Samstag, 12. Dezember 2020

11. dezember 2020 - welchen tag haben wir denn heute?

 

adventspost nr.11 - von nicole kommt kalte luft vom hohen meissner. ich musste nachschauen, wo das ist: im norden von osthessen. man sagt, frau holle sei dort zuhause. schöne karte, querformat.

sonst so: 

freitag halt. den ablauf kennen sie, oder können ihn an jedem beliebigen anderen freitag nachlesen. 

am nachmittag ein novum in der werkstatt - die angemeldete kundin erscheint nicht. nachfrage per wapp und telefon bleiben unbeantwortet. ich schwanke zwischen ärger und besorgnis. es schneit draussen. ich komme dafür mit meiner arbeit gut voran. am abend der anruf: die kundin dachte, es sei heute donnerstag. 

der bundesrat verkündet neue corona-massnahmen, die sind aber schon seit dienstag bekannt. interessant sind allenfalls die kompromisse, die die kantone noch herausgehandelt haben. nach 19 uhr und am sonntag bleiben die läden und gaststätten zu (ausnahmen bilden die kantone, bei denen die ansteckungszahlen zurückgehen - überraschung. unser wohnkanton ist nicht dabei), kulturelle veranstaltungen gibt es keine mehr, der sport wird noch ein bisschen eingeschränkt - aber insgesamt relativ moderat alles. anders sieht es nördlich des rheins aus: in baden-württemberg gilt ab morgen eine nächtliche ausgangssperre und ein lockdown ab weihnachten.  

zum abendessen hat kai pilzrisotto gekocht. spät am abend muss ich nochmal los, um die tochter vom sport zu holen. (ich bin noch nicht sicher, ob der bundesrat mir das gerade für die kommenden wochen erspart hat. egal. nächste woche sind die anderen eltern dran und dann ist eh erst mal lockdown weihnachten.)

gelesen: allende, geisterhaus (ich habe beschlossen, dass ich das jetzt genüsslich langsam lese, auch wenn ich sie zu tode langweile mit immer demselben titel in der liste)

gesehen: rebellion (es wird verzwickt in der zweiten staffel, man müsste und könnte in die feinheiten der irischen unabhängigkeitsbewegung einsteigen.) und anschliessend heute wirklich die komplette dreieinigkeit des zweiten deutschen fernsehens. der jahresrückblick auf aspekte gut gemacht und spannend zu sehen - obwohl man ja alles miterleben musste.


Freitag, 11. Dezember 2020

10. dezember 2020 - schneebild mit rehen


leider fehlt heute auch wieder die adventspost nr.10 - dafür sind 11, 12 und 15 schon da. 

nachtrag: angekommen! 

adventspost nr. 10 - von christa stammt dieser querweg durch den winter. ich zeige die karte als hochformat, sie funktioniert auch so. interessante technikvariante im glasscheibendruck - es sieht so aus, als ob die schrift durch auskratzen von farbe auf der scheibe entstanden wäre.
 

vormittags habe ich richtig gas gegeben in der werkstatt und wurde auch fast in der zeit mit zwei vorfilzen fertig, die jeweils schon recht gross sind. es kann also morgen weitergehen mit der grossen kugel. 

knapp war ich zu spät zum kalten mittagessen, das kai schon vorbereitet hatte (das macht er eigentlich meist, wenn ich nicht früh nach hause komme), anschliessend ging er den reis holen, den wir gestern nicht bekommen hatten. und dann war er auch noch so  früh wieder da, dass ich eines der säckchen gleich einpacken konnte, um damit eine überraschung auf den weg zu bringen. (nicht-weihnächtlich, aber auch ein anlass zum freuen!). 

am nachmittag fuhr ich also gefühlt das letzte mal vor weihnachten nach deutschland, um zwei päckchen aufzugeben. ich wäre froh, wenn die grenzen für den einkaufstourismus offen blieben - für uns vor allem, weil wir dann vielleicht noch ein paar weihnachtsüberraschungen auf den weg bringen können. ja, das könnten wir natürlich auch über die schweizer post, aber für manches ist mir dann das porto doch ein bisschen hoch. und natürlich geht es über die grenze auch viel länger als wenn ich die post selbst in deutschland aufgebe. 

auf dem höhenzug, den ich vor der grenze und dem rhein überqueren muss, lag richtig viel schnee und auch der wald, durch den ich fuhr, war winterlich verschneit. auf dem rückweg sah ich am hellichten tag zwei rehe auf den feldern im schnee nach fressen suchen. 

zurück zuhause bastelte ich während eines telefonats mit meiner mutter (das paket ist angekündigt) ein paar origamikugeln fertig und machte aus den bereits gefalteten eine fensterdeko. das allerdings erst nach dem telefonat.

ich dachte eigentlich, dass ich mit kochen dran wäre, aber kai teilte mir mit, dass es schnitzel mit pommes zu servieren gedenke. auch gut, bei mir hätte es selleriesuppe gegeben. 

später noch serie und schweizer tagesschau. morgen wird es spannend, mal sehen, was jetzt an neuen schweizweiten massnahmen kommen wird. 

gelesen: allende, geisterhaus

gesehen: rebellion

gehört: servus, grüezi und hallo und weihnachtsplaylist von 2016

Donnerstag, 10. Dezember 2020

9. dezember 2020 - baby, es gibt reis. (aber erst morgen)

die adventspost nr. 8 ist gestern aufgetaucht, dazu die karten für den 11. und den 15. dezember. dafür fehlt heute die neun. ich habe mich entschieden, die karten am jeweils passenden tag nachzutragen, dann wird das hier nicht so ein durcheinander. was ich ihnen aber heute zeigen kann ist eine übersicht über die ersten acht tage: 


 nachtrag: auch die post vom neunten hat mich erreicht - sie kam anders als gedacht aus uk... danke ayla!




den morgen verbrachte ich in der werkstatt - grosse vorfilze wollen hergestellt werden für die grosse kugel. ich wage es. eine kugel mit 160 zentimeter umfang soll eine karierte aussenhülle bekommen. dabei verzichtete ich heute auf podcasts, das ist mir gerade alles zu monothematisch. anstattdessen hörte ich die playlists, die kai regelmässig für uns macht. es gibt auch wieder eine weihnachtsplaylist, die allerdings in diesem jahr angemessen rauh und holprig ausfällt (sie können der liste auf spotify folgen, es kommt jeden tag ein neuer song dazu, mindestens bis weihnachten).

zu mittag nach hause und nach dem mittagessen, das aus einer suppe und brot mit auflage bestand, setzte ich mich wieder fleissig an weihnachtsüberraschungen. gegen drei hatte kai eine angekündigte pause, die wir zu einem spaziergang im schneetreiben nutzten. ziel war das örtliche gartencenter - wir wollten reis vom wasserschloss kaufen, kamen aber zu spät - oder zu früh, denn ab morgen soll es wieder welchen geben. 

dann packte ich noch hopplahopp ein geschenk ein - die coronasituation und der massnahmenpotpourri hüben und drüben der grenze machen uns ein bisschen sorge, so dass wenigstens ein schweres geschenk dringend über die grenze gebracht und verschickt werden muss. 

weiterarbeit an weihnachtsüberraschungen und nach dem abendessen (die tochter machte überbackene brote und guacamole) habe ich tatsächlich den finalen handstreich daran getan. weihnachten wird. jetzt ist dann bald auch mal zeit für den kleinen liebevollen schnickschnack. und weihnachtskarten! 


