Freitag, 28. Februar 2020

27. februar 2020 - ankunft beim filzertreffen


in der nacht mehrmals hochgeschreckt, weil das bücherregal im schlafzimmer an einer ganz anderen stelle stand als gewohnt. ansonsten entspannter morgen und vormittag, weil ich ja das meiste für die abreise schon am vortag erledigen musste. also frühstück, bloggen, einkaufen, damit die familie während meiner abwesenheit nicht verhungern muss, dann noch ein telefonat mit meiner mutter. um zwölf stelle ich fest, dass es für mich nichts mehr zu tun gibt und weil sich die hinweise auf sturm und schnee in den entsprechenden portalen schon wieder häufen, entschliesse ich mich, gleich loszufahren, um am späten nachmittag im kloster roggenburg zu sein. 

zuerst unspektakuläre fahrt auf der autobahn, im thurgau und sankt gallen schneit es zeitweise, aber die strasse bleibt trocken, erst als ich wieder an den see komme, beginnt es zu regnen. gut ohne autobahn durch bregenz gefunden, dann vor lindau wieder auf die nun deutsche autobahn. die österreicher mögen es mir verzeihen, aber für die paar kilometer um bregenz herum kaufe ich mir leider kein pickerl. auch wenn ich die bregenzer nicht beneide um ihre durchfahrtsstrasse. 

nicht die autobahn, sondern der weg zur filzbegegnung
auf der autobahn dann schnee ohne ende, nasser pappiger schnee, der dann irgendwann auch auf der fahrbahn liegen bleibt. trotzdem fahre ich in leutkirch west noch einmal ab und besuche den laden der schäfereigenossenschaft finkhof in arnach. hier hat – wie ich gelesen habe - vor 25 jahren das erste filzertreffen stattgefunden, ich glaube nicht, dass heute noch jemand von den leuten dort an diesen anlass kommt. wie immer schöne sachen im laden, ich soll kai eine mütze mitbringen, ausserdem kaufe ich mir strick- und filzwolle.

zurück auf der autobahn muss ich mich erst mal orientieren,  die navigation zeigt stau auf der vor mir liegenden restlichen strecke an, aber auch, dass es trotzdem die schnellste route ist. nach insgesamt etwas mehr als fünf stunden fahrt inklusive dem abstecher nach arnach komme ich nach ein paar letzten kilometern auf wirklich verschneiten strassen im kloster an und lasse mich von den filzerinnen willkommen heissen. die nächsten drei tage werde ich am 25. deutschsprachigen filzertreffen, veranstaltet vom filznetzwerk deutschland, teilnehmen und teil einer manchmal ein bisschen merkwürdigen subkulturszene sein. 


ich finde ein einfaches zimmer mit fulminantem ausblick auf die klosterkirche vor, hier lässt es sich sein, wenn jetzt auch noch das internet funktionieren würde… überhaupt ist das dem prämonstratenserkloster angeschlossene bildungszentrum ein angenehmer ort. im eingangsbereich bauen schon die üblichen wollhändler ihre stände auf und bald gibt es auch abendessen. so viele leute kenne ich inzwischen hier! 

um acht gibt es eine begrüssung durch den leiter des bildungszentrums, einen pater des klosters, der mit viel humor sein haus vorstellt. ich freue mich schon auf die klosterführung am samstagvormittag. 


anschliessend wird eine seifentorte zur feier von 25 jahren filzbegegnung und 15 jahren filznetzwerk angeschnitten, mir war gar nicht bewusst, dass beide institutionen nicht so viel älter als mein filzerleben sind. anschliessend gemütliches beisammensein, die ersten beginnen schon zu filzen, denn es gibt wieder einmal eine aufgabe für jede teilnehmerin, aus allen gemeinsam wird dann am samstagabend eine art gesamtkunstwerk werden.
spät zu bett, aber das ist ja eigentlich der sinn einer solchen tagung!

gelesen: rebecca
gehört: meine cousine rachel

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