Sonntag, 29. Juni 2008

marktsack

kai hat sich eine tasche gewünscht, die er immer mitnehmen kann in seinem rucksack um damit seine bücher in die bibliothek zu bringen oder auch mal einzukaufen. und ich wollte schon lange mal ausprobieren, ob ich nach dem vorbild eines plastiksacks eine schöne tasche nähen kann.

herausgekommen ist was ganz nettes und zugleich ein prototyp für den weihnachtsmarkt - ja ihr habt richtig gelesen: ich werde am weihnachtsmarkt meine taschen verkaufen können - und vielleicht ja noch das eine oder andere aus unserer produktion.

hier der clou: die tasche hat auch noch ein kleines futteral, in dem sie aufbewahrt werden kann; praktisch und zugleich ein akt der resteverwwertung von den stoffstücken, die beim ausschneiden der henkel entstehen. für die idee danke ich deb von homespun living.

stockrosen

rund ums haus blühen sie gerade in allen schattierungen von weiss bis fast schwarz und locken reichlich hummeln an, die immer ganz verstaubt wieder aus ihren blütenkelchen herauskrabbeln: unsere unkompliziertesten sommerblüher.

Montag, 23. Juni 2008

geliehene kardiermaschine

nun bin ich fertig. knapp zweieinhalb kilo sortierte, gewaschene, nochmal sortierte, auseinandergezupfte und schlussendlich kardierte wolle sind heute abend fertig geworden...

das ganze hat damit begonnen, dass wir im letzten sommer bei unserem besuch in schlüsselburg an der weser das vlies eines ganzen schafes geschenkt bekamen. schlichtweg mit der menge an wolle überfordert, habe ich dann schritt für schritt für mich gangbare lösungen für die verarbeitung gefunden. zuerst habe ich die ganze wolle in portionen und einem wäschebeutel in der waschmaschine gewaschen und dann draussen im schatten getrocknet.

im letzten winter habe ich mir dann zunächst ein paar handkarden gekauft und begonnen kleine mengen zu kardieren. das ging frustrierend langsam und so habe ich immer mal wieder mit einer kardiermaschine geliebäugelt. dass die wolle zwar nicht rasant, aber doch mit akzeptablem ergebnis filzt, hatte ich schon ausprobiert.

nachdem ich dann im mai während des ersten moduls im bildungsgang filz tatsächlich ein wenig von der wolle auf einer maschine kardiert hatte, war für mich eigentlich klar, dass ich die wolle nur so in einen vernünftigen zustand bringen konnte.
nach einem besuch bei der inlandwollzentrale in niederönz bei herzogenbuchsee habe ich dann letzten mittwoch noch einen abstecher nach huttwil zur schaukarderei gemacht und zufällig quasi im weggehen noch in deren prospekt gelesen, dass sie dort auch kardiermaschinen ausleihen... und plötzlich hatte ich die für mich beste lösung gefunden! eine geliehene maschine bindet nicht soviel kapital (hust, 625 franken...), steht nicht rum, und wenn man sie für eine woche geliehen hat, dann schafft man in dieser woche auch was und schiebt die arbeit nicht immer nur auf...


also haben wir in der vergangenen woche gerupft, sortiert...

kardiert, und zum teil nochmal kardiert...

mit diesem ergebnis: so eine art sehr breites kardband, das man sowohl horizontal als auch vertikal wunderbar teilen kann.

die einzelnen "kardbänder" haben wir dann aufgerollt und akribisch abgewogen...

bis am abend sogar die wolken ausgesehen haben als wären sie gerade frisch durch die kardiermaschine geschickt worden...

alles ist fertig, die jungs haben fleissig geholfen, kai war geduldig (und war heute squashen in seiner höchstens zweitliebsten sporthose...)und ich freue mich darüber, dass ich die wolle so von anfang an bearbeiten konnte und darauf, sie jetzt weiter zum filzen und zum spinnen zu benutzen.


nachtrag: schon vor einiger zeit habe ich herausgefunden, dass es sich bei der wolle, bzw. bei dem schaf, das die wolle abgab, um ein ostfriesisches milchschaf handelt.

weihnachtsmarkt im sommer

jetzt ist es endlich plötzlich sommer geworden. heiss und gestern im schwimmbad sooo voll.

und plötzlich blüht alles: so konnte ich heute morgen einen strauss wicken mit zu einer verabredung zum teetrinken mitnehmen.

und worüber haben wir geredet? über den weihnachtsmarkt, für den ich mich mit diesen taschen und ein paar anderen sachen beworben habe. lustig über beleuchtung und adventsdeko zu reden, bei diesem wetter...
und warum ich gerade so kurz angebunden bin, erfahrt ihr auch demnächst...