Mittwoch, 9. Dezember 2020

8. dezember 2020 - surprise, surprise!

adventspost nr.8 - die wunderschöne karte von silke ist einen tag später auch angekommen, vorweihnachtszeit und eine eu-aussengrenze machen die wege der post nicht gerade leichter und schneller. ich mag das motiv sehr, ich kann förmlich den duft der zapfen riechen. danke!

hier fehlt heute die aktuelle karte aus der adventspost - sie ist schlicht und einfach noch nicht angekommen. ich konnte mich aber noch knapp bremsen, einfach mal zur vorsicht auf der steuerbehörde nachzufragen.

und das obwohl ich morgens schon ein sehr nettes gespräch mit einem freundlichen herrn von der gemeindeverwaltung hatte, der für mich herausfand, dass und wann der weihnachtsbaumverkauf in diesem jahr stattfindet. wir bekommen also wieder unseren baum aus dem wald, nur ohne würste und glühwein, das war aber schon ziemlich absehbar. 

und da eh schon behördentag war, kümmerte ich mich auch gleich noch um die taufbescheinigung, die die tochter für die firmung im nächsten jahr braucht - leider hatte ich da keinen persönlichen kontakt. schade eigentlich, ich erinnere mich an nette gespräche mit den jeweiligen pfarrsekretärinnen, als ich vor ein paar jahren diese bescheinigungen für die beiden söhne besorgen durfte.

heute in der werkstatt an högschtgeheimen weihnachtsdingen gewerkelt. 

zuhause gab es reste zum zmittag, kai ging dann eine runde spazieren, ich verzichtete, wegen langer liste an zu erledigenden dingen. zuerst packte ich ein geburtstagsgeschenk fertig ein, dann musste ich ein filmchen machen, aber auch hier: hohe geheimhaltungsstufe. für eine grosse einkaufsrunde war es dann schon zu spät, die strassen bereits verstopft. deshalb steuerte ich nur den supermarkt und die postfiliale vor ort an. das zollprozedere für pakete nach deutschland hat sich geändert, neu muss das alles online ausgefüllt werden, oder man bezahlt 3 franken mehr in der filiale. zuhause habe ich mir das mal angeschaut und bin nicht mehr ganz sicher, ob ich nicht auch weiterhin 3 franken bezahlen möchte, denn so ganz erschliesst es sich mir noch nicht, wie und was ich da online ausfüllen soll. ich bin ein wenig enttäuscht vom service public - ich stelle mir vor, dass doch viele menschen päckchen verschicken (es betrifft nur die päckchen ins ausland), die aufgrund von alter oder persönlicher situation keinen zugang zum internet haben. 

noch schnell das gemüse aus seinem depot befreit - da gab es heute fast nur wurzeln, salat und anderes grüne fiel wohl wegen schnee aus. einkäufe verräumt, abendessen vorbereitet (es soll pfannkuchen - teils mit federkohlfüllung, teils süss geben - alles akte der resteverwertung). dann stellte ich mich für eine längere zeit an das bügelbrett, ich verstehe nicht, warum hier wäsche immer in wellen aufläuft. ich verstehe heute überhaupt nicht viel. während ich das abendessen zubereitete kam die tochter vom langen berufsschultag und saxophonunterricht nach hause und kai bügelte den rest fertig. 

ich kümmerte mich nach dem abendessen um weitere weihnachtsgeheimnisse (das hört auch wieder mal auf, und ich vergesse garantiert nach weihnachten dann wieder, die rätsel alle aufzulösen) und irgendwann sass ich dann mit kai vor dem fernseher. nach einer folge serie noch schweizer nachrichten mit einer überraschung: obwohl heute das bundesrätliche ultimatum an die deutschschweizer kantone endete, doch. endlich. bitte. mal. strengere coronaregeln zu erlassen, hat der bundesrat heute schon durchblicken lassen, was er andernfalls am freitag verkünden wird. ok, es bleibt nicht beim lüften. es müsste nach dieser idee einfach alles nach 19 uhr schliessen, läden, gaststätten, freizeit, sport. sozusagen:  lockdown by night. es gibt noch ein paar andere regeln, unter anderem würde meine werkstatt das verbot jeglicher kultureller tätigkeit betreffen. aber das ist dann halt so. ich würde es irgendwie sogar begrüssen.

gelesen: allende, geisterhaus

gesehen: rebellion

gehört: kafi am freitag, und "der weg des künstlers" von julia cameron (ich liebäugle etwas mit dem von ihr vorgeschlagenen programm, einfach um zu sehen, was dann passiert). 


Dienstag, 8. Dezember 2020

7. dezember 2020 - plus ultra

 

adventspost nr.7 - fränzi bringt vom winterspaziergang eine samenkapsel vom mohn mit. (ich würde hier übrigens alle postkünstlerinnen verlinken, wenn sie denn medial präsent wären.)

kursmontag und insofern ein etwas anderer tagesablauf als sonst: morgens kümmere ich mich um meinen halbtagsjob im haushalt, die küche und der boden des essbereichs wollen saubergemacht werden. ich nutze die gelegenheit, um eine fussbodenleiste zu befestigen, die seit mittlerweile 14 monaten bei jedem staubsaugen aus der wand fällt. ich will gar nicht nachrechnen, wie oft sie das schon getan hat.

den frühen nachmittag vertrödele ich, dann schnell noch eine tasse kaffee und in die werkstatt. zuerst steht eine besprechung in sachen ferienpass der wohngemeinde an, für das kommende frühjahr. die verantwortliche dame und ich sind uns einig, dass wir planen und dann akut weitersehen wollen. ich freue mich, in der gemeinde ein angebot machen zu können, in der wir seit mehr als einem jahr wohnen. 

um halb sieben geht es weiter mit einem filzkurs für zwei personen. wir filzen windlichte, einmal die erwachsenenvariante mit locken und einmal für kinder - und als vorbereitung für eine filzaktion in der schule. ich packe, weil ich mich über den elan der jungen lehrerin freue, viel notwendiges material in eine tasche und gebe sie als leihgabe mit. 

um halb zehn bin ich zuhause und wir landen mit wein und chips vor dem fernseher. 

heute habe ich mich über unseren wohnkanton geärgert: die coronaneuansteckungen steigen hier in der deutschschweiz inzwischen an, der gesamtschweizerische rückgang der zahlen in den letzten wochen war dem teilweise harten lockdown in den westschweizer kantonen geschuldet, aber unser kanton macht genau: nix mehr als bisher (das ist ein relativ milder sogenannter slowdown, mit geöffneten gaststätten bis 23 uhr und begrenzung der teilnehmerzahl bei veranstaltungen auf - ich hab es gerade vergessen, weil ich eh zu keiner veranstaltung mehr war, seit wann eigentlich? im städtchen gibt es sogar einen weihnachtsmarkt...) ich habe allmählich das gefühl, dass hier einfach solange gezögert wird, damit die läden das weihnachtsgeschäft noch "mitnehmen" können und dann ist im januar erstmal finito. das alles sehr ins unreine geschrieben und gedacht, weil halt sehr geärgert. 


Montag, 7. Dezember 2020

6. dezember 2020 - der samichlaus kommt coronakonform in den garten

adventspost nr.6 - diese karten kam in einem umschlag per post und ich kann nicht wirklich entscheiden, welche seite die vorderseite ist. sie hat ausserdem eine lustige odysee erlebt, denn obwohl korrekt adressiert, ist sie zunächst bei der örtlichen steuerbehörde gelandet und wurde von dort geöffnet und deshalb mit einem freundlichen entschuldigungsschreiben des behördenleiters versehen, an mich weitergesendet. trotzdem war sie pünktlich da! danke.

hätte mir an ostern jemand gesagt, dass wir auch den nikolaustag mit den söhnen im garten begehen würden - ich wäre zumindest sehr nachdenklich geworden. 

nun war es heute halt so: 

das frühstück gab es im engsten familienkreis, will heissen, nur mit der rumpffamilie, die noch in einem haushalt lebt. der nikolaus aus deutschland und der samichlaus hatten uns kleinigkeiten beschert, selbstverständlich coronakonform kontaktlos, aber das machen wir ja schon immer so. (also am vorabend stiefel rausstellen, und über nacht kommt der nikolaus und füllt sie mit... ) 

 

das wetter bot so mit das ekligste auf, was es kann: es hatte nachts ein wenig geschneit, sobald des hell wurde (nicht sehr hell) fing es an zu regnen. wir blieben also lieber drinnen und die tochter buk vegane zimtsterne - während ich die vorratsschubladen aufräumte und wir alle vorbereitungen für den nachmittag trafen. da hatten wir nämlich zu feuer, glühwein und stockbrot eingeladen, wegen des wirklich unschönen wetters diesmal nicht in den wald, sondern in den garten, wo wenigstens ein teil der gäste unterstehen konnte. 

zwischenzeitlich regnete es auch mal nicht, der garten verwandelt sich aber bei nässe ziemlich zuverlässig in eine schlammwüste. es war schön, auch die freundinnen der beiden söhne mal wieder zu sehen und überhaupt alle zusammen hier zu haben. dafür haben wir gerne zweieinhalb stunden vor uns hin gefroren...

nach dem auftauen unter der dusche machten wir nicht mehr viel, es gab irgendwann noch eine restemahlezeit und später tatort.

