Freitag, 19. Februar 2021

18. februar 2021 - orphée et euridice

 morgens in der werkstatt nicht viel geschafft - aber immerhin haben 4 spinnen beine bekommen und ich habe das sticken am weissen korb wieder aufgenommen. ha, und ich habe damit begonnen, das regal neu zu dekorieren! also doch nicht so wenig. 

über mittag zuerst nach hause zum essen, anschliessend ein kleiner spaziergang, der genesende humpelte tapfer mit, der verband schränkt mehr ein als die folgen der op. sagt er. im wald sieht es teilweise schlimm aus, anders als im letzten jahr, als vor allem die geschwächten eschen dem sturm zum opfer gefallen waren, sehen wir in diesem jahr auch viele umgefallene buchen kreuz und quer im wald liegen. die forstleute haben aber schon einen guten job gemacht und die waldwege komplett freigeräumt. 

 

dann noch kaffee im wohnzimmer. 


und dann war ich noch ein bisschen im garten. die letzten kirschlorbeerreste sind jetzt verräumt, ich habe an die schon arg kahle ehemalige thujenhecke ein geissblatt und eine clematis gepflanzt, die schon eine weile in töpfen auf ihren einsatz gewartet haben, noch ein bisschen hinter dem gartenhaus aufgeräumt, wo baumaterial lagert, das nicht von uns ist und habe viel geschaut, was alles schon wächst und gedeiht. in diesem jahr ist schon viel mehr zeit und gelegenheit, dass ich mir über die gestaltung des gartens gedanken machen kann und vor allem an blumen denken. im vergangenen jahr war dafür schlicht noch nicht genug platz. 

grillholz ist genug vorhanden...

drinnen trank ich erstmal einen tee - so richtig warm war es draussen auch noch nicht, telefonierte ein bisschen, dann reparierte ich noch eine jeans und nähte zwei hosen kürzer. dann endlich war zeit die heute gelieferten zeichenfedern auszuprobieren. ich habe ein sortiment gewählt, mit 15 verschiedenen federn und bin jetzt neben einigen sehr schönen zeichenfedern, die alle ein bisschen was anderes können auch mit einer lithographiefeder und einer impffeder ausgestattet. ja, so einem ding, mit dem vor über 200 jahren die ersten pockenimpfungen vorgenommen wurden. man kann damit auch einfach papier schneiden, das werde ich dann vielleicht auch eher machen. 

die tochter servierte zum abendessen vegane tomatensuppe - und kai und ich besuchten anschliessend virtuell die zürcher oper und sahen orphée et euridice - eine oper von christoph willibald gluck. überraschend wenig handlung, die musik sehr gefällig, die inszenierung (von christoph marthaler) modern, aber unterhaltsam. die pandemiesituation wurde nicht versteckt, man sah am anfang den leeren zuschauerraum und das orchester, das aus dem probensaal zugeschaltet war. am anrührendsten fand ich den fehlenden schlussapplaus und die szene hinter dem geschlossenen vorhang, wo regisseur, dramaturg und andere nicht auf der bühne präsente personen den sängerinnen und sängern ihre reverenz erwiesen. sie können die oper noch bis zum 5.april kostenlos auf der seite der oper anschauen, der videostream war bei uns teilweise etwas wackelig, aber der ton ganz ausgezeichnet!

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