Mittwoch, 30. Oktober 2019

12tel-blick im oktober - nicht viel neues


 emsig kam mir das bauen auf der baustelle im vergangenen monat vor, vergleiche ich aber nun die bilder, ist da garnicht so viel neues zu sehen. vielleicht macht auch nur das gewirr der gerüste einen geschäftigen eindruck.


den unterschied sieht man erst auf den zweiten blick: wo ende september noch viel durchblick war, sind jetzt überall geschlossene mauern zu sehen. 


auch zur limmat hin wird eine mauer errichtet. ich hatte auf ein bisschen  mehr öffnung hin zum fluss gehofft, aber vielleicht kommt das ja in einem anderen abschnitt. 


 an den kranen hängt schon der weihnachtsschmuck.


und hier wieder der überblick über alle monate des jahres.


was der 12tel-blick ist, lesen sie gerne bei eva nach. sie sammelt auch in diesem monat wieder viele blicke bei sich, danke!

wer die entwicklung der baustelle über die monate mitverfolgen will:

12tel-blick im januar
12tel-blick im februar
12tel-blick im märz
12tel-blick im april
12tel-blick im mai 
12tel-blick im juni
12tel-blick im juli  
12tel-blick im august 
12tel-blick im september

Sonntag, 27. Oktober 2019

gezügelt

gestern haben wir das alte haus an der höhtalstrasse vollendes geleert und für die übergabe an den vermieter bereit gemacht. in der garage stehen noch ein müllsack und zügelkartons, die ich  zurückgeben muss, aber ansonsten ist alles fertig. das wetter war schön, wir gingen einfach nur noch durch die räume und sortierten nach mitnehmen, entsorgen in der gemeinde und müll, der zur entsorgungsstelle gefahren werden muss. am späten vormittag machten wir mit einem teil des restlichen grillholzes ein feuer und brieten würstchen und käse und machten so aus dem dritten zügelsamstag noch ein kleines abschiedsfest. 

fast vier wochen nach der schlüsselübergabe fürs neue haus haben wir den kraftakt umzug eines ganzen hauses auf eigene faust hinter uns. sicher, es gibt noch viel zu tun am neuen ort, grosses und kleines muss noch einen platz finden, aber zumindest kommt jetzt nichts mehr dazu.

dabei ist unser plan des etappenweisen umziehens weitgehend aufgegangen, wir haben also am alten ort ausgeräumt, dann möbel abgebaut, am neuen ort aufgebaut und möglichst rasch wieder eingeräumt. beim abschliessenden sortieren der kartons ist mir erst aufgefallen, wie wenig kartons wir auf diese weise gebraucht haben! und nach dem ersten wochenende war der haushalt im grunde schon wieder funktionstüchtig. einige sachen sind auch unaufgeräumt liegengeblieben, zum beispiel ein teil der gartensachen, die ich gleich anfang oktober gezügelt hatte - die haben nun gestern nachmittag auch ihren platz gefunden. vielleicht nur vorerst, aber so können sie erst einmal überwintern. überhaupt: vieles wird sich erst einspielen, wir werden aber auch weiterhin dinge reduzieren müssen, denn wir haben wirklich weniger platz im neuen haus. ein bisschen lustig ist diese feststellung schon, da es unter anderem auch erklärtes ziel war, uns zu verkleinern, aber steht man akut vor dem berg an dingen, über deren weiteren verbleib noch nicht entschieden ist, ist das schnell vergessen.

was schön war: wie alle familienmitglieder zusammengespannt haben für den umzug. drei wochenenden im oktober waren alle kinder mehr oder weniger frisch frühmorgens oder ein bisschen später zur stelle und haben geräumt, getragen, abgebaut und aufgebaut. zwischendurch waren wir ein wochenende zur geburtstagsfeier in deutschland, kai musste notfallsmässig zwischendurch mal für zwei tage weg, aber ansonsten ging viel, viel zeit in diese umzugsaktion. die tochter hat nur eine kleine geburtstagsfeier bekommen und tapfer neben der umzieherei ihre suche nach einer lehrstelle mit einer zusage im wunschberuf abschliessen können.

nun können wir uns einerseits ein bisschen zurücklehnen, andererseits mit dem endgültigen einsortieren der reste beginnen, und vielleicht gibt es ja dann auch endlich wieder fotos.
zum beispiel vom garten, denn da wartet auch noch einige arbeit auf uns.

