Sonntag, 23. Februar 2020

22. februar 2020 - heute kann es regnen, stürmen oder schnein...

heute ist nämlich der geburtstag des mittleren kindes, aber auch noch ganz viel anderes.

der tag beginnt damit, dass ich früh aufstehe und während die tochter ihre sachen für ihren kurstag zum brevet basis pool zusammenpackt, einen ersten entwurf des blogposts schreibe. um viertel vor acht müssen wir los, picken unterwegs noch zwei andere lebensretterinnen auf und sind überpünktlich am schwimmbad, in dem der kurs stattfinden wird. beim abfahren sehe ich gerade noch erste andere teilnehmer ankommen. mein weg führt mich zuerst zum entsorgungsunternehmen, da es auf dem weg liegt, hat kai mir gestern den kofferraum vor allem mit papier und karton gefüllt, der entsorgt werden muss. anschliessend noch schnell zur tankstelle und eine zopf und fasnachtsgebäck für den nachmittag holen.

zuhause ist schon der frühstückstisch gedeckt, und beim zweiten kaffee scheint dann auch die sonne auf den essplatz. wir sortieren unsere aufgaben für den tag, ich werde zuerst die gewünschte eistorte vorbereiten und kai will, solange es draussen noch zu kühl für gartenarbeiten ist, endlich die oberlichter des wohnbereichs putzen. für diese arbeit haben wir extra eine leiter für eine arbeitshöhe von fünf metern angeschafft.  später am tag dann ein bisschen gartenarbeit, der grosse sohn will vielleicht noch vorbeikommen, später dann kochen und feiern.

dann gibt es allerdings noch ein merkwürdiges intermezzo: beim blick durchs fenster haben wir entdeckt, dass das gartentörchen vom zaun am ende des gartens ausgehängt und etwa fünf meter weiter links abgestellt ist. aprilscherz? erster mai? fasnacht?
beim nächsten blick durchs fenster steht dann auch noch ein roter spaten da rum. und bei genauerem hinsehen arbeitet jemand hinter dem rhododendron am zaun. ganz richtig vermuten wir, dass das angekündigte baumfällen* also heute stattfinden soll. wäre nur nett gewesen, wenn man mal an der tür geklingelt hätte, um dieses ansinnen anzukündigen. abgespeist werden wir mit ausreden, man habe ja nicht gewusst, ob jemand zu hause sei. ja, herr wirf hirn runter, genau dafür ist so eine türklingel ja da! wir sind also etwas genervt, weil just dort, wo der baum gefällt werden soll, sich auch der kompost befindet, den wir für die anstehenden pflanzaktionen brauchen werden. und holen auf die schnelle drei schubkarren kompost, die dann natürlich im weg rumliegen.

mit hainbuche am samstagvormittag
zurück bei eistorte und oberlichtern sind wir für die kommende stunde so beschäftigt, dass wir den fällarbeiten nicht zuschauen müssen, andererseits fällt das aber sehr schwer, denn da hantiert ein eindeutig als nichtprofi erkennbarer älterer herr mit einer elektrokettensäge, nur unzureichend oder gar nicht gesichert in einer höhe von 10 metern im baum. das notfallkonzept scheint aus den abwesend gewähnten nachbarn zu bestehen, die im bedarfsfall ja die 144 wählen können?! zwischendurch fällt auch mal die säge runter, glücklicherweise nicht der gärtner. der nachbar lässt nämlich sägen.

den pausenkaffee mit fasnachtsgebäck können wir draussen auf dem balkon in der sonne nehmen! die fenster sind sauber, die torte friert und in unserem garten türmen sich die äste.

wir wollen auch noch raus in den garten: nur noch ganz wenig kirschlorbeer muss geschnitten werden (eine tonne voll) dann liegen die beiden wiederentdeckten beete schön offen da und können mit kompost versorgt und mit dem am alten ort geretteten rhabarber bepflanzt werden. kai entfernt währenddessen einen eingegrabenen plastikeimer aus dem beet am sitzplatz. wir züchten unsere fliegenlarven und stechmücken in der wassertonne. in das loch kommt ein lavendel, den vorhandenen lavendel binden wir hoch - kriechend auf der terrasse fanden wir ihn nicht so praktisch. ich hoffe, er verzeiht uns das etwas grobe vorgehen und schlägt wieder aus. dann setzen wir noch eine felsenbirne ins grosse beet und eine bergenie an eine schattige stelle. alles, was wir pflanzen, sind gerettete pflanzen aus unserm alten garten, mit viel glück werden sie sich bald hier heimisch fühlen.

das kettensägenmassaker im garten geht weiter, mittlerweile hat der ältere gärtner verstärkung durch seinen sohn bekommen und durch eine motorsäge.

ohne hainbuche am sonntagmorgen
die nachbarn auf der anderen seite leihen sich bei uns ein überbrückungskabel, dabei ergibt sich ein gespräch über die gärten. gut haben wir  drüber geredet, sie wissen jetzt, dass das baumfällen nicht unsere idee war. in ihrem garten steht eine riesige alte linde, die im herbst alle umliegenden gärten mit ihren blättern versorgt. aber auch bei ihnen sterben die eschen, mehrere davon sind beim letzten sturm umgefallen. wir tauschen uns auch noch über den zerfallenden hag zwischen ihrem und unserem grundstück aus, sie sind, wie wir, mit dem vermieter da im gespräch. ich finde den löcherigen palisadenzaun vor allem in hinblick auf unsern pool und ihr kind im nichtschwimmeralter schwierig. sie haben da weniger sorge. ich hoffe, sie behalten recht.

gegen fünf beginnen wir ernsthaft mit dem kochen: falafelmasse und tahinijoghurt herstellen, fladenbrot vorbereiten, tomatensalat schnetzeln (da ist schon der grosse da und hilft beim schneiden), brot backen, falafel fritieren, zwischendurch gäste in empfang nehmen, gratulieren, mit sekt auf den geburtstag anstossen und endlich sitzen und essen und schwatzen. mit allen drei kindern plus freundin des geburtstagskinds geht es hoch her und wir geniessen den trubel bis die letzten gäste gegen halb elf aufbrechen. schönstes kompliment vom jubilar: ihr macht da ja richtig viel aufwand mit dem essen!





* das mit dem baum ist ein bisschen kompliziert. ich habe schon mal am 7.februar darüber geschrieben, da hat der nachbar die fällung angekündigt. der baum steht auf dem von uns gemieteten grundstück, wenn auch ganz am ende und schon hinter dem gartenzaun. er steht zunächst dem hag zum nachbargarten und stört, weil seine blätter auf das nachbargrundstück fallen. es ist ein baum unter vielen, allerdings eine gesunde hainbuche, während einige der daneben wachsenden eschen krank, beziehungsweise bereits abgestorben sind. der nachbar ist sich aber mit unserem vermieter über das fällen des baums einig geworden. von seiten des vermieters haben wir nichts erfahren, vom nachbar kam nur die ankündigung, dass das demnächst gemacht wird.

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