Montag, 9. April 2018

geflochten und gefilzt - taschenfilzkurs

der erste teil des taschenfilzkurses hat schon mitte märz stattgefunden, hier haben die beiden teilnehmerinnen in mehr oder weniger einem halben tag und geführt durch arbeitsunterlagen eine tasche entworfen, filzproben angefertigt und die berechnungen für die vorfilzmengen durchgeführt. 

dann sind sie mit einem wollvorrat ausgestattet nach hause gefahren und haben dort selbständig vorfilze angefertigt, die sie am vergangenen samstag dann wieder mitgebracht haben. 

 am samstagvormittag ging es dann zuerst ans schneiden der vorfilze.


 die vorfilzsstreifen wurden nach gruppen sortiert.


und dann ging es los mit der flechterei.
beide teilnehmerinnen haben bei mir bereits einen einführungskurs in das prinzip der geflochtenen und gefilzten hohlkörper besucht und auch schon kleine eigene entwürfe umgesetzt. für beide war es aber das erste grössere stück in dieser technik.


 hier sieht man im vordergrund noch die angefertigten vorfilze, ausserdem zwei kleine henkel, die ins geflecht integriert wurden.


beim flechten muss vor allem bei grossen stücken sehr sorgfältig auf die masse geachtet werden - sonst entstehen schnell lücken und löcher.


 je nach wolle fällt der prozess des anfilzens unterschiedlich anstrengend und langwierig aus.


wenn dann aber alles gut miteinander verbunden ist und sich im walkprozess allmählich das fertige objekt entwickelt, gibt das noch einmal einen motivationsschub.


 die kanten werden über holzklötzen ausgeformt.


 und voilà: eine umhängetasche, in die ein bundesordner passt. die henkel werden noch ergänzt durch einen tragegurt.


das widerspenstige objekt aus doubleface-vorfilz wurde nicht ganz fertig. irgendwann ist die kraft nach einem langen filztag einfach auch erschöpft und erfahrene filzerinnen, wie meine beiden kursteilnehmerinnen es sind, können das auch zuhause zuende bringen!

ein dank geht an die beiden frauen, die den ersten durchgang dieses neu konzipierten kurses nicht nur einfach mitgemacht, sondern durch ihre hinweise mitgestaltet haben. das konzept wird nun noch ein wenig angepasst und dann wird es im sommer in soltau in der lüneburger heide und im winter auch wieder hier in baden weitere taschenfilzkurse geben.

voraussetzung für die teilnahme ist neben filzerfahrung auch die vorherige teilnahme an einem einführungskurs geflochten und gefilzt 1 und mit vorteil auch am erweiterungstag, an dem ein erster kleiner eigener entwurf verwirklicht wird.
wer sich für einen solchen kurs interessiert, meldet sich am besten per kontaktformular nebenan bei mir, und erfährt dann von neuen terminen.

Freitag, 6. April 2018

unser gemüse heute


lauch, rüebli, pastinake, rande, sellerie, kartoffeln, zwiebeln, knoblauch, schnittsalat und ein kleiner kopfsalat. es geht aufwärts. wenn auch in kleinen schritten.

Donnerstag, 5. April 2018

#wmdedgt 5.april 2018

6.22 uhr, auf deutschlandfunk kultur wird das wort zum tage angekündigt, und für mich ist es zeit aufzustehen. das radio läuft zwar schon seit sechs, für mich aber nur um geflissentlich ignoriert zu werden.

unten in der küche räume ich den geschirrspüler aus, koche kaffee, stelle die frühstücksutensilien heraus, bereite mir ein müesli zu und warte bis die ersten familienmitglieder aufstehen. heute gibt es nicht viel zu warten, der grosse sohn steht schon unter der dusche, die tochter kommt zum frühstück, kurze besprechung ihres tages, der heute - wie immer donnerstags - sehr voll sein wird, plus teilnahme ihrer schulklasse an einer vernissage im historischen museum am abend. die uhr am backofen geht um fünf minuten vor, gelegenheit noch einmal die sache mit dem fehlenden strom im europäischen stromnetz zu klären, wobei ich dachte, die tochter hätte das mitbekommen. viertel vor sieben startet sie mit dem fahrrad richtung schule, immerhin regnet es noch nicht. mit dem grossen sohn bespreche ich besorgungen, die am samstag erledigt werden sollen, er übernimmt den einkauf frischer lebensmittel fürs geburtstagsessen am sonntag und startet 7.03 uhr mit dem bus. ich frühstücke mit kai weiter, auch mit ihm eine kurze besprechung wer wann wie am abend zum museum kommt. und die folge von designated survivor, die wir am abend zuvor gesehen haben, ist gesprächsthema - ein bisschen spannender dürften die folgen schon mal wieder werden, meiner ansicht nach liegt es daran, dass weder in staffel 1 noch 2 eine wirkliche bedrohung aufgetaucht ist. wir versuchen den inhalt zu rekapitulieren, bis kai um 7.18 uhr auf den bus geht.

danach will die mit nachtstrom gewaschene wäsche aufgehängt werden (ha, da muss ich immer wieder dran denken, dass bei einem der ersten 12 von 12s, an dem ich mitgemacht habe, mein waschküchenbild negativ bemerkt wurde, aber die waschküche und ich sind halt am morgen immer dran und es bleibt ihnen hier definitiv nix erspart.)

der mittlere sohn ist mittlerweile aufgestanden, er kommt am abend nicht ins museum, weil er noch training hat und verabschiedet sich um 7.48 uhr auf den bus.

