Dienstag, 4. Juni 2019

dienstag 4.6.2019 - summer in the city

wegen eines nachmittäglichen termins in der grossen stadt war die tagesplanung recht klar: am vormittag schreibtischarbeit erledigen. ich schrieb mir also nach dem frühstück eine liste mit aktuellen und aufgeschobenen, kleinen und grossen dingen, die ein laptop und eine funktionierende verbindung ins internet benötigen - fotoverwaltung, mails, blogpost. und arbeitete sie ab. auch mit auf der liste texte zur nachbereitung der filzausstellung, die jetzt endlich mal erledigt sein müssen. für deren bearbeitung hatte ich aber bereits andere pläne.

kurz nach dem mittag bereitete ich für die tochter und mich einen imbiss vor, fuhr in die stadt, traf die tochter und mangels netter sitzgelegenheiten im schatten setzten wir uns in die nächste s-bahn nach zürich. eine gute idee, dort konnten wir in ruhe sitzen und essen und waren dann so früh in der stadt, dass wir uns für den weg noch ein eis kaufen konnten. es war nämlich heiss heute in der stadt. die tochter lieferte ich beim multicheck ab, einer art eignungsprüfung, die manche betriebe für die bewerbung um eine lehrstelle haben wollen. es gibt davon mehrere verschiedene ausrichtungen, die tochter hat den test für gesundheit und soziales absolviert.

ich ging noch ein paar schritte weiter zur kosmos-buchhandlung und nutzte die zeit und die dortigen arbeitsplätze zum verfassen der längst fälligen texte. es hätte auch internet gegeben, aber das wollte ich bewusst ignorieren, um endlich diese ... texte fertig zu bekommen. oder wenigstens anzufangen. 
das hat dann auch ganz gut geklappt.

am ende blieb mir sogar noch ein bisschen zeit, die buchhandlung zu durchstöbern und ein buch von liao yiwu zu finden. und da ich bei herrn buddenbohm nur gutes über den chinesischen systemkritiker und dichter gelesen hatte und sich heute zudem das massaker auf dem platz des himmlischen friedens zum dreissigsten mal jährt, das für mich irgendwie in der kulmination der deutsch-deutschen geschichte in diesem jahr fast komplett untergegangen ist, befand ich spontan, dass es notwendig sei, mich mit der menschenrechtsbewegung in china zu beschäftigen. und kaufte das buch.


mein weg führte mich dann noch in die stadt, bevor ich die tochter wieder am bahnhof treffen wollte. weil es so heiss war, folgte ich dem schanzengraben und zum ersten mal wurde mir klar, dass da wasser aus dem zürichsee um die stadt herum geleitet wird, um am ende via sihl wieder in die limmat zu fliessen. am wasser war es kühler, das nutzten auch viele andere menschen. man geht an diesem schanzengraben immer ein bisschen unterhalb des strassenniveaus durch die stadt und kann sie dabei teilweise ausblenden.


man darf nur den richtigen "ausstieg" dann nicht verpassen. zurück auf strassenniveau erschlug mich die hitze auf den plätzen und strassen und ich war froh, rasch wieder zum bahnhof zurückkehren zu können.
ich mag die stadt, ich mag die menschen auf den plätzen und den strassen und ich freue mich jedes mal, wenn ich dorthin fahren kann. aber heute war es einfach ein paar grad zu heiss und ich ein paar schritte zu zackig unterwegs. ein lob auf die zürcher trinkbrunnen! 


wir kauften noch für ein kaltes abendessen ein, trafen zuhause den grossen sohn, assen zusammen zu abend, die tochter verabschiedetet sich für einen abendlichen besuch in der badi, ich verschicke texte und ausgewählte bilder, um sie kritisch von restlichen ok beäugen zu lassen und dann kam auch schon kai nach hause.

das gemüse war auch schon da und vom grossen sohn eingeräumt:

 broccoli, fenchel, rüebli, kartoffeln, eine zwiebel, drei frühlingszwiebeln und dill und koriander als kräuter.

zum in den garten sitzen war es schon fast zu warm, das zu verschenkende regal sollte abgeholt werden, wurde aber nicht, wir sahen noch eine folge weissensee und jetzt ist zeit für diesen blogpost. morgen dann auch auf jeden fall wieder tagebuchbloggen, weil frau brüllen wieder fragt, was man denn eigentlich den ganzen tag mache.


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