Montag, 17. August 2020

15. und 16. august 2020 - gartenwochenende

 für dieses wochenende hätte ich ursprünglich zwei verschiedene arbeitstermine im kalender gehabt, die sich einer nach dem anderen, der erste sehr erwartbar, der zweite sehr kurzfristig, in luft aufgelöst haben. nur die zweite absage hatte mit der pandemie zu tun, ich tue mich aber immer noch schwer damit, die plötzlich frei werdenden tage oder stunden zu geniessen. 

was ich anstatt arbeiten getan habe: 

ins wochenende starteten wir wieder mit einem besuch am wochenmarkt und einem anschliessenden auswärtsfrühstück, zuerst wollte die tochter eigentlich mit, dann doch nicht, also gingen dann doch nur kai und ich. unser ziel in dieser woche: das nachbarstädtchen auf der deutschen seite der grenze. den wochenmarkt in der von allen seiten von häusern umschlossenen hauptgasse mag ich sehr, wir haben unsere bevorzugten stände und waren früh dran, so dass wir an kaum einem stand anstehen mussten. für das frühstück hatte ich ursprünglich ein café am rand der altstadt ausgesucht, vor ort mussten wir aber leider feststellen, dass der auf alten bildern locker und offen wirkende aussenbereich durch eine zeltkonstruktion ersetzt worden ist, die vermutlich eine wetterunabhängige aussengastronomie erlaubt. nicht ganz unser ding, also kehrten wir in die altstadt zurück und genossen dort ein sehr durchschnittliches café-frühstück mit vorderschinken und döschenmarmelade - aber immerhin mit ausblick auf markt und publikum. 

zurück zuhause wurde uns klar, dass wir am markt etwas unsere einkaufslust übertrieben hatten, zusätzlich zu zwetschgen auf vorrat warteten zuhause ja auch noch unsere eigenen tomaten und restgemüse aus der genossenschaft auf verarbeitung: zwetschgen eingefroren, tomatensauce gekocht, kühlschrank aufgeräumt (unter anderem käse gerieben), würzpaste aus resten hergestellt, rettichsalat für den abend vorbereitet. 

anschliessend widmete ich mich dem schärfen des spindelmähers - dank youtube-video und  eingetroffener schleifpaste konnte es endlich losgehen. 

fast zu schön um im werkzeugschrank zu verschwinden

ganz so routiniert wie der herr mit dem netten akzent im video war ich noch nicht, aber nach zweimaligem umbauen der räder wusste ich wie der hase die spindel rückwärts läuft, hatte zusätzlich verstanden was dazu warum gewechselt werden muss und drehte ein paar runden mit schleifpaste und mäher. der anschliessende rückbau wäre dann ein klacks gewesen, wenn ich nicht bemerkt hätte, dass der freilauf voll mit schmierfett war, das ich grösstenteils entfernen musste, um eben wieder einen freilauf hinzubekommen. beim abstreifen der schleifpaste war ich noch ein bisschen skeptisch, so scharf kamen mir die klingen nicht vor, aber der anschliessende test ergab: der mäher läuft nicht nur mit weniger kraftaufwand, sondern schneidet auch das gras gleichmässig auf der ganzen breite richtig gut ab. 

beim nächsten schärfen mach ich ihn auch richtig sauber!

das warten auf die schleifpaste und recherchieren nach einem brauchbaren anleitungsvideo hat sich gelohnt - den handmäher haben wir geschenkt bekommen und mit ein bisschen investition in zeit und material wieder richtig gut zum laufen gebracht. 

danach blieb gerade noch zeit für einen sprung ins bädle und dann ging es auch schon los zum sommerfest der gemüsegenossenschaft. 

hierhin begleitete uns die tochter, wir gingen alle drei mit ein bisschen gemischten gefühlen - hatten wir doch den grossteil der gemüsegenossen nicht erst seit märz nicht mehr gesehen (die gv am 12. märz war mir schon nicht mehr geheuer gewesen, hatte aber noch stattgefunden, allerdings ohne mich) und waren sehr gespannt auf die stimmung dort. 

es wurde dann - unter freiem himmel fühlt man sich halt doch momentan am wohlsten - ein sehr schönes, wenn auch kleines fest mit viel rücksichtnahme untereinander, aber auch viel mehr miteinander als auch schon. die seniorin der genossenschaft las geschichten und begleitete volkslieder auf dem akkordeon, es gab zu essen und zu trinken, feuer zum grillieren und gemeinschaft, zum ersten mal auch unter den etwas grössern kindern der genossinnen und genossen. 

***

am sonntag schliefen wir alle erst mal aus. nach duschen und wäsche abhängen goss und schnippelte ich mich einmal durch den garten, ganz ohne zeitdruck und bis zum frühstück. die sonne steht nun wieder anders als im juni und juli, der frühstücksplatz ist jetzt wieder in der sonne - im unterschied zum mai wurde uns das aber schnell lästig. nach entscheidung für einen faulen sonntag und familiensitzung bewegte ich mich im wesentlichen zwischen liegestuhl und küche hin und her, es gab am nachmittag zwetschgenkuchen und gegen frühen abend hatte ich einen kleinen aktivitätsschub, was uns eine garderobe für kleider und schwimmzeug bescherte. das material hatte ich am vergangenen montag vom sufersee mitgebracht und nun war es gerade richtig trocken um verarbeitet zu werden. fürsfotografieren war es zu spät, aber sie hängt nun sogar schon an der wand.

zum abendessen gab es ein blumenkohl-kichererbsen-curry, das mir ein wenig zu scharf geriet - der bio-ingwer aus dem ohneladen ist so viel schärfer als sein pendant aus dem supermarkt. 

gelesen: john lanchester, kapital

gesehen: eine weitere folge von the rain, dritte staffel

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