Sonntag, 6. Dezember 2020

5. dezember 2020 - #wmdedgt 12/20

adventspost nr. 5 - von andrea erreichte mich diese hügellandschaft. jedenfalls ist es das, wenn man die karte im querformat anschaut. es lohnt sich, mal auf instagram unter dem #adventspost2020 zu schauen, es sind ja in diesem jahr 11 gruppen zu je 24 postkünstlerinnen und da kommt schon ganz schön viel schönes zusammen!

eigentlich ist der samstag ja ein blogfreier tag und wird immer erst zusammen mit dem sonntag als wochenende am montagmorgen veröffentlicht. aber weil heute frau brüllen wie jeden fünften "was machst du eigentlich den ganzen tag" fragt, mache ich mal eine ausnahme und es gibt den samstag extra.

aufgestanden sind wir extrem spät. ich war zwar früh mal wach, bin dann aber nochmal eingeschlafen und erst gegen neun wach geworden. noch im bett besprachen kai und ich, ob noch etwas eingekauft werden musste, es fehlten nur kleinigkeiten, die kai gleich beim brötchenholen mitbringen konnte. bis das frühstück fertig war, war auch der blogpost vom freitag fertig. 

zwei dinge habe ich gestern, beziehungsweise die ganze woche über schon vergessen zu berichten. erstens sind die beschlossenen verschärfungen der coronamassnahmen, die der bund gestern verkündet hat, für uns quasi nicht spürbar, dürften es aber auch für viele andere nicht sein. und dann noch was erfreuliches: erinnern sie sich noch an die schönen schwimmbadplakate? diese abstimmung ist am vergangenen wochenende zugunsten des schwimmbadkredits ausgegangen. das bad kann also saniert werden, wird weiterhin treffpunkt und sportstätte für jung und alt sein können und viele kinder werden dort noch so gut schwimmen lernen, dass die ertrinkungsfälle nicht zunehmen in einem kanton mit drei flüssen und vielen seen. klammer zu. 

beim gemütlichen frühstücken vervollständigten wir die wochenendpläne und erneuerten die einladung an die beiden söhne nebst freundninnen, am nikolaustag in den garten zu kommen und bei uns punsch und stockbrot zu geniessen und nebenbei die nikolaussäcke abzuholen... 

ich fuhr nach dem frühstück mit dem velo an den alten wohnort, um dort die nachbarin zu besuchen, die einen kleinen, aber exquisiten teeimport betreibt. sie hat das untergeschoss ihres am hang gebauten hauses so eingerichtet, dass es einen kleinen coronakonformen rundgang durch ihr sortiment gibt, mit getrenntem ein- und ausgang. ich deckte mich mit tee für uns und geschenken ein, wir plauderten noch ein bisschen auf abstand. und ich vermisste mal wieder die alte nachbarschaft. 

zurück zuhause bereitete ich das weihnachtskartendrucken vor. wie schon einmal vor ein paar jahren wollen wir die wieder im gelatinedruckverfahren herstellen. zuerst zeigte ich kai, wie das geht und liess ihn dann mal werkeln. beim heraussuchen der druckzutaten war ich über das durcheinander in unserem schubladenschränkchen gestolpert, in dem wir papier, schreib-, mal-, druck- und anderes bastelzubehör von der schere bis zur künstlertusche aufbewahren. zwischendurch gab es mal kaffee - tee hatten wir uns gleich zu anfang gemacht - und guetsle, teilweise geschenkt, teilweise selbst gebacken. danach ging es dann mit drucken und aufräumen weiter. später druckte ich auch noch eine runde. die ergebnisse in diesem jahr sind wesentlich spontaner und wilder als die der vorigen jahre. 

 

kai bereitete, solange ich noch druckte, spätzleteig und salat für das abendessen vor, so dass ich später nur noch das lebergeschnetzelte in viel sosse zubereiten musste, das sich die tochter gewünscht hatte. 

nach dem essen teilten wir uns auf: wir eltern unterstützten den nikolaus nach kräften, die tochter erledigte solange die küche, so dass wir uns anschliessend auf dem sofa trafen, um einen weihnachtsfilm anzuschauen. der samstag fühlte sich extrem faul an und doch haben wir einen schönen stapel karten geschafft. 

gelesen: allende

gesehen: the christmas chronicles 2, ein stückchen von the grinch (den müssen wir uns unbedingt anschauen, das scheint ja nicht nur eine bildungslücke, sondern auch ganz schön absurd zu sein...)


Samstag, 5. Dezember 2020

4. dezember 2020 - ja mei, freitag halt.

 

adventspost nr.4 - simone aus tirol (im link könnt ihr sehen, wie sie gedruckt hat) schickt mir schneeberge. skifahrer haben ihre spuren hinterlassen. ich sehe durchaus zusammenhänge mit der tagespolitik. oder sehe ich nur wegen der tagespolitik skispuren? 

freitag - wer schon länger liest, weiss, dass der tag voraussehbar ist. vor der putzrunde habe ich heute die basler leckerli gebacken, glasiert und geschnitten, so dass die tochter schon beim frühstück über den duft begeistert war. am nachmittag in der offenen werkstatt weiterarbeit an dem affen, mit sehr viel geduld und akribie, er  hat seine aussenhülle bekommen und alle besonders gestalteten stellen wie hände, füsse und gesicht samt ohren sind fertig. nun muss er nächsten freitag noch fertig gewalkt werden. (ich hatte beim letzten mal vomundig versprochen, dass er heute fertig werden würde, man nahm es mir aber nicht übel, dass es nicht so war, sondern begriff es als entlastung und anregung zum genauen und überlegten  arbeiten.) 

vor dem heimweg erreichte mich die nachricht der tochter, dass wir mit dem abendessen nicht auf sie warten müssten, sie wollten länger in der turnhalle bleiben, um eine besondere turnchoreografie nur zu zweit auszuprobieren. geturnt wird übrigens in der gruppe und zu zweit, ausser für kraftübungen, wo alle weit auseinander stehen, mit maske. am stufenbarren, an den schaukelringen und am boden. nachdem ich neulich ohne an die maske zu denken, zwei stockwerke parkhaus hochgerannt bin und anschliessend im vollbesetzten laden die maske nicht abnehmen konnte, kann ich mir das noch weniger vorstellen. 

also assen kai und ich alleine spaghetti mit kohlrabisosse. und weil kai mir von einem podcast über ausgestorbene berufe erzählte, in dem von schmuckeremiten die rede war, lachten wir viel über die vorstellung, das als berufsziel bei der berufsberatung anzugeben. ich glaube, das kann man auch als quereinsteigerin über fünfzig noch machen. die ausbildungsplätze dürften rar sein (ausgestorbener beruf), aber warum nicht, ich hätte da schon was gefunden. als blogname wäre das übrigens auch noch eine gute idee. 

die tochter kam nach hause, wir plauderten noch ein wenig, erledigten anstehende hausarbeiten in küche und waschküche und landeten dann wieder vor der freitäglichen trinität im zweiten deutschen fernsehen. 

gelesen: allende

gesehen: heute-show und zdf magazin royale.