mittlerweile hat es zu regnen begonnen, ich warte noch auf ein paket, und überlege mir, dass ich besser den postboten abwarte, weil er es mir bei regen vielleicht nicht vor die türe stellen wird. ich beginne mit diesem blogeintrag - aber wenn der pöstler jetzt dann nicht bald kommt, muss ich trotzdem los in die werkstatt.

um 8.15 uhr entdecke ich den paketwagen ... und er fährt einfach an unserem haus vorbei. aha. die sendung war angekündigt und das funktioniert hier eigentlich sehr zuverlässig. vielleicht entdeckt der fahrer das paket ja später und bringt es noch vorbei.

ich gehe jetzt aber definitiv los, mit dem velo geht es schnell und so bin ich 8.30 uhr in der werkstatt. ich kümmere mich nicht um den fehlversuch eines klappbaren sitzfilzes von gestern und mache mich anstattdessen ans filzen von schlüsselanhängerfischen. ich brauche waren für den frühlingsmarkt in unserem quartierzentrum und will gerne mal wieder was neues zeigen. ich habe eine ungefähre idee, wie das funktionieren könnte mit dem schüsselfisch, aber details muss ich ausprobieren. nach relativ kurzer zeit fühle ich mich sehr an das experiment von gestern erinnert und fluche innerlich, dass ich mir das nicht besser vorher überlegt habe. schlussendlich wird es dann doch noch gut, aber für die massenproduktion taugt der erste versuch nicht.
nebenbei höre ich die playlist zum fest und flauschig podcast von jan böhmermann und olli schulz, auf den podcast selbst verzichte ich heute lieber, die gestern gehörte folge war einfach nur langweilig. ausserdem kann ich mich mit musik besser konzentrieren als mit laberpodcast. die playlist ist abwechslungsreich, und jetzt bin ich doch wieder neugierig auf den podcast und möchte gerne wissen, wer sich peter saarstedts where do you got o my lovely gewünscht hat. ich habe eine vermutung.
um viertel nach neun erhalte ich die nachricht, dass mein paket erst morgen zugestellt wird. 
der zweite fisch wird schon besser und ich hab den dreh jetzt raus, wie das fischmaul so richtig fischmaulig werden kann. (wer heute den tag über mal in die stories auf insta geschaut hat, hat die fische schon gesehen. das mit dem handling der stories krieg ich auch noch irgendwann auf die reihe.)

aber allzulange habe ich heute gar nicht zeit, denn um 11 breche ich schon wieder auf um zu hause das mittagessen für die tochter und mich zu machen.

während ich den teig für quarkkeulchen zubereite rufe ich kurz meine mutter an und lasse mir von ihrem gestrigen ausflug zur mandelblüte in die pfalz berichten. kurzfassung: es war schön bis auf eine eher mühsame autobahnfahrt und das teilweise befremdliche verhalten der mitreisenden. ein bisschen zum schmunzeln ist es schon - aber vermutlich nicht, wenn man live dabei war - wenn eine der damen das buffet plündert, zum nachhausenehmen in die mitgebrachte tupperware verfrachtet und sich damit rechtfertig, sie habe ja viel weniger gegessen als die anderen am tisch... und doch gleich viel bezahlt!

die tochter und ich essen heute früh (zum mitnehmen bleibt nix übrig ;)), sie startet um 12.20 uhr schon zum saxophonunterricht. ich koche mir einen kaffee, schreibe am blogpost weiter und überlege, wie ich meinen tagesplan umstellen kann. ohne den inhalt des pakets, eine modularbeit des filzlehrgangs, die ich begutachten soll, kann ich heute nachmittag nicht wie geplant weiterarbeiten. verschiebe ich das also auf morgen früh.

anstattdessen lade ich industriestaubsauger und zwei frei gewordene grosse plastikboxen ins auto und mache mich auf den weg zum baumarkt. ich brauche noch malerfolie für den filzworkshop am samstag, danach gehe ich lebensmittel einkaufen, treffe in der tiefgarage eine bekannte und wir ratschen ein bisschen über unsere nachbarschaft. beim verlassen der tiefgarage sehe ich am strassenrand mehrere gartentruhen aus holz stehen, die man gratis mitnehmen kann. sie sehen noch sehr gut aus und dürfen mit. glücklicherweise bin ich eh grad auf dem weg zur werkstatt, da kann ich sie gleich dort abladen als möblierung für den balkon vor dem werkstattfenster, der für den kommenden sommer hergerichtet werden soll.

während ich staubsauger, plastikboxen und gartentruhen verstaue treffe ich meine werkstattnachbarn, die ganz begeistert sind von der neumöblierung, wir teilen uns den balkon und jetzt auch die neuen sitzgelegenheiten. der drummer bestellt ein stück filz für seine basstrommel, ich staubsauge und wundere mich, woher schon wieder diese mengen an flusen kommen. aber hauptsache der boden ist für den kommenden filznachmittag und den workshop wieder sauber.

danach gehts nach hause, lebensmittel verstauen und einen weiteren kaffee trinken. eine nachbarin ruft an, sie sucht eine nachhilfe für eine junge eritreerin, ich muss es mir überlegen ob ich das übernehmen kann, habe ich doch gerade erst eine nachhilfeschülerin auf basis nachbarschaftshilfe bekommen. blöderweise hat halt auch mein tag nur 24 stunden.

achtung, liebe leserin, jetzt wird es langweilig, denn anstatt morgen früh - sie erinnern sich, da ist der inhalt des pakets dann dran - putze ich heute schon küche und bad. irgendein familienmitglied oder vielleicht auch alle gemeinsam haben es geschafft, ein tropfendes milchkännchen auf jede glasscheibe im kühlschrank zu stellen und niemand ist in den vergangenen drei tagen auf die idee gekommen, die festgeklebte milch wegzuputzen. danke. das war dann auch schon das spannendste an der putzerei. aber ich bin so weit fertig und darf mich morgen nur noch ums staubsaugen im obergeschoss kümmern.
beim putzen habe ich die lage der nation gehört, ein podcast aus dem küchenstudio, aber nicht die aktuellste folge, sondern die von der vergangenen woche, die ich verpasst hatte.