Samstag, 12. Oktober 2019

12 von 12 im oktober 2019 - der erste am neuen ort

 am freitag noch drangedacht, dann aber morgens wieder vergessen: heute ist der zwölfte - aber vor allem ist heute unser zweiter grosser zügeltag. am vergangenen wochenende haben wir die schlafzimmer und die küche umgezogen, plus unseren esstisch, so dass es sich schon ziemlich komod im neuen haus leben liess.
an diesem wochenende waren dann das wohnzimmer mitsamt allen bücherregalen, aber ohne das bereits am donnerstagabend abgeholte sofa, der esszimmerschrank und alle hohen regale dran. und ganz viel inhalt. 

im bild: das gästesofa, das jetzt erstmal unser hauptsofa wird, bevor wir uns definitiv für ein neues entscheiden können.

 tatsächlich mussten wir nur zweimal mit dem grossen auto fahren. und kurz vor dem zweiten entladen geht die bildergeschichte heute los.


vor dem entladen gab es aber noch mittagessen, draussen auf der terrasse, in der sonne. suppe zum zügeln, allgemeiner konsens. ohne saitenwürstle, aber dafür wurde viel an die saitenwürstleempfehlung der oma gedacht.


 gestärkt stellten die söhne ruckzuck den geschirrschrank auf und da wären dann auch die suppenteller gewesen. eingeräumt habe ich zusammen mit der tochter, da waren wir schon von der küche her ein gutes team. die haben wir nämlich schon in teilen umgezogen, bevor die zügelferien von kai begonnen haben.


 und schon wieder pause. aber wir konnten auch einen zügelhelfer bereits verabschieden und er hatte ja vorher noch kaffee und kuchen zugut.


 das warme wetter verleitete die tochter zu einem allerersten sprung in den pool. sie war aber auch ganz schnell wieder draussen... hier könnte man nun beliebige witze über den wörtlich coolen pool machen, aber hei, sie war drin!


drinnen immer noch chaos, aber mit aussicht auf besserung.


verwirrende botschaften auf kartons, die mehr als einmal im umlauf waren.


 und: ich habe die kochbücher geputzt!


nach suppe zum zmittag gab es zum znacht dann eher wieder zügelpicknick, mit wiedergefundenen zitronensardinen aus der dose. zu was ein umzug nicht alles gut ist. 


 die kochbücher: farblich sortiert.


das wäre dann so in etwa die nächste grosse etappe, die wir uns heute nicht mehr zutrauten. wir müssen nämlich ein bisschen überlegen, wo was hinkommt.


abendidylle mit zügelkisten und streamingdienst. gut nacht!

meine bildergeschichte schicke ich wie stets am zwölften zu caro, die heute auch noch geburtstag hat. herzlichen glückwunsch!

