Samstag, 29. August 2020

28. august 2020 - ich gebe es ungern zu, aber es herbstelt

 der tag lieferte einen vorgeschmack auf herbst. morgens noch ganz schön, sogar mit ein bisschen sonne, so dass ich während der üblichen putzrunde die betten auf den balkon legen und die fenster offen lassen konnte, über mittag dann plötzlich wind und erste regentropfen, als ich mit dem velo auf dem weg in die werkstatt war. 

dort habe ich nur die sachen für die morgigen kurzworkshops zusammengestellt. das kultur- und begegnungszentrum, dem wir lange gegenüber gewohnt haben, ist nun auch umgezogen. hinunter an den fluss, in eine alte gastwirtschaft, die von der bäderherrlichkeit der ersten hälfte des zwanzigsten jahrhunderts irgendwann im stich gelassen wurde und abgesehen von einer zwischennutzung als beizli im rahmen einer maturarbeit, lange leer stand. die räume wurden zugleich schön und zweckmässig hergerichtet und morgen ist nun eröffnung und ich werde mit zwei 20minütigen filzworkshops meinen teil dazu beitragen. wie fest wir immer noch mit dem alten wohnort verwurzelt sind. geplant sind weitere kurse im herbst und winter. 

kaffeekunst
 

von der werkstatt aus bin ich dann noch kurz in die stadt gefahren, der regen war noch nicht wirklich schlimm und die luft noch nicht wirklich kalt. die stadt sehr leer, ich kaufte nähgarn und bestellte ein buch. im einen laden wurde ich mit, im anderen ohne maske bedient. (selbst trug ich eine, warum auch nicht?) die maskenpflicht im nachbarkanton oder die steigenden fallzahlen wirken. 

zuhause wusste ich: entweder schwimme ich jetzt gleich, oder heute nicht mehr. also setzte ich wasser auf für tee, ging schwimmen - die wassertemperatur gleich beim reingehen angenehm, weil höher als die lufttemperatur, aber nach einer viertelstunde dann doch kühl - trank tee und arbeitete noch ein bisschen. bürokram - ich nenne alles so, was ausser wirklich freizeitmässigem wie blogschreiben, am laptop stattfindet. und manchmal auch analog im notizbuch. 


danach wusste ich nicht so recht, was mit der zeit bis zum abholen der tochter vom sport tun. ich entschied mich für lesen und spielen am mobile. es fühlte sich sehr herbstlich an, bei geschlossenen fenstern und balkontüren drinnen zu liegen und nichts zu tun. 

zum abendessen gab es experimentelle carbonara mit paprika, dazu salat, gemüseanteile aus ernteanteil. 

gelesen: john lanchester, kapital

gesehen: grand hotel

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