übrigens habe ich so über den tag entschieden, dass dieser blogpost ohne bilder auskommen wird, ich vertraue für einmal ganz allein der kraft des wortes. und es macht mir ungeheuer spass mal wieder einen längeren text zu produzieren, naja, so hintereinanderweg ist das ja auch nicht so schwer. überhaupt müsste man mal wieder, oder lieber viel öfter, hier auf dem blog und auch anderswo. in letzter zeit war es dort ziemlich ruhig und das wieder anfangen mit dem bloggen fällt mir immer am schwersten. aber glücklicherweise gibt es ja so lustige rituale wie dieses #wmdedgt = was machst du eigentlich den ganzen tag? wo man sich entweder selbst auf die schulter klopfen kann, was für ein "fässle" man wieder gewesen ist, was man so den ganzen tag gewuppt bekommen hat, oder wo man sich still und leise in grund und boden schämt, weil man so viel auch wieder nicht hinbekommen hat.

ende des exkurses.

ich mache mich also gegen 18.15 uhr auf den weg zum historischen museum, unterwegs versucht kai mich zwei mal zu erreichen, weil er schon dort ist und mir einen platz reserviert hat. am museum angekommen muss ich leider feststellen, dass ich mein fahrradschloss vergessen habe und stelle mein velo unabgeschlossen ab. ommmm, jetzt nur ganz ruhig bleiben, vor der vernissage schaffe ich es nicht mehr heim, also heisst es hoffen, dass das ding nachher noch dasteht. die eröffnungsreden werden von rednerin zu redner besser, der initiator der ausstellung erzählt, wie er das konzept erstellt hat, und zwischendurch kommt der part der schülerinnen und schüler der klasse der tochter. sie erzählen zwar mehr zum thema selbstbild als zum thema gesichter, aber das scheint niemand so recht aufgefallen zu sein. nach den reden gehen wir kurz durch die ausstellung, beschliessen aber rasch, zu einem späteren zeitpunkt noch einmal wiederzukommen, weil heute ist es effektiv zu voll, ein bisschen apero, anstossen mit einem anderen elternpaar, dann machen wir uns auf den heimweg (mit dem velo!), essen zuhause den kühlschrank leer und erzählen einander vom tag. der mittlere sohn ist noch im sport, irgendwann kommt er auch nach hause. ich schreibe den post zu ende und nachher wird der tag wohl auf dem sofa mit einer weiteren folge designated survivor ausklingen dürfen.

ihnen alle eine gute nacht! und frau brüllen herzlichen dank für anstoss und plattform für diesen post.


Freitag, 30. März 2018

12tel blick im märz



foto vom 21.3.2018, halb neun morgens
 draussen ein bisschen schnee und viel sonne, überhaupt hat der märz noch einmal kälte und frost und auch ein bisschen schnee zu uns herunter gebracht. drinnen kontrastprogramm, osterhühner und ostervögel sind am entstehen, vorbereitungen für das osterfilzen mit den kindern und marktproduktion für den ostersamstag. wild sah es aus in der woche vor dem palmsonntag, das herumprobieren und spielen mit verschiedenen materialien hat mir viel spass gemacht.
momentan ist es ruhig in der werkstatt, ich habe mir eine woche frei genommen, nur die marktsachen stehen auf dem tisch, damit wir sie am samstag schnell abholen können. deshalb auch der blick vom 21.

12telblick im januar hier und im februar hier.
andere blicke hier.

Donnerstag, 29. März 2018

osterbäckerei

bei anhaltend wenig frühlingshaftem wetter blieb uns wenig anderes übrig, als uns drinnen zu beschäftigen. 








Mittwoch, 28. März 2018

ostermarkt am ostersamstag



liebe leute,
am ostersamstag werde ich am kleinen ostermarkt in freienwil meine osterhühner ein bisschen frische frühlingsluft schnuppern lassen. ich hoffe, es wird nicht all zu kalt - oder das eine oder andere huhn darf bald wieder mit in einem warme stube an den osterbaum!
besucht mich, wenn ihr mögt, es gibt auch kaffee, kuchen, gegrilltes, superleckeres brot und zopf für das osterfrühstück, blümchen für die osterdeko und noch allerhand mehr.

ansonsten wünsche ich allen, die hier lesen, schöne ostertage!

Freitag, 23. März 2018

unser gemüse heute


liebe leserinnen,
leider scheinen sie nicht mit der notwendigen aufmerksamkeit diesem blog zu folgen, denn keiner von ihnen ist aufgefallen, dass das gemüse von vor 14 tagen weder fotografiert (ok, das ist noch nachvollziehbar) noch hier im blog gezeigt wurde.
keine ahnung was an diesem freitag los war, jedenfalls ist es auch gar nicht so schlimm, denn von der zusammensetzung her war es kein bisschen anders als das heutige gemüse. wie schon gefühlt den ganzen winter über gab es heute (und am freitag 2.3.) nüsslisalat und asiasalate (die schauen oben aus der tüte raus), rüebli, randen, pastinaken, einen sellerie, 2 standen lauch, zwiebeln und knoblauch.
naja, und das wird wohl noch so eine ganze weile weitergehen, denn heute haben wir von der gemüsegenossenschaft die nachricht bekommen, dass auch im april noch weiterhin im zweiwochenrythmus gemüse geliefert werden wird, schlicht und einfach, weil noch immer wenig wächst, nur im tunnel gibt es ein wenig frisches gemüse, draussen auf dem feld war und ist es einfach noch zu kalt.