12 von 12 im oktober 2018
12 von 12 im oktober 2016
12 von 12 im oktober 2014

Sonntag, 6. Oktober 2019

5.oktober 2019 - #wmdedgt und zügeltag

aufgestanden um sieben, um noch zu duschen, nicht zum sauber, sondern zum wach werden. Viertel vor acht kam der grosse Sohn mit gipfeli und brot zum Frühstück und zur lagebesprechung. zwei Personen wurden losgeschickt um den bereits beladenen Transporter im tannenweg zu entladen, drei Personen begannen mit dem abbau der möbel in den Schlafzimmern. Schrank, Bett, bett, schrank, fertig. Pause für ein zweites Frühstück, dann einladen der möbel, zusammen mit einem weiteren eingetroffenen helfer. Die Tochter und ich vollendeten das ausräumen der Küche, heute schon mit dem klaren ziel der reduktion auf zwei Drittel der vorhandenen Dinge, denn gestern war klar geworden, dass die im Quadratmetern etwa doppelt so grosse neue Küche kein Raumwunder, sondern ein platzverschender ist. Wir packten wieder alle zehn transportboxen voll, dazu noch kartons und diverse behälter.
Gegen halb zwei trafen die restlichen Umzieher wieder ein und es gab suppe. Danach beluden sie den Transporter wieder mit den resten des vormittags plus esstisch, gartenbank und kleinkram. Den pkw füllten wir mit der küche, zwischendurch kam noch jemand vorbei um diversen kleinkram vom sohn abzuholen, wir hatten aber keine rechte lust auf verkaufsgespräche und akzeptierten den rabatt von 5 franken für ... weissnichtwas. unterwegs kauften wir noch für Abendessen ein, dann fuhren die tochter und ich in den tannenweg. die ausgeladenen küchenkisten schafften es noch in den eingangsbereich, dann ging es flugs weiter mit dem aufbau des kleiderschranks. ständig fehlte ein akkuschrauber, weil parallel in anderen zimmern anderes aufgebaut wurde. das innenleben des eigenartigen eingebauten wandschrank in des sohns zimmer konnte dann aber doch händisch demontiert werden...
Dann noch einmal zurück “nach hause“, den transporter auf den hof stellen, wo er weniger stört, und alles für die erste nacht im tannenweg holen. Kurz vor sieben mussten wir dann zuerst abendessen und erste gewünschte fotos von uns am neuen ort knipsen. Dann noch bettaufbau und danach nur noch rumsitzen und reden und weitere lagebesprechung. Wir bleiben bei unserem plan, zuerst alle bisher gezügelten Zimmer und sachen einzuräumen und am kommenden Wochenende arbeitszimmer, wohnzimmer und esszimmer umzuziehen, weil wir dann wieder sicher den transporter und helfer haben werden.
Der sohn ging noch aus, wir und die tochter ins bett, kräfte sammeln fürs grosse einräumen morgen.

Die holprige kleinschreibung bitte ich zu entschuldigen, ich tippe das nämlich auf dem telefon!
#wmdedgt müsst ihr heute selbst raus finden, mein beitrag wandert zu frau brüllen.

Freitag, 4. Oktober 2019

zügelei

gefühlt ziehen wir ja schon das ganze jahr über um. begonnen hat es im frühjahr mit der grossen aussortieraktion im ganzen haus, dann kam im mai die suche nach einem neuen zuhause und seit wir den mietvertrag für das neue haus unterschrieben haben drehten sich mehr als einmal die gedanken um den umzug.

nun ist es also so weit, seit montag haben wir den schlüssel zum neuen haus und auch zum neuen garten. der umzug ist gestartet.

weil drinnen erst noch gemalert wurde, ging es am dienstag mit hilfe einer freundin und ihrem sohn zunächst mit dem garten los. ungezählte töpfe, gartenmöbel, werkzeug und so weiter fand in insgesamt 5 pkw-ladungen platz. nach dem mittag habe ich dann gleich versucht, das meiste sinnvoll unterzubringen, es fehlt noch eine möglichkeit, die vielen materialien und werkzeuge aufzubewahren.



nebenbei war meine aufgabe, den maler zu motivieren, wirklich alle notwendigen arbeiten vorzunehmen. *
am abend mussten wir dann noch eine fahrt unternehmen, weil ich einen teil der sachen vor die garage gestellt hatte und kai auch endlich mal in ruhe die räume anschauen wollte.

zum sehr regnerischen mittwoch passte der umzug des vorratskellers und der anderen kellerregale. anders als am dienstag ging es nicht mehr so schnell, ich musste die sachen ja erst noch einmal sichten und in kisten verpacken. dort konnte ich einen teil schon in die vorhandenen regale einräumen. für einen anderen teil wird aber auch erst noch eine lösung gefunden werden müssen, so allmählich füllt sich der keller mit dingen, die später zu verräumen sind.
insgesamt ist unser plan, zimmer für zimmer umzuziehen und auch gleich wieder einzuräumen, so weit das möglich ist. was dabei am meisten auffällt: im alten haus hatten wir viele ecken, die wir für die weniger spassigen seiten des haushalts nutzen konnten, wie putzsachen, müll, entsorgung. da fehlen mir noch die ideen im neuen haus dafür.
am abend kam die tochter von ihrer schnupperpraktikum direkt ans neue haus und half mir, die letzte der drei wagenladungen in den keller zu tragen und zu verräumen.
am abend keine weitere fahrt ins neue haus.