Freitag, 4. Dezember 2020

3. dezember 2020 - filz, guezli, videokonferenz

 

adventspost nr.3 - elke entdeckt auf ihrem winterspaziergang zwei vögel.

vormittags in der werkstatt wurde eine weitere bunte kugel fertig:


damit sind es jetzt drei in ungefähr der gleichen grösse: 

ich denke, ich weiss jetzt, wie der hase läuft - vielleicht mache ich noch ein oder zwei kleine zum verschenken (der durchmesser sind ca. 11 bis 12 cm), und die grosse, die gehe ich auch mit einiger sicherheit an. gerne noch vor weihnachten - mal sehen, ob das klappt. ich hadere natürlich mit dem verbot, prozessfotos zu zeigen, vor allem in gross wäre das doch sicher spannend ...

über mittag nach hause, wo ich mir reste aufwärmte, dann kam aber auch kai gleich nach hause, so dass wir noch zusammen kaffee trinken konnten, er hatte schon unterwegs gegessen. 

anschliessend wurde das letzte ausgeschnittene t-shirt fertig, draussen war es richtig sonnig, aber weiterhin knackig kalt. nach dem nähen formte und buk ich den gestern vorbereiteten teig zu vanillekipferln. dabei zerbrach mir nicht ein einziges, als ich sie nach dem backen in vanillezucker gewälzt habe, das war jetzt aber auch eine premiere. allerdings durchaus blöd, weil man die zerbrochenen so schön probieren kann. (es wäre jetzt zu überprüfen, ob das nicht-zerbrechen an der mischung aus margarine und butter lag, die ich aus faulheit für den teig genommen hatte. oder einfach daran, dass ich ja jetzt komplett alleine backe und nicht neben der heiklen tätigkeit noch ein bis drei kinder bei weiteren backaktionen beaufsichtigen oder beraten muss. schönes beispiel für anekdotische evidenz.)

den späteren nachmittag verbrachte ich mit geheimen weihnachtsvorbereitungen. wir haben, nebenbei erwähnt, schon für die meisten familienmitglieder ersten grades geschenke ausgesucht. teilweise sind sie schon im haus. und ja, ich war dazu in keinem laden bisher. ich schäme mich nur für ein geschenk, das ich dort bestellte, wo ich eigentlich nur bestelle, wenn es dringend sein muss. das wird andererseits vermutlich der knaller, das rechtfertigt die inkonsequenz.

vor dem abendessen bereitete ich noch einen teig für basler leckerli vor. (ja, so eine einbürgerung muss hart erarbeitet werden. geht nur noch zwei jahre, bis wir das gesuch stellen können.) zum znacht (!) gab es wienerli im teig und salat dazu, vorher aber noch eine kleine videokonferenz mit den söhnen zum thema weihnachten. egal also wie die kantone die vorschläge des gesundheitsministers morgen aufnehmen, wir sind gerüstet. die söhne gingen eh davon aus, dass wir an heiligabend gemeinsam feiern. wäre das also auch geklärt. für den augenblick jedenfalls, alles nähere fällt in den zuständigkeitsbereich der kantone machen wir kurzfristig aus. also im schlimmsten fall auch eine absage der veranstaltung, oder vielmehr verringerung der teilnehmenden haushalte auf einen. 


Donnerstag, 3. Dezember 2020

2. dezember 2020 - feuchtkalt und zäh

 

adventspost nr. 2 - danke doris.

der neuschnee von gestern ist heute von feuchtkaltem winterwetter abgelöst worden. so zäh wie die wolkendecke fühlte sich dann auch der tag an. morgens hatte ich noch grosse pläne, die gutslebacken und nähen vorsahen, im lauf des tages stellte sich heraus, dass nicht alles in diesem tag unterzubringen war. 

morgens in der werkstatt bereitete ich neue vorfilze für eine dritte karierte kugel vor, diesmal in sehr bunt und mit streifen, dafür im untergrund einfarbig. damit wurde ich erst kurz nach zwölf fertig, was aber nicht weiter schlimm war, da kai nicht arbeitete, sondern morgens beim zahnarzt und dann mit überstundenabbau beschäftigt war. zu mittag gab es resten und wir beschlossen, trotz wetter, einen spaziergang ins städtchen, wo, wie die tochter berichtet hatte, auf dem bahnhofsplatz zwei stände von ortsansässigen beschützenden werkstätten und ein stand vom kerzenziehen baden aufgebaut waren. wir kauften also wohltätig ein - wobei ich ein grosser fan der druckwerkstatt der einen institution bin und der rest der einkäufe eher praktischer natur war. dazu trafen wir an einem stand einen lieben bekannten und trugen ihm grüsse an die familie auf. 

 

wieder zuhause tranken wir tee und stellten fest, dass wir dringend unsere teevorräte aufstocken müssen, dazu vereinbarten wir einen termin mit der teenachbarin vom alten wohnort. kai ergänzte die neue lampe mit einem dimmer - supersache das. ich nähte, unterbrochen von verschiedenen telefonaten ein sweatshirt fertig. so richtig schnell war ich dabei nicht, denn anschliessend war es schon zeit zu kochen. immerhin habe ich nebenbei noch einen teig vorbereitet. und eine schmackhafte resteverwertung aus blaukraut, rüebli, kürbis, pakchoi in bratreis mit linsen zustande gebracht. 

weil die tochter ein foto von sich als kind für die berufsschule braucht, schauten wir mit ihr zusammen ihr fotoalbum an, das sie 2014 zur erstkommunion bekommen hat. später noch serie und schweizer tagesschau. ich habe total den überblick über alte, neue, vorgeschlagene und abgelehnte, umgesetzte und gerichtlich gestoppte coronamassnahmen verloren und muss mich jetzt mal auf die schweizer nachrichten konzentrieren, damit ich wenigstens hier wieder "draus komme". skifahren habe ich ja schon vor zwei jahren aufgegeben, das würde, wenn ich das richtig verstehe, richtig, richtig kompliziert. für eine freundin hoffe ich, dass wenigstens der sport selbst ausgeübt werden darf. sie nimmt sowieso immer belegte brote mit auf die piste und fährt so lange ski, dass apresski nicht in den plan passt.

gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gehört: diverse podcasts, am liebsten zur zeit - neben dem all-time-favorit servus,grüezi und hallo - kafi am freitag. 

gesehen: rebellion.

Mittwoch, 2. Dezember 2020

1. dezember 2020 - tagebucheintrag, doch noch

 der erste dezembermorgen überraschte uns mit schnee. 

deshalb und auch noch aus anderen gründen muss ich den tagebuchblogpost für heute doch noch nachholen. 

ich hatte für heute das gemüseausfahren für die genossenschaft übernommen - bis dahin blieb ich zuhause, schaute den fallenden flocken zu, telefonierte und nähte eines der zugeschnittenen t-shirts fertig. 

die gemüsefahrt war ein bisschen wunschkonzert: eine genossin wollte ihr gemüse an einen anderen als den üblichen ort geliefert und hatte das schon am vorabend angekündigt, bitteschön, ein korb extra in die stadt. der bauer hatte mehl und saft in einen laden zu liefern, den ich ohnehin anfahren musste, um dort gemüsekörbe zu deponieren, bittedanke, auch das erledigt. auf dem rückweg von den entfernteren standorten erledigte ich noch schnell die wocheneinkäufe (unter anderem je 50 schwarze und 50 normale einwegmasken - brauchen wir nicht jede woche, sind aber diesmal zum ersten mal auf der regulären liste gelandet, das schien mir anlass genug, das zu erwähnen). am ende blieb vor lauter wunschkonzert unser eigenes gemüse auf dem hof stehen - das holte dann kai später und verband es mit einer entsorgungsrunde. danke.

zuhause dann noch ein bisschen nähen, ein zweites t-shirt wurde fertig. dabei hörte ich die neueste folge der lage der nation und musste mich ein bisschen ärgern. in den beiden ländern, für die ich die aktuellen coronamassnahmen im blick habe, in deutschland und der schweiz, wird ja gerade ein modell diskutiert, mit dem weihnachten gerettet werden soll*. dazu sollen die kontakte vor den feiertagen drastisch reduziert werden, damit man an weihnachten ein bisschen sorgloser zusammensitzen kann. in deutschland beginnen deshalb bundesweit die weihnachtsferien in den schulen sogar ein paar tage früher. diese idee wurde nun auch in der aktuellen lage gefeiert. für mich hat das ganze modell einen entscheidenen denkfehler: es wird sicher nicht allen gelingen, ihre kontakte zu reduzieren,auch wenn sie das noch so sehr wollen - was machen dann die? 