Mittwoch, 21. März 2018

zweiwochenrückblick


schon wieder eine woche um, von der ich gedacht hatte, dass sie ein wenig ruhiger werden könnte. ich mag trotzdem mal ein bisschen nachschau halten, was in den letzten beiden wochen so war.

vor zwei wochen schon fand der erste von zwei kursterminen eines erweiterungskurses der geflochten und gefilzt-kurse statt. es ist schon ein weilchen her, dass ich in davos im rahmen der frühlingsworkshops der filzszene einigen voll motivierten frauen meine methode geflochtener räumlicher körper nahebringen durfte. wie immer in diesen kursen kam natürlich die frage nach der nutzbarmachung dieser technik auf und so wurde die idee zu einem taschenkurs geboren. jetzt endlich nimmt diese idee fahrt auf, zwei frauen aus der filzszene nehmen am taschenkurs hier in der schweiz teil, einen weiteren wird es im rahmen des filzkollegs in soltau im sommer geben.

der erste termin besteht vor allem aus entwurf, filzproben, konkretisierung des entwurfs und berechnung der benötigten vorfilzmengen. dann gehen die teilnehmerinnen nach hause und filzen vor für einen zweiten termin, an dem wir dann die tasche/den korb zusammensetzen und fertig filzen. in soltau wird es ein wenig anders laufen, dafür werde ich das konzept auf der basis der jetzt gemachten erfahrungen fertig entwickeln.

im bild viel rechnerei und noch ein paar nebenbei gefilzte ostereier.
montag und dienstag war dann das dritte lehrgangsmodul hier bei mir in der werkstatt zu gast, auch hier ging es um die erzeugung von räumlichkeit, allerdings noch in einer etwas einfacheren form. wenn man das vorher noch nicht gemacht hat, reicht es allerdings auch schon, eine einfache dreidimensionale form auf eine zweidimensionale schablone zu reduzieren, dass anschliessend die köpfe rauchen.

das sieht man den ergebnissen glücklicherweise nicht an.
die woche ging dann weiter mit dorfweihnachtsvorbereitungen und der generalversammlung der gemüsegenossenschaft, den üblichen haushaltsdingen, und schon war wieder wochenende, nochmal taschenkurs, erster teil (die beiden angemeldeten damen kommen zum zweiten termin dann zusammen). sehr spannend, wie unterschiedlich diese planungsphase ablaufen kann, je nachdem ob es schon einen fertigen plan gibt oder dieser erst allmählich entstehen darf.

 ausserdem war ich weiter fleissig mit meinem vertices unite tuch beschäftigt, hier schon der zustand mit allen maschen rundherum auf allen zur verfügung stehenden kabeln, dazu muss ich dann demnächst noch was schreiben. mittlerweile ist das tuch fertig, nur noch die fäden müssen vernäht werden.

sonntag besuchten wir die aktuelle ausstellung im haus konstruktiv, alicja kwades paralleluniversen fand ich schöner zu denken als anzuschauen, während wir mit den kinetischen objekten von gerhard von graevenitz einfach spass hatten. leider funktionieren nicht mehr alle, aber man ist darum bemüht, dass möglichst viele auch in aktion zu sehen sind! (es gibt trotzdem ein bild von alicja kwade, denn bei von graevenitz war leider das fotografieren verboten)


 und dann hätte eigentlich die etwas ruhigere woche starten sollen. sollen deshalb, weil ersten unser auto noch einen kleinen werkstattbesuch machen wollte und mir schlagartig klar wurde, dass trotz momentan winterlicher temperaturen der ostermarkt quasi vor der türe steht. also ging ich gleich mal in die produktion von grösseren mengen von osterhühnern oder tetrahühnern.


auch im kinderfilzkurs am mittwoch gab es noch einige hühner - allerdings mit einer anderen technik, supereinfach gemacht, dann ideenmässiger unterstützung auf der filzszene!


 zwei vögel stellvertretend für die insgesamt acht - beim gruppenbild gibt es viel kind auf wenig vogel...








Montag, 12. März 2018

12 von 12 im märz

den ersten kaffee wieder mal vergessen zu fotografieren, denn gleich geht es los mit dem nächsten modul des filzlehrgangs. 


modul 3 stimmt. modul 4 steht auf dem handout, weil wir drei und vier aus terminlichen gründen tauschen mussten und jetzt ausprobieren, welche reihenfolge besser ist.


gleich geht es für die drei lehrgangsfrauen an die arbeit.


und ganz schnell ist es mittag! fenster auf und pause.


mein mittagessen besteht aus kieler sprotten mit brot und dazu äpfel.


zum entspannen höre ich noch den neuesten podcast von systemfehler über den fehlalarm auf hawaii im januar. in kombination mit dem am samstag angeschauten film aus den 80gern, "wenn der wind weht", erzeugt das eine etwas seltsame stimmung.


trotz schönstem sonnenschein, in dem die stühle auf den nachmittagsunterricht warten.


kurz drauf war es dann draussen so. die tauben haben geduscht, indem sie ihre flügel merkwürdig gespreizt haben - zuerst dachten wir, dass sie eher balzen, aber dann sah es doch nach gefiederreinigung aus.


 weitergearbeitet.


 bis ich mir zuhause einen kaffee verdient hatte.


zum znacht vorgekochten borschtsch, der nicht so recht rot werden wollte. 


 nach dem lehrgangstag bin ich echt ziemlich k.o. und will nur noch ab aufs sofa zum stricken und orphan black schauen.


gut nacht!

viele andere 12er versammeln sich heute wieder bei caro.

