelang um das abo herum. um irgendwann im januar dann doch zu bestellen.
und war entzückt. (über einen artikel über kleidung aus futtersäcken.)
und ein bisschen irritiert. (über das makramee-revival.)
und ganz ehrlich begeistert. (über gewobene schreibmaschinenschrift.)
Sonntag, 15. Februar 2015
schwimmen
und wie sieht es aus mit den guten vorsätzen?
zumindest in sachen schwimmen ziemlich gut!
zum ende der woche 7 kann ich mir 8250 meter gutschreiben. ich habe es geschafft, jede woche schwimmen zu gehen, bis zu den ferien sind wir einfach immer donnerstags, wenn die tochter mit den rettungsschwimmern trainiert, ins schwimmbad gegangen. in den ferien war es auch kein problem, heute habe ich sogar den wegen skifahren verpassten donnerstagstermin nachgeholt.
dazu konnte ich die strecke kontinuierlich von 1000 metern auf 1250 meter steigern.
und ein zusätzliches ziel, nämlich ausser brust auch kraul und rückenkraul regelmässig zu trainieren, habe ich auch angegangen.
momentan schwimme ich vier intervalle zu je zwölf 25meterbahnen. und am ende noch zwei bahnen extra, macht gesamt 50 mal 25 meter. das erste intervall schwimme ich gemütlich brust. das zweite intervall habe ich bisher abwechselnd kraul und brust geschwommen, heute dann zum ersten mal zwei bahnen kraul, eine brust. das dritte intervall wieder abwechselnd eine bahn kraul, eine bahn brust. das letzte intervall habe ich begonnen alternierend rückenkraul und brust zu schwimmen. das ist ein bisschen mühsam, weil ich momentan noch eine kette oder den rand brauche um beim rückenkraul kurs zu halten und nicht quer durchs becken zu schwimmen. die letzten beiden bahnen sind dann ausschwimmbahnen.
für die nächsten trainingswochen überlege ich mir eine einteilung in fünf intervalle zu je 10 bahnen.
10 bahnen einschwimmen (brust)
10 bahnen kraul.
10 bahnen kraul/brust abwechselnd.
10 bahnen rückenkraul/brust abwechselnd.
10 bahnen brust.
(plus 2 ausschwimmbahnen?)
zumindest in sachen schwimmen ziemlich gut!
zum ende der woche 7 kann ich mir 8250 meter gutschreiben. ich habe es geschafft, jede woche schwimmen zu gehen, bis zu den ferien sind wir einfach immer donnerstags, wenn die tochter mit den rettungsschwimmern trainiert, ins schwimmbad gegangen. in den ferien war es auch kein problem, heute habe ich sogar den wegen skifahren verpassten donnerstagstermin nachgeholt.
dazu konnte ich die strecke kontinuierlich von 1000 metern auf 1250 meter steigern.
und ein zusätzliches ziel, nämlich ausser brust auch kraul und rückenkraul regelmässig zu trainieren, habe ich auch angegangen.
momentan schwimme ich vier intervalle zu je zwölf 25meterbahnen. und am ende noch zwei bahnen extra, macht gesamt 50 mal 25 meter. das erste intervall schwimme ich gemütlich brust. das zweite intervall habe ich bisher abwechselnd kraul und brust geschwommen, heute dann zum ersten mal zwei bahnen kraul, eine brust. das dritte intervall wieder abwechselnd eine bahn kraul, eine bahn brust. das letzte intervall habe ich begonnen alternierend rückenkraul und brust zu schwimmen. das ist ein bisschen mühsam, weil ich momentan noch eine kette oder den rand brauche um beim rückenkraul kurs zu halten und nicht quer durchs becken zu schwimmen. die letzten beiden bahnen sind dann ausschwimmbahnen.
für die nächsten trainingswochen überlege ich mir eine einteilung in fünf intervalle zu je 10 bahnen.
10 bahnen einschwimmen (brust)
10 bahnen kraul.
10 bahnen kraul/brust abwechselnd.
10 bahnen rückenkraul/brust abwechselnd.
10 bahnen brust.
(plus 2 ausschwimmbahnen?)