donnerstag ging es dann endlich mit der tochter zusammen weiter. zuerst fuhren wir zum möbelschweden, einlagefolie und schrankböden kaufen, ausserdem fussmatten, denn nach dem regnerischen mittwoch sahen der flur und die küche nicht mehr schön aus. dann schauten wir noch einmal im alten haus vorbei und luden reste aus dem keller und der garage ein.
insgesamt haben wir wenig herumgetragen, dafür den pool aufgedeckt, die poolpumpe ausprobiert, den pool wieder zugedeckt, alle schubladen in der küche mit einlegefolien versehen, mehr gartendinge verteilt. und über allem das mittagessen vergessen, weswegen wir um vier nach einem kurzen stopp beim bäcker den tag mit kaffee und süssen stückle und noch ein bisschen kisteneinräumen mit küchendingen ausklingen liessen.


für die statistik:
dienstag - mit b und f - 6 pkw-ladungen - garten - schönster sonnenschein
mittwoch - 3 pkw-ladungen - vorratskeller und keller - regen
donnerstag - mit a - ikea-einkauf und 1 pkw-ladung - noch mehr keller und garage - morgens durchwachsen, mittags sonne 

* wann ist das eigentlich passiert, dass man einen handwerker davon überzeugen muss, mehr zu machen? oder liegt das am land?
in d so: malen sie doch bitte mal diese wand. - geht so nicht, da muss alles gemalt werden, auch die decke und die tür und dann gleich noch neue fenster und steckdosen...
in ch so: malen sie doch bitte diese wand. - ja, muss ich mal sehen, ob ich das jetzt so machen kann, aber nur die hälfte und sicher nicht bis an die decke, reicht das jetzt so oder soll ich wirklich alles anmalen?

Montag, 30. September 2019

12tel-blick im september - in die höhe



 wir starten mit dem überblick. schon hier wird gut sichtbar, wie viel neues in den letzten vier wochen auf der baustelle dazugekommen ist. ich frage mich immer noch, wo die thermalbecken entstehen werden. das wasser im fluss ist wenig, ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob das nicht momentan auch künstlich niedrig gehalten wird, weil unterhalb der baustelle uferbefestigungsarbeiten im gange sind.


 schaut man ein bisschen weiter nach links, verschwinden allmählich die schönen alten badehotels hinter dem massiven baukörper des botta-bads.


 und das kirchlein, das lange fast in der luft zu schweben schien, hat nun wieder untergeschosse bekommen. man kann jetzt auch wieder zur kapelle gehen und von dort auf die baustelle schauen:


das wäre der direkte "gegenschuss" zum ersten bild. fürs aufnehmen des überblicks stehe ich immer etwas links von der mitte an der strasse oberhalb des rebbergs.


 wie bekommt man eigentlich den kran da nachher wieder weg?

alle bilder sind wieder einmal nach feierabend auf der baustelle entstanden, aber wenn es sehr sonnig ist, habe ich sonst immer ein problem mit dem gegenlicht.


 aber ein bauarbeiter-wimmelbild hab ich dann doch noch.

und den überblick über alle neun monate:


was der 12tel-blick ist, lesen sie gerne bei eva nach. sie sammelt auch in diesem monat wieder viele, meist idyllischere blicke bei sich, danke!

wer die entwicklung der baustelle über die monate mitverfolgen will:

12tel-blick im januar
12tel-blick im februar
12tel-blick im märz
12tel-blick im april
12tel-blick im mai 
12tel-blick im juni
12tel-blick im juli  
12tel-blick im august

Donnerstag, 26. September 2019

die badende

vielleicht wartet ja die eine oder andere auf die fortsetzung des vorletzten posts zum turkmenischen filzen. hier geht es also weiter mit der badenden. sie hatte den recht imposanten durchmesser von 100 cm, also nicht sie alleine, sondern der teppich, den sie ziert. da komme ich schon ziemlich an die grenze dessen, was ich auf einem tisch auslegen kann.


 hier haben gerade die farbigen teile des bilds eine weitere schicht bekommen - mit absicht habe ich einen etwas dunkleren ton für haare und haut gewählt, für den badeanzug dafür einen helleren, mit mehr grünanteilen. ich habe nicht das gefühl, dass viel davon durch die oberste schicht aus kammzug gedrungen ist, aber genau lässt sich das ja nie sagen.


