Donnerstag, 14. Mai 2020

13. mai 2020 - low tech versus high tech

in den letzten tagen ist es hier noch einmal so richtig kalt geworden, in diesem jahr also so richtige eisheilige. zum radfahren habe ich mir mal die handschuhe herausgelegt.

und dann bin ich heute nicht einmal am vormittag in die werkstatt geradelt. das kam so: für einen grösseren auftrag (15 sitzfilze) brauche ich ein dickes gesponnenes und gezwirntes garn für die deko. das wollte ich schon am wochenende herstellen, bin dann aber doch nicht dazu gekommen, hatte keine lust das spinnrad aufzubauen und so weiter. gestern abend war dann der plan, einfach alles zum spinnen in die werkstatt zu  tragen, aber beim einpacken fiel mir ein, dass ich recht viel verschiedenes hätte mitnehmen müssen oder eben gefahr laufen, das entscheidende zubehörteil dann nicht dabeizuhaben. also plante ich um und habe zuhause gesponnen. und wie es halt so geht, wenn man etwas lange nicht gemacht hat, es dauert, bis alles so funktioniert, wie es soll. oder wenigstens so, dass es einigermassen geht. mit dem grossen spinnflügel für dicke garne ribschelt der antriebsriemen jedenfalls so unangenehm, dass es sich schrecklich anhört (ich weiss auch nicht, was kais kollegen jetzt denken, wo er sein homeoffice aufgeschlagen hat, vielleicht in einer fabrik?) und man ausserdem ständig quasi bergauf spinnt, man könnte es jedenfalls denken, so fest wie man in die pedale treten muss. das garn ist jedenfalls fertig, und mit dem normalen spinnflügel hat dann nach umbau auch alles wieder gut funktioniert.
aber mittlerweile war es halt auch arg spät am vormittag geworden, so dass ich nicht nur mit kai einen zweiten kaffee nehmen konnte, sondern danach dann lieber die einkaufsrunde erledigt habe, anstatt für eine stunde in die werkstatt zu fahren. beim einkaufen gab es endlich das ersehnte gummiband für meine vor wochen genähte hose. falls mich also jemand fragt, was ich während des lockdown wirklich vermisst habe: es wäre das frei zugängliche kurzwarenregal in unserer dorfmigros gewesen.
beim aufräumen der einkäufe habe ich dann spontan beschlossen, den keller aufzuräumen. immerhin lagen auf der werkbank immer noch kalk und farbreste, die ich bei der vorläufigen reparatur von der skimmerklappe abgekratzt hatte. thematisch passend läutete es an der tür und der monteur vom poolbauer stand vor der türe, mit einer lösung für das skimming-problem, das er gestern nicht beseitigen konnte. ein bisschen überraschend kam das schon, denn gestern sah es noch nach einer grösseren massnahme aus, heute brachte er ein klemmteil, das hoffentlich hält. nun, zur sicherheit haben wir das von mir gebasteltete teil auf anraten auch noch mal aufgehoben. es freut mich, dass es eine passende lösung zum zustand des pools gibt. also so nach dem motto: funktioniert, ist aber nicht high-tech oder superschick. ich finde ja den pool an sich schon genug luxus.

zum mittag waren also bereits alle haushaltsaufgaben für heute abgearbeitet, ich konnte am nachmittag dann doch noch ein bisschen in der werkstatt arbeiten und weitere vorarbeiten für die sitzfilze erledigen. aber besonders produktiv war ich auch nicht. beim heimradeln (immer noch mit handschuhen) wurde ich nass und mir schwante schon, dass die spaziergangsrunde heute eventuell schon wieder ausfallen würde. weil kai noch am arbeiten war, telefonierte ich mit meiner mutter, danach wollten wir wirklich aufbrechen, aber als wir vor die türe traten, regnete es gerade heftig, so dass wir uns umentschieden und lieber die garage aufräumten. immerhin bleibt man da drin trocken. so richtig viel aussortiert haben wir dann doch nicht, aber immerhin mal alles durchgeschaut, verschiedene dinge an andere orte gebracht, die überzähligen schläuche aufgehängt und gefegt. übersichtlicher ist es geworden, da wir aber weiterhin die velos in der garage stehen lassen und das auto davor, ist ein "richtiges" aufräumen auch gar nicht notwendig. am ende der arbeiten ging dann das elektrische garagentor nicht mehr zu. wie befürchtet: der elektrische schnickschnack im haus wird uns zum wahnsinn treiben! aber alles wünschen eines handbetriebenen tors hilft ja nix, nach dem abendessen löste kai das problem mit hilfe der im internet gefundenen bedienungsanleitung. das garagentor kann verschiedene programme, aber selbst das einfachste, nämlich auf und zu, muss es erst lernen. am nachmittag hatte es eventuell eine art amnesie und alles vergessen.

gelesen: lutz seiler, stern 111
gehört: servus, grüezi und hallo, corona-virus-update und irgendein podcast mit geschichte, der aber mit so unangenehmen sprechern daherkommt, dass ich noch unsicher bin, ob ich das weiter hören will.
gesehen: you, 5.folge


apropos: wo ist das neue blogger-backend hingekommen, das die letzten tage da war? warum ist jetzt alles wieder wie vorher?





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