Donnerstag, 12. Februar 2015
12/2/15
achtung! dieser 12 von 12 post ist voll von plöfferfotos! eine reine angeberei, beinahe.
der morgen, viertel nach sieben, vom bett aus. (ehrlicherweise musste ich für das foto aufstehen, eine kamera suchen, weil sonst wären erstens das fenster und das balkongeländer im weg gewesen und der bildausschnitt total besch... aber eigentlich war das alles auch schon vom bett aus zu sehen.)
sonnenaufgang. beim frühstück so gegen viertel nach neun. (ehrlicherweise: viertel vor zehn, an der bushaltestelle, weil ich den sonnenaufgang beim frühstücken verpasst hatte.)
stullenschmieren, ganz ohne plöfferei. seit mitte woche haben wir jausensäckchen, da kommen die brote rein, zum unterwegsessen auf der piste, weil: gastronomie ist hier im skigebiet ein bisschen kompliziert.
skibus, auch ohne plöfferei. also nur mit ganz wenig, weil der skibus fährt erstmal an uns vorbei und erst, wenn er aus der anderen richtung kommt, steigen wir ein. dann hätte ich aber keine zeit mehr zum fotografieren gehabt.
göndeli. die kleine für 25 personen. nebenan fährt die grosse mit 80 personen, aber da kann ja jeder mit. (im bergrestaurant erfuhren wir dann, dass die kleine am tag zuvor mit dem heli evakuiert werden musste, aber so was passiert ja nie an zwei tagen hintereinander, oder?)
oben! 2350 meter, falls sie es auf dem foto nicht lesen können. und keine wolke weit und breit. ohne plöffen!
wir fahren den weissen ring. nicht in rekordzeit, aber mit rekordspass.
plöff, plöff, plöff! sonne, schnee, berge.
kurz nach vier im tal. warten auf den bus.(weggeplöfft die anderen 40 menschen, die auf den bus warten.)
aber sie wissen schon, was das schönste ist am skifahren?
(wenn man die skischuhe wieder ausziehen darf.)
nach der sauna (plöff! hätte man heute nicht dringend zum aufwärmen gebraucht) vertreiben sich die tochter und ich die zeit mit selbstgemachten kreuzworträtseln.
sind schon zwölf? na dann: gut nacht.
mehr 12er gibts heute wie jeden monat dort. die "plöfferei" hab ich mir dort ausgeliehen.
Dienstag, 10. Februar 2015
handschuhe
das zweite paar fair-isle-handschuhe ist fertig! wieder aus shetland-wolle aus der spinnwebstube. und auch wenn ich die farben bei meinem besuch in ritas laden eher intuitiv gewählt habe, passen sie prima zu meinem allwetterfleecepullover.
durch die doppelte lage wolle, die sich durch das verschränken der fäden auf der linken seite ergibt, sind die handschuhe auch ein bisschen schneeballschlachttauglich.
das muster nach dem ich gestrickt habe heisst "mittens to order" und stammt von diane mulholland.
Sonntag, 8. Februar 2015
gestickte moral
gestickte sinnsprüche waren wohl früher in jedem haushalt zu finden, ich erinnere mich, dass irgendwo in den tiefen meines materialschranks auch noch einer aus dem haushalt meiner grossmutter herumliegen muss. irgendwie ahnt man es schon, hier werden rollenbilder zementiert, rollenklischees transportiert, das ist nicht gerade innovativ. gestickte moral eben.
oder doch?
den rechten hätte so wohl niemand erwartet. leider sind die sinnsprüche nicht datiert, manchmal kann man es an der schrift erahnen, aber bei dem eben nicht.
jeder haushalt mag da wohl auch seine eigene zeitrechnung gehabt haben - aber zumindest vermutet man, dass der träger oder die trägerin des lätzchens die worte noch nicht selbst lesen konnte.
gearbeitet wurde grossenteils mit grosser sorgfalt und auch technisch ausgefeilt.
daneben gibt es aber auch immer wieder beispiele, bei denen man der stickerei schon den unwillen der stickerin ansieht. fertig gekaufte stickpackungen sorgten auch nicht immer für den notwendigen erfolg ... und manches blieb auch einfach liegen.
oder der gestaltungswille und die freude und das können in sachen handarbeiten überstiegen einfach die fähigkeiten in orthopraphie.
bei den christlichen sprüchen fiel mir ein insgesamt höheres niveau sowohl in der gestaltung als auch in der ausführung auf. allerdings vermute ich, dass solche sinnsprüche auch häufig in klöstern angefertigt wurden. einer hat es mir besonders angetan, vor allem die schrift, die mich an einen gedichtband von stefan george erinnert.
im frauenmuseum sind natürlich nicht nur einfach sinnsprüche ausgestellt - mehrere künstlerinnen antworten mit ihren werken auf sie. sie sind allesamt auf der seite des frauenmuseums aufgeführt und dargestellt. ich mag hier nur eines von daniel spoerri zeigen, der aus alten stickereien ausgeschnittene worte neu zusammengesetzt hat.
ob das bild im eingangsbereich zur ausstellung gehört hat, habe ich nicht mehr herausfinden können, die mischung zwischen quilt und stickerei fand ich aber inspirierend.
wie eigentlich die ganze ausstellung - ich musste gleich was ausprobieren in meinem kalender, natürlich nicht wirklich gestickt, nur so getan...
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