 so jedenfalls sah die badende nach dem ersten wenden aus.
um einen schönen rand zu bekommen hatte ich mich dazu entschieden, die deckschicht auf den rücken umzulegen, und dabei noch kurz darüber nachgedacht, ob das wirklich eine schlaue idee wäre, denn irgendwie kam es mir so vor, dass dabei sehr viele fasern der obersten schicht rechtwinklig zum rand verliefen und durch das umschlagen einer besonderen verkürzung beim anfilzen ausgesetzt sein könnten.


 tatsächlich ist das auch so. wenig schön, hat es vor allem an den stellen, an denen das bild nahe am rand endet, die oberste schicht des hintergrund von den die figur umgebenden linien zurückgezogen. das war vor allem an den ellbogen ...


 und an den pobacken der badenen der fall. hier wurde also ein bisschen extraarbeit notwendig. geduldig habe ich zunächst mit der filznadel fixiert und dann lange in die richtige richtung massierend die lücken geschlossen. sie sind beim fertigen teppich nun kaum noch zu sehen.

trotzdem würde ich den rand in zukunft bei einem solchen filz nicht mehr umlegen - gibt es doch andere möglichkeiten, ihn gleichmässig schön hinzubekommen.


 ein weiteres problem war die resteverwertung der gotlandwolle. ich und das gotlandschaf werden wohl in diesem leben keine freunde mehr werden. da sind zum einen die haare, die überall durchdringen und der badenden eine heftige ganzkörperbehaarung beschert haben. dazu kommen noch viele, viele fasern, die nicht dauerhaft im filz haften bleiben wollen, einfach mal durch ihn hindurch wandern und beim walken in rauhen mengen auf dem boden der werkstatt und auch sonst überall landen.


nun muss die badenden einfach noch in den schönheitssalon, dauerhafte haarentfernung auch in körperfernen regionen ist für sie angesagt.
für diesen zweck habe ich mir übrigens anstatt der einmalrasierer einen rasierhobel bestellt, den ich mit normalen rasierklingen bestücken kann. ich bin gespannt, ob das gut funktioniert und werde berichten. ein bisschen kann man schon am kopf und im winkel des rechten arms sehen, dass da noch einiges zu retten ist. leider waren dann alle einwegrasierer stumpf und so werdet ihr die badenden hier vielleicht noch ein drittes mal sehen.

Montag, 23. September 2019

wochenende 21./22.september 2019 - kistenstapeln

so ganz allmählich wird es ungemütlich und überall wuchsen über das wochenende die ersten kistengebirge im haus.

am samstag gab es zwar zuerst noch einiges andere zu erledigen, die tochter probte mit den anderen ministranten für den patroziniumsgottesdienst und kai und ich beluden das auto mit entsorgungsgut und luden wieder einmal eine fuhre beim örtlichen bauhof ab. dabei fielen dann noch zwei balkonstühle für den grossen sohn ab, der in seiner wg bisher auf den vom nachbarn geliehenen stühlen sitzt sass. viertel nach zehn pickten wir die ministrantin auf, dann machten wir uns auf den weg in die nordostschweiz, um für die tochter ein gebrauchtes velo abzuholen. unterwegs gab es diverse staus und ich war dann schon sehr froh, dass sich das im internet entdeckte velo als fast neu, stabil und brauchbar erwies. ab montag ist die tochter also wieder beradelt und das ist gut so, das auge ist auch mittlerweile komplett abgeheilt und so sind vom unfall nur noch die korrespondenzen mit den versicherungen geblieben.
zuhause waren wir dann auch erst wieder gegen drei uhr am nachmittag, denn auch in die gegenrichtung waren ausser uns noch einige andere autos unterwegs. der nachmittag ging mit dingen herum, die ich prompt schon wieder vergessen habe,das aber ziemlich sicher etwas mit dem umzug zu tun hatte. dann hatte ich das kochen übernommen und werkelte intensiv an koteletten auf paprikagemüse und risotto herum, bevor wir um 20.30 uhr im kino "downton abbey" sahen. schön wars, sehr unterhaltsam auch.

am sonntag gab es frühstück, dann den gottesdienst zu ehren des kirchenpatrons, danach noch apéro auf dem kirchenplatz und nette unterhaltungen mit "eingeborenen", unter anderm dem ersten täufling in der vor 52 jahren neu gebauten kirche, der natürlich nach dem namenspatron genannt wurde.

danach dann weiteres aussortieren (stofftiere... ich sag nur...) und aussortieren lassen (der sohn, die tochter, der mann), solange ich wieder kochte, diesmal tomatensuppe mit polentaklösschen. nun stehen gepackte kisten im oberen flur und im wohnzimmer und eventuell auch noch in den zimmern der kinder. irgendwann werde ich wohl auch anfangen müssen. na, vorerst kann ich mich ja noch auf den garten konzentrieren und ausserdem gibt es sicher noch etwas auszusortieren!






