Samstag, 2. Mai 2020

1. mai 2020 - maifeiertag

maifeiertag ist hier in der schweiz ja immer so eine komische sache. während die in zürich arbeitenden sicher feiertag haben, ist im nachbarkanton davon wenig zu spüren. oder im zweifelsfall doch, weil hier die läden geöffnet und im nachbarkanton zu sind. da man das aber schon weiss, muss man ja nicht unbedingt einkaufen gehen.*
andererseits greift das konzept feiertag auch nicht so recht, wenn alle sowieso immer zuhause sind. aber immerhin ausschlafen, frühstück mit frischem brot, gemeinsamer hausputz anstatt erledigung der notwendigen aktionen nur durch mich und am nachmittag einfach mal zeit für nichtstun waren schon anders als werktag. und für diejenigen, die sich ihre arbeitszeit nicht so frei einteilen können wie ich, vermutlich schon auch noch mal anders anders als für mich.

was sonst noch so war:

der sohn werkt an seinem campingbus und baut wieder einmal alles um, weil er beim start in die dritte saison endlich weiss (oder zu wissen glaubt) wie es noch praktischer wäre. das werken findet vor unserer garage statt, weil er als stadtbewohner keinen platz für so etwas hat. so haben wir mittagskaffee und abendessen mit ihm und seiner freudin geteilt.


wir holten die bestellten pflanzen am effingerhort ab. übergabe durch einen jungen mann vom zivilschutz, wie neuerdings vom bund für menschen empfohlen, die die zwei meter sicherheitsabstand nicht einhalten können, mit schutzmaske. wir konnten mit twint bezahlen und haben jetzt zwei körbe voll schöner setzlinge und stauden für den garten, komplett stress- und nahezu begegnungsfrei ausgesucht und abgeholt. ist aber halt auch eher was für menschen, die eh nicht so gerne einkaufen gehen und in dieser hinsicht eher ergebnis- als prozessorientiert sind.


am nachmittag habe ich zwei bücher gebunden, naja, eher ein buch und ein büchlein. ich fürchte mich jetzt schon vor dem ersten benutzen. es ist immer wieder dasselbe, und ich weiss es auch schon vorher. einzige ausnahme: wenn ich ein büchlein für die ferien binde. es müsste also ein konkreter zweck dahinter stehen. vielleicht bringt es das 100-tage-projekt, wenn ich mich denn dann wirklich entschliessen kann, damit zu beginnen. oder das neue doppelmonatsmotto garten/klein - für das wäre das kleine büchlein prädestiniert.

gelesen: lutz seiler, stern 111
gesehen: heuteshow - und ich kann mich an keinen einzelnen gag erinnern

* ich merke einen grossen missmut in mir, wenn ich höre, es sei nun ja wieder dies und jenes erlaubt, oder wenn nicht schon jetzt, dann doch immerhin in ein oder zwei wochen und da könne man ja jetzt auch drittes oder viertes machen, weil mit dem virus, das sei ja wohl jetzt doch nicht so schlimm. und überhaupt, wenn alles, was erlaubt ist, auch unbedingt gleich gemacht werden muss und andere das jetzt auch so machen sollen und sich nicht so haben. ich möchte nicht, dass da sozialer druck entsteht und befinde mich mittendrin.



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