Sonntag, 12. Juli 2020

11. juli 2020 - well, that escalated quickly

für den heutigen tag hatten wir eine frühe einkaufsrunde ins nächstgelegene städtchen auf der deutschen rheinseite geplant und tatsächlich hatte sich nicht nur die tochter unserer idee angeschlossen, sondern wir kamen auch um acht bereits los. dementsprechend hatte es überhaupt keinen grenzstau und auf dem markt im malerischen städtchen war es zuerst auch sehr ruhig. wir drehten eine erste runde zum erkunden des markts, kauften dann aber doch gleich sauerkirschen, himbeeren und kleine pfirsiche, das meiste davon für die marmeladeproduktion bestimmt.
mit gemüse versorgten wir uns am biohofstand, geissenkäse gab es nebenan - auch eine ganze kugel scamorza durfte noch mit und fleisch zum grillen von einem kleinen metzgerverkaufswägelchen. wochenmarkt ist immer schön, und dieses einkaufserlebnis vermisse ich auch nach vielen jahren gemüsegenossenschaft immer noch am meisten.

anschliessend waren die drei läden, in denen wir uns nach kleidern umschauen wollten, noch nicht geöffnet und die gewohnte eisdiele auch noch nicht, deshalb probierten wir die nebenan gelegene und bekamen dort ebenfalls bestes - eventuell sogar besseres eis und auf jeden fall die nettere bedienung.

nach kleiderkauf und noch ein paar besorgungen im supermarkt waren wir um zwölf schon wieder zuhause und es gab vor der marmeladenproduktion zuerst noch brezeln, kaffee und kuchen.

ich kochte drei gläser himbeer- und fünf gläser sauerkirschmarmelade ein, und weil ich mich schon seit wochen über zwei marmeladegläser im kühlschrank ärgere, die einfach nicht leer werden wollen, buk ich drei bleche spitzbuben, die ich dann mit den resten von hägenmark und kornelkirschmarmelade füllen konnte. ausserdem habe ich mich damit ein spitzbubentrauma geheilt, das ich neulich nach dem genuss essen eines so genannten gebäcks von unserem ansonsten sehr guten bäcker erlitt. 

kai kümmerte sich währenddessen um den letzten abschnitt des wegs vor der küche, die wassertonne bekam auch noch eine neue, etwas höhere standfläche uns jetzt ist wirklich alles sehr schön eben und begehbar. es fehlen noch ein paar grössere steine an der hauswand, aber die finden sich demnächst entweder im garten oder an der aare.

gestern hatten wir bemerkt, dass das wasser im bädle ein bisschen trüb war, daraufhin hatte kai  massnahmen zur bekämpfung eingeleitet, zusätzlich zum normalen abfischen und zusetzen der notwendigen chemie gab es eine extrafilterrunde und der poolroboter wurde eingesetzt, aber eine besserung konnten wir nicht feststellen. dass die filter des roboters mit ganz viel feinen partikeln zugesetzt waren, liess uns schlimmes ahnen, die feinen teile soll eigentlich der sandfilter in der nacht herausfiltern.
also tippten wir mal darauf, dass ein rückspülen des filters zur reinigung notwendig sein würde und durchforsteten unsere unterlagen zum bädle. ich glaube, ich habe schon mal darüber geschrieben - es gibt im haus eine sammlung von diversen bedienungsanleitungen aus verschiedenen zeiten, von verschiedensten pumpen und filtern, die schon im einsatz waren, handgeschriebene anleitungen und heruntergeladenes und ausgedrucktes aus dem internet, das, wenn es sich nicht komplett widerspricht, immerhin unterschiedliches zur poolpflege anrät.
so auch beim thema rückspülen des sandfilters: man muss erst rückspülen, wenn der druck ansteigt, der am filter angezeigt wird - man muss auf jeden fall alle zwei wochen rückspülen, das sind so die extrempositionen. unser filter läuft nun seit mehr als zwei monaten und der druck befand sich immer noch im eher niedrigen bereich, dazu war das wasser immer sauber.
das rückspülen ist keine grosse sache, ein paar mal pumpe an und aus und den hebel am sandfilter in verschiedene positionen, wenn man also weiss, dass man das machen sollte, kann man das auch öfter machen. es kam auch ordentlich dreck aus dem filter, aber mangels vergleichsmöglichkeiten fiel uns eine bewertung eher schwer.

nach der aktion schauten wir uns das becken an - mit einer sofortigen besserung rechneten wir natürlich nicht, die pumpe braucht mehrere stunden um das wasser komplett umzuwälzen, aber wir wollten uns davon überzeugen, dass nicht noch mehr dreck im bädle gelandet war, der begriff "rückspülen" legt ja irgendetwas ähnliches durchaus nahe. dem war aber nicht so, dafür fiel uns auf, dass der wasserstand extrem niedrig war. verdunstung? die rückspülaktion? oder - ein loch in der beckenwand? (das bad ist fünfzig+, so genau weiss das niemand und da ist ein leck auch nicht ganz unwahrscheinlich) immerhin war abhilfe einfach, wir füllten die fehlenden zwei bis drei zentimeter wasser auf und beobachten, wie es jetzt weitergeht.

anschliessend waren wir wieder einmal der einhelligen meinung, dass das bädle neben spass auch ganz schön viel arbeit und aufwand generiert. und es war mittlerweile früher abend geworden.

der sohn kam vorbei um eine neuerwerbung im bereich campingbus bei uns zu deponieren, ich telefonierte mit meiner mutter, dann musste auch schon das grillfeuer angezündet werden.

gegrillt wurde mit pesto marinierter schweinehals und zucchinischeiben, dazu fetakäse. eine schüssel salat dazu, fertig war das abendessen. anschliessend nutzten wir die glut und unterhielten weiter ein feuer, ohne das man auch nicht mehr angenehm hätte draussen sitzen können. 

gelesen: joan aiken, anderland

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