Donnerstag, 19. September 2019

arbeit und alltag

unter der woche laufen die tage alle ähnlich ab, morgens fahre ich in die werkstatt, arbeite ein paar stündchen, dann nach hause, gemeinsames mittagessen mit der tochter und nachmittags sortiere ich dinge aus. bücher, bastelmaterial, collagenpapiere, stoffe, kurzwaren, wolle, bücher und so weiter. was nicht wegkommt wird eingepackt für den umzug. 

das wetter ist immer noch spätsommerlich schön, allerdings morgens und abends nun durchaus mit einem stich ins herbstliche, so dass ich seit ein paar tagen mit pullover und socken in die werkstatt radle. die kurse laufen noch nicht so richtig an, das wetter ist zu schön, oder zu viel los, jedenfalls habe ich meine werkstatt für mich alleine und nutze sie. 

aus heiterem himmel kam anfang september das thema turkmenische filze wieder auf die tagesordnung, und zwar zunächst in form des zweiten klee-entwurfs, darüber schrieb ich ja bereits.


 hier noch einmal das ausgelegte tier.


 ganz mutig teilweise in einer wollseidenmischung gefilzt, mit einem leichten glanz deshalb in der oberfläche.



fertig schaut er natürlich in die andere richtung - das mag ich gerne an der technik, das bild, das mir vertraut ist auf eine besondere weise, weil ich mich lange damit beschäftigt habe, weil ich es im nachbilden zu durchdringen versucht habe, schaut mich dann spiegelbildlich noch einmal ganz anders an. kennt ihr das auch? ein vertrautes zimmer im spiegel wirkt plötzlich fremd, verwirrend auch immer wieder die frontkameraansicht des smartphones, weil gespiegelt oder nicht gepiegelt, jedenfalls anders, distanzierter.
das "geht vorüber" ist übrigens schon verkauft.


ein paar tage später habe ich ein weiteres bild in turkmenischer technik begonnen. diesmal eine art ethnologisches muster, die anregung dazu gefunden in dem hervorragenden buch zum thema design von gunnar sneum. was ich nicht vorhergesehen hatte: wie viele anschlüsse, wie viele kleine flächen da auszuarbeiten sein würden.


 und zwar wirklich kleine flächen. mit dem kammzug einmal über kreuz gab schlussendlich so insgesamt sechs schichten.


 und dementsprechend lange hat das ganze dann auch gedauert. zumal ich mich ja auch bei der fläche wieder um jedes einzelen element herumarbeiten musste. die bastmatte hat übrigens sogar das nasse herumliegen übers wochenende gut überstanden.


auch hier wieder der grosse augenblick, das erste wenden. 


 im fertigen zustand dann noch etwa 140 cm auf knappe 30 cm. (ausgelegt 200 cm / 45 cm)


und immer noch nicht genug von den turkmenen. noch einmal habe ich einen ball dunkle schnur vorbereitet und die bastmatte ausgerollt. orientierungsmarken bringe ich mit stecknadeln direkt auf der matte an, am besten man zählt die nadeln, dann kann man sich sicher sein, dass man vor dem rollen auch wirklich alle entfernt hat.


 es entsteht diesmal ein symmetrisches muster - oder schon eher ein bild? ahnt schon jemand was das geben soll?


 aber jetzt ist es klar?


 oder doch erst jetzt?


so weit war ich gestern, als ich die werkstatt um kurz vor zwölf verlassen habe. kontur und die erste schicht der farbigen flächen sind ausgelegt.
heute habe ich dann den "hintergrund" hinzugefügt und mich langsam, schicht für schicht auf teppichdicke vorgearbeitet. dabei kann ich immer wieder auch reste verarbeiten, so hat der teppich eine letzte dünne schicht aus gotlandwolle im rücken bekommen, die ich ungern solo verarbeite, aber ganz gerne noch für effekte nutze.
nun geht es morgen mit dem anfilzen weiter - während der offenen werkstatt.