Mittwoch, 7. März 2018

die vergangene woche

gerade habe ich mit schrecken festgestellt, dass ich eine woche lang den blog vergessen hatte. fotos auf dem fotophon sind auch nahezu fehlanzeige, die speicherkarte von der dslr  steckt noch im laptop vom letzten übertragen der fotos, da brauch ich also garnicht erst zu suchen...

eins hab ich dann doch noch gefunden:


 die ergebnisse des kinderfilznachmittags am vergangenen mittwoch. eine bunte truppe hat schlangen ge- und bleistifte umfilzt. dazu gäbe es zu sagen, dass es relativ anstrengend ist, zwei verschiedene filztechniken aufs mal zu erklären, denn die stifte und die schlangen sind zwar beide lang und dünn, werden aber unterschiedlich gemacht. ausserdem sind die grösseren schlangen einfacher zu filzen, weswegen ich im wiederholungsfall diktatorisch die grösse der schlangen bestimmen werde. (wenn ich es nicht vergesse oder ein kind herzerweichend eigene ideen reklamiert, wobei man in letzterem fall mit mir immer leichtes spiel hat...)

donnerstag habe ich grossaufräumen in der werkstatt gemacht, nicht nur die vergleichsweise überschaubaren reste des kinderfilzens sondern auch zwei riesige säcke geschenkter wolle, die zwei nächte bei tiefsttemperaturen überstanden hatten, wollten einsortiert werden. spannende sachen kamen da zu tage, aber das meiste (vor allem kammzüge) kann ich gut gebrauchen, danke liebe kollegin! als ausgleich für die gratiswolle werde ich den kindern vom kinderferienpass surbtal die wolle fürs blumenfilzen spendieren.

freitag war ich fleissig, zuerst zuhause, dann bei der offenen werkstatt. wobei ich jetzt endlich mal bei der verwaltung des industrieareals nachfragen muss, warum neuerdings alle türen schon vor fünf geschlossen werden. raus kann man ja immer, aber rein nur noch wenn man mich vorher anruft, was relativ doof ist, wenn ich an dem tag "offene" werkstatt habe.

und samstag war ich schon früh im dienste der filzerei unterwegs - nach chur zur generalversammlung der filzszene. immer schön, allerhand filzerinnen zu treffen, den berichten zu lauschen, wobei es nicht so spannend war, weil ich beim grösseren teil der aktivitäten dabei war, zum beispiel am auftritt an der creativa im letzten herbst. im nächsten jahr gibt es auch wieder neben dem lehrgang viel zu tun!


die weiterreise von chur aus wurde besonders stilvoll. nicht dass die sbb jetzt die abteile dekorieren würde, ich durfte tischdeko mitnehmen! nach der gv ist es jetzt schon fast tradition noch einen abstecher nach glarus zu machen, zu einem besuch bei frau gugus. diesmal handarbeiteten wir gemeinsam, und ich muss jetzt aufpassen, dass ich nicht eingeholt werden beim stricken des vertices unite tuchs von westknits. nach einem leckeren abendesse  brachte mich um viertel vor elf der letzte zug aus dem glarnerland nach hause.

sonntag war ein zuhausetag, aber trotzdem kein rechter ruhetag. wir stecken momentan in der einladephase für ein grösseres fest, die einladungen konnte ich sonntag drucken und montag haben wir sie fertig adressiert, jetzt warten sie darauf, dass sie morgen jemand zur post bringt oder austrägt.

montag und dienstag habe ich in der werkstatt noch ein bisschen den taschenkurs für den kommenden samstag vorbereitet, eine nette kleine tasche ist entstanden, die farben sind nicht meine, aber es sollte ja auch eher ein prototyp sein. und ich konnte während der arbeit daran noch einmal prima alle schritte für die planung und berechnung der geflochten-gefilzten taschen nachvollziehen und gestern in relativ knapper zeit einen strukturierten leitfaden zusammenstellen. der wird nun an den kommenden wochenenden getestet und kommt dann im sommer in soltau am filzkolleg zum einsatz. zu den kursen schauen sie einfach mal auf der filzquadrat-seite nach, wenn sie das interessiert. 

heute habe ich dann das nächste lehrgangsmodul vorbereitet, das steht anfang der kommenden woche auf dem plan, aber heute war der letzte tag um daran zu werkeln, wenn ich das nicht am sonntag tun will...

in diesem sinne und ohne weitere selbstbeweihräucherung lesen wir uns vermutlich erst nächste woche wieder.

Mittwoch, 28. Februar 2018

12telblick im februar


auf den ersten blick hat sich so viel nicht verändert. es ist was anderes auf dem arbeitstisch, momentan bereite ich einen kurs zum thema geflochtene und gefilzte taschen vor. ein paar grundformen will ich in verkleinerter form vorstellen können  und deshalb filze ich mich da gerade einmal durch. einen neuen wasserkocher hat es gegeben, der alte hat sich nicht mehr abgeschaltet, wenn das wasser gekocht hat.
auf den zweiten blick hat sich aber doch etwas geändert: das licht. trotz elektrischer beleuchtung ist mehr licht draussen als drinnen. die meiste zeit habe ich heute ohne lampen gearbeitet. fast wäre noch die sonne herausgekommen, man sieht es an den schatten über dem waschbecken. es ist kalt, sehr kalt, aber das kann man nicht sehen, nur dass die vegetation draussen noch nicht erwacht ist.

