Mittwoch, 10. Februar 2021

9. februar 2021 - man kann das alles auch ganz anders sehen

und noch ein digitales abenteuer: heute nachmittag habe ich an einer führung durch eine ausstellung teilgenommen: there is another way of looking at things. die ausstellung läuft gerade im schauwerk in sindelfingen, einer kunstsammlung, die ich noch nie wirklich besucht habe, dafür jetzt zum ersten mal virtuell. gezeigt werden momentan (na ja, eigentlich eher nicht gezeigt, aber die kunstwerke sind schon echt aufgebaut in den shedhallen) werke aus der sammlung schaufler, vorwiegend konzeptuelle kunst. das spielte dann bei der führung auch keine ganz geringe rolle - spannend zu erfahren, wie unterschiedlich die künstler mit den anweisungene für den aufbau der einzelnen werke umgehen, so dass bei manchen immer dasselbe kunstwerk zu sehen ist, bei anderen je nach aufbau und umgebung zwar immer das gleiche, aber niemals dasselbe. 

überhaupt finde ich die digitale vermittlung bei diesem museum sehr gelungen - unter dem oberbegriff "alles auf abstand" werden geplante veranstaltungen per film zur verfügung gestellt, digitale führungen angeboten, gibt es ein booklet zum nachlesen und sogar onlineangebote für schüler*innen in den ferien. (die digitale führung wird ende des monats wiederholt, sie haben also noch gelegenheit, sich dafür anzumelden.) 

***

sonst so heute: 

keine werkstatt, anstattdessen forschte ich der videolegitimation für einen onlinebankingzugang von vor zwei wochen nach, bekam nachricht per mail mit der bitte um einen anruf, liess mich bejingeln in der warteschlange und musste mich abermals, diesmal telefonisch, legitimieren. jetzt soll angeblich alles gut sein, na, schau mer mal, was jetzt noch fehlt. oder als fehlend erfunden wird, damit die bummelei verbrämt werden kann. ich liebe klar definierte prozesse, die mir die chance geben, die notwendigen informationen zügig beizubringen, wenn ich raten soll, was ich als nächstes tun muss oder ob ich überhaupt dran bin mit agieren, wird das alles ein bisschen unübersichtlich. 

gemüse habe ich auch noch ausgefahren. natürlich hatte es in der nacht vorher wieder mal geschneit, so dass ich nicht nur das auto freischippen, sondern auch auf dem hof durch den matsch waten musste. unangenehmer nebeneffekt des erfolgs unsere gemüsegenossenschaft: es sind mittlerweile so viele körbe auszufahren, dass ich nur noch knapp und mit tricks, die allenfalls im winter möglich sind, alle körbe für eine liefertour ins auto bringe. und ich vermute, dass wir noch ein überdurchschnittlich praktisches auto für diese aufgabe haben. die alternative sind zwei schleifen für eine liefertour...

zum abendessen wirsingrisotto, kai kocht sich gerade durch sämtliche risottovarianten, die man sich ausdenken kann. 

beim abendessen eine diskussion über die unterschiede zwischen tolerieren und akzeptieren. wir suchen nach beispielen: die momentan sehr diskutierte gesichtsverhüllung, da hier demnächst über ein verbot abgestimmt werden wird, haken wir umgehend ab, tolerieren oder akzeptieren spielt für die abstimmung keine rolle. oder das verhalten anderer in der pandemie, das zwar nicht direkt gegen regeln verstösst, aber diese umgeht, hintergeht, aushebelt oder schlichtweg die gesamtsituation ignoriert. was können wir akzeptieren, was müssen wir tolerieren, wo hört dann aber auch die toleranz auf? und was machen wir dann?

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