Freitag, 13. September 2019

12 von 12 im september 2019 - der letzte am alten ort

meine ursprünglich idee für den heutigen zwölften, der wenn alles wie geplant läuft, der letzte am alten ort sein wird, waren doppelbilder: eine nahaufnahme und dazu dann das bild vom ganzen zimmer oder zusammenhang. dass ich das konzept nicht ganz durchhalten konnte, werdet ihr selbst sehen. 


frühstücksmüsli und -kaffee, wie meist schon halb leer bis mir einfällt, dass heute der 12 ist. oder ich von meinem internet dran erinnert werde. an dieser stelle geht ein dank nach hamburg.


das ist unser frühstückstisch wie es ihn viele jahre gab. nicht von anfang an, denn das stufenweise frühstück kam erst später, aber mindestens so 10 jahre, würde ich schätzen.


ein bisschen bildschirmarbeit fürs business. heute ein bild austauschen und wegen eines kurzfristig hereingeschneiten termins die zeit der offenen werkstatt am freitag anpassen.


diese arbeiten erledigte ich lange jahre an einem schreibtisch im arbeits- und gästezimmer, formerly known as spielzimmer, wie es immer noch manchmal genannt wird. es ist das zimmer neben dem esszimmer, abgetrennt, aber nahe genug am geschehen, um von dort aus die geschicke der familie zu lenken, haha. (hier fehlt schon ein regal - ich sagte es ja schon, so langsam wirds ungemütlich)


 mein morgendlicher blick auf meinen arbeitsplatz. (in zukunft komme ich von der anderen seite.)


 und daran habe ich heute gearbeitet. was das gibt? vermutlich schon wieder etwas für die wand, da habe ich gerade viel spass daran.


tomatenernte, immer noch werden täglich tomaten reif. bitte macht mal, hopp, hopp. ihr werdet nicht mit umgezogen.


 aber ich brauch eure töpfe für pflanzen, die wir umziehen wollen. also, wenns geht, ein bisschen schneller, dieses jahr werde ich nicht im november noch tomaten ernten.


 und dann gibt es noch die fälle, in denen es lieben menschen einfällt, dass sie ja immer schon einen ableger von unserem hopfen brauchten. das wäre zwar im frühling einfacher gewesen, aber wird schon klappen, das ding ist unverwüstlich. ich werde den hopfen wohl hier lassen, denn er war zwar mal ein geschenk meiner eltern und bot im frühsommer regelmässig den marienkäfern einen schönen platz, aber er zerkratzte auch genauso regelmässig die velofahrer und die attraktion für die marienkäfer waren die zuvor tonnenweise auftretenden blattläuse. ausserdem wüsste ich spontan keinen platz im neuen garten, den ich ihm anbieten wollen würde. sollte sich das ändern, weiss ich ja jetzt, wo ich mir ableger holen kann.


 giessen muss ich noch. jetzt wieder regelmässig, denn die vielen neu befüllten töpfe sind auf zuverlässige wasserversorgung angewiesen.


 ausserdem geht es heute den stoffvorräten an den kragen. ich sortiere ungefähr die hälfte der gesammelten resten aus und behalte nur, was ich mir vorstellen kann, es zügig zu verarbeiten. der rechte stapel bleibt, der linke (und der nicht sichtbare am boden) füllen später einen 110 liter müllsack. obwohl ich schon komplette stücke aussortiert habe zum verschenken.


noch ein bisschen aufregung um eine tote katze (nicht unsere) im garten der nachbarn, sachen zum verschenken auf die strasse stellen, wäsche abhängen, schwimmzeug sortieren (diverses wasserspielzeug, 2 badeanzüge und ein bikini der tochter können weg), dann schaffe ich es um halb sechs endlich, mir einen kaffee zu kochen und mich ein wenig vor das haus zum stricken hinzusetzen. vielleicht sucht ja auch jemand die katze.

bis zum abendessen sortiere ich dann noch eine regalmeter bücher aus, stelle zwei artikel auf tutti ein und bestücke die waschmaschine. das fotografieren habe ich später vergessen, es gab auch nicht mehr so viel zu zeigen.

nun schicke ich meine zwölf bilder mit einem dank für diese immer noch schöne blogaktion zu caro!