Donnerstag, 19. Juni 2008

blumen im garten

die ganz grosse blütenfülle ist gerade nicht in unserem garten zu sehen - aber wer genau hinschaut, findet manche überraschende schönheit.
blühender und fruchtender giersch...

blühende kartoffeln (welcher sorte?)...

ein steinpflänzlein wagt sich aus seinem übergrossen topf...
und die wuchernden wicken von kais oma beginnen im verborgenen zu blühen.

Donnerstag, 12. Juni 2008

fussballfeld

der lange weg zu meinem ersten beitrag bei einem feltalong.


am anfang stand ein lappriges, wenig ansprechendes tipp-kick-feld(1). zuerst habe ich grüne wollreste zu einer rasenmischung kardiert(2), musterstücke hergestellt(3,4), ausgemessen(5), dann einen riesigen grünen vorfilz hergestellt(6), in nachtarbeit im keller die rasenstücke zugeschnitten(7), mit feldlinien versehen(8) und draussen im sonnenschein gewalkt, gewalkt, gewalkt(9)....


und hier das ergebnis: der rasen sieht aus wie auf dem fussballplatz um die ecke und wenn die schweiz auch draussen ist, hier bekommt sie sicher bald wieder eine chance...

gepunktet? natürlich ist mein filz nicht im eigentlichen sinne gepunktet. aber ich hoffe, ich kann mit dieser arbeit, die mir ausser spass auch noch viel übung gebracht hat, bei den tipp-kick-spielern im haus punkten!

Mittwoch, 11. Juni 2008

blick aus dem fenster


das wollt ich euch mal zeigen: so siehts bei mir aus, wenn man hier gerade zum fenster rausschaut! schön, oder? oder siehts bei euch noch schöner aus? zeigt doch mal!

Samstag, 7. Juni 2008

jetzt gehts los, jetzt gehts los...

die schweiz hat anstoss....
im fussball? im filzen?
siehe nebenan auch der link zum 5.feltalong!

Montag, 2. Juni 2008

zweimal rosen

bei meiner rückkehr fand ich zwei rosen in voller blüte: die rosa canina hat trotz raupenattacke zu blühen begonnen und
eine unbekannte kletterrose, die ich vor der überbauung durch lidl gerettet habe und die sich offenbar dankbar zeigen möchte.

zurück im garten

um 5 plus x filzerfahrungen weiter...
es war eine sehr schöne, intensive, informative und arbeitsreiche woche.
im bild seht ihr meine arbeiten von fünf tagen (und von unten nach oben): filzen aus rohwolle, wie die kirgisinnen, wie die turkmeninnen, wie die türken und transparent (stellvertretend für das filzen im hier und jetzt).
nun wollen in den folgenden tagen, wochen, monaten diese informationen und erfahrungen geordnet, vertieft, erprobt und in eine eigene modularbeit gearbeitet werden. ich freue mich darauf!

Samstag, 24. Mai 2008

he, wer frisst meine rosen?


die einzige wirklich wilde rose in unserem garten (da ohne unser zutun aufgetaucht) ist eine rosa canina und wird zurzeit arg geplagt. sie ist zwar voller rosa knospen, aber die meisten scheinen mindestens einem kleinen grünen räuplein als wohnung und nahrung zu dienen. wie sie wohl heissen? und ob sie den kleinen meisen schmecken?

unterbrochener gartenrundgang

heute bin ich gegen abend noch einmal rund ums haus gegangen, um ein paar momentaufnahmen des gartens zu machen. ich bin mal gespannt, wie sich alles in einer woche verändert. begonnen habe ich vorne am tor, wo die sonnenliebenden töpfe untergebracht sind.


die gartenbank ist mittlerweile ganz von stockrosen umrahmt. solange sie nicht allzusehr vom rost befallen sind, dürfen sie bleiben - sie sind recht tolerant was das abreissen einzelner blätter angeht, was wir machen mussten, damit wir überhaupt noch hinsitzen können...

