Dienstag, 26. Januar 2021

25. januar 2021 - mir lueget dem scho.

eine neue woche hat begonnen, die letzte im januar. damit ist schon bald ein zwölftel des jahres um, das gefühlt noch immer nicht recht begonnen hat. ich hatte zwar kurz mal einen aktivitäts- und planungsschub früher im monat, aber alles bleibt mit unsicherheit behaftet und das unermüdliche (aber ziemlich ermüdende) befüllen und dann wieder leeren der kursankündigungen fühlt sich allmählich reichlich absurd an. immerhin darf ich ein kurswochenende in 2022 planen, für den september. 

beim verfolgen der nachrichten rund um die pandemie ist mir in den letzten tagen öfter das konzept "zero covid" (ich verlinke hier mal einen artikel vom deutschlandfunk, ansonsten benutzen sie ungeniert die suchmaschine ihrer wahl) untergekommen. die idee, die dahinter steckt, ist das absenken der neuansteckungen auf einen sehr, sehr niedrigen wert, idealerweise auf null ansteckungen. in gebieten, in denen dies erreicht ist, können dann, sozusagen als belohnung, lockerungen der pandemiemassnahmen geschehen, weiterhin natürlich unter strengen auflagen und guter kontaktnachverfolgung, wenn dann doch ein fall auftritt. auf diese art und weise soll eine art wettbewerb unter den regionen entstehen, am besten funktioniert dieses konzept jedoch, wenn sich ein möglichst grosses gebiet (zum beispiel ganz europa) zu einem gemeinsamen vorgehen verbündet. nach und nach entstehen dann immer grössere covidfreie zonen, in denen das leben "normal" stattfinden kann. 

für mich hört sich dieses konzept bestechend an, neu erscheint mir indes nur das gemeinsame vorgehen grösserer einheiten und das ziel, wirklich keine fälle mehr zu haben. aber eben auch wie eine art utopie, denn hatten wir nicht in der schweiz (eine kleine einheit) im frühsommer mal neuansteckungen im einstelligen bereich? und einige "normale" wochen? wichtig erscheint mir aus dieser perspektive deshalb nicht der weg zu den "null ansteckungen", sondern was dann passiert. und das wird eben nicht "normal" im sinne von "wir vergessen die pandemie jetzt einfach mal" sein, sondern im besten fall ein neues normal. und dafür braucht es meiner meinung nach gute, tragfähige konzepte. und ja, da stimme ich den verfechtern von #zero covid zu, das braucht grösstmögliche transparenz. vielleicht führt das dann auch dazu, dass solche ideen nicht nur in reichlich intellektuellen zirkeln besprochen werden, während rundherum schon beim kleinsten absinken der zahlen nach öffnung gerufen, sich um impfstoff gekloppt und alles immer unappetitlicher wird.

 

in der werkstatt: weiterhin das grosse krabbeln, neu mit einem streckbrett für beinchen und fühler...
 

den tag über: werkstatt, einkaufen (ein tag früher als geplant, weil milch aus war), hausarbeit, am abend schon wieder besuch zum abendessen, allerdings die gleiche besetzung wie am sonntag zum kaffee. (spontane einladung für ein geplantes abendessen, das nicht für wenige personen zubereitet werden konnte: pizzocheri mit wirsing.) überhaupt verspricht diese woche eine gesellige zu werden: ich bin mit der freundin zum spaziergang verabredet, kai mit einem freund zu einem virtuellen kneipenabend und der grosse sohn wird auch noch vorbeikommen, ebenfalls zum abendessen.  (und nein, das passt vermutlich nicht zu einer null-covid-strategie, aber sie können sicher sein: mir lueget dem scho. - insider, müssen sie jetzt nicht verstehen).


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