12telblick im januar hier.
andere blicke hier.

Dienstag, 27. Februar 2018

servus. grüezi. hallo.

vor ziemlich genau 13 jahren begannen wir in stuttgart damit, unseren umzug in die schweiz vorzubereiten. der endgültige zügeltermin war dann der 1.beziehungsweise wegen nationalfeiertag in der schweiz der 2. august 2015 - weswegen wir gelegenlich den schlechten witz machen, dass zum jahrestag unseres umzugs in die schweiz traditionell raketen gezündet werden...

wir leben also als deutsche seit etwas mehr als 12 jahren in der schweiz und werden seither immer wieder hüben und drüben der grenze gefragt, wie das denn so sei in diesem anderen land. aus den nachrichten oder der presse hat der frager oder die fragerin (in deutschland finden diese fragerunden meist bei familienfeiern statt und da kommen dann schnell ganz viele fragen zusammen) etwas gehört und nicht so recht verstehen können.

aktuell zum beispiel:
warum ist das in deutschland denn so kompliziert mit der regierungsbildung? was soll das denn mit der groko, zu was braucht es überhaupt eine koalition? 

und auf der anderen seite der grenze:
warum wollen die schweizer keine radio- und fernsehgebühren mehr bezahlen? und warum sind eine ganze menge schweizer da dagegen, das ist doch toll, wenn man weniger bezahlen muss? und warum stimmen die eigentlich dauernd über irgendetwas ab, gell auch über den butterpreis, haha, und dürft ihr da auch mitwählen?

nun interessiere ich (und nicht nur ich) mich ja für diese sachen glücklicherweise schon ziemlich und kann auch meistens auskunft geben, die unterschiede bei krankenversicherung, altersversorgung und steuern kann ich mittlerweile zwischen torte und schnitzel knapp und verständlich zusammenfassen (die details lassen wir lieber mal weg) und die frage ob wir wegen der masseneinwanderungsinitiative gleich die koffer packen müssen kommt glücklicherweise nur noch selten. aber ich staune immer noch, wie fremd das andere land jeweils ist und wie schön sich vorurteile pflegen lassen, wenn man denn gerne will.

nun bin ich auf einen neuen podcast der zeit gestossen, der mir bei der völkerverständigung helfen kann. ich werde den transalpinen politikpodcast mit dem titel "servus. grüezi. hallo" glaub ich allen meinen neugierigen sozialkontakten  empfehlen müssen.
heute morgen habe ich in der werkstatt die ersten drei (mehr gibt es noch nicht) folgen gehört und dabei selbst einiges gelernt. es geht im podcast darum was in deutschland, österreich und der schweiz momentan politisch los ist, was den machern des podcasts, matthias daum (ch), florian gasser (a) und lenz jacobsen (d) an den anderen ländern absurd erscheint und was vorbildlich. und was sie vielleicht  voneinander lernen könnten.

alle obigen fragen, inklusive der frage, wie man denn so blöd fragen könne, werden übrigens in diesen drei folgen beanwortet. und ihren wortschatz können sie auch noch erweitern. oder hätten sie gewusst, was ein "pickerl" in östereich ist?  dringende hörempfehlung also!





Montag, 26. Februar 2018

filzschal eins und filzschal zwei

so ein bisschen bin ich mit meinen filzkursen ja immer auch eine geburtshelferin für filzideen. manchmal ist es allerdings nicht ganz einfach, das musterkind auch auf die welt zu bringen. und manchmal braucht es gleich zwei anläufe bis alles gut wird. 

bereits im vergangenen herbst ist dieser erste schal enstanden, der wunsch war eine kombination aus stoff und filz, einem feinen wolletamin und einem handgefärbten strang bluefacedleicester mit seide aus der spinnwebstube. der stoff bekam rundherum einen filzrand und in der mitte einzelne wollsprenkel, mit dem ziel, eine gewisse raffung herbeizuführen. die kombination aus dem in einem farbwechsel aus verschiedenen blautürkistönen und grau gefärbten strang und dem türkisen stoff erschien auf den ersten blick passend und harmonisch.
 

leider ergab sich aber durch das auszupfen und den filzprozess eine starke vermischung der farben, die nun ganz anders als im strang sehr gedämpft wirkten und plötzlich in einem merkwürdigen kontrast zum farbstarken stoff standen. oder vielmehr von ihm erschlagen wurden.

für mich als kursleiterin ist es etwas vom ärgerlichsten, wenn eine teilnehmerin nicht zufrieden nach hause gehen kann und deshalb war ich froh, dass es einen zweite chance für den restlichen wollstrang gab:


diesmal mit filzprobe, um überraschungen vorzubeugen. ganz klar war auch, dass die wolle möglichst am stück bleiben sollte, also wurde nur der strang mehrfach geteilt, blieb aber möglichst ununterbrochen. so können die einzelnen gefärbten abschnitte für sich wirken. an den kreuzungspunkten gibt es zwar durchdringungen, aber dennoch leuchten die farben nun im kontrast zum grau.


die filzprobe diente in diesem fall selbstverständlich auch der ermittlung der schrumpfung und so der notwendigen auslegegrösse, aber auch zur vergewisserung für den entwurf: wie breit, wie lang soll der schal werden, welche lochgrösse ist sinnvoll, zipfel an den enden und seiten oder doch lieber keine?