ich gehe sogar noch einen schritt weiter - woran erkennen sie, dass sie einen systemrelevanten beruf ergriffen haben? 
im frühling wurde für sie geklatscht, an weihnachten sitzen sie alleine zu hause. 
denn die frauen und männer, die in der pflege arbeiten, die, die an den supermarktkassen und ladengeschäften bis kurz vor der bescherung arbeiten, werden wohl kaum 10 tage vor weihnachten ihre kontakte drastisch reduzieren können. 

ich ärgere mich übrigens nur abstrakt und allgemein - auch wenn die tochter eine ausbildung in der pflege macht. denn für uns fällt das klassische familienweihnachten mit oma und opa ohnehin aus. die grenze ist nicht mehr so unüberwindlich und sichtbar dicht wie im frühjahr, aber bürokratisch doch ganz ordentlich verriegelt, sobald ich nicht nur grenznah einkaufen will. 

*warum ich es für unsinniges framing halte, dass "weihnachten" gerettet werden soll, wäre einen eigenen blogpost wert, ich bin aber noch nicht sicher, ob ich das so ganz politisch korrekt hinbekommen würde. vorerst nur soviel dazu: egal wie, wenn sie lust haben, können sie die geburt des sohn gottes feiern, sie können es aber auch lassen. das drumherum wird in diesem jahr vielleicht ein bisschen schwierig, einiges gewohnte werden sie pandemiebedingt vielleicht überdenken wollen oder müssen, die christliche kernbotschaft, dass mit jesus christus, das licht und die erlösung in die welt kommen, kann ihnen aber, wenn sie dran glauben, niemand nehmen.

Dienstag, 1. Dezember 2020

1. dezember 2020 - adventspost 2020

heute fällt das tagebuchbloggen aus - ich stelle ihnen hier im blog anstattdessen meine karten für die postkunstaktion "adventspost 2020" vor. immer im frühling, im sommer und zur adventszeit gibt es auf dem postkunstblog von michaela müller und tabea heinicker eine grosse postkunstaktion. und seit einigen jahren bin ich schon regelmässig dabei, es sei denn, das thema oder die technik sagen mir gar nicht zu. 

in diesem jahr gaben die beiden postkünstlerinnen als thema "winterspaziergang in grautönen" vor und als technik glasscheibendruck - eine monoprinttechnik, in der ich noch überhaupt keine erfahrung hatte. und auch nur - wie sich im laufe der arbeit herausstellen sollte - nur ein sehr rudimentäres equipment. aber immerhin eine glasplatte, eine farbwalze und acrylfarben.


der erste probedruck entstand am fünften november - der zeitplan liess keine grossen versuchsreihen zu: denn meine karten sollten am 1. dezember den auftakt zum postkunstadventskalender bilden. dazu kommt, dass ich in der schweiz lebe, die allermeisten karten aber nach deutschland verschickt werden müssen. im normalfall fahre ich die karten, da ich nur 15 minuten von der grenze entfernt wohne, selbst auf die deutsche post, das ist nicht nur günstiger, sondern ihre reisezeit dann auch planbarer als als auslandssendung. in diesem jahr konnte ich aber nicht sicher sein, dass ich jederzeit die grenze passieren kann. 

der zufall spielte mir aber in die hände: denn gleich bei den ersten versuchen machte ich die beobachtung, dass eng nebeneinander liegende linien meist dazu führen, dass die dazwischen liegende fläche auch eingefärbt wird, allerdings deutlich schwächer als die linien. 

(beim glasscheibendruck wird eine glasscheibe sehr, sehr dünn  mit farbe bewalzt, die farbe druckt sich auf dem aufgelegten blatt dann durch sanften oder weniger sanften druck auf die rückseite ab. so entstehen linien, flächen, formen auf dem papier. )

diese entdeckung - neben den vielen holzstapeln, an denen wir beim spazierengehen tatsächlich vorbeigehen - führte zu der idee, baumscheiben abzubilden, einen holzstapel vielleicht.


für die feinen linien habe ich eine stricknadel, für die gröberen eine art bambusfeder benutzt. 

leider habe ich nach einigen probedrucken festgestellt, dass acrylfarbe zu rasch trocknet - hier half dann trocknungsverzögerer. ich hatte aber auch gelegenheit, viel zu üben, denn die ersten 24 drucke plus etliche reserveblätter fertigte ich im falschen format an... 

also das ganze nochmal hochkant, aber dafür schon zügiger und schöner.


in einem zweiten durchgang gab es noch ein wenig stahlgrauen himmel übers holz (oben im bild versuche auf den querformatigen fehldrucken.)

im nächsten arbeitsschritt klebte ich die 24 gelungensten drucke auf karton in der passenden grösse. gedruckt hatte ich etwas grösser, um einen rand zum anfassen und festhalten der papiere zu haben. 

über holz und jahresringe nachzudenken, gab es genug gelegenheit beim drucken. 24 - oder wegen reservedrucken - eher mehr gleiche monotypien herzustellen ist nicht immer spannend.

bei einem besuch im materialarchiv des gewerbemuseum winterthur erfuhr ich was jahresringe über die lebensgeschichte eines baumes aussagen können: standort und lage, verletzungen, befall mit parasiten bilden sich hier ab. aus dem vergleich verschiedener jahrringbilder ihrer balken kann sogar das baujahr von häusern ermittelt werden. 

diesen text gab ich meinen drucken schliesslich mit auf den weg. 

das verschicken ging dann doch besser als gedacht - im rahmen der 24 stunden-regelung ist berufspendlern und einkaufstouristen die einreise aus grenzkantonen in grenzlandkreise weiterhin ohne weiteres möglich. und so sollten die karten heute hoffentlich in allen 23 briefkästen angekommen sein. 

es war ein kraftakt in einem durchaus nicht ruhigen november, nun darf ich mich dafür die ganze adventszeit über post freuen und bin sehr gespannt, was für winterspaziergänge da in meinem briefkasten landen. ich werde sie auf dem laufenden halten.


30. november 2020 - abgeschweift

wegen eines abendkurses in der werkstatt hatte ich beschlossen, den tag ruhig angehen zu lassen. ich hab zwar immer ein bisschen ein schlechtes gewissen, wenn ich noch am blogpost bin, wenn kai sich schon zum arbeiten aufs sofa setzt, aber mit der aussicht auf arbeit bis 22 uhr gings. neben dem bloggen chattete ich mit einer freundin - was mich auf eine weihnachtsidee brachte.

also vormittags gemütlich durch die küche, etliche dinge erledigt, die gerne mal liegenbleiben, dabei die total chaotischen vorratsschubladen gekonnt ignoriert und anstattdessen später lieber noch die gutsle vom vortag dekoriert. 


den kinderfilznachmittag vom kommenden mittwoch habe ich abgesagt, wieder gab es nur zwei anmeldungen - eigentlich auch gar nicht so schlecht, dass hier offensichtlich auch an die kontaktreduzierung gedacht wird. das hört sich zwar ein bisschen absurd an, weil ich den kurs ja auch hätte absagen können, aber so können das die teilnehmer selbst entscheiden. 

