Montag, 26. Oktober 2020

24. und 25. oktober 2020 - crevettensalatmoment

noch vor dem aufstehen erreichte mich die absage des filznachmittags für den kindergeburtstag: nicht eines der eingeladenen kinder war krank geworden, sondern das geburtstagskind selbst hatte eine triefnase und fühlte sich nicht recht wohl. zur zeit ein guter grund, eine nachmittagsveranstaltung mit 10 kinder abzusagen - ich war auch froh darüber.

nach frühstück und umstrukturierung des tages fuhr ich trotzdem in die werkstatt - um den berg an material, den ich abend zuvor bis 20 uhr aufgetürmt hatte, wieder einigermassen geordnet zu verräumen. auf den kosten für die bereits besorgte wolle (die ich auch schon vorportioniert und jeweils zu kreuzlagen gelegt hatte), die ausgeschnittenen schablonen und ganz nebenbei für die zeit, die ich darin investiert habe, bleibe ich vorerst sitzen, zumindest so lange, bis der geburtstag irgendwann im frühjahr nachgeholt wird - falls dann das geburtstagskind dem thema hexenhüte noch nicht entwachsen ist. lessons learned: es wird in zukunft einen vertrag geben für solche anlässe, der zumindest die kosten für material, eventuell auch die vorbereitung abdeckt. 


 danach habe ich dann noch eine materialliste geschrieben, denn ich muss dringend neue wolle bestellen. ein teil der naturfarbenen mischungen ist am ausgehen, aber auch farbige wolle wird dringend benötigt. 

dabei hörte ich den neuesten podcast von kafi am freitag. zuhause heisst der podcast ja nur der gacker-podcast und hat schön öfter für irritation besucht, wer da in unserer küche zu gast ist (und das in diesen zeiten!). die folge mit dem titel "artgerechte haltung in zeiten von corona" hat heute so ziemlich meine stimmung getroffen. die beiden geben unter anderem tipps, wie man sich angesichts der momentanen lage mental einigermassen über wasser hält, sara ist mir ja immer ein bisschen zu therapeutisch, aber kafis idees fand ich ganz grossartig. und alles, was ich mit diesen tipps nicht lösen kann, fällt, würde ich sagen, in den zuständigkeitsbereich der kantone. (das müssen sie jetzt nicht verstehen, wenn sie es aber verstehen wollen, wäre es sinnvoll den podcast zu hören.)

zuhause traf ich dann eine kuchen backende tochter in der küche (schoggikuchen!) und kai beim ablassen des bädle. die dusche war auch schon abmontiert und damit ist der sommer endgültig vorbei. gemeinsam haben wir dann noch die letzte tomate abgeräumt, ich habe die restlichen tomatentöpfe geleert, kai alle töpfe geschrubbt und ich dann noch die grüntonne mit dem spierstrauch gefüllt, der als nächstes mit einem radikalschnitt dran war. mit den hier lebenden (oder eher sterbenden) gartensträuchern könnte man ein gartenenzyklopädie umschreiben, bei der spiere müsste man ergänzen, dass der strauch sich, über mehrere jahre unbeschnitten bis zu drei meter kriechend fortbewegen kann. er bildet keine absenker, was auf die erde kommt, beginnt zu faulen und wieder zu erde zu werden. 

am spätnachmittag ging ich noch den falsch besorgten adapter für die heizung umtauschen und nahm die tochter mit, die sich mit einer grossen zimmerpflanze (monstera) einen geburtstagswunsch erfüllte. 

zum abendessen gab es käsefondue - so zum sommerabschluss passend (oder auch nicht). 

***

der sonntag lockte uns, nach frühstück und aufteilung der kochdienste für die kommende woche zu einem spaziergang in den wald, konkret auf den brugger berg: 





es war sehr schön im wald, von wanderparkplätzen und waldhütten mehr als 15 minuten entfernt auch sehr ruhig (bis auf den einen oder anderen pilzsammler) und wir kamen gut gelüftet nach hause zu kaffee und kuchen. 

am nachmittag begann kai mit dem zügeln seines schreibtischs in das ehemalige sohnzimmer, jetzt kombiniertes gäste/arbeitszimmer. naja, ganz ehrlich: die kommenden monate wohl wieder eher kais arbeitsplatz. 

das wohnzimmer ist jetzt nur wohnzimmer (und vermutlich demnächst wieder auch turnhalle) und sehr geräumig. ein paar bücher werden wir noch umräumen müssen, denn die regale hinter dem schreibtisch sind jetzt die sichtbarsten regale. das wäre dann vermutlich so unser "crevettensalatmoment". (müssen sie ebenfalls nicht verstehen, siehe oben).

zum abendessen kochte ich eine vegane moussakavariation - nur mit kartoffeln und einer sosse aus paprikas und tomaten (alle noch aus dem garten, nachgereift und jetzt dringend zu verkochen). 

gelesen: joan aiken, die jüngste miss ward

gesehen: zwei folgen von la révolution (so ein unsinn - historischer bullshit mit horror gemischt, brr.), tatort am sonntag

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