Montag, 10. Juni 2019

pfingstmontag 10.6.2019 - das ist kunst!

für den pfingstmontag war von vornherein schlechtes wetter angesagt, so dass wir und den besuch der diplomausstellungen an der der zhdk für diesen tag vorgenommen hatten.
das hiess vor allem erst einmal gemütlich ausschlafen, frühstücken, bloggen, kurze matherunde und dann erst los in die grosse stadt.

so allmählich bekommen wir das gebäude der zhdk (zürcher hochschule der künste) mit all seinen gängen und ebenen in den griff, nachdem wir schon 2015 und 2017 die jeweiligen diplomausstellungen gesehen haben.

wir haben uns an der information in der eingangsebene trotzdem einen plan geben lassen, auf dem man lesen kann, wo welche bachelor- oder masterstudien ihre abschlussarbeiten zeigen - aber im grunde kann man sich auch sehr gut durch das gebäude treiben lassen. die namen der studienrichtungen sind für laien auch nicht immer so durchschaubar und so ist es am besten mit offenen augen und ohren und sonstigen sinnen den pfeilen zu folgen und vor ort zu entscheiden, was man intensiver anschauen möchte.


wir begannen mit dem studiengang "interaction design" - wo man auch selbst ein bisschen aktiv werden kann, haben dort mit hilfe einer vr-brille architektur einmal anders erfahren, mit einem computerprogramm eine art kugelbahn gesteuert, die uns unsere parteipräferenzen gezeigt hat und noch anderes ausprobiert.

weiter ging es zu "kunst und medien" - viele beamer und kopfhörer, filme in denen sich wenig bewegt oder sehr viel und auf die wir allesamt nicht so recht lust hatten uns einzulassen.

verhältnismässig lange haben wir uns bei den projekten der studienrichtung "trends & identity" aufgehalten, hier wurde vieles hinterfragt: essverhalten, kaufverhalten, effizienz, aber es gab auch wunderschöne sinnlose projekte, wie das der dame, die abgeschnittene haare mit porzellan verbunden und durch die ausbrennenden haare federleichte und ästhetische porzellanplastiken hergestellt hat. ein bisschen weniger ästhetisch waren die kleider auf denen sprossen wuchsen - hier fand ich insbesondere die dokumentation gelungen, mit proben und müsterchen. insgesamt mag ich diese ideen, die mit einer beharrlichkeit verfolgt und dokumentiert werden, wo es auch eher um das ausprobieren als um produkt geht.

ganz anders bei "visual communication" - viel papier, viele bildschirme, aber auch hier schöne und reflektierte arbeiten. die idee, die auseinandersetzung mit dem eigenen beruf als grundlage zur gestaltung zu nehmen und dann bei einem einband aus schleifpapier zu landen, habe ich sehr gemocht.

unsere geduld hat dann gerade noch für einige räume von "kunst & medien" gereicht, in denen kunstobjekte gezeigt wurden.


hier kann man sich dann ganz leicht einmal fühlen wie in einem museum oder einer galerie. was mich immer umtreibt: wann kommt man an den punkt, dass man in der lage ist, zu seinen ideen so zu stehen und zu sagen, ja das zeige ich jetzt als kunst, auch wenn es objektiv gesehen nur eine ansammlung von aufgesammeltem strandgut ist? mich macht es sehr glücklich, dass es reichlich junge menschen zu geben scheint, die das immer wieder für sich schaffen.

 danach waren wir fussmüde und hungrig, auch wenn wir sicher noch nicht einmal die hälfte aller ausstellungen gesehen hatten.  (wie jedes mal nehme ich mir vor, später noch einmal wiederzukommen, die ausstellungen gehen noch bis zum 21.6., sind täglich von 12 bis 20 uhr geöffnet und kosten keinen eintritt)

mit tram und zu fuss ging es in richtung limmatplatz, zum abendessen im maison blunt, einem orientalischen restaurant, das mir an diesem verregneten junitag sehr gefallen hat. das essen war auch lecker, wenn auch etwas erschlagend.

den grossen sohn hatten wir schon in der ausstellung verabschiedet, nach dem essen brachten wir die tochter an der hardbrücke auf die s-bahn und gingen weiter zum schiffbau. im verhältnis kleinen "moods" spielten "hazmat modine". und trotz müder füsse und vollem bauch konnten wir das konzert sehr geniessen.

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