und wie verhält sich diese spezielle wolle beim filzen?

ich habe zwar schon öfter mit handgefärbten farbwechselnden kardbändern oder kammzügen gearbeitet, aber trotzdem habe ich nicht mit einem so starken vermischungseffekt gerechnet.
sicher spielt es auch eine rolle, wie eng die farbwechsel aufeinanderfolgen und wie lange die einzelnen fasern im strang sind, beziehungsweise in welchem verhältnis diese beiden grössen zueinander stehen.
im konkreten fall:  die stapellänge der schur vom bluefacedleister-schaf ist tendenziell eher lang, bei einem händler habe ich die angabe 8.5 bis 9 cm gefunden. dies bedeutet, dass bei kürzeren farbabschnitten als 10 cm immer ein grosser teil der einzelnen fasern mehrere farben hat.
nun filzt bfl-wolle recht gut, sie ist ziemlich stark gekräuselt und auch nach dem filzen ist die kräuselung noch gut sichtbar. beim filzen ziehen sich nun einerseits die einzelnen fasern auf kaum vorhersehbare art und weise zusammen und wandern andererseits in der fläche - was letztendlich erst zur verdichtung und zur entstehung des filz führt.
dabei vermischen sich aber eben auch die farben und zwar um so stärker, je mehr farbabschnitte auf einer einzelnen faser vereint sind. beim spinnen ist das ganz ähnlich, aber da nur ein faden und keine fläche entsteht, ist der effekt nur eindimensional, nicht zweidimensional.

was will ich nun mit diesen theoretischen erläuterungen sagen?
filzproben sind unerlässlich - nicht nur für die ermittlung der schrumpfung, sondern auch um bei besonderen wollen oder färbungen den effekt des filzprozesses und damit das ergebnis besser einschätzen zu können! das schreibe ich mir jetzt mal hinter die ohren.

Samstag, 24. Februar 2018

unser gemüse gestern


nüssli- und asiasalate, lauch, rüebli, pastinaken, sellerie, zwiebeln, knoblauch, kartoffeln. und endlich, endlich rosenkohl. den haben wir mit unserem restlichen selbstangebauten zusammengeschmissen und heute abend gleich aufgegessen. hm, das war lecker.

Freitag, 23. Februar 2018

wochenspiegel

oooh, schon wieder eine woche rum. wie die meisten wochen nach schulferien ist sie wieder wie im flug vergangen, und es war auch einiges zu erledigen.

am montag hatte ich einen einzelfilztag vereinbart, es ist dabei etwas schönes entstanden, was ich demnächst noch genauer zeigen darf. und in mir ist die einsicht gereift, dass ich auch mit den menschen, die das filzhandwerk nicht von grund auf lernen wollen, öfter eine filzprobe erstellen sollte. die anderen müssen das sowieso machen. die gründe mögen unterschiedlich sein, aber sinn macht es in beiden fällen.

ebenfalls am montag öffnete sich das anmeldeportal für die frühlingspost 2018. ich bin diesmal nicht dabei, das vorab. es sieht aber sehr spannend aus, was da gemacht werden wird und ich bin mir ganz sicher, dass ich spätestens im april neidvoll auf das schauen werde, was da alles entsteht. dann kann ich ja immer noch im stillen kämmerlein vor mich hindrucken, es geht nämlich um walzendrucke! und die würde ich natürlich schon gerne ausprobieren. bis sonntag kann man sich noch anmelden, also nur zu, mein neid ist ihnen gewiss.

oder vielleicht auch nicht. weil ich auch ohne frühlingspost voraussichtlich genug zu tun haben werde. am dienstag kam nämlich per newsletter die einladung zu einem online-filz-workshop bei pam de groot und da schleiche ich schon eine ganze weile drumherum. statt frühlingspost wird es einen "samplodicus" geben, denn ich habe mich angemeldet. der kurs ist mit "surface form and space" überschrieben und ganz allgemein geht es um oberflächengestaltung mit eher gröberen ("dramatic") mitteln, die weit in die dritte dimension hinein gehen und schon aus lautmalerischen gründen einfach toll sein müssen (warts, pimples, claws, lumps, bumps...). das ganze startet erst anfang april, ich freue mich wie schnitzel drauf, und es gab auch schon eine materialliste, die sich schon sehr spannend liest. und ich weiss jetzt auch was pointy nose pliers sind.

was war noch diese woche?  ich bin beim "social spring clean" von makelight dabei. aufmerksam geworden bin ich auf makelight anhand einer schönen spielerei, die anfang jahr durch meine instagramwelt gegeister ist, sie erinnern sich vielleicht noch daran:

die farben aller meiner instagramposts aus 2017 sortiert. über die farben war ich ein wenig überrascht, aber wie gesagt, eine nette spielerei. nun bietet emily quinton zur zeit eben den sozialmedienfrühlingsputz - manches spricht mich an, wie zum beispiel die überprüfung und aufhübschung von profilen (und zwar auf allen genutzten portalen, ... ok, ich bin noch nicht ganz fertig...), anderes weniger: beim kapitel "scheduling, batching, being in the moment" bin ich eindeutig team spontan sein. und sowieso dem plan hinterher, denn erst bei tag 3. ich schaue mal, was da noch so kommt, aber freue mich auch über das wovon ich schon profitiert habe. den social spring clean kann man bei den kostenlosen kursen finden, ich zögere etwas, das zu verlinken, denn die anderen titel habe ich mir nicht angeschaut, ich sag also lieber mal nix.