der blick von der bank fällt auf den freiherr von berlepsch - apfelbaum, den schmetterlingsbaum (ja ich weiss, der ist weiss gott nicht korrekt, aber er bietet sichtschutz zur strasse...) und dahinter auf das erbsenrankgitter.


ein bisschen weiter vorn dann der gewürzgarten, immer noch optisch mein favorit.


von hier der blick in die wildnis, die sich gerade blütenreich-romantisch präsentiert - bevor sie sicher wieder übel zuwuchert.



und just das ging dann mein blick nach oben, zum deutlich hörbaren gepiepse. da hat doch tatsächlich ein meisenpaar unseren unattraktiv aufgehängten nistkasten gefunden und zieht dort eine - dem geräusch nach - nicht kleine kinderschar auf. da sag noch jemand, satellitenschüsseln wären unnütz. man kann zwar auch nicht mehr programme empfangen, aber die meisen fanden das einflugloch geschützt genug, obwohl es nach westen zu offen ist.



und da habe ich meinen rundgang dann vergessen zu beenden...

Freitag, 23. Mai 2008

zweimal filzen


zum einen habe ich mich entschieden, elas einladung zum fünften feltalong anzunehmen. das thema ist "gepunktet". in diesem jahr geht ja wieder fast nix ohne fussball, deshalb ist der starttermin auch der beginn der em...
die frage ist nur, ob man gerade dann zum filzen kommt? aber vielleicht steigen die favoriten ja bald aus und dann hat man ja wieder ganz viel zeit für andere runde sachen...





zum zweiten war ich heute nachmittag damit beschäftigt meine sachen für den bildungsgang filz zusammenzusuchen. für eine woche darf ich mich ausschliesslich mit dem thema filzen beschäftigen. und es kommt noch besser: der bildungsgang geht 3 jahre lang jeweils 2 wochen im jahr und findet am kurszentrum des freilichtmuseum ballenberg statt. ich darf wieder bei unserer gastgeberfamilie vom skiurlaub wohnen und freue mich rundherum auf die kommende woche.
gut... ein bisschen nervös bin ich schon. oder gespannt, wie es wohl sein wird, was für leute dort zusammenkommen und was es alles zu lernen gibt. aber deshalb geht man ja hin.

Dienstag, 20. Mai 2008

zwei die zum ersten mal blühen

zumindest was unseren garten angeht... den mohn habe ich irgend wo mal beim discounter gerettet und er hat an seiner ersten stelle nur gekümmert. dann habe ich ihn im letzten jahr umgesetzt, vergessen zu giessen und ihn in jeder hinsicht gefoltert und siehe da: nun blüht er sowohl an seinem alten als auch an seinem neuen platz..

die rose ist eine bibernell-rose (rosa pimpinellifolia) aus der staudengärtnerei von herr muff. vor zwei jahren haben wir sie auf unserem ersten besuch beim setzlingsmarkt von pro-specie-rara gekauft. sie ist die vergangenen beiden jahre vor allem gewachsen, in diesem jahr trägt sie reichlich blüten, leider nur einmal, aber dafür wird sie sicherlich wunderschöne hagebutten bekommen.

Samstag, 17. Mai 2008

keramiktage in oeschgen

einen sehr faulen tag haben wir heute abend noch mit dem besuch der keramiktage in oeschgen im fricktal beschlossen.
eigentlich wollten wir den "feldbrand" sehen - bis wir aber dort waren, hat die asche der strohfeuer nur noch geglüht. irgendwie hatten wir uns das ein bisschen spektakulärer vorgestellt.

entschädigt wurden wir dann durch den keramikweg:
am meisten beeindruckt haben uns pfeifen aus ton einer deutschen keramikerin aus dem klettgau...
... und diese drei damen.

töpfe und töpfchen...

obwohl wir am vergangenen wochenende das gewächshaus abgebaut haben stehen immer noch überall vor der haustüre töpfchen und töpfe, in denen wir pflanzen vorziehen - dabei habe ich das gefühl seit wochen nichts anderes zu machen als vorgezogenes einzusetzen.
die tomaten haben mittlerweile auch ihren endgültigen platz eingenommen und die überschüssigen pflanzen haben lukas, karl und johannes verkaufen dürfen. rekordumsatz! ich weiss garnicht, warum die jungs eigentlich noch sackgeld bekommen...
dann aber nach all dem hin und her und unkrautjäten und eintopfen und kompost undsoweiter auch schöne augenblicke: der blick aus unserer waschküche, fast ohne unser zutun wachsen 4 verschiedene akeleien.

