Montag, 21. September 2020

19. und 20. september 2020 - ganz schön viel unterwegs

 das wochenende war ein bewegtes und angefülltes, dabei auf die gute art, wie gefühlt schon lange nicht mehr. 

am samstag durfte ich auf vereinsreise mit der filzszene gehen, und weil die woche davor auch so gut gefüllt war und so wenige pausen zum nachdenken und planen liess, startete ich am samstagvormittag der einfachheit halber mit dem auto nach pragg-jenaz, zur wollspinnerei vetsch. christoph vetsch ist ebenfalls vereinsmitglied und hat uns nicht nur die für uns filzerinnen wichtigste maschine, die krempel, mit der die schönen wollvliese hergestellt werden, gezeigt, sondern auch eine ganze reihe neu angeschaffter geräte und maschinen, die es der wollspinnerei ermöglichen, ganz kleine kundenaufträge von der rohwolle bis zum gesponnnen garn auf knäueln abzuwickeln. man staunt ja immer wieder, wie viele arbeitsschritte notwendig sind, bis eine schöne, gleichmässige strickwolle im korb liegt... 




impressionen von der kardiermaschine, der gar nicht mal so grossen "krempel". für ein strick- oder webgarn folgen noch ganz viele weitere schritte: das aufteilen in vliesstränge, das verziehen zu einem vorgarn oder dünneren strang, das spinnen, das zwirnen, das dämpfen und manchmal auch noch das färben... 

nach der besichtigung der wollspinnerei gab es ein gemeinsames mittagessen in einem gasthaus vor ort, wo wir sehr schön in der spätsommerwärme auf einer grossen veranda sassen. 

danach ging es wieder zurück zum lädeli der wollspinnerei, kaum eine konnte sich der verlockungen der angebotenen wollen widersetzen. ich selbst kaufte für einen kinderfilznachmittag und für ein eigenes projekt ein und freue mich schon auf die verarbeitung. 

auf dem rückweg war die autobahn fast genauso voll wie am morgen, das schöne wetter lockte die unterländer noch einmal in die berge. überhaupt berichten viele der filzerinnen aus dem engadin oder dem bündner land, dass die orte und wanderwege in diesem jahr so voll waren wie noch nie. 

ich kam trotzdem noch so zeitig zuhause an, dass ich noch eine runde schwimmen konnte, während auf dem herd schon ein rollschinkli vor sich hin kochte, dazu gab es später saure bohnen und spätzle. 

***

auch uns lockte das schöne wetter am sonntag hinaus, allerdings nicht gleich wieder in die berge, sondern nur bis nach wildegg. dort nahmen wir einen weg, den wir vor vielen jahren mal entdeckt haben. er führt vom ort wildegg zunächst entlang der bünz, deren lauf hier seit einigen jahren renaturiert wird. 


am südlichen ende von möriken gingen wir in den ort hinauf. dabei passierten wir diesen wunderschön herbstlichen garten mit boulebahn: 

weiter oben hatten wir diesen zwar diesigen, aber doch schönen ausblick in richtung schloss lenzburg. das auge macht ja aus so einem bild eine art scherenschnitt, allein die kamera zeigt, wie verhangen doch alles war: 

auch auf schloss wildegg war viel betrieb, viele ausflügler nutzten den schönen sonn(en)tag im september. in den weiter unten gelegenen gärten war schon weniger los, so wenig, dass wir uns einer führung anschlossen, die mit nur zwei personen stattfand. wir erfuhren viel neues über alte und neue gemüse und andere nutzpflanzen und nahmen auch anregungen für unseren garten mit. 

zuhause reichte es gerade noch so zum schwimmen, bevor der mittlere sohn mit freundin zum sonntagskaffee eintrafen. wir sassen lange gemütlich, so lange, dass es dann mit dem abendessen schon fast ein wenig knapp wurde. es gab aber nur pellkartoffeln mit quark und rohkost, das ging dann doch ganz fix.  

gesehen: einen neuverfilmung von mord im orientexpress von 2017, mit johnny depp (als mordopfer) und den polizeiruf am sonntag.



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