Donnerstag, 10. September 2020

9. september 2020 - neu, alt, bärga

 heute habe ich einen der selten gewordenen reisetage in der stadt verbracht. eine weitere vorstandssitzung der filzszene.ch hat mich nach chur geführt. und da für den tag schönes wetter vorausgesagt war, habe ich an den rein arbeitsmässigen termin einen kleinen ausflug vorne dran gehängt. 

 

ich nahm die bahn - seit langem mal wieder für eine längere strecke - die durchweg relativ gut belegt war. (ich zögere, etwas zur maskenpflicht zu schreiben, aber da es erst meine zweite längere bahnreise seit einführung der maskenpflicht im öv war: die maskendisziplin ist insgesamt, so weit ich das beobachten konnte, relativ gut, ich sah jedenfalls niemanden, der keine maske anhatte - klar wird dann auch gegessen und getrunken und telefoniert und dabei stört die maske schon ziemlich...)

gegen halb zwölf war ich in chur und mein erster weg führte mich zum kunsthaus, wo ich im garten einen letzten einzelsitzplatz an einem grösseren tisch bekam und ein sehr leckeres gegrilltes ciabatta mit salat, avocadocreme und lachs zu mittag ass. das wetter war mir dann viel zu schön, um gleich ins museum zu gehen, anstattdessen spazierte ich ein bisschen durch die altstadt, die ich bisher noch kaum kannte. viel gastronomie, kleine läden, und an diesem spätsommertag durchaus touristisch. auf  verschlungenen wegen fand ich wieder zurück zum kunsthaus und war zunächst enttäuscht, weil ich auf der homepage nur so ungefähr geschaut hatte und die angestrebte ausstellung von roman signer erst anfang oktober startet. 

dafür wurde ich beim schlendern durch die räume dann positiv überrascht: die werkausstellung evelina cajacob - tanzen anders gefiel mir ausnehmend gut. es zieht sich ein roter faden durch ihr werk, der mich sehr anspricht, die hände und ihre arbeit spielen bei ihr immer ein grosse rolle. 

ganz offensichtlich in den videoarbeiten, aber auch in den zeichnungen, die alle von grossem fleiss und ausdauer sprechen. ausserdem war ich beeindruckt von dem konzept werkschau, das wirklich einen guten überblick über das schaffen der künstlerin zulässt. die ausstellung im bündner kunstmusem in chur läuft leider nur noch kurze zeit. dafür kann ich beim nächstens sitzungstermin dann die signer-ausstellung anschauen gehen.

immer wieder beeindruckend der bau des architekten peter zumthor - der nur äusserlich dem kunsthaus bregenz sehr ähnelt. 

drinnen - draussen

neu - alt - bärga

nach dem museum dann die sitzung - glücklicherweise konnten wir draussen im gastgarten sitzen, es war warm genug und zumindest zu anfang der zweistündigen intensiven arbeit wieder nicht sehr voll. 

nach pünktlichem schluss um fünf uhr ging ich nochmal kurz in die stadt, um ein in einem kleinen laden gesehenes käsebesteck zu kaufen - und verpasste so den nächsten zug, musste dann fast eine stunde warten und war doch nur eine halbe stunde später als gedacht wieder am ausgangsbahnhof. dort hatte ich für diesmal das velo im veloparkhaus deponiert und konnte so gemütlich nach hause radeln anstatt nur die halbe strecke mit dem bus zu fahren. 

zuhause ass ich übrig gebliebene mit spinat und käse gefüllte pfannkuchen. der wochenend-besuch hatte in meiner abwesenheit angerufen und sein kommen für den donnerstagabend angekündigt. also konnte ich mich nach kleineren absprachen an die planung eines ausflugs nach luzern machen. für reiseerfahrene globetrotter, die zusätzlich noch zu 50% studienkollegen sind, musste ich da schon ein bisschen gründlicher recherchieren. allerdings kapitulierte ich vor der aufgabe, mir die geschichte des deutsch-französischen krieges 1870/71 anzulesen - wegen des potentiellen besuchs des bourbaki-panoramas wäre das möglich, aber vielleicht auch nicht dringend notwendig. 

mit vorfreude auf den besuch zu bett. 

gelesen: charlotte link, das andere kind.





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