Samstag, 29. Februar 2020

28. februar 2020 - ein tag an der filzbegegnung


guten morgen filzbegegnung! mit so einem ausblick kann der tag gut starten. ich schreibe den blogbeitrag vor, es ist noch nicht ganz klar, ob ich mit dem laptop ins internet komme. frühstück im grossen speisesaal und dann ist es auch schon zeit für den ersten kurs.

ich habe mich für sticken bei annemie koenen entschieden und freue mich auf drei stunden ganz neues.  in der gruppe mit 10 personen sind stickerfahrene und neulinge wie ich.


ich darf nicht nur von annemies wissen, sondern auch von den schätzen der länger schon stickenden profitieren und lerne stielstich, kettstich, varianten von kettstich, die mir es erlauben, blümchen zu sticken, und einen prähistorischen stich.


am schnellsten kann ich schöne ergebnisse im kettstich produzieren. (auch die kleinen knötchen sind eine art kettstich) das sticken auf filz ist unter anderem deshalb so spassig, weil man anfang und ende des fadens so schön im filz verstecken kann.


den prähistorischen stich finde ich sehr flott, weil er eine art zopf erzeugt. angeblich haben damit die kelten ihre kleidung zusammengenäht.

nun muss ich üben: laut annemie eine woche lang jeden tag 5 minuten, dann einen monat jede woche fünf minuten, dann vergesse ich es nie wieder.

zum mittagessen komme ich früh genug, dass ich noch eine gemüselasagne bekomme und salat. (später gibt es veganen leberkäse.) anschliessend finde ich gelegenheit, mich um das problem mit dem internet zu kümmern. an der rezeption kann mir weitergeholfen werden: es gibt einen raum mit gutem wlan, dort kann sich endlich auch das laptop ins hauseigene netz einloggen und ich kann den blogpost mit bildern versehen und veröffentlichen. und dabei sogar kaffee trinken. und gespräche führen, die mich geradenwegs in einen loyalitätskonflikt führen.

ich hadere noch ein bisschen, ob ich am nachmittag die gv des filznetzwerks besuchen soll, entscheide dann aber, dass so ein verein ja auch nur funktioniert, wenn die mitglieder wenigstens wissen, was da so passiert. und ich werde belohnt: die besprochenen themen sind reichlich relevant und ich bekomme lust, mich auch wieder stärker auf der homepage einzubringen. ausserdem nehme ich gleich ein paar gute ideen für die filzszene mit. völlig überrascht bin ich davon, wie einfach sich sechs beisitzerinnen für das präsidium und damit den kern der vereinsarbeit finden lassen und wie jung die filzerinnen sind, die sich hier engagieren. hier im filznetzwerk gibt es einen echten generationenwechsel.

nach fast drei stunden sitzung bin ich aber auch völlig erledigt und muss dringend an die frische luft.


ich gehe vom kloster weg in richtung klosterweiher - leider geht bald schon die sonne unter und es wird ein ziemlich ungemütlich.

nach dem abendessen kann ich tatsächlich noch eine halbe stunde pause machen und im zimmer ein wenig lesen. dann geht es um acht mit dem abendprogramm weiter.
zuerst werden von zwei oberschwäbischen narrenzünften aus dem ulmer raum ihre häser gezeigt und ein bisschen zum fastnachtsbrauchtum erzählt. der herr von der narrenzunft ulm stellt die geduld der nichtschwäbischsprechenden teilnehmer wird hier ziemlich auf die probe - er hört sich aber auch allzugerne selbst reden. anschliessend gibt es den auftritt eines improtheaters, sehr unterhaltsam und viel mehr in richtung theatersport, wie ich ihn aus der studentenstadt kenne, als alles, was ich in letzter zeit so gesehen habe.

gegen zehn stossen wir noch einmal auf 25 jahre filzbegegnung an und später setze ich mich zu meinem eigenen erstaunen tatsächlich noch an einen der tische im grossen saal und filze den beitrag für die filzbegegnung ... aus 15 gramm einfarbigem feinem merionvlies, gespendet von frieder glatzer. mein plan, den ich über den tag und vor allem auf dem kurzen spaziergang gefasst habe, geht auf und so kann ich den morgigen tag entspannt angehen. und schon wieder: spät zu bett.

gelesen: rebecca.

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