Mittwoch, 14. Mai 2008

hilferuf


25 gramm seide-torffaser-garn. was soll ich daraus machen? irgendwo hab ich mal entweder ein buch oder eine internetseite gesehen, die sich mit kleinen wollmengen und deren sinnvoller verwendung beschäftigt. bloss wo? wer kann helfen?

Montag, 12. Mai 2008

gemüsegarten


es war einmal ein so hässlicher teil unseres gartens, dass es nicht einmal ein foto davon gibt...
unser garten ist sowieso so eine sache für sich, insgesamt wahrscheinlich recht gross, verteilt er sich auf drei seiten des hauses und bildet jeweils einen "randstreifen", im osten und westen sogar noch abschüssig... zusätzliche grünfläche geht durch wege und treppen verloren. auf der östlichen seite fiel uns die gestaltung eigentlich am schwersten, dort wuchsen bei unserem einzug koniferen, uralte ziersträucher mit mehr blattläusen als blüten und eine eklige salweide, aber auch himbeeren, ein stock meerettich und pfingstrosen. die letzteren drei durften natürlich bleiben. aber bis wir an die umgestaltung des letzten stückchen seitlich der garagen gingen, hat es nun doch einige zeit gedauert...
das erste foto, das ich gefunden habe dokumentiert den zustand im letzten sommer, als wir schon den zierstrauch entfernt hatten, die salweide war abgesägt, aber noch im boden und das ganze sieht eigentlich recht wüst aus.

damals wussten wir dann wenigstens schon , was aus dieser fläche einmal werden sollte, nämlich ein kleiner gemüsegarten. in den zwei jahren zuvor hatten wir dort schon topinambur, kartoffeln oder auch einmal einen kürbis mit mehr oder weniger erfolg angebaut. also haben wir die letzten wurzeln entfernt, das unkraut im zaum gehalten und im vergangenen herbst die ersten feldsalatpflänzchen gesetzt.
ein entscheidender schritt zur gestaltung war die vielen flachen steine, die wir von der aare geholt haben, um schöne wege zu bekommen.

mittlerweile wachsen hier salat und mangold, kartoffeln, rhabarber, zwiebeln, sellerie und meerettich und auch die erste reihe radieschen schaut aus dem boden.

wahrlich kein grossprojekt - aber für mich eine so gut gelungene lösung, das ich gerne damit am bloprojekt des wilden gartenblogs zum thema gartengestaltung teilnehme...

Freitag, 9. Mai 2008

das torffaseratelier

war uns schon vor einiger zeit aufgefallen, als wir an einem sonntag durch lenzburg wanderten. dabei hatten wir nicht nur das schaufenster, sondern auch die in einem anbau hinten am laden stehende kardiermaschine gesehen.

heute haben alice und ich nun einen ausflug nach lenzburg unternommen, um herauszufinden, was ein torffaseratelier denn nun ist. frau anita border hat sich die zeit genommen, das zu erklären. sie vermischt nämlich wolle und seide mit 50 prozent torffasern, die aus den im torfmoor konservierten resten des scheidigen wollgrases gewonnen werden. vorher werden diese fasern aber noch einer behandlung unterzogen, die die in ihnen gespeicherte energie freisetzt. dieses verfahren geht auf rudolf steiner zurück und wurde von frau ruth erne weiterentwickelt. die fasermischung kommt zum einsatz in bettwaren, schuheinlagen, aber auch in bekleidung. im atelier selbst wird kardiert, gesponnen, gefilzt, gewebt und geschneidert ( hab ich was vergessen?), nur wenige teile der produktion, so zum beispiel bei duvets werden ausgelagert.


auf dem bild oben kann man sehen, wie sich die farbe der pflanzengefärbten wolle oder seide durch die beimengung von torf verändert. überraschend ist aber, wie sich die wolle anfühlt, nämlich sehr weich.
ich habe mir zu versuchszwecken ein bisschen seiden-torf-vlies und 25gramm garn torf-seide gekauft.


mit dem garn habe ich dann endlich eine lange schon begonnene arbeit beendet, man sieht sie oben, die stickerei ist aus dem neuen garn. es verarbeitet sich angenehm, wobei allerdings ständig kleine torfbröckchen herausbröseln.