überhaupt läuft die kurstätigkeit jetzt so ein bisschen aus. heute abend ein kurs mit einer person, nächste woche noch einer mit zwei personen, beide zu weihnachtlichen themen. und dann ist gut. ich habe zuerst noch über eine art adventskalender auf insta nachgedacht, in dem ich anstelle des ausgefallenen marktes meine produkte anbieten hätte können. sicher wäre es schön, jetzt noch das eine oder andere stück zu verkaufen, aber bisher habe ich noch nicht einmal einen newsletter geschafft, der darauf hinweist, dass ich noch bestellungen annehme. ich denke aber, ich lasse es dabei. 

neulich gelesen, bei ramona: ich habe beschlossen, langsam die adventszeit und die weihnachtliche ruhepause einzuläuten. keine weiteren kurse, keine aktionen mehr. es ist genug. ich bin genug. 

der satz hat mich so angesprochen, dass ich ihn mir sogar notiert habe. das jahr war lang, das jahr war aber auch wieder kurz. auf jeden fall war es sehr angefüllt. insgesamt bin ich mit der werkstatt - auch dank der unterstützung meiner kunden - ganz gut durch die coronazeit gekommen. komplett ausgefallen sind nur märz und april, und da hatten wir hier auch noch ganz andere sorgen als nur corona. finanziell sieht es für die werkstatt ähnlich aus wie in den jahren zuvor - ich sags mal so: wenn es ums geld ginge, müsste man das ganze bleiben lassen. aber immerhin habe ich keine verluste gemacht. und das trotz der einschränkungen durch die pandemie. miete und material sind bezahlt, ein kleiner überschuss bleibt. leben kann man davon nicht. aber spass macht es immer noch. 

ende des exkurses. 

restemittagessen, dann gemeinsames laubrechen auf der wiese, anstatt spaziergang. die baustelle nervt, weil immer noch nur spaziergänge in eine richtung möglich sind, oder mit grossem umweg. 

ich sortierte noch fotos, schrieb den blogpost über die adventspost (morgen bin ich schon dran!) und verschwand dann in die werkstatt. ich dachte nämlich, ich hätte um halb fünf einen termin, um das kinderferienprogramm für 2021 zu besprechen. der ist aber erst nächsten montag, wie ich dann auch noch feststellte. also wurstelte ich in der werkstatt - es gibt immer was zu tun - herum, bis um sechs die kursteilnehmerin eintraf. wir werkten bis halb zehn, es entstand ein engelpaar und ein musterengel. 

zuhause dann noch ein bisschen fernsehen (damengambit fertig) und dann ins bett.

Montag, 30. November 2020

28. und 29. november 2020 - ich bin schon ziemlich stolz auf meinen selbstgebundenen adventskranz

 am wochenende haben wir uns viel mühe gegeben, es uns zuhause für den advent schön zu machen. die wochenenden laufen bei uns ja gerade nach einem festen schema ab: samstags gartenarbeit, sonntags spaziergang, das konnten wir trotz vieler pläne auch noch durchhalten. 

am samstag habe ich gleich nach der gartenarbeit den adventskranz gebunden - komplett aus garten"abfällen" und im wald gesammeltem:

das grundgerüst habe ich aus schlingknöterich gewunden - die restlichen ranken schneide ich zwar erst im frühjahr, aber das, was ich jetzt schon weggenommen habe, fällt kaum auf. im linken korb ist das im wald gesammelte diverse grün, den rechten korb habe ich mit resten von der thujahecke und dem sie überwuchernden efeu gefüllt und mit ein wenig lavendel ergänzt.

halbwegs durch. (naja, ober auch erst ein viertel...) nach der hälfte hätte ich mir einen höheren arbeitstisch gewünscht.

und das ergebnis. (wie immer wusste ich nicht, wohin mit den kerzen, als der kranz fertig war. aber irgendwie müssen die halt dann drauf und das ergebnis kann sich sehen lassen, ganz ohne weiteren schmuck übrigens.) 

danach hatte ich mir kaffee und bananenkuchen redlich verdient. 

weitere punkte auf der liste: meine acht päckchen für den gemeinschaftlichen adventskalender packen, eine aussenbeleuchtung auf dem geländer des balkons anbringen, mit diversen menschen den austausch adventlicher aktivitäten per messenger betreiben (äh, das stand nicht auf der liste, das hat sich einfach so ergeben), fotos für den 12tel-blick machen, joghurt ansetzen, abendessen kochen (ofengemüse nach lektüre bei anke gröner zum ersten mal vorgekocht und es schmeckt... ausgezeichnet, dazu gab es fleisch aus dem geschenkkorb, den kai bekommen hat. mit dem geschenkkorb bekam der caterer des firmenanlasses, der pandemiebedingt abgesagt werden musste, eine gelegenheit, trotzdem ein bisschen etwas zu verdienen - eine schöne solidarische geste.) 

ein extrem schlechtes foto von der beleuchtung auf dem balkon. aber das habe ich zuerst ja auch nur per wa verschickt...

dann war der samstag auch schon fast vorbei, die tochter hatte auftaktveranstaltung für den firmweg, ohne eltern in der riesenkirche, danach gab es abendessen und dann schauten wir mal wieder einen science fiction film: sunshine. (das hat mich zuerst sehr verwirrt, weil ich auch noch einen anderen titel mit sunshine auf der liste hatte, das ist allerdings dann eher ein familienfilm: little miss sunshine). 

***



sonntag dann ausschlafen (es wurde auch gar nicht richtig hell), frühstück und anschliessend spaziergang. wir brauchten auch noch holz, das man bei uns in selbstbedienung am forsthaus bekommt, und stellten das auto gerade auf dem parkplatz dort ab um unseren aktionsradius mal wieder ein bisschen zu erweitern. das hat sich dann sehr gelohnt, denn wir entdeckten diesen malerischen hohlweg: 

zurück ging es dann über bekannte wege im wald, wir stellten wieder einmal fest, dass wir vom neuen wohnort aus viel mehr verschiedene spaziergänge machen können. 

zuhause färbte ich der tochter die haare - davor hatte ich ein bisschen respekt gehabt, wir haben das bisher immer draussen gemacht, damit die hennamatsche nicht alles versaut, aber inzwischen haben wir wohl so viel routine, dass das auch drinnen (aber im keller) geht. alles zusammengebunden auf dem kopf und in ein handtuch gewickelt durfte die tochter wieder nach oben. 

ich schaffte es sogar noch, endlich ein paar gutsle zu backen, während der rest der familie seine päckchen für den adventskalender anbrachte mit meiner mutter zu telefonieren und später den restlichen stoff vom donnerstag zuzuschneiden. 

und während kai und die tochter kochten, brachte ich noch eine lichterkette über dem adventskalender an. wir wären dann also parat für die adventszeit. wegen uns muss weihnachten nicht ausfallen, das will ich hier mal festgehalten haben! 

abends dann noch tatort, mal eher von der spannenderen sorte und dann relativ früh ins bett...

Sonntag, 29. November 2020

12tel-blick im november 2020

 ich kann es kaum glauben, dass es schon ende november sein soll. auch wenn wir wirklich schon viele herbstliche und schon einige eher winterliche tage hatten. es ist also zeit für ein neues foto vom 12tel-blick (hier können sie nachlesen, was das ist).

 
so sieht es also ende november aus dem gewählten blickwinkel aus. der unterschied zum letzten bild ende oktober ist wieder nicht gross. aber viele blätter sind gefallen.

 

 der garten verliert zusehends an farbe. wir sind auch nicht wirklich mehr oft draussen. nur am platz unterhalb des schwimmbads hat sich in den letzten wochen wirklich viel getan. 

 
ende oktober haben wir damit begonnen, die seltsam in den himmel gewachsene thujahecke zu dezimieren. 

 
vier wochen später sind wir beinahe fertig mit dieser arbeit. wieder eine ecke des gartens gründlich entrümpelt. 
nun schicke ich meine bilder zum aktuellen 12tel-blick bei eva, aber ... huhu eva ist noch garnicht so weit. vielleicht hat sie gerade ein bisschen viel um die ohren, weil ihre schulklasse im lockdown ist und sie ihnen einen absolut genialen adventskalender gebastelt hat. guckt mal da!