apropos scheduling, also planung - ich habe wieder einen neuen versuch mit einem bullet journal gestartet. im letzten jahr habe ich das schon mal getan und dabei bis zu den sommerferien durchgehalten. danach kam ich nicht wieder rein, aber als ich etwa gestern realisiert habe, dass der märz und damit einige kurse ganz bald vor der türe stehen, erinnerte ich mich daran, dass es für mich schon ungeheuer hilfreich ist, ab und zu mit stift und papier ein bisschen herumzuplanen und so den überblick über die nächsten wochen zu gewinnen. ich werde zwar im leben nicht so wunderschöne zeichnungen für meine schnöden notizen kreieren, wie man sie auf dem bulletjournal-instagramaccount bestaunen kann, aber es funktioniert für mich auch ganz einfach mit einigermassen ordentlichen listen. ich mag daran das regelmässige, aber auch, dass da erst etwas entsteht, und nicht wie in einem kalender schon da ist. ausserdem die tatsache, dass ich jederzeit ein paar seiten für ein spezielles thema reservieren kann und ich trotzdem keine zettelwirtschaft habe. den kalender brauche ich trotzdem aber weiterhin.

gestern haben wir karls neunzehnten geburtstag gefeiert, neunzehn ist ein bisschen wenig glamourös, aber schön hatten wir es trotzdem. wie auch der kuchen sehen konnte:


so, das aktuelle gemüsefoto gibt es hier noch nicht, das gemüse ist noch nicht da, aber einen kleinen ausblick auf den nachmittag im atelier:


dort warten nämlich die vier damen auf mich, und wollen sicher noch ein weiteres huhn in ihrer schar begrüssen:


also, auf zur offenen werkstatt!

Sonntag, 18. Februar 2018

sollbruchstelle 2018 - gleiches konzept und doch ganz anders


sollbruchstelle, kunst am sterbenden bau.
eine ausstellung in einem zum abbruch stehenden gebäude, mit dem gebäude als thema und dem thema vergänglichkeit, denn alle kunst am sterbenden bau verschwindet mit dem abriss des gebäudes. soweit das konzept.
im frühling 2015 besuchten wir das projekt 03, in einer alten autogarage, nun also heute das projekt 04, in einer ganz anderen art von gebäude.
ein bürohaus im zürcher westend, gebaut 1989, so alt also noch gar nicht, da gingen wir schon nicht mehr zur schule als das gebaut wurde und nun muss es weichen. oder darf es, denn schön ist er nicht, der orion I genannte granitkoloss.
durch das erdgeschoss mit gastronomie, das zuletzt das restaurant westend beherbergte, steigt man hinauf ins zweite obergeschoss, eine ehemalige büroetage, lange gänge, viele türen, kleine und grössere büros, dazwischen büroküchen, ein sitzungsraum.


eine lichtinstallation auf nylonschnüren (vielleicht von georg lendorff?) - mit ärger bemerke ich gerade, dass ich die namen der künstlerinnen leider nicht mehr zuordnen kann.


spielerisch, leicht, zum interagieren (man darf einfach durch die schnüre gehen, was bei manchen projektionen ein schwummeriges gefühl auslöst).


in einem anderen grösseren raum ein spielfeld und auch wieder die aufforderung, sich direkt am werk zu beteiligen. farbbomben hätte man werfen können, auf ehemals weisse wände und weiss übertünchte fenster, wenn man sich denn getraut hätte.
eine merkwürdige atmosphäre im raum. partykeller, jugendraum, durch die übermalten fenster und den merkwürdigen boden. und irgendwie späte achtziger jahre.



andere interventionen sind eher schwerer verdaulich. kaugummi an den wänden. herausgerissene teppichstücke zu einem aeskulapstab geformt. ein weisser raum, aus dem alles entfernt wurde, was an das vorherige büro hätte erinnern können und doch bleibt er eindeutig ein büroraum. eine anhäufung entfernter materialien. ein auf die hälfte seiner ursprünglichen höhe geschrumpftes büro.
ekel, gar abscheu, vor allem durch geruch, erzeugt kaltWARMnassTROCKEN, eine intervention von eric hattan, die vier ehemalige büroräume einnimmt, in denen etwas seltsames passiert zu sein scheint: wohnt hier jemand und trocknet seine wäsche? hat hier eine person ohne zuhause das leerstehende gebäude für sich in entdeckt - auch wenn es nicht sehr wohnlich ist, eben kaltwarmnasstrocken, mit löchern in den wänden, so nass, dass in einem raum schon die socken wurzeln schlagen.
ein gewisses restunbehagen, das das gebäude wohl auch den künstlern eingeflösst hat, bleibt.
deutlich spürbar wurden nicht nur objekte aus dem gebäude, sondern auch die stimmung und die assoziationen weiterverarbeitet.

überhaupt frage ich mich "wo ist jetzt ein eingriff passiert? wo ist eindeutig etwas hingestellt worden, wo sich kunst nennt? und wo ist die realität noch da, von dem gebäude, das gelebt hat?" (video eric hattan)


 das war dann wohl eher lebendes gebäude als kunst...

nicht unbeeindruckt verlassen wir die ausstellung, die so ganz anders ist, als das, was wir im april 2015 gesehen haben. zur nächsten sollbruchstelle werden wir aber ganz sicher gehen.


die temporäre ausstellung kann in der kommenden woche noch von mittwoch bis sonntag am abend beziehungsweise nachmittag besucht werden. öffnungszeiten und rahmenprogramm finden sie auf der webseite der sollbruchstelle.