Samstag, 28. November 2020

27. november 2020 - freitag halt.

 einer der eher langweiligen freitage, aber das passt schon: morgens einmal durchs haus, damit alles fürs wochenende schön ist, am nachmittag offene werkstatt. 

in der offenen werkstatt entstand das grundgerüst für einen weiteren affen, mit körper, beinen, armen, kopf und ohren, der darf jetzt bis nächste woche warten, dann geht es weiter mit der aussenhülle und noch ein paar netten details. ich versuchte mich derweil an einem etui, musste aber feststellen, dass die aufs geratewohl gewählte schablone doch zu gross war, um das gewünschte ergebnis zu liefern. dann hab ich jetzt halt zwei etuis. eines könnte ich eventuell auch verschenken. keine fotos, weil keine lust zu fotografieren. (draussen die ganze zeit düster novemberlich, drinnen neonlicht.) 

nach feierabend apero mit kai am offenen kamin. noch die tochter vom sport geholt, zu abend gegessen (gemüserisotto und salat) und aufs wochenende gefreut.

gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gehört: deutschlandfunk kultur zum putzen

gesehen: damengambit, heuteshow, zdf magazin royale

Freitag, 27. November 2020

26. november 2020 - spontaner tag

 schlecht und viel zu kurz geschlafen, trotz ausreichend körperlicher betätigung am vortag. die gesamtsituation nimmt mich derzeit mal wieder mit und ich bin einigermassen ratlos über die regelungen in deutschland (der kleine lockdown ist bis zum 20. dezember verlängert, unter anderem dürfen sich maximal 5 personen aus 2 haushalten treffen - diese massnahmen werden über weihnachten und neujahr ausgesetzt und es dürfen sich 10 personen aus beliebig vielen haushalten treffen, wobei kinder bis 14 jahre nicht einmal zählen. das für die chronik.)

am vormittag gehe ich früh in die werkstatt, alle anderen arbeiten heute auch ausser haus. ich räume auf und filze einen zweiten ball (ohne foto, sie erfahren gleich noch warum) und bin überraschend schnell damit fertig. weil ich diesmal gröbere kontrastreichere wolle für das innenleben genommen habe, werden die konturen nicht so schön und die flächen sind farblich nicht so klar. 

zwischendurch schaue ich mal die öffnungszeiten für den geplanten besuch der post in deutschland nach und stelle fest, dass die poststelle über mittag schliesst. da ich sowieso schon fertig bin packe ich schnell alles notwendige zusammen, radle nach hause, werfe pass, deutsches geld und pfandflaschen ins auto und fahre los. tatsächlich werde ich meine adventspost noch vor dem mittag los und kann dann entspannt in den jetzt gegenüberliegenden stoffladen gehen. ich habe beschlossen, mir selbst t-shirts zu nähen, weil ich zum einkaufen keine lust habe und selten wirklich schöne shirts finde. ich kaufe stoff für ein sweatshirt und drei t-shirts und bezahle am ende etwas mehr als 100 euro. ok, ich brauche auch noch zeit zum nähen. aber die shirts sind dann auch wirklich etwas besonderes. 

auf dem heimweg mache ich noch einen kurzen zwischenstopp im lebensmittelladen, aber wir brauchen nicht wirklich viel und so bin ich noch vor zwei uhr wieder zuhause. nach kurzer mittagspause (butterbrezel und ein stück donauwelle - der konnte ich nicht widerstehen) setze ich mich an die nähmaschine und nähe einen dickere pullover fertig, den ich schon zugeschnitten hatte. anschliessend reicht es noch für das zuschneiden von sweatshirt und einem weiteren t-shirt, dann muss ich in die küche. 

der mittlere sohn kommt spontan zum abendessen vorbei, ich muss vorher aber noch bananenkuchen backen, weil schon wieder bananen bei uns gestrandet sind. dann bereite ich senfwirsing und kartoffelstampf vor, dazu gibt es bratwurst vom weideschwein. nach dem essen sitzen wir noch gemeinsam auf sofa und sessel und erzählen uns gegenseitig von unserem alltag. den mittleren sohn haben wir jetzt lange nicht gesehen. 


Donnerstag, 26. November 2020

25. november 2020 - viel arbeit hinter mir, noch einige vor mir

ein anstrengender tag, an dem ich quasi um halb sechs, gleich nach dem aufstehen zu arbeiten begonnen habe und sich die arbeit bis in den abend zog. 

morgens wieder in der werkstatt - heute kann ich wieder nichts zeigen, da ich "nur" vorfilze gemacht habe, sowie weitere vorbereitungen für eine zweite kugel (noch nicht die ganz grosse). ausserdem konnte ich zwei bestellungen postfertig machen und auf dem heimweg gleich auf die post bringen. 

zuhause heute päckchensuppe, dann spaziergang. wir wählten die seit tagen gleiche strecke in umgekehrter richtung. die baustelle verhindert immer noch sinnvolle andere runden und heute war ja dann auch noch der plan, grünes für einen adventskranz aus dem wald zu holen. dafür hatte ich schon seit tagen ausschau gehalten. wie steuerten also zuerst einen stapel gefällter bäume an, unter denen auch frische kiefern und zypressen waren, dann ging es weiter zu einer stechpalme mit früchten mitten im wald und ganz zum schluss erkundete ich noch das gelände der alten, verlassenen gärtnerei, wurde dort aber nur noch so mittelmässig fündig: schmucklorbeer und ein nadelgehölz mit winzig kleinen zapfen ergänzten hier meinen korb. meine mutter schickte mir ein bild von ihrem adventskranz und von ihren gutsle, ich schickte das zurück: 

 

zuhause reichlich schreibtischarbeit: kinderfilznachmittagsankündigung erledigt, dann wollte ich die kommenden kurse in der werkstatt auf die homepage stellen, was auch grösstenteils funktionierte, nur für die turkmenischen muster, von denen ich im herbst des vergangenen jahres so viele gemacht hatte, konnte ich keine fotos finden. nach schier endloser suche auf der festplatte stellte sich dann heraus, dass ich nur einen teil der im september gemachten bilder gespeichert hatte - glücklicherweise fanden sie sich aber noch auf einem alten laptop, das jetzt auch mal wieder frisch aufgeladen und mit updates versehen ist. (ich brauche das immer noch für das abspielen einer cd-rom mit bildern aus skizzenbüchern von vera molnar)  

darüber wurde es spät, so spät, dass ich nur ganz schnell mit kai in die werkstatt fuhr, die leiter wieder zurückzubringen und die netzabdeckung des mobilfunkanbieters zu testen, zu dem wir wohl demnächt als ganze familie wechseln werden. fazit: geht, vielleicht sogar besser als der bisherige. 

zurück zuhause nochmal an den schreibtisch, aber ohne mich noch an sinnvolle ergebnisse erinnern zu können. noch ein päckchen gepackt, das morgen zur post muss und dann wollte ich eigentlich origami falten, habe aber anstattdessen die gestrigen einkäufe mit der tochter geteilt und ihr geholfen, den adventskalender für eine freundin fertig zu bestücken. 

weil kai noch ein onlinetreffen seines studiengangs hatte, das sich unüblich lange ausdehnte, gab es erst spät sehr weich gekochte randen-one-pot-pasta. 

später noch serie und nachrichten aus deutschland - noch einmal vom sohn unterbrochen, er musste noch seine sachen einsammeln, die er bei uns gelassen hatte. 

gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gehört: lage der nation, kafi am freitag (von beiden alte folgen, weil ich vergessen hatte, neue herunterzuladen)

gesehen: damengambit



Mittwoch, 25. November 2020

24. november 2020 - bilderlastig

 morgens in der werkstatt wurde der erste karierte ball fertig: 

ich habe mir sozusagen auf den allerletzten drücker noch den onlinekurs von gabriella kovács zum filzen einer karierten kugel gegönnt. prozessfotos sollen nicht gezeigt werden - also hier das fertige exemplar. die technik ist spannend, benötigt ein bisschen fingerspitzengefühl und geduld, aber das ergebnis ist auch überzeugend. ich denke neben verschiedenen farbkombinationen über eine übertragung der technik nach, aber ausser "grösser" kommt mir nicht viel in den sinn. aber grösser wäre auch schon spannend, habe ich doch aktuell in der werkstatt noch diese kugel liegen: 

über mittag brot mit belag und anschliessend wieder ein kleiner spaziergang - morgen dann wirklich mit rebschere und korb, damit wir endlich das material für den adventskranz einsammeln können. 

am nachmittag machte ich einen adventskalender fertig:

der rest ist noch geheim. 

später fuhr ich wegen schlechter abstimmung noch ein wenig mit dem auto herum und brachte dinge von a nach b und holte das gemüse ab. und weil ich einen recht praktischen parkplatz fand, ging ich noch rasch in ein geschäft und erledigte dinge, die ebenfalls geheim bleiben müssen. 

zurück zuhause stellte ich mich für ungefähr zwei stunden ans bügelbrett und trug ein bügelwäschegebirge ab. kai machte derweil abendessen: schweinsplätzli zu selbstgemachten (aufgetauten) nudeln mit salat. 

einigermassen kaputt liessen wir uns später ein letztes mal vom sohn beim fernsehen stören - ab morgen kann er wieder in seine wg zurück. 

gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gehört: francesca melandri, alle ausser mir

gesehen: damengambit

Dienstag, 24. November 2020

23. november 2020 - textlastig

schon wieder wochenstart. ein plan für die woche zerschlug sich nach beharrlichem nachfragen, der filzkurs am dienstagabend, den ich ausserhalb meiner werkstatt hätte halten sollen, findet nicht statt. 

kurse ausserhalb lohnen sich nur bei grösseren gruppen, da zum heranschleppen des materials ja auch noch eine raummiete kommt. wenn dann zusätzlich noch der kurspreis gedeckelt und die kommunikation mit der kursanbieterin fehlanzeige ist, wird aus einer chance ein ärgernis.

vormittags in der werkstatt weiter am schönen onlinekurs gearbeitet bis vorerst die vorfilze trocknen mussten. dafür schaffte ich dann noch eine bestellung, die erst am freitag eingegangen war. 

über mittag wieder nach hause - die reste der vorwoche ergaben eine leckere mahlzeit. nach einer beinahe zu langen diskussion über die sonnigste spazierstrecke brach ich mit kai für eine waldrunde auf. vielleicht nicht der sonnigste weg, aber trotzdem schön: ich habe zusätzlich ausschau nach möglichkeiten für adventsdeko gehalten und weiss jetzt, wo wir kiefernäste und vielleicht noch mehr finden können. 

dann haushaltsdinge: kühl-gefrier-kombi in der küche abtauen, küchenfenster und die gesamte küche putzen. und weil es noch so sonnig war, die grosse haushaltsleiter gerade hier ist (sonst steht sie in der werkstatt) und mich das nicht wirklich gut geputzte wohnzimmerfenster bei tiefem sonnenstand störte, putzte ich auch noch gleich das grosse fenster - vom garten aus, weil man es nicht öffnen kann. 

danach schreibtischdinge, aber keine lästige büroarbeit, sondern schönes, bis kai feierabend machte und tochter und sohn eintrafen. noch ein telefongespräch mit meiner mutter, dann abendessen: süsskartoffeln, dazu gefüllte champignons und salat mit mandarinenschnitzen, gekocht vom sohn. 

am abend strickend "gott" von ferdinand von schirach gesehen (live im deutschen fernsehen!) - "leider" hatten wir schon am vormittag auf deutschlandfunk kultur ein interview mit einem echten mitglied des ethikrats gehört, die schon mal vorab erklärte, dass ihre sitzungen ganz anders aussehen als von schirach dargestellt. dementsprechend sahen wir das ganze schon eher auf einer metaebene: eben auch unter dem aspekt, wie versucht schirach hier eine bestimmte haltung (ich vermute mal: seine) zum problem sterbehilfe subtil oder auch weniger subtil dem zuschauer schmackhaft zu machen. dementsprechend ging ja dann auch die abstimmung aus, mit einer grossen mehrheit für eine liberale praxis der sterbehilfe. spannend war die anschliessende diskussion im ländervergleich, diskutiert wurde in einer runde im schweizer, und bei hart aber fair im deutschen fernsehen. ganz andere zusammensetzungen der gäste, ganz andere traditionen (in der schweiz ist sterbehilfe schon lange erlaubt, allerdings hätten die sterbehilfeorganisationen schon auch ein problem mit einem so offensichtlich vitalen menschen wie im fernsehfilm) und vor allem: in der schweiz wurde ein fernsehfilm diskutiert, in deutschland eine politische fragestellung (die im übrigen das bundesverfassungsgericht bereits entschieden hat).

Montag, 23. November 2020

21. und 22. november 2020 - es ist uns ein licht aufgegangen...

 ein gemütliches wochenende liegt hinter uns. wenn da nicht das ständige coronöse hintergrundrauschen wäre, hätte es richtig entspannt sein können. (war es eigentlich auch, ich musste mich nur zwischendurch immer mal wieder über die varianten von "weihnachten fällt in diesem jahr aus" aufregen.) 

samstag war diverses rund um haus und garten geplant, aber vorher gab es ein gemütliches frühstück. sogar im sonnenschein, sie sonne ist jetzt wieder in das stadium eingetreten, in dem sie zwischen neun und zehn auf den frühstückstisch scheint, wenn sie es denn tut. ich buk anschliessend einen zwetschgenkuchen, kai bereitete das aufhängen der neuen lampe vor, die tochter räumte ihr zimmer auf und der besuchweise bei uns weilende sohn verzog sich für den restlichen tag in seine werkstatt zum campingbusumbau. 

wegen anhaltendem sonnenschein taute der rauhreif draussen schnell auf und ich konnte in den garten gehen, um mich weiter um die hecke zu kümmern. der fortschritt ist diesmal kaum zu sehen, aber er misst sich ja auch in gefüllten grünguttonnen und da waren wir - denn kai kam nach rückkehr vom handwerkercenter auch dazu - wieder erfolgreich. ich denke, wir sollten vor weihachten noch mit diesen arbeiten fertigwerden. 

drinnen gab es kaffee und kuchen, anschliessend dann lampenaufhängen, beziehungsweise an die wand schrauben. 

endlich licht über dem esstisch! die konstruktion ist spannend, die lampe an einem langen arm ist auf einem träger, der an der wand befestigt ist, gelagert und lässt sich in alle richtungen bewegen, hoch und runter stellen und kippen. wir denken aktuell noch über eine möglichkeit zum dimmen nach. 

während ich beim lampenaufhängen nicht gebraucht wurde, dachte ich mir einen text für die adventspost aus, schreib ihn mit der reiseschreibmaschine ab und kopierte ihn 24 mal.  

zum abendessen gab es sellerieschnitzel mit dunklem risotto und nüsslisalat mit randen. die tochter weilte zum abendessen bei einer turnkollegin, wir spielten mit dem sohn nach dem abendessen eine partie des spiels, das er uns zu ostern geschenkt hatte. 

***

am sonntag wieder gemütliches frühstück, anstatt sonne leider diesmal nebel. unsere begeisterung fürs rausgehen hielt sich in grenzen und dementsprechend wenig kreativ waren wir bei der auswahl der route. wir starteten dann vom friedhof schachen in untersiggenthal in richtung iflue und drehten eine schöne und sehr ruhige runde durch den wald. 

aussicht war keine, aber dafür viele schöne details im wald. wieder zuhause gab es gleich den restlichen kuchen vom samstag und wieder kaffee, so dass wir einen langen freien nachmittag hatten. 

ich verbrachte den im wesentlichen am schreibtisch mit der adventspost, sogar die sonne kam noch heraus: 


und die 24 karten für den 1. dezember sind fertig geworden! ich habe sie als postkarten gestaltet, so wie das konzept der adventspost das auch vorsieht, und vertraue darauf, dass ich sie ende der woche noch nach deutschland auf die post geben kann. 

am abend reichte es mir sogar noch, die teile für eine pullover zuzuschneiden, dazu machte ich ein kaminfeuer und sah dem sohn zu, der unsere smarthomefähigen glühbirnen ins netz brachte. das projekt schönes licht schreitet also weiter voran. zum abendessen machte kai pizza, später gemeinsames tatortschauen. 


gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gehört: francesca melandri, alle ausser mir

gesehen: damengambit und den aktuellen